DE3545239C2 - Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungsbereichs auf einem strukturierten Halbleiterkörper - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungsbereichs auf einem strukturierten HalbleiterkörperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Kontaktierungsbereichs auf einem strukturierten
Halbleiterkörper nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 33 45 200 A1 bekannt.
Die Erfindung ist insbesondere anwendbar zur Herstellung von
Transistoren und/oder integrierten Schaltkreisen (IC′s) auf
der Grundlage eines Silizium-(Si)-Substrates.
In der DE 33 45 200 A1 wird ein Halbleiter-Bauelement und ein
Verfahren zu seiner Herstellung beschrieben. Bei diesem
Verfahren wird auf der Oberfläche eines Siliziumsubstrats
selektiv ein Isolationsfilm und insgesamt eine polykristalline
Siliziumschicht epitaktisch aufgebracht, wobei der Teil der
polykristallinen Siliziumschicht, der direkt auf dem
Siliziumsubstrat, ohne den Isolationsfilm zu berühren,
aufgebracht ist, in eine Einkristallschicht überführt wird. In
dem derart erhaltenen aktiven Bereich werden mindestens zwei
Signalelektroden aufgebracht.
In der US 4 232 439 wird eine Maskierungstechnik beschrieben,
die bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen anwendbar
ist. Bei diesem Verfahren wird unter Verwendung eines
maskierenden Photolacks in Verbindung mit einer
Ionenimplantation eine Halbleiterschicht dotiert, wobei der
Winkel zwischen der Halbleiteroberfläche und dem Ionenstrahl
weniger als 90 Grad beträgt.
In der JP 55-105381 A wird ebenfalls ein Dotierungsverfahren
beschrieben, bei dem die Source- und Drain-Bereiche eines
Feldeffekt-Transistors durch Ionenimplantation hergestellt
werden, wobei die Ionenimplantation unter einem Winkel
ausgeführt wird, der von der Normalen auf die
Halbleiteroberfläche abweicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Herstellungsverfahren für einen Kontaktierungsbereich auf
einem strukturierten Halbleiterkörper anzugeben, welches eine
zuverlässige Herstellung und Kontaktierung zumindest der
Basis- und Emitterbereiche eines Transistors mit weniger
Verfahrensschritten als beim Stand der Technik ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren des
Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind den
Unteransprüchen entnehmbar.
Ein erster Vorteil der Erfindung besteht darin, daß
insbesondere bei der Herstellung von bipolaren Schaltkreisen
die Maskierungs- sowie Kontaktierungsvorgänge vereinfacht
werden können.
Ein zweiter Vorteil besteht darin, daß besonders feine
Strukturen, z. B. kleiner 1 µm, für die Emitter- und/oder
Basisregion erzielt werden können. Dies erhöht die
Packungsdichte und/oder die Schaltgeschwindigkeit der
Schaltung.
Ein Ausführungsbeispiel beruht auf der nachfolgend erläuter
ten Anwendung der sogenannten differentiellen Epitaxie auf Si-hal
tigem Material, die z. B. aus der Zeitschrift Journal of the
Electrochemical Society, Bd. 132, Seiten 2227-2231 (1985), bekannt ist.
Dabei wird in einer Ultrahochvakuumanlage (Vakuum kleiner 10-9
mbar) mit Hilfe des Silizium-Molekularstrahlepitaxieverfahrens
(Si-MBE) eine Si-Schicht aufgewachsen auf einem Si-Substrat,
auf dem einkristalline Si-Bereiche sowie Siliziumdioxid (SiO₂)-
Bereiche benachbart sind. Durch Wahl der Temperatur des Si-
Substrates sowie des Vakuums, z. B. Art sowie Partialdruck von
Restgasen, ist es gleichzeitig möglich, auf den einkristallinen
Si-Bereichen einkristallines Si-Material aufzuwachsen, während
auf den SiO₂-Bereichen polykristallines Si-Material abgeschie
den wird, dessen spezifische Leitfähigkeit einige Größenordnun
gen kleiner ist als diejenige des einkristallinen Si-Materials.
Es entsteht ein genau bestimmbarer Übergang zwischen polykristal
linem und einkristallinem Si-Material. Es ist möglich, die
Wachstumsbedingungen so zu wählen, daß polykristallines und ein
kristallines Si-Material mit gleicher Schichtdicke abgeschieden
werden. Dadurch entsteht an dem Übergang eine Stufe, deren Höhe
lediglich von der Dicke der Siliziumdioxidschicht abhängt, die
unter dem polykristallinen Silizium vorhanden ist.
Diese Eigenschaften sind nutzbar zur Herstellung der folgenden
beispielhaft gewählten Halbleiterstrukturen, die anhand einer
schematischen Zeichnung näher erläutert wird.
Es zeigen
Fig. 1 und 2 Querschnitte durch ein Ausführungsbeispiel
zur Erläuterung der Erfindung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein in der Halbleitertechnologie
derzeit übliches p⁻-dotiertes Si-Substrat 1, in dem eine
n⁺-dotierte vergrabene Halbleiterzone 2 vorhanden ist.
Anschließend werden das Si-Substrat 1 und die Halbleiter
zone 2 ganzflächig durch eine ungefähr 0,2 µm dicke SiO₂-
Oxidschicht 7′ abgedeckt, die thermisch bei einer Tempera
tur von ungefähr 950°C hergestellt ist. Innerhalb des
Bereiches der vergrabenen Halbleiterzone 2 werden nun
zwei durch einen Abstand von ungefähr 3 µm benachbarte
Fenster durch die Oxidschicht 7′ geätzt. Dabei besitzt das
Kollektor-Fenster eine Größe von 3 µm × 50 µm und das Basis/-
Emitter-Fenster eine Größe von 6 µm × 50 µm. Anschließend
wird ganzflächig das Si-MBE-Verfahren angewandt, wobei bei
einer Substrattemperatur von 650°C, durch Antimon (Sb)
n-dotiertes Silizium abgeschieden wird. Dabei entstehen
innerhalb der Fenster einkristalline Halbleiterbereiche
3, 4 mit einer Schichtdicke von 0,6 µm und einer Sb-Konzen
tration von 1 × 10¹⁶/cm³ und außerhalb der Fenster, auf der
Oxidschicht 7′, polykristallines Silizium 7′′ mit einer Schicht
dicke von ebenfalls 0,6 µm. Aus den angegebenen Schichtdicken
geht hervor, daß sich ein- und polykristalline Si-Bereiche
in der dargestellten Weise berühren. Es entsteht eine
Stufe 11, deren Höhe, z. B. 0,2 µm, lediglich von der Dicke
der Oxidschicht 7′ abhängt. Durch ein Dotierungsverfahren, z. B.
Diffusions- oder Implantationsverfahren, ist es möglich, in
dem Kollektor-Halbleiterbereich 4 eine n⁺-Phosphor (P)-Dotie
rung zu erzeugen mit einer Phosphor-Konzentration von 1 × 10²⁰/cm³.
In dem Basis/Emitter-Halbleiterbereich 3 wird ein durch
Bor (B) p-dotierter Bereich 5 erzeugt mit einer Bor-Konzentra
tion von 10¹⁸/cm³ und einer Dicke von 0,3 µm.
Alternativ dazu ist es möglich, zunächst einen n-dotierten
Bereich mit einer Dicke von 0,3 µm epitaktisch aufzuwach
sen und anschließend den p-dotierten Bereich ebenfalls
epitaktisch aufzuwachsen.
Es ist nun möglich, die Basis- und Emitter-Halbleiter
bereiche 5′′, 6 durch schräges Implantieren herzustellen,
so daß die Lage der Halbleiterbereiche 5′′, 6 selbstjustie
rend ist und Diffusionsmasken überflüssig sind.
Dieser Vorgang wird nachfolgend erläutert. Gemäß Fig. 1
wird ein Bor (B)-Ionenstrahl 8 mit
einer Ionenenergie von 0,1 MeV unter einem
Einfallswinkel α von 10° auf den Halbleiterbereich 5
gerichtet. An der Stufe 11 ergibt sich dadurch eine Ab
schattung S, deren Betrag gegeben ist durch die Formel
S = tox · ctg α, wobei tox die Höhe der Stufe 11 bezeichnet
und gleichzeitig die Dicke der Oxidschicht 7′. Es entsteht
der p⁺-dotierte Basis-Halbleiterbereich 5′′ mit einer
Dotierstoffkonzentration von 1 × 10²⁰/cm³ und einer
Schichtdicke von 0,2 µm. Bei dieser B-Ionen
implantation wird der angrenzende polykristalline Si-
Bereich ebenfalls p-dotiert.
Außerhalb der einkristallinen Fenster werden die Dotier
zonen mit üblicher Maskierungstechnik definiert bei einem
ganzflächig angewandten Ionenstrahl.
Gemäß Fig. 2 wird nun der der Basis gegenüberliegende
Emitterbereich 6 ebenfalls durch schräge Ionenimplantation
hergestellt. Diese Ionenimplantation entspricht derjenigen
der beschriebenen Basis-Implantation, jedoch mit dem Unter
schied, daß Arsen (As)-Ionen verwendet werden. Es entsteht
ein n⁺-dotierter Emitter-Halbleiterbereich 6 mit einer
Dotierung des angrenzenden polykristallinen Siliziums.
Es sind einkristalline unterschiedlich dotierte Halblei
terbereiche 3, 4, 5 entstanden, die durch Sperrbereiche
getrennt sind, die polykristallines Silizium 7′′ enthalten.
Zur Herstellung der an die Implantation anschließenden
metallischen Kontaktierungen ist es vorteilhaft, zumindest
bei den Emitter- und Basiskontakten, das Metall, im Ausführungs
beispiel Aluminium (Al), schräg aufzudampfen unter den gleichen
Winkeln, die für die vorausgegangene Ionenimplantation
verwendet wurden. Dadurch wird erreicht, daß sich
Metallkontakte 9 auf den zugehörigen Halbleiterbereichen
5′′, 6 selbst justieren. Die Herstellung weiterer metalli
scher Kontakte, z. B. des Kollektorkontaktes, und/oder von
metallischen Leiterbahnen ist möglich durch derzeit übliche
Verfahren, z. B. mit Hilfe der Lithographie und/oder des
Lift-off-Verfahrens. Es entstehen die Kollektor-, Basis- und
Emitterkontakte K, B, E.
Da das polykristalline Silizium 7′′ eine spezifische elek
trische Leitfähigkeit hat, die um einige Größenordnungen
kleiner ist als diejenige der einkristallinen Si-Halblei
terbereiche, ist es überraschenderweise möglich,
passive elektrische Widerstände zu
integrieren. Dazu wird während der n⁺-Do
tierung des Emitters in dem polykristallinen Silizium 7′′
ein Widerstandsbereich so stark dotiert, daß dort eine
nutzbare Leitfähigkeit von 10² (Ohm cm)-1 entsteht.
Über die geometrischen Ausmaße (Länge, Breite, Dicke) ist
dann ein gewünschter Widerstandswert von 10 kOhm
einstellbar. Der Widerstandsbereich ist dann kontaktierbar
durch metallische Leiterbahnen. Auf diese Weise ist mit wenigen
Verfahrensschritten eine Kombination aus
mehreren Transistoren und einem passiven Widerstandsnetz
werk als integriertes Bauelement herstellbar.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungsbereichs
(5′′, 6) auf einem strukturierten Halbleiterkörper,
aufweisend die Schritte:
- - Bilden von unterschiedlich dotierten Silizium einkristall-Halbleiterbereichen (3, 4, 5),
- - wobei die Siliziumeinkristall-Halbleiterbereiche (3, 4, 5) durch mindestens einen Sperrbereich (7′, 7′′) begrenzt sind,
- - wobei der Sperrbereich (7′, 7′′) zumindest teilweise aus polykristallinen Silizium (7′′) besteht, und
- - wobei der Sperrbereich (7′, 7′′) eine größere Schichtdicke besitzt als der angrenzende Siliziumeinkristall-Halbleiterbereich (3, 4, 5) derart, daß an der Grenze mindestens eine vertikale Stufe (11) entsteht; und
- - Bilden des Kontaktierungsbereichs,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Bilden des Kontaktierungsbereichs (5′′, 6) in den Siliziumeinkristall-Halbleiterbereichen (3, 4, 5) durch Ionenimplantation erfolgt,
- - wobei die Lage des Kontaktierungsbereichs (5′′, 6) durch die Höhe der Stufe (11) und den Einfallswinkel (α) des Ionenstrahls (8) bestimmt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Siliziumeinkristall-Halbleiterbereich
(3, 4, 5) und mindestens ein angrenzender Sperrbereich
(7′, 7′′) durch differentielle Silizium-Molekularstrahl-
Epitaxie gebildet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
Schrägaufdampfen eines Metallkontaktes (9) auf den
Halbleiter-Kontaktierungsbereich (5′′, 6), wobei
der zugehörige Aufdampfwinkel im wesentlichen dem
Einfallswinkel (α) des Ionenstrahls (8) entspricht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch
Bilden mindestens eines Widerstandsbereichs in dem
polykristallinen Silizium (7′′) des Sperrbereichs.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3545239A DE3545239C2 (de) | 1985-12-20 | 1985-12-20 | Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungsbereichs auf einem strukturierten Halbleiterkörper |
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| DE3545239A DE3545239C2 (de) | 1985-12-20 | 1985-12-20 | Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungsbereichs auf einem strukturierten Halbleiterkörper |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3545239A1 DE3545239A1 (de) | 1987-06-25 |
| DE3545239C2 true DE3545239C2 (de) | 1998-04-09 |
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ID=6289037
Family Applications (1)
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| DE3545239A Expired - Fee Related DE3545239C2 (de) | 1985-12-20 | 1985-12-20 | Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungsbereichs auf einem strukturierten Halbleiterkörper |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3545239C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19845787A1 (de) * | 1998-09-21 | 2000-03-23 | Inst Halbleiterphysik Gmbh | Bipolartransistor und Verfahren zu seiner Herstellung |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE19845789A1 (de) * | 1998-09-21 | 2000-03-23 | Inst Halbleiterphysik Gmbh | Bipolartransistor und Verfahren zu seiner Herstellung |
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1985
- 1985-12-20 DE DE3545239A patent/DE3545239C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE3545239A1 (de) | 1987-06-25 |
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