DE35521C - Ausführungsform des tathamschen Selbstauflegers für Reifskrempeln - Google Patents

Ausführungsform des tathamschen Selbstauflegers für Reifskrempeln

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DE35521C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35521D
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English (en)
Original Assignee
S. H. W. ludwig in Werdau
Publication of DE35521C publication Critical patent/DE35521C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G23/00Feeding fibres to machines; Conveying fibres between machines
    • D01G23/02Hoppers; Delivery shoots
    • D01G23/04Hoppers; Delivery shoots with means for controlling the feed
    • D01G23/045Hoppers; Delivery shoots with means for controlling the feed by successive weighing; Weighing hoppers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1885 ab.
Fig. ι stellt den Selbstaufleger dar, wie er von Tatham ausgeführt wird. 1 ist der Wollbehälter, 2 ,das mit "Nadeln versehene Zuführlattentuch, welches sich in der Pfeilrichtung bewegt und Wolle nach oben herum mitnimmt, 3 ein Kamm, welcher einen Theil derselben wieder abstreicht, so dafs dasselbe immer nur mit einem gewissen Quantum behaftet ist und hierdurch eine Regulirung des vom Lattentuch 2 aufgenommenen Wollquantums erzielt wird, 4 ein Abnahmetuch, welches sich mit gröfserer Geschwindigkeit bewegt als Lattentuch 2 und infolge dessen die Wolle von letzterem abnimmt und sie in die Waagschale 5 wirft. Letztere hat die Breite des Krempeltisches und hängt an zwei zu beiden Seiten des Gestelles angeordneten Waagebalken, vermittelst welcher das Wollquantum, welches jedesmal zur Auflage kommt, innerhalb einer Partie immer das gleiche Gewicht hat, und welches durch die Verschiebbarkeit der auf den Waagebalken befindlichen Gewichte je nach Erfordernifs verkleinert oder vergröfsert werden kann. Sobald der Waagschale das nöthige Wollgewicht zugeführt worden ist, senkt sich dieselbe etwas; hierdurch wenden die Lattentücher 2 und 4 zum Stillstand gebracht. Beide Lattentücher bleiben so lange in Ruhe, bis der Krempeltisch 6 einen gewissen Weg zurückgelegt hat, dann werden beide Theile der Waagschale 7 und 8 durch eine entsprechende Vorrichtung geöffnet (s. punktirte Stellung der beiden Theile der Waagschale) und die darin befindliche Wolle fällt auf den Tisch 6 herunter. Nach der Entleerung der Waagschale geht dieselbe wieder in ihre Anfangsstellung (höchste Stellung) zurück, die Lattentücher werden dadurch wieder in Bewegung gesetzt, um die Waage von neuem zu füllen bezw. um das Spiel von neuem zu beginnen. Auf den gleichen Weg, welchen der Krempeltisch zurücklegt, kommt also immer ein Spiel des Auflegers, bestehend im Füllen und Entleeren der Waagschale, wodurch die gleiche Auflage bezw. gleiches Vorgespinnst gesichert ist.
Der beschriebene Apparat hat jedoch zunächst den grofsen Fehler, dafs das Lattentuch 2 durch 4 nicht gleichmäfsig und vollständig entleert wird, und zwar geschieht dies deshalb nicht, weil diö Abnahme durch Tuch 4 vermittelst Lederstreifen erfolgt, die in gewissem Abstande von den Nadeln des Lattentuches 2 vorbeigehen müssen, folglich ein Durchgreifen zwischen den Nadeln, wie solches für vollständige und gleichmäfsige Abnahme nöthig ist, nicht stattfinden kann.
Die Folge davon ist, dafs die Waagschale ungleichmäfsig mit Wolle gefüllt und ungleich belastet wird und in der Breitenrichtung dicke, dünne und leere Stellen vorkommen.
Durch diese ungleichmäfsige Belastung ist die Waage zu wenig empfindlich und functionirt ungenau. Hat z. B. die Waagschale auf der Seite des Waagebalkens, welcher beim Sichsenken die Abstellung der Lattentücher 2 und 4 bewirkt, mehr Wolle erhalten als die andere Seite, so senkt sich die Waagschale nur auf dieser Seite und die Abstellung erfolgt, ohne dafs das nöthige Wollquantum erreicht ist. Der Krempel werden durch diesen Fehler nach einander kleinere und gröfsere Wollquantitäten
zugeführt, und die Folge davon ist, dafs die Vorgarnfäden in der Längsrichtung im Gewicht differiren und die gesponnenen Fäden in ihrer fortlaufenden Länge zeitweise dünner und dicker ausfallen/
Ein weiterer Uebelstand ist am Tathamschen Apparat,- dafs der Kamm 3 ohne Unterbrechung arbeitet und beim Stillstehen des Lattentuches 2 zu viel Wolle an der Stelle des Lattentuches abstreicht, welche unterdessen durch denselben gerade bestrichen wird.
Diese Uebelstä'nde werden durch die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform des Tathamschen Selbstauflegers beseitigt. Dieselbe besteht zunächst darin, dafs die Wolle durch einen Volant 9 vom Lattentuch 2 abgenommen wird, welcher schnell rotirt und vermöge seiner elastischen Garnitur, die aus Kratzenbeschlag, Borsten, vegetabilischen Fasern u. s. w. bestehen kann, zwischen den Nadeln des Lattentuches 2 durchgreift und dasselbe hierdurch vollständig und in ganzer Breite gleichmäfsig entleert. Unter der Bürste befindet sich ein eigenthümlich geformtes, schräg stehendes Blech 10, welches die WTolle zunächst aufnimmt und von welchem sie langsam in die Waagschale heruntergleitet, wodurch die Stöfse vermieden werden, welche die Waage ohne das Blech erhält, und die die Waage in Schwankungen versetzen würden, was der sicheren Function derselben nachtheilig wäre.
Aufserdem wird der Betrieb des Hackers bei meiner Erfindung von dem Lattentuch 2 abhängig gemacht, infolge dessen derselbe sich mit dem Lattentuch .bewegt und stillsteht, so dafs am Lattentuch streifenartige Stellen, die mit weniger Wolle behaftet sind, nicht vorkommen können. Infolge dieser Verbesserungen ist die Waage immer ganz gleichmäfsig belastet, sehr empfindlich, functionirt vollständig sicher und führt der Krempel innerhalb einer Partie immer das . gleiche Wollquantum zu. Es kommt hierdurch der Werth des Apparates erst vollständig zur Geltung und das Abwiegen der Wolle und Auflegen derselben vermittelst der Hand, sowie das Abwiegen der Pelze mit der Hand kommt dadurch an den Streichgarnkrempelassortimenten ganz in Wegfall. Auch für die Wollkämmereien, durch Anwendung des Apparates an den Kammgarnkrempeln, hat derselbe insofern grofse Wichtigkeit, als man durch denselben bereits auf der Kammgarnkrempel ein vollständig gleiches Band erzielt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Eine Ausführungsform des Ta th am'sehen Selbstauflegers für Reifskrempeln (s. Din gier's polytechnisches Journal, Bd. 247, S. 276), bei welcher die Ablösung der Wolle von dem circulirenden Speisetuch (2) durch einen Volant (9) erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35521D Ausführungsform des tathamschen Selbstauflegers für Reifskrempeln Expired - Lifetime DE35521C (de)

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