DE35675C - Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren Befestigung - Google Patents

Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren Befestigung

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DE35675C
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Germany
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bung
wood
nut
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Application number
DENDAT35675D
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English (en)
Original Assignee
W. KROMER in Freiburg i. B
Publication of DE35675C publication Critical patent/DE35675C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D39/00Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
    • B65D39/08Threaded or like closure members secured by rotation; Bushes therefor
    • B65D39/082Bung-rings and bungs for bung-holes
    • B65D39/084Separated bung-rings made by one element

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. November 1885 ab.
Vor einigen Jahren wurden Versuche gemacht, Spundlochbüchsen, wie Fig. 1 zeigt, in Verbindung mit einer Schraubenmutter m an das Holz zu pressen, zum Zwecke einer innigen Anschmiegung des Büchsenrandes r an das Holz.
Bei dieser Einrichtung wurde die bewegliche Büchse b in die feststehende Mutter m eingeschraubt , indem man erstere mittelst eines Excenterschlüssels an der inneren Wandung des Büchsenrohres b oder auf andere Art fafste und eindrehte. Unter den Büchsenrand bei r wurde vor dem Einschrauben Mennigekitt gelegt, der etwaige unvollständige Berührungen der rohen Gufsoberfläche des Büchsenrandes mit dem Holz vervollkommnete.
Bei später eintretender Undichtheit infolge des Schwindens des Holzes wurde die Büchse in ähnlicher Weise nachgezogen.
Eine innige Berührung des Büchsenrohres mit dem Holz bei b wurde nicht erzielt, weil erstens das Büchsenrohr von rohem, nicht bearbeitetem Eisengufs nie vollkommen kreisrund war, und zweitens das Loch im Holz etwas grofs gebohrt werden mufste, weil es sonst dem rohen, konischen Gufsrohr zu vielen Widerstand und zu viel Reibung entgegengestellt hätte, wenn der Büchsenrand dicht an das Holz angezogen werden sollte.
Auf die Dichtung am Büchsenrohr wurde überhaupt weniger Werth gelegt, weil die Hauptdichtung, wie gesagt, unter dem Büchsenrand bei r bezweckt wurde, wo ein Verkohlen des Holzes beim Pichen mit der Pichmaschine nicht erwartet wurde.
Nun zeigte es sich aber, dafs zwischen den Gewinden des Büchsenrohres und der Mutter m Flüssigkeit eindrang und zwischen dem Holz und dem Büchsenrohr lagerte, besonders wenn die Flüssigkeit unter Druck war, wie bei gespundeten Bieren. Infolge dessen entstand dort Fäulnifs am Holz, und es bildeten sich Pilze, die das Bier schädigten.
Ferner fand man, dafs der schneidende Rand der Büchse bei r, weil von Rohgufs, ebenfalls nicht ganz kreisrund war und, anstatt sich sauber in das Holz einzuschneiden, beim Einschrauben eine mehr oder weniger breite, kreisrunde Vertiefung (Rinne) in das Holz machte; der Zweck einer keilförmigen Einbettung des Büchsenrandes r war verfehlt und somit die Dichtung auch dort unvollkommen.
Wenn die Büchse nach einiger Zeit durch Schwinden des Holzes oder aus anderer Ursache undicht wurde und nachgezogen (festgeschraubt) werden mufste, so wurde der unter dem Büchsenrand lagernde, inzwischen hart gewordene Mennigekitt dadurch zerrieben und bildete keine Dichtung mehr.
Diese Erfahrungen genügten, zu verhindern, dafs jene Büchsen sich mit Erfolg einführen konnten, und sie sind meines Wissens nirgends mehr in Anwendung.
Die Anordnung, die ich nun an diesen Büchsen getroffen habe, beseitigt nicht nur alle diese Nachtheile, sondern bringt auch noch positive Vortheile mit sich.
Ich bringe nämlich, wie Fig. 2 zeigt, den dichtenden Rand r1 auf der inneren Seite der Spunddaube, wo die Dichtung hauptsächlich
nothwendig ist, an und die Schraubenmutter m1 aufsen, und lasse die Büchse mit dichtendem Rand unbeweglich fest im Loch, indem ich die Mutter anziehe und sie auch bei späterem Undichtwerden nachziehe.
Hierdurch ergeben sich folgende Vorzüge:
1. der schneidende Rand r1, wenn auch nicht kreisrund geformt, wird sich dennoch sauber in das Holz eindrücken und abdichten und
2. dem geprefsten Mennigekitt nicht gestatten, zu entweichen, sondern dieser wird gezwungen, unter dem Druck der Schraube in jede Pore einzudringen, und wird somit keine Flüssigkeit zwischen Holz und Büchse eindringen lassen;
3. das Loch im Holz kann sehr klein gebohrt werden, so dafs das Büchsenrohr innig anliegt, weil die Büchse fest steht und nicht gedreht wird, und
4. weil die Büchse fest steht, wird der Mennigekitt beim Nachziehen der Mutter m1 nicht zerrieben, sondern seine angepafste Form bleibt genau wie sie war und an ihrem Platz;
5. der Druck des gespundeten Bieres auf die ihm entgegengestellte Fläche des Spundes und des Büchsenrandes, etwa 50 qcm bei zwei Atmosphären = 100 kg, wirkt zur Dichtung mit, indem er sich auf dem dichtenden Büchsenrand concentrirt, während entgegengesetzt er den Dichtungsrand von der Dichtungsunterlage wegdrückt, wenn der Dichtungsrand aufsen angebracht wird;
6. wenn der dichtende Rand aufsen am Fafs ist, so kommt er beim Pichen mit der Pichmaschine in unmittelbare Berührung mit dem rothglühenden Theile des Pichapparates, in dem das Heifsluftrohr steckt, und nimmt davon in kürzester Zeit so viel Hitze auf, dafs auch am schneidenden Rande Verkohlungen vorkommen, was natürlich nicht der Fall ist, wenn der dichtende Rand im Innern des Fasses ist.
Bei den Fässern, die, wie jetzt allgemein üblich, mit der sogen. Pichmaschine gepicht werden, wobei die heifse Luft mittelst eines durch die Spundbüchse eingesteckten Rohres, das dabei rothglühend wird, in das Fafs eingeführt wird, wird diese Einrichtung von grofsem Werthe sein, indem jene Spundbüchsen , die mittelst eines sich in das Holz einschneidenden Gewindes in das Spundloch eingeschraubt werden, sowie alle anderen Arten von Büchsen, die am Rohre und nicht an entfernten Rändern dichten, mit der Zeit los werden, da das Holz, das in die Gewindegänge eindringt oder in der Nähe des Büchsenrohres ist, verkohlt.
Da es bei Anwendung dieser Spundlochbüchsen nöthig ist, für sie ein genau passendes Loch in der Spunddaube zu erstellen, wobei die Auflageflächen für die Dichtungsränder in zwei parallelen Ebenen liegen sollen, so habe ich auch einen Apparat, Fig. 3, 4 und 5, hierzu construirt, der hauptsächlich das Princip in sich trägt, dafs die Achse α des Bohrers g und g g, die in den Lagern / und 11 Führung hat, eine fixirte Stellung zu der zwischen den Zacken \ und \ \ und den Schrauben y und y y befestigten Spunddaube s erhält. Das Spundloch und die Randfläche χ werden mit dem Bohrer g, die Randfläche w mit dem Bohrer (Fräser) g g hergestellt. Die Stellringe ν und ν ν auf der Achse α fixiren die Tiefe der Bohrungen.
Die Bohrer g und g g werden zwischen den Zacken % und ^ % eingeschoben und die Achse α durchgesteckt und mit dem Stift t befestigt, Fig. 3.
q dient zum Anschrauben des Apparates an einen Schraubstock während des Bohrens.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht eines Bohrers.
Auch zum Erfassen und Anziehen der Schraubenmutter m", Fig. 7, ist eine Vorrichtung nöthig; sie besteht in der Hauptsache in einem Wendeisen p, das von der Schraube e am Zapfen ο getragen wird, die in einem konischen Spundstück h läuft und deren Gewindesteigung die gleiche ist wie beim Schraubengang n", wodurch erzielt wird, dafs die Mitnehmer K beim Eindrehen der Mutter m" in den in derselben vorgesehenen Schlitzen verbleiben.
Der Schraubenbolzen ο ist da, wo ihn das Wendeisen ρ mitnimmt, vierkantig, und durch die Mutter i wird das Festhalten, Einstecken und Ausnehmen des Wendeisens ρ regulirt.
Soll nun die Mutter m" angezogen werden, so wird das Wendeisen ρ zunächst verkehrt, d. h. so auf den Bolzen ο gesteckt, dafs der Ansatz f nach unten steht, wie Fig. 8 zeigt.
Beim Drehen des Wendeisens nach rechts wird es den Spund h infolge der Wirkung der Schraube e und des Ansatzes f mitnehmen und denselben fest in die Büchse einziehen. Nun wird die Mutter i abgeschraubt und das Wendeisen wieder mit dem Ansatz f nach oben, wie Fig. 7 zeigt, aufgesetzt und mit der Mutter i festgezogen, wobei die Mitnehmer K in die Schlitze im Schraubenring m" eingreifen, der nun festgezogen werden kann.
Nachdem wird die Mutter i so weit losgeschraubt, bis die Mitnehmer K frei sind, und durch Drehen nach links mit dem Wendeisen wird dann der Spund h wieder ausgeschraubt, was der Ansatz c und die Schraube e bewirken.
Ist die innere Wandung der Spundbüchse nicht mit Gewinde versehen, so kann der Zapfen h fest eingeschlagen werden; e'r kann auch aus zwei halben Konen mit unten seit-
lieh vorspringenden festen Ansätzen bestehen oder auf andere Art befestigt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: .
    ι. An Spundlochbüchsen mit Randdichtung, welche mittelst einer Schraubenmutter an der Spunddaube befestigt werden, die Lage , des dichtenden Randes (r1, Fig. 2) auf der Innenseite der Spunddaube, wo derselbe, entfernt von den heifsen Theilen der Pichmaschine am Holz, nicht undicht und das Eindringen von Flüssigkeit zwischen Büchse und Holz vermieden wird.
  2. 2. Zum Ausbohren des Loches für derartige Spundbüchsen und zum Abfräsen der parallelen Auflagerflächen für den Rand (rl) und die Schraubenmutter ein an der Spunddaube zu befestigendes Bohrwerkzeug, dessen Bohrachse in senkrechter Stellung zur Spunddaube in Lagern (I I I) geführt ist, an welcher sich Bohr- und Fräsewerkzeuge befestigen lassen, deren Eindringen in · das Holz durch Anschläge (v und vv) begrenzt wird.
    Zum Anziehen von Schraubenmuttern an Spundlochbüchsen mit Randdichtung ein Wendeisen mit in die Mutter eingreifenden Knaggen (K), welches auf einem Gewinde läuft, das die gleiche Steigung wie dasjenige der Schraubenmutter hat, so dafs die Mitnehmerknaggen beim Anziehen der Schraubenmutter die gleichsteigende Spiralbewegung wie die Schraubenmutter ausführen und somit ihren Haltepunkt nicht verlieren.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35675D Neuerung an Spundlochbüchsen mit Randdichtung und an den Vorrichtungen zu deren Befestigung Expired - Lifetime DE35675C (de)

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