DE60862C - Spundbüchse - Google Patents

Spundbüchse

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Publication number
DE60862C
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DE
Germany
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bung
flanges
stave
wood
staves
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60862D
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English (en)
Original Assignee
W. KROMER in Freiburg i. B
Publication of DE60862C publication Critical patent/DE60862C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D39/00Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
    • B65D39/08Threaded or like closure members secured by rotation; Bushes therefor
    • B65D39/082Bung-rings and bungs for bung-holes
    • B65D39/084Separated bung-rings made by one element

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Spundbüchse.
Zur Schonung der Spunddaube und um eine einheitliche Lochweite zu erzielen, wurden die Spundlöcher an Fässern in der Neuzeit vielfach mit eisernen Büchsen ausgefüttert. Diese eisernen Büchsen wurden auf die verschiedensten Arten nach und nach verbessert, um deren Dichtigkeit am Holze so zu vervollkommnen, dafs Flüssigkeit oder Kohlensäure unter Druck nicht entweichen sollte. An der alten Gewohnheit, diese Büchsen in das Spundloch, mitten in der Daube, zu befestigen, d. h. das für die Spundlöchbüchse bestimmte Loch in die Mitte der Spunddaube zu bohren, wurde fast ausschliefslich festgehalten und es wurden all die' verschiedenen Constructionen an Spundlochbüchsen dieser Gewohnheit angepafst.
Auf dem Princip der Befestigung der Büchse mittelst eines konischen Schraubengewindes aufsen an der Büchse, das sich in das Holz einschnitt, waren fast alle gebräuchlichen Büchsen construirt und das Festhalten an diesem Princip bis heute war hauptsächlich durch den Umstand veranlafst, dafs das Einschrauben dieser Büchse eine leichte, bequeme Arbeit war, und dafs andere, selbst bessere Constructionen zum Theil theuer, complicirt und mit Schwierigkeit anzubringen bezw. zu befestigen und dennoch nicht zuverlässig in Bezug auf Dichtigkeit waren.
Diese konische Einschraubebüchse war hauptsächlich mit dem Fehler behaftet, dafs sie, wenn vom heifsen Luftrohr der Pichmaschine stark erhitzt, sich ausdehnte, dabei das Loch im Holz erweiterte und nachher beim Erkalten , und Wiederzusammenziehen locker wurde.
Die obengesagte Grundbedingung, das Spundloch in die Mitte der Daube zu machen, über die man hinauszukommen sich nicht bemühte, sondern als feststehende Basis ansehen zu müssen glaubte, auf der weiter gearbeitet werden müsse, war die Schuld, dafs bis jetzt keine Büchse gemacht werden konnte, welche den gewünschten Anforderungen voll und richtig entsprach.
Indem jene vermeintliche Grundbedingung die Möglichkeit einer einfachen, soliden und praktischen Construction einer Spundlochbüchse einerseits vereitelte, war mit ihr andererseits der grofse Mifsstand unzertrennlich, dafs die Spunddaube durch das grofse Loch sehr verschwächt wurde und dies gerade an dem Platz, wo sie gegen Hammerschläge und Hitze beim Pichen am widerstandsfähigsten hätte sein sollen. Benutzt man dagegen zwei Spunddauben zum Aufnehmen und Befestigen der Büchse, d. h. setzt man das Spundloch zwischen zwei Fafsdauben, so erzielt man, dafs man eine aus einem Stück bestehende Büchse mit zwei breiten Rändern, Flantschen 3, Fig. 1, 2 und 3, anwenden kann, welche innen und aufsen am Daubenholz anliegen, und dafs daher zwischen diese Flantschen das Holz eingeklemmt werden kann. Eine solche Büchse bietet allen anderen gegenüber den Vortheil, dafs bei ihrem soliden Bau aus einem Stück schmiedbaren Gusses sie nicht allein auf die Dichtheit am Büchsenrohr angewiesen ist, sondern dafs sie hauptsächlich unter den davon entfernt liegenden Rändern (Flantschen) abdichtet, d. i. dort, wo die Erhitzung beim Pichen gering ist und wo diese Ränder beim Wiedererkalten nach dem Pichen sich fest an das Holz heranziehen. Das
Büchsenrohr zieht sich natürlich beim Erkalten auch, in der Achsenrichtung zusammen, wird kürzer, wodurch die Flantschen näher zusammengezogen werden und das Holz fester dazwischen pressen.
Die linke Hälfte der Fig. ι zeigt die eine Daube eingezogen und eingekeilt zwischen dem Flantsch 3 der Büchse 2, während die rechte Hälfte die Daube vor dem Eindrücken darstellt. 4, Fig. i, ist ein am Büchsenrohr angegossener, messerförmiger Ring, der sich ins Holz einschneidet, eine Abdichtung für sich bildet und durch seine keilartige Wirkung das Holz weiter zusammenprefst und verdichtet. Fig. 2 zeigt eine Büchse, die aufsen auf dem Büchsenrohr infolge der Anwendung mehrerer solcher Ringe 4 konische Rinnen hat, die nicht spiralförmig wie ' ein Gewindegang . laufen, sondern so, dafs jede für sich eine geschlossene Rinne bildet, wobei jede Rinne einen dichten Abschlufs für sich bewirkt, wenn die Büchse zwischen zwei entsprechend vorgefräste Dauben eingeprefst wird.
Diejenigen Büchsen mit konischen Flantschen, die als neu anzusehen sind, werden hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, dafs ihre konischen Gänge oder Rinnen aufsen um das Büchsenrohr herum abgeschlossen sind · und nicht ohne Abschlufs als Spirale fortlaufen, wie dies bei den bekannten Büchsen mit äufserem Gewinde der Fall.ist.
In Fig. 2 zeigt 7 eine Asbestschnur oder andere Einlage zum Zweck, wie oben beschrieben, die eingelegt werden kann, ohne dafs sie beim Pressen entweichen oder sich verschieben könnte, wie dies bei Einschraubebücbsen der Fall ist.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Büchse wie die in Fig. 1; sie hat aber axiale, T-förmige .Abdichtungsleisten 5, die zwischen den Flantschen aufsen am Büchsenrohr angegossen sind und verhüten, dafs eine Einlage von Mennigekitt oder eine andere Dichtungs- oder Isolirmasse, die gegen Hitze widerstandsfähig oder ein schlechter Wärmeleiter ist, an der Fuge zwischen den beiden Spunddauben entweichen kann, und welche es ermöglicht, dafs z. B. der Kitt unter dem Druck, unter dem die beiden Spunddauben zusammengeprefst werden, in alle Poren und Zwischenräume eindringt und eine innige Verbindung zwischen Holz und Büchse vermittelt.
Der Grundrifs von Fig. 3 zeigt den Querschnitt, in welchem 6 der Raum für die Einlage ist.
Fig. 4 zeigt eine Kniehebelpresse, mit welcher die Dauben gegen die Büchse gedrückt werden.
Fig. 5 zeigt ein Bohrwerkzeug mit selbstthätigem Federdruck auf die Schneidemesser, um die Einfräsungen für die Ränder der Büchsen unten und oben gleichzeitig zu machen. Das Loch für den Führungszapfen 8 wird mit einem gewöhnlichen Bohrer zwischen zwei Dauben gebohrt; dann werden die Dauben getrennt, der Bohrapparat dazwischen gesteckt und die Dauben wieder zusammengeprefst, so dafs der Führungszapfen 8 fest im Loch ge-. halten wird und. die Fräser 9 mit ihren Messern 10 unten und oben auf den Dauben aufliegen. Mit der Schraube 11 wird dann die Spiralfeder 12 gespannt und mit dem Griff 13 so lange gedreht, bis die Fräser 9 unten und oben den Führungszapfen 8 drücken und die Messer nicht mehr weiter schneiden.
Eine Nuth längs der Bohrachse 11 und Keile in den Fräsern 9 dienen zum Mitnehmen der Fräser beim Drehen der Bphrachse, ohne das Schieben längs der Bohrachse zu hemmen.
Eine weitere Einrichtung zur besseren Abdichtung ist in Fig. 6 dargestellt.
Die Büchse erhält am Rand der Flantschen eine Verdickung 14 mit einer Schneide 15, welche in- das Holz der Dauben gedrückt werden. Der Druck erfolgt mit Hülfe einer Schraubenpresse dadurch , dafs man den Schraubenbolzen 16 dreht, wodurch er sich durch die beiden Muttern 17 und 18 mit verschiedenen Gewinden abwärts bewegt und dabei die beiden Muttern langsam, aber mit grofsem Druck gegen einander, zieht, weil die eine auf dem groben Gewinde sich etwas weiter schiebt und schneller bewegt,- als die andere auf dem feinen Gewinde.
In der Zeichnung Fig. 6 stellt die . rechte Hälfte den Beginn und die linke das Ende der Pressung dar.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine eintbeilige Spundbüchse mit oberen und unteren Flantschen 3 und etwaigen scharfen Zwischenflantschen 4, welche derart zwischen zwei entsprechend vorgearbeitete Dauben gebracht wird, dafs durch den Druck der konischen Flächen der Flantschen das Daubenholz in sich zusammengedrückt wird und dadurch gegen die Flantschen abdichtet.
2. An Spundbüchsen nach Anspruch 1. T-förmige Leisten 5, Fig. 3, am Büchsenrohr, sowie scharfe Ränder 1 5, Fig. 6, an den äufseren Flantschen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT60862D Spundbüchse Expired - Lifetime DE60862C (de)

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