DE35675C - Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren Befestigung - Google Patents
Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren BefestigungInfo
- Publication number
- DE35675C DE35675C DENDAT35675D DE35675DA DE35675C DE 35675 C DE35675 C DE 35675C DE NDAT35675 D DENDAT35675 D DE NDAT35675D DE 35675D A DE35675D A DE 35675DA DE 35675 C DE35675 C DE 35675C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bung
- wood
- nut
- edge
- stave
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000002023 wood Substances 0.000 claims description 19
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 18
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 10
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 9
- 238000005553 drilling Methods 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 4
- 238000003801 milling Methods 0.000 claims description 2
- 230000035515 penetration Effects 0.000 claims 1
- 238000004080 punching Methods 0.000 claims 1
- 235000013405 beer Nutrition 0.000 description 3
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 2
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 241000233866 Fungi Species 0.000 description 1
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 1
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 1
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D39/00—Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
- B65D39/08—Threaded or like closure members secured by rotation; Bushes therefor
- B65D39/082—Bung-rings and bungs for bung-holes
- B65D39/084—Separated bung-rings made by one element
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Connection Of Plates (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. November 1885 ab.
Vor einigen Jahren wurden Versuche gemacht, Spundlochbüchsen, wie Fig. 1 zeigt, in
Verbindung mit einer Schraubenmutter m an das Holz zu pressen, zum Zwecke einer innigen
Anschmiegung des Büchsenrandes r an das Holz.
Bei dieser Einrichtung wurde die bewegliche Büchse b in die feststehende Mutter m eingeschraubt
, indem man erstere mittelst eines Excenterschlüssels an der inneren Wandung des Büchsenrohres b oder auf andere Art fafste
und eindrehte. Unter den Büchsenrand bei r wurde vor dem Einschrauben Mennigekitt gelegt,
der etwaige unvollständige Berührungen der rohen Gufsoberfläche des Büchsenrandes
mit dem Holz vervollkommnete.
Bei später eintretender Undichtheit infolge des Schwindens des Holzes wurde die Büchse
in ähnlicher Weise nachgezogen.
Eine innige Berührung des Büchsenrohres mit dem Holz bei b wurde nicht erzielt, weil
erstens das Büchsenrohr von rohem, nicht bearbeitetem Eisengufs nie vollkommen kreisrund
war, und zweitens das Loch im Holz etwas grofs gebohrt werden mufste, weil es sonst
dem rohen, konischen Gufsrohr zu vielen Widerstand und zu viel Reibung entgegengestellt
hätte, wenn der Büchsenrand dicht an das Holz angezogen werden sollte.
Auf die Dichtung am Büchsenrohr wurde überhaupt weniger Werth gelegt, weil die
Hauptdichtung, wie gesagt, unter dem Büchsenrand bei r bezweckt wurde, wo ein Verkohlen
des Holzes beim Pichen mit der Pichmaschine nicht erwartet wurde.
Nun zeigte es sich aber, dafs zwischen den Gewinden des Büchsenrohres und der Mutter m
Flüssigkeit eindrang und zwischen dem Holz und dem Büchsenrohr lagerte, besonders wenn
die Flüssigkeit unter Druck war, wie bei gespundeten Bieren. Infolge dessen entstand
dort Fäulnifs am Holz, und es bildeten sich Pilze, die das Bier schädigten.
Ferner fand man, dafs der schneidende Rand der Büchse bei r, weil von Rohgufs,
ebenfalls nicht ganz kreisrund war und, anstatt sich sauber in das Holz einzuschneiden,
beim Einschrauben eine mehr oder weniger breite, kreisrunde Vertiefung (Rinne) in das
Holz machte; der Zweck einer keilförmigen Einbettung des Büchsenrandes r war verfehlt
und somit die Dichtung auch dort unvollkommen.
Wenn die Büchse nach einiger Zeit durch Schwinden des Holzes oder aus anderer Ursache
undicht wurde und nachgezogen (festgeschraubt) werden mufste, so wurde der
unter dem Büchsenrand lagernde, inzwischen hart gewordene Mennigekitt dadurch zerrieben
und bildete keine Dichtung mehr.
Diese Erfahrungen genügten, zu verhindern, dafs jene Büchsen sich mit Erfolg einführen
konnten, und sie sind meines Wissens nirgends mehr in Anwendung.
Die Anordnung, die ich nun an diesen Büchsen getroffen habe, beseitigt nicht nur alle
diese Nachtheile, sondern bringt auch noch positive Vortheile mit sich.
Ich bringe nämlich, wie Fig. 2 zeigt, den dichtenden Rand r1 auf der inneren Seite der
Spunddaube, wo die Dichtung hauptsächlich
—
nothwendig ist, an und die Schraubenmutter m1
aufsen, und lasse die Büchse mit dichtendem Rand unbeweglich fest im Loch, indem ich die
Mutter anziehe und sie auch bei späterem Undichtwerden nachziehe.
Hierdurch ergeben sich folgende Vorzüge:
1. der schneidende Rand r1, wenn auch
nicht kreisrund geformt, wird sich dennoch sauber in das Holz eindrücken und abdichten
und
2. dem geprefsten Mennigekitt nicht gestatten, zu entweichen, sondern dieser wird
gezwungen, unter dem Druck der Schraube in jede Pore einzudringen, und wird somit keine
Flüssigkeit zwischen Holz und Büchse eindringen lassen;
3. das Loch im Holz kann sehr klein gebohrt werden, so dafs das Büchsenrohr innig
anliegt, weil die Büchse fest steht und nicht gedreht wird, und
4. weil die Büchse fest steht, wird der Mennigekitt beim Nachziehen der Mutter m1
nicht zerrieben, sondern seine angepafste Form bleibt genau wie sie war und an ihrem Platz;
5. der Druck des gespundeten Bieres auf die ihm entgegengestellte Fläche des Spundes
und des Büchsenrandes, etwa 50 qcm bei zwei Atmosphären = 100 kg, wirkt zur Dichtung
mit, indem er sich auf dem dichtenden Büchsenrand concentrirt, während entgegengesetzt er
den Dichtungsrand von der Dichtungsunterlage wegdrückt, wenn der Dichtungsrand aufsen
angebracht wird;
6. wenn der dichtende Rand aufsen am Fafs ist, so kommt er beim Pichen mit der
Pichmaschine in unmittelbare Berührung mit dem rothglühenden Theile des Pichapparates,
in dem das Heifsluftrohr steckt, und nimmt davon in kürzester Zeit so viel Hitze auf, dafs
auch am schneidenden Rande Verkohlungen vorkommen, was natürlich nicht der Fall ist,
wenn der dichtende Rand im Innern des Fasses ist.
Bei den Fässern, die, wie jetzt allgemein üblich, mit der sogen. Pichmaschine gepicht
werden, wobei die heifse Luft mittelst eines durch die Spundbüchse eingesteckten Rohres,
das dabei rothglühend wird, in das Fafs eingeführt wird, wird diese Einrichtung von
grofsem Werthe sein, indem jene Spundbüchsen , die mittelst eines sich in das Holz
einschneidenden Gewindes in das Spundloch eingeschraubt werden, sowie alle anderen Arten
von Büchsen, die am Rohre und nicht an entfernten Rändern dichten, mit der Zeit los
werden, da das Holz, das in die Gewindegänge eindringt oder in der Nähe des Büchsenrohres
ist, verkohlt.
Da es bei Anwendung dieser Spundlochbüchsen nöthig ist, für sie ein genau passendes
Loch in der Spunddaube zu erstellen, wobei die Auflageflächen für die Dichtungsränder in
zwei parallelen Ebenen liegen sollen, so habe ich auch einen Apparat, Fig. 3, 4 und 5,
hierzu construirt, der hauptsächlich das Princip in sich trägt, dafs die Achse α des Bohrers g
und g g, die in den Lagern / und 11 Führung hat, eine fixirte Stellung zu der zwischen
den Zacken \ und \ \ und den Schrauben y
und y y befestigten Spunddaube s erhält. Das Spundloch und die Randfläche χ werden mit
dem Bohrer g, die Randfläche w mit dem Bohrer (Fräser) g g hergestellt. Die Stellringe ν
und ν ν auf der Achse α fixiren die Tiefe der
Bohrungen.
Die Bohrer g und g g werden zwischen den Zacken % und ^ % eingeschoben und die
Achse α durchgesteckt und mit dem Stift t befestigt, Fig. 3.
q dient zum Anschrauben des Apparates an einen Schraubstock während des Bohrens.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht eines Bohrers.
Auch zum Erfassen und Anziehen der Schraubenmutter m", Fig. 7, ist eine Vorrichtung
nöthig; sie besteht in der Hauptsache in einem Wendeisen p, das von der Schraube e
am Zapfen ο getragen wird, die in einem konischen Spundstück h läuft und deren Gewindesteigung
die gleiche ist wie beim Schraubengang n", wodurch erzielt wird, dafs die
Mitnehmer K beim Eindrehen der Mutter m" in den in derselben vorgesehenen Schlitzen
verbleiben.
Der Schraubenbolzen ο ist da, wo ihn das Wendeisen ρ mitnimmt, vierkantig, und durch
die Mutter i wird das Festhalten, Einstecken und Ausnehmen des Wendeisens ρ regulirt.
Soll nun die Mutter m" angezogen werden, so wird das Wendeisen ρ zunächst verkehrt,
d. h. so auf den Bolzen ο gesteckt, dafs der Ansatz f nach unten steht, wie Fig. 8 zeigt.
Beim Drehen des Wendeisens nach rechts wird es den Spund h infolge der Wirkung der
Schraube e und des Ansatzes f mitnehmen und denselben fest in die Büchse einziehen.
Nun wird die Mutter i abgeschraubt und das Wendeisen wieder mit dem Ansatz f nach
oben, wie Fig. 7 zeigt, aufgesetzt und mit der Mutter i festgezogen, wobei die Mitnehmer K
in die Schlitze im Schraubenring m" eingreifen, der nun festgezogen werden kann.
Nachdem wird die Mutter i so weit losgeschraubt, bis die Mitnehmer K frei sind, und
durch Drehen nach links mit dem Wendeisen wird dann der Spund h wieder ausgeschraubt,
was der Ansatz c und die Schraube e bewirken.
Ist die innere Wandung der Spundbüchse nicht mit Gewinde versehen, so kann der
Zapfen h fest eingeschlagen werden; e'r kann auch aus zwei halben Konen mit unten seit-
lieh vorspringenden festen Ansätzen bestehen
oder auf andere Art befestigt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche: .ι. An Spundlochbüchsen mit Randdichtung, welche mittelst einer Schraubenmutter an der Spunddaube befestigt werden, die Lage , des dichtenden Randes (r1, Fig. 2) auf der Innenseite der Spunddaube, wo derselbe, entfernt von den heifsen Theilen der Pichmaschine am Holz, nicht undicht und das Eindringen von Flüssigkeit zwischen Büchse und Holz vermieden wird.
- 2. Zum Ausbohren des Loches für derartige Spundbüchsen und zum Abfräsen der parallelen Auflagerflächen für den Rand (rl) und die Schraubenmutter ein an der Spunddaube zu befestigendes Bohrwerkzeug, dessen Bohrachse in senkrechter Stellung zur Spunddaube in Lagern (I I I) geführt ist, an welcher sich Bohr- und Fräsewerkzeuge befestigen lassen, deren Eindringen in · das Holz durch Anschläge (v und vv) begrenzt wird.Zum Anziehen von Schraubenmuttern an Spundlochbüchsen mit Randdichtung ein Wendeisen mit in die Mutter eingreifenden Knaggen (K), welches auf einem Gewinde läuft, das die gleiche Steigung wie dasjenige der Schraubenmutter hat, so dafs die Mitnehmerknaggen beim Anziehen der Schraubenmutter die gleichsteigende Spiralbewegung wie die Schraubenmutter ausführen und somit ihren Haltepunkt nicht verlieren.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35675C true DE35675C (de) |
Family
ID=311524
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35675D Expired - Lifetime DE35675C (de) | Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren Befestigung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35675C (de) |
-
0
- DE DENDAT35675D patent/DE35675C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69514728T2 (de) | Verfahren zum Abdichten einer Auslassöffnung | |
| DE4209752C2 (de) | Vorrichtung zum Befestigen von Messern in Lochungs- und Schneidzylindern von Maschinen des graphischen Gewerbes | |
| DE19729249A1 (de) | Spannfutter | |
| DE69115896T2 (de) | Unterflur-bohrvorrichtung und rahmen | |
| DE35675C (de) | Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren Befestigung | |
| DE2442759A1 (de) | Verbindungselement fuer bleche | |
| CH372622A (de) | Schraubenzieher mit automatisch auslösender Schrauben-Festhaltevorrichtung | |
| DE2428847A1 (de) | Schraubenspannvorrichtung zum oeffnen und schliessen des deckels eines reaktorkessels | |
| DE102011052546A1 (de) | Einrichtung zum Schnellwechseln eines kraftbetätigten Spannzeuges, insbesondere eines Spannfutters | |
| DE102009054425A1 (de) | Abzieheinrichtung zum Abziehen von Elektrodenkappen von Schweißelektroden | |
| DE2836747A1 (de) | Bohrstabilisator | |
| DE102019135848A1 (de) | Vorrichtung zum Lösen eines Querlenkerbolzens aus einem Achsschenkel eines Kraftfahrzeuges | |
| DE613241C (de) | Bohrer mit zwei seitlichen Bohrmessern | |
| DE60862C (de) | Spundbüchse | |
| DE2248860A1 (de) | Anstichkoerper, insbesondere fuer bierfaesser | |
| DE816327C (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Verbindungen | |
| DE11093C (de) | Neuerungen an konischen metallenen Schraubenspundverschlüssen für Fässer | |
| DE2801324A1 (de) | Vorrichtung zur feststellsicherung eines backenbohrfutters | |
| DE102005019877A1 (de) | Klemm-Fixier-Einheit, Klemm-Adapter-Buchse, Druck-Adapter-Platte, kombiniertes Verspann-Bohrverfahren | |
| DE564631C (de) | Sicherung fuer aufgewalzte Flansche mittels Niete | |
| DE177377C (de) | ||
| DE102018113747B4 (de) | Unterwasser-Bearbeitungsmaschine mit einem Werkzeughalter mit einer Wechselnabe für die Aufnahme von Rotationswerkzeugen | |
| DE1106706B (de) | Werkzeug zum Loesen und Anziehen von Schrauben, insbesondere von in Blechbauteilen sitzenden Senkkopfschrauben | |
| DE102014001473A1 (de) | Nullpunkt-Positionier- und Spannsystem | |
| DE601441C (de) | Rohrverbindung bzw. Kupplung, insbesondere fuer Rohre aus weichem Metall |