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Schienennagel. Die Erfindung bezieht sich auf einen Schienennagel
mit unterer, den Nagelschaft beim Eintreiben nach außen ablenkender Schrägfläche,
und neu daran ist, daß die Schaftinnenfläche im Anschluß an den prisinatischen oberen
Schaftteil schräg nach außen bis zu der Ablenkungsfläche verläuft, und daß an der
gleichmäßig vom Kopf bis zur Spitze durchlaufenden Schaftaußenfläche langgestreckte
Einkerbungen vorgesehen sind, deren Flächen einen stumpfen, beim Eintreiben etwa
in einen rechten Winkel übergehenden Winkel bilden.
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Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß beim Eintreiben und Krümmen
des Nagels nach außen durch die an der Schaftaußenfläche vorhandenen Einkerbungsspitzen
die Holzfasern infolge des anfangs atuinpien
Einkerbungswinkels
nicht zertrümmert und durch den beim Eintreiben etwa in einen rechten Winkel übergehenden
Einkerbungswinkel besser zusammengehalten werden, wodurch ein sicherer Sitz des
Nagels gewährleistet und sein Lockerwerden vermieden ist.
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Der insbesondere für Schienennägel bestimmte Erfindungsgegenstand
ist in der Abb. i in der Seitenansicht und in der Abb. 2 in Stirnansicht dargestellt.
Die Abb. 3 zeigt verschiedene andere Nagelspitzenformen, die Abb.4 teilweise einen
Schnitt mit dem in eine Eisenbahnschwelle eingetriebenen Nagel und die Abb. 5 einen
Grundriß der Nägel an einer von ihnen festgehaltenen Schiene.
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Der vorzugsweise rechteckige Nagelschaft ist unter dem Nagelkopf i
auf eine kurze Strecke mit den beiden parallel zueinander und zur Schiene liegenden
Seitenflachen 2 versehen, deren Symmetrieachse als Nagelachse bezeichnet werde.
Die darunterliegende äußere Nagelstirnseite ist mit mehreren hintereinander liegenden,
sich quer über den Schaft erstreckenden Einkerbungen 3 versehen, die durch die nach
ab- und einwärts geneigten Flächen 4 und die daran anschließenden, nach außen geneigten
Flächen 5 gebildet sind.
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Die Einkerbungen 4, 5 bilden einen stumpfen Winkel miteinander von
annähernd i2o°, zu welchem Zwecke die Einkerbungsfläche 5 zu der gestrichelt angedeuteten
Senkrechten in einem Winkel von etwa 4o bis 6o° liegt.
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Es kann jede beliebige Anzahl solcher vorzugsweise gleich weit voneinander
abstehender, parallel zueinander liegender Einkerbungen vorgesehen sein. Unter der
letzten Einkerbung ist die Stirnfläche als ebener, senkrechter Teil 6 fortgesetzt,
der in einer Linie mit dem oberen glatten Teil 2 der Schaftaußenfläche liegt. Die
innere oder Kopfstirnfläche ist unter dem Kopf ebenfalls mit einem glatten Teil
2 versehen und setzt sich als glatter, schräg verlaufender Teil 7 nach unten fort.
Der schräge Teil geht unter dem Winkel von annähernd i2o° in die von den Flächen
6 und 8 gebildete meißelartige Nagelspitze über, zu welchem Zwecke die Neigung der
Schrägfläche zur Senkrechten etwa 4.o bis 6o° beträgt. Die beiden Schaftseitenflächen
9 und io liegen nach der Abb. 2 parallel zueinander.
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Durch diese Ausführungsform wird der Vorteil erzielt, daß durch den
beim Eintreiben etwa in einen rechten Winkel übergehenden Einkerbungswinkel von
12o° die Holzfasern in unzertrümmertem Zustand besser als bei bekannten eingekerbten
Nägeln zusammengehalten werden.
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Bei der abgeänderten Nagelform nach der Abb. 3 ist die meißelartige
Nagelspitze einseitig abgeschrägt oder abgerundet. Diese Abschrägung i t kann sich
quer über die gesamte Schaftbreite erstrecken oder auch nur auf einen Teil der Schaftbreite,
und z. B. nur bei 12 abgerundet sein.
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Beim Eintreiben des Nagels in eine Eisen; bahnschwelle o. dgl. wird
der Schaft, veranlaßt durch die einseitig (nach außen) gegen die Achse liegende
Schrägfläche 8 der Spitze, aus der Nagelachse herausgebogen (Abb.4), wobei der Grad
der Neigung der Fläche 8 die Größe der Nagelschaftbiegung und den Bogen bestimmt,
in *dem der Nagel beim Eintreiben sich krümmen soll. Die Richtung des sich krümmenden
Nagels hängt von der unteren Begrenzung der Nagelspitze ab. So steht der Nagelschaft
bei einer senkrecht zu den Seitenflächen des Nagels verlaufenden Unterkante der
Nagelspitze nach der Abb. i rechtwinklig zu dem zu befestigenden Gegenstande, während
der Nagelschaft bei schrägem Verlauf der Unterkante der Nagelspitze nach der Abb.
3 nahezu schräg, z. B. bei der Abschrägung i i, unter 45' zu dem zu befestigenden
Gegenstande abgebogen wird.
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Kommen Nagelformen der Abb.2 und 3 nebeneinander zum Befestigen von
Schienen nach Art der Abb.5 zur Verwendung, so werden zweckmäßig ein Nagel mit einer
rechtwinkligen Abbiegung auf der Schieneninnenseite und zwei Nägel auf der Schienenaußenseite
eingetrieben, von. denen der eine unter 45' nach rechts und der andere unter 45°
nach links abgebogen wird.
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Der Schienennagel nach der Erfindung ist selbstverständlich auch für
andere Befestigungszwecke verwendbar.