DE359012C - Verfahren zur Herstellung von buntgemusterten Papieren oder Geweben durch Aufbringenvon Farbstoffloesungen auf feuchte Papiere oder Stoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von buntgemusterten Papieren oder Geweben durch Aufbringenvon Farbstoffloesungen auf feuchte Papiere oder Stoffe

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DE359012C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/02Patterned paper

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von buntgemusterten Papieren oder Geweben durch Aufbringen von Farbstofflösungen auf feuchte Papiere oder Stoffe. Nach der Erfindung werden Papiere oder Gewebe aller Art mit schönen Farbwirkungen dadurch versehen, daß man die Papiere oder das Gewebe reichlich naß macht und sie dann mit trockenen Farbstoffen, vorzugsweise von verschiedener Farbe in gewissen Abständen bestreut. Die Farbstoffe lösen sich auf dem nassen Paier oder Gewebe auf, die Lösungen zerfließen und geraten ineinander, wodurch einerseits Abstufungen in den einzelnen Farbtönen und Musterungen, andererseits durch das Ineinanderlaufen der verschiedenen Farben Mischtöne entstehen. Ähnliche Erfolge lassen sich auch erreichen, wenn man statt des Farbstoffpulvers Pasten oder Farbstofflösungen aufbringt. Um diese Wirkungen zu- erreichen, muß das Papier oder Gewebe mit so viel Wasser überschichtet sein, daß eine Bewegung der Flüssigkeit und das angegebene Ineinanderfließen der Farbstofflösungen stattfinden kann. Dazu ist auch nötig, daß die mit den Farbstofflösungen versetzte Wasserschicht genügende Zeit hat, um ein richtiges Ineinanderfließen zu ermöglichen. Die Zeitdauer richtet sich nach den Wirkungen, die man erzielen will.
  • Die Wirkung wird gesteigert und gleichzeitig die Arbeitsweise vereinfacht, wenn man auf das erste noch nasse Papierblatt nach dem Farbstoffauftragen noch ein zweites nasses Papierblatt lose auflegt und nach einiger Zeit abnimmt. Man erhält dann das Spiegelbild des ersten Papierblattes, wobei gleichzeitig die Zeichnungen beider Papierblätter durch das Aufeinanderlegen zarter ineinander übergehen.
  • Das neue Verfahren kann mit Papieren oder Geweben verschiedener Art ausgeführt werden. Wendet man z. B. Seidenpapier an, so können infolge der Durchlässigkeit dieser Papierart eine größere Anzahl von Abzügen gemacht werden. Man legt dann to bis 15 Pabierbogen nacheinander, ohne daß die vorherg--lienden weggenommen werden müssen, auf das erste mit den Farbstoffen bestreute Papierblatt auf, läßt einige Zeit liegen und nimmt dann die einzelnen Papierblätter nacheinander ab und läßt sie trocknen.
  • Es ist bereits bekannt, gemusterte, insbesondere marmorierte Papiere in der Weise herzustellen, daß man auf die auf der Papiermaschine befindliche feuchte Papierbahn Farblösungen oder gefärbten Papierstoff mittels verschiedenartiger Vorrichtungen aufspritzt oder aufkleckst. Auf diese Weise kann man die Wirkungen des vorliegenden Verfahrens nicht erhalten. Selbst in den Fällen, wo Farbstofflösungen auf die feuchte Papierbahn aufgespritzt werden, ist die Wassermenge auf der feuchten Papierbahn zu gering, als daß eine Bewegung von Flüssigkeit und ein wirkliches Ineinanderfließen der Farbstofflösungen stattfinden könnte. Gefärbter Papierstoff kann eine solche Wirkung noch weniger hervorbringen. Außerdem befindet sich die Papierbahn bei ihrer Bewegung durch die Maschine nur so kurze Zeit feucht in Berührung mit den Farbstofflösungen, daßi Effekte, wie sie beim neuen Verfahren erzielt werden, nicht eintreten können.
  • Schließlich kann mittels der bekannten Verfahren unter Anwendung maschineller Vorrichtungen nur ein mehr oder weniger regelmäßiges Muster erzielt werden, während beim neuen Verfahren, das für Handarbeit in Betracht kommt, eine große Vielfältigkeit in den Farbbildern, Farbenabstufungen und der Größe der mit den einzelnen Farben bedeckten Fläche möglich ist.
  • ES wird beispielsweise folgendermaßen verfahren: Man legt die zu färbenden Papiere in eine mit Wasser gefüllte Wanne, nimmt dann ein Papierblatt ziemlich naß heraus, legt es auf eine wagerechte Unterlage und bestreut es in gewissen Abständen zunächst mit einem blauen Farbstoff. Einen Teil der weißgebliebenen Stellen bestreut man dann mit einemroten , den übrigen Teil schließlich mit einem gelben Farbstoff. Bewegt. man die auf dem Papierblatt stehende Flüssigkeit,' so' bilden sich Schlieren und ähnliche Muster. Wo das Farbpulver lag, werden die Töne am dunkelsten, um je weiter die Lösung fließt, heller zu werden. Wo Gelb und Blau zusammenfließt, bildet sich ein Grün, im übrigen entstehen andere Mischfarben. Da bekanntlich sämtliche Farben aus den drei Grundfarben Blau, Gelb und Rot bestehen, können auf diese Weise alle möglichen Farbtöne auf der Unterlage entstehen.
  • Nun legt man das zweite nasse Papierblatt auf und hebt es nach einiger Zeit ab. Die Papiere kann man nun oberflächlich abspülen oder auch unmittelbar trocknen lassen. Durch das Abspülen werden die Musterungen etwas verändert. Man kann auch bestimmte Musterungen erzeugen, wenn man vor dem Aufstreuen der Farbstoffe Schablonen, Steinehen, Sand oder andere schützende reservierende Stoffe auflegt.

Claims (1)

  1. '° PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von buntgemusterten Papieren oder Geweben durch Aufbringen von Farbstofflösungen auf feuchte Papiere oder Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier oder das Gewebe mit so viel Wasser bedeckt wird, daß eine Bewegung der durch das aufgebrachte Farbstoffpulver oder die Farbstofflösung entstandenen Lösung stattfinden kann, und daß die Farbstoffe oder ihre Lösungen an verschiedenen Stellen aufgebracht werden,- worauf das Papier oder das Gewebe während einigen Minuten in Berührung mit der Flüssigkeitsschicht gelassen wird.
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