DE355517C - Verfahren zur Herstellung fugendichter Seilbaender (Flachseile, Transportbaender, Gurte usw.) aus nebeneinanderliegenden, durch eingezogene Verbinder zusammengehaltenen Seillitzen oder Seilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fugendichter Seilbaender (Flachseile, Transportbaender, Gurte usw.) aus nebeneinanderliegenden, durch eingezogene Verbinder zusammengehaltenen Seillitzen oder Seilen

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DE355517C
DE355517C DESCH55338D DESC055338D DE355517C DE 355517 C DE355517 C DE 355517C DE SCH55338 D DESCH55338 D DE SCH55338D DE SC055338 D DESC055338 D DE SC055338D DE 355517 C DE355517 C DE 355517C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D07ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
    • D07BROPES OR CABLES IN GENERAL
    • D07B1/00Constructional features of ropes or cables
    • D07B1/22Flat or flat-sided ropes; Sets of ropes consisting of a series of parallel ropes

Landscapes

  • Ropes Or Cables (AREA)
  • Belt Conveyors (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung fugendichter Seilbänder (Flachseile, Transportbänder, Gurte usw.) aus nebeneinanderliegenden, durch eingezogene Verbinder zusammengehaltenen Seillitzen oder Seilen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von möglichst fugenlosen, glatten Flachseilen, Transportbändern und ähnlicher Seilerware aus nebeneinanderliegenden, durch eingezogene Verbinder zusammengehaltenen Seillitzen oder Seilen.
  • Um derartige Seilbänder unter Benutzung von gewöhnlichen rundgeschlagenen Seilen, also ohne Anwendung von Seilen mit schiefwinkligem Querschnitt, deren Herstellung umständlich ist und die unter seitlichen Gegeneinanderpressen zusammengenäht wurden, herzustellen, werden gemäß der Erfindung die Seillitzen beim Aufbau des Flachseiles durch den oder die Verbinder derart erfaßt, daß von den abwechselnd nach der Einzellitzenlage umgekehrt nebeneinanderliegenden, zu verbindenden Einzelseilen nur der kleinere Teil jedes das Flachseil bildenden Einzelseils vom Verbinder nach der Bandinnenseite zu umfaßt und gehalten wird, während der größere Teil der Litzen jedes Einzelseiles nach der Bandaußenseite zu freiliegt. In diesem Bearbeitungsstadium verkörpert das Flachseil ein Halbfabrikat mit wellenartig eingebettetem Verbinder, das erst durch Pressung zu einem beiderseitig glatten, fugenlosen Seilband oder Flachseil umgeformt wird. In diesem Seilbandkörper als Halbfabrikat liegen sich aus Rundseilen bestehende Bandkompenenten mit zwei parallel übereinanderliegenden Mittelebenen gegenüber, sich gegenseitig etwas überdeckend, die durch Pressung sich gegenseitig ineinanderfügen, dadurch Fugenbildung ausschließen und beiderseitig glatte Oberflächen bilden. Zweckmäßigerweise wird der von dem Verbinder als offene Ware gehaltene, ein Halbfabrikat verkörpernde Seilbandkörper vor der Pressung einer Quellung, Imprägnierung oder Appretierung unterworfen, um ein fugendichtes Ineinanderfalten des sich während des zweiten Bearbeitungsstadiums bildenden Seilbandkörpers während und nach der Pressung zu erreichen. Während der Pressung tritt auch eine durch die Kantenseile begrenzte Streckung der Verbinder ein.
  • Gemäß diesem Verfahren kann Seilerware in Flachseil- oder Bandform von beliebiger Breite oder Stärke und zu den verschiedensten Verwendungszwecken hergestellt werden.
  • Ein nach dem vorliegendem Verfahren hergestelltes Flachseil (Förderband) ist in den Abbildungen teils schematisch, teils schaubildlich: dargestellt, unidi zwar zeigt: Abb. i einen Querschnitt durch das aus dreilitzigen Einzelseilen zusammengesetzte Seilband nach Einziehen des Verbinders und nach Quellung in Flüssigkeiten, jedoch vor der Pressung i(m Kalander o. d'gl., Abb. z einen Querschnitt desselben Förderbandes nach der Pressung, wobei aus den von je drei runden Litzen gebildeten Einzelseilen ein aus zusammengefalteten, keilförmigen Seilkomponenten gebildeter Flachseilkörper, und zwar mit einem alsdann gespannten Verbinder oder Anker, entstanden ist.
  • Abb. 3 veranschaulicht schematisch, durch die Pfeilrichtung angedeutet, die selbsttätige Verhütung der Fugenbildung zwischen den so entstandenen Seilkeilen desselben Förderbandes im Betriebe, da der Druclc durch die Fördergutbelastung und der Gegendruck durch die Auflagefläche jede Bildung von Fugen oder Zwischenräumen zwischen den durch Pressung aus runden Litzen entstandenen Konusseilen des Seilbandkörpers ausschließt. .
  • Abb. q. stellt dasselbe Förderband in schaubildlicher Draufsicht, und zwar im oberen Teile (schmäler) vor der Pressung und im unteren Teile (breiter) nach der Pressung mit gespanntem Verbinder oder Anker dar.
  • Wie aus Abb. = bis q. ersichtlich, besteht das hier beispielsweise dargestellte Förderband aus elf Einzelseilen, die aus je drei runden Litzen oder Kordeln gebildet sind. Die oberen Seile (im Querschnitt schraffiert) sind mit a und die unteren Seile (im Querschnitt punktiert) mit b bezeichnet; sie werden durch den fortlaufenden Verbinder oder Anker c derart zusammengehalten, daß nur j e eine Litze oder Kordel von jedem dreilitzigen Seil a, b durch diesen Verbinder oder Anker c erfaßt und gehalten wird, und zwar nach der Einzellitzenlage abwechselnd umgekehrt bei benachbarten Einzelseilen. Diese so gebildeten Seilbandkörper liegen, sich zwar schon ergänzend, aber offen aufeinander bzw. aneinander, dabei Erhöhungen und Vertiefungen im jetzt halbfertigen Bandkörper bildend, so daß eine Imprägnierungs- oder Appretierflüssigkeit leicht von allen Seiten in die einzelnen Litzen der Seilkörper eindringen kann. Abb. i stellt demgemäß ein Halbfabrikat dar, welches nach Durchzug des Verbinders sehr leicht imprägniert ist und so später einer Pressung unterworfen wird.
  • Wie -aus Abb. 2 und q. (unterer Teil) ersichtlich, nimmt das aus den beispielsweise dreilitzigen Rundseilen in vorbeschriebener Weise gebildete, dann einer Quellung oder Imprägnierung unterworfene Förderband nach der Pressung im Kalander o. dgl. eine oben und unten glatte, gleichmäßige, dabei etwas breitere Form an, so daß die abwechselnden Ejnzelseile a und b dann in einer wagerechten Mittelebene liegen. e und f sind die Kantenseile, die während und nach der Pressung einen Rahmen für die inneren, das Förderbandbett g (Abb. ¢ unten) bildenden Einzelseile abgeben. Der Verbinder oder Anker c ist alsdann gespannt (Abb. 2) .
  • In Abb. 3 ist das Förderband schematisch im Oberschnitt dargestellt. Die Pfeile d sollen den Druck andeuten, den im Betriebe das auf dem Förderbande fortbewegte Fördergut ausübt, während durch die Pfeile dl der Gegendruck gekennzeichnet werden soll, den die Auflagefläche ausübt. Durch den Druck werden die Einzelseile a, b, e, f nur fester ineinandergefügt, da der bei Belastung des Bandes erzeugte Druck bestrebt ist, die gegeneinanderwirkenden - schematisch dargestellten - Keile fester ineinanderzutreiben. Hierdurch wird dauernd jede Fugenbildung, durch welche feines Massengut fallen könnte, wirksam und auf einfache Weise verhindert.
  • Das gewählte, zeichnerisch dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt dreilitzige Einzelseile, d. h. Seilkörper, die aus je drei runden Litzen oder Kordeln bestehen; es können jedoch ebensogut q.-, 5-, 6-, 7-, 8teilige usw. Einzelseile zum Zusammenbau der neuen Flachseile oder Förderbänder Verwendung finden, und zwar liegen bei v ierlitzigen Seilkörpern drei Litzen nach außen und eine nach der Bandinnenseite, bei fünf Litzen drei außen und zwei innen usw.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung fugendichter Seilbänder (Flachseile, Transportbänder, Gurte usw.) aus nebeneinanderliegenden, durch eingezogene Verbinder zusammengehaltenen Seillitzen oder Seilen, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufbau des Flachseils von den nach der Einzellitzenlage abwechselnd umgekehrt nebeneinanderliegenden, zu verbindenden Einzelseilen nur der kleinere Teil der Litzen jedes Einzelseiles (a, b) durch den Verbinder oder Anker (c) nach der Bandinnenseite zu umfaßt und gehalten wird, während der größere Teil der Litzen jedes Einzelseiles (a, b) nach -der Bandaußenseite freiliegt, worauf der so gebildete Seilbandkörper mit etwa wellenartig eingebettetem Verbinder @(Abb. i) durch Pressung zu einem glatten, fugenlosen Seilband oder Flachseil umgeformt wird, in welchem die sich vorher gegenseitig abwechselnd über- oder abdeckenden Einzelseile (a, b) in einer wagrechten Mittelebene liegen unter gleichzeitiger Strekkung des öder der Verbinder (Abb. 2) .
  2. 2. Verfahren zur Herstellung fugendichter Seilbänder nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Verbinder oder Anker (c) etwa wellenförmiig o. dgl. durchzogene Seilbandkörper (Abb. i) vor der Pressung einer Quellung, Imprägnierung oder Appretierung unterworfen wird, um während und nach der Pressung ein fugendichtes Zusammenfalten der Einzelseile zu einem beiderseitig glatten Seilbande (Abb.3) zu erreichen.
DESCH55338D Verfahren zur Herstellung fugendichter Seilbaender (Flachseile, Transportbaender, Gurte usw.) aus nebeneinanderliegenden, durch eingezogene Verbinder zusammengehaltenen Seillitzen oder Seilen Expired DE355517C (de)

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