DE357809C - Verfahren zur Herstellung von Glasmosaiken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasmosaiken

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DE357809C
DE357809C DEW57568D DEW0057568D DE357809C DE 357809 C DE357809 C DE 357809C DE W57568 D DEW57568 D DE W57568D DE W0057568 D DEW0057568 D DE W0057568D DE 357809 C DE357809 C DE 357809C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/12Uniting ornamental elements to structures, e.g. mosaic plates
    • B44C3/123Mosaic constructs

Landscapes

  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Glasmosaiken. Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von Glasbildern und Glasmosaiken bekannt, bei welchen durchsichtige Flächen, :beispielsweise Glasflächen, einseitig oder doppelseitig mit Bruchglasstückchen belegt werden, deren Fugen mit zementartigem Kitt ausgefüllt werden. Die auf diese Weise hergestellten Glasmosaiken entsprechen zwar den künstlerischen Anforderungen, besitzen aber eine verhältnismäßig geringe Haltbarkeit, besondern dann, wenn die Mosaik beispielsweise bei der Verwendung von Beleuchtungskörpern einem häufigen Temperaturwechsel ausgesetzt ist. Die abwechselnde Erwärmung und Ab-. kühlung des Bindematerials bedingt ein Arbeiten der Mosaik, das sehr bald zum Reißen und Ausplatzen der Bruchglasstücken führt.
  • Zweck der Erfindung ist, diesen Übelstand zu beseitigen, und zwar geschieht dies dadurch, daß auf die zu belegende Fläche zunächst eine den Flächenmustern entsprechende Schablone aufgelegt und mit dem Glase durch irgendein Bindemittel unlösbar verbunden wird. Die Flächen innerhalb der Umrisse der Schablone werden alsdann in bekannter Weise mit Glasstückchen ausgelegt und die entstehenden Fugen werden mit Hilfe eines Kittes ausgefüllt. Für diese Ausfüllung ist jedoch nicht jeder beliebige Kitt verwendbar, sondern der Kitt muß in seiner Zusammensetzung derart beschaffen sein, daß er einerseits sich mit der auf die zu-belegende Fläche fest aufgeklebten Schablone einwandfrei verbindet, anderseits aber auch eine genügende Bindung der Glasstücken untereinander be-wirkt.
  • In der Zeichnung ist die praktische Durchführung des Verfahrens an einem Ausführungsbeispiel gezeigt. Die Glasfläche a soll nach einem Muster gemäß Abb. i der Zeichnung belegt werden. Entsprechend dem Muster wird zunächst eine in Abb. z dargestellte Schablone ausgeschnitten, und zwar aus beliebigem Material, beispielsweise Papier. Die Konturen b der Schablone sind verhältnismäßig breit. Die von den Konturen eingeschlossenen Flächen c sind frei ausgespart. Diese Schablone wird nun in ein Bindemittel eingetaucht und auf die Glasfläche a aufgelegt und angedrückt. Dann läßt man die Glasplatte mit der Schablone trocknen und säubert die von den Konturen b der Schablone frei gebliebenen Flächen der Glasplatte. Die Schablone ist nunmehr mit der Glasplatte fest und unlösbar verbunden. Jetzt wird, wie in Abb. i dargestellt, jede einzelne Fläche mit Bruchglasstückchen ausgelegt, beispielsweise die Fläche d mit blauen Glasstückchen, die Fläche - e mit roten oder aber auch mit verschiedenfarbigen Glasstückchen. Die Glasstückchen bilden, wie @die Abb. i erkennen läßt, Fugen. Diese werden nun mit einem Kitt ausgefüllt. Dieser Kitt schafft einerseits eine Bindung der Glasstücke untereinander, vor allen Dingen aber verbindet er sich mit der auf der Glasfläche fest haftenden Schablone. Diese Bindung des Kittes mit der Schablone ist für die Haltbarkeit der Mosaik von besonderer Bedeutung; denn der mit der Schablone verbundene Kitt bildet ein unzerstörbares Gerüst für die gesamte Mosaik. Der Kitt selbst soll zweckmäßig gegen Wärme unempfindlich sein und besteht vorzugsweise aus irgendwelchen Bindemitteln und einem schlechten Wärmeleiter. Ein geeigneter Kitt kann z. B. bestehen aus Papiermache, Gips, Leim, Wasser und die schnelle Abbindung des Gipses verhindernden Zusätzen, z. B. Alaun und Eibischwurzel. Dieser Kitt kann erforderlichenfalls durch Nachbehandlung mit Öl wasserfest gemacht werden. Die Erfindung ist jedoch an diese besondere Zusammensetzung des Kittes nicht gebunden. Die Vorteile des oben beschriebenen Verfahrens lassen sich auch mit Kitten anderer Zusammensetzung durchführen, sofern nur darauf geachtet wird, daß die Schablone fest auf dem Glase sitzt und der Kitt eine genügende Bindungskraft zur Schablone einerseits und zu den Glasstücken anderseits besitzt. Das Material der Schablone kann ebenfalls beliebig sein. Für gerade Flächen, beispielsweise Glasplatten, genügt Papier oder Pappe, für gewölbte Flächen werden zweckmäßig schmiegsame Stoffe, beispielsweise Seide, Baumwolle, Kunstseide u. dgl. verwendet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRÜcFIE: i. Verfahren zur Herstellung von Glasmosaiken, bei welchen Bruchglasstückchen auf durchsichtige Flächen aufgelegt und die entstehenden Fugen durch Kitt ausgefüllt werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf der zu belegenden Fläche zunächst eine den Umrissen des Mosaiks entsprechende Schablone mit Hilfe eines beliebigen Bindemittels unlösbar befestigt wird, worauf die Bruchglastückchen aufgelegt und -die entstehenden Fugen mit Hilfe eines Kittes ausgefüllt werden, der eine genügende Bindung der Glasstückchen untereinander und auch zu der auf der belegten Fläche befestigten Schablone besitzt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone aus Papier, Pappe bzw. bei Belegung gewölbter Flächen aus schmiegsamem Material, beispielsweise Seide, Leinen und ähnlichen Faserstoffen besteht. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kitt aus faserigem Material, beispielsweise Papiermache, Asbest, aus Gips, Leim und die schnelle Abbindung .des -Gipses verhindernden Zusätzen besteht.
DEW57568D 1921-02-20 1921-02-20 Verfahren zur Herstellung von Glasmosaiken Expired DE357809C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2815872C1 (ru) * 2023-10-03 2024-03-22 Роман Валерьевич Чаркин Способ производства листовых материалов с криволинейной поверхностью

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