DE3539775C2 - Neues Lymphokin, gegen dieses Lymphokin spezifische Antikörper, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung - Google Patents
Neues Lymphokin, gegen dieses Lymphokin spezifische Antikörper, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein neues Lymphokin (Anspruch 1), ein Verfahren
zu seiner Herstellung (Ansprüche 2 bis 15, 23, 30) und eine pharmazeutische Zusammensetzung (Ansprüche 16-21) sowie einen
gegenüber diesem Lymphokin spezifischen monoklonalen Antikörper
(Anspruch 22) und seine Herstellung (Ansprüche 23 bis 28).
Lymphotoxin (LT) und Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) sind be
kannte Lymphokine, die Tumorzellen schädigen. So wurde
Lymphotoxin beispielsweise beschrieben von Aoki, Ryuichi
et al. in "Lymphokine", Shin-Menekigaku Sosho, Bd. 6, Seiten
87 bis 105, Igaku-Shoin, Tokio, 1979; B.R. Bloom & P.R.
Glade in "In Vitro Method in Cell-Mediated Immunity", Aca
demic Press, Inc. 1971; und in "Cellular Immunology", Bd.
38, Seiten 388 bis 402 (1978); der Tumor-Nekrose-Faktor
(TNF) wurde beispielsweise beschrieben in E.A. Carswell
et al. "Proceedincis of the National Academy of Sciences
of the U.S.A." Bd. 72, Nr. 9, Seiten 3666 bis 3670 (1975)
und in E. Pick "Lymphokines", Bd. 2, Seiten 235 bis 272
"Tumor Necrosis Factor", Academic Press, Inc. (1981).
Kürzlich wurde in der JP-A-146 293/83 ein Anti-Tumor-Lympho
kin-Glycoprotein beschrieben.
In "Scientific American", Bd. 243, Nr. 4, Seiten 56 bis
64 (1980) beschreibt C. Milstein monoklonale Antikörper.
Als Chemotherapeutika werden im allgemeinen mindestens
ein Alkylierungsmittel, metabolische Antagonisten, Anti
tumorantibiotika und Pflanzenalkaloide verwendet. Chemothera
peutika haben jedoch die Nachteile, daß bei ihrer Verwendung
bei den Patienten Nebenwirkungen auftreten können, daß
ihr Tumorspektrum relativ eng und ungenügend ist und daß
sie zu medikament-resistenten Tumoren führen können.
Als Ergebnis jahrelanger Untersuchungen über Lymphokine
wurde nun ein neues Lymphokin entdeckt, dessen physikochemi
sche Eigenschaften und zytotoxische Aktivität auf bösartige
Tumorzellen völlig von denen bekannter Lymphokine verschie
den sind. Dieses neue Lymphokin kann nun hergestellt und
verwendet werden, außerdem wurde ein gegenüber diesem
Lymphokin spezifischer monoklonaler Antikörper gefunden und
auch hergestellt.
Die Erfindung betrifft somit ein neues Lymphokin mit den
folgenden physikochemischen Eigenschaften:
- 1) Molekulargewicht:
20 000 ± 2000 Dalton - 2) Isoelektrischer Punkt:
pI = 6,2 ± 0,3 - 3) Elektrophoretische Beweglichkeit:
auf Scheiben-Polyacrylamidgelelektrophorese (PAGE): Rf = 0,29 ± 0,02 - 4) UV-Absorptionsspektrum:
Absorptionsmaximum bei einer Wellenlänge von etwa 280 nm - 5) Löslichkeit in Lösungsmitteln:
unlöslich in Wasser, Salzlösung und Phosphatpuffer, kaum löslich oder unlöslich in Ethylether, Ethylacetat oder Chloroform - 6) Farbreaktion:
proteinpositiv gemäß Lowry- oder nach der Mikrobiuret- Methode,
saccharidpositiv mit Phenol-Schwefelsäure oder Anthron- Schwefelsäure - 7) Biologische Eigenschaften:
gegen L 929-Zellen zytotoxisch,
gegen KB-Zellen zytostatisch,
praktisch frei von Interferonaktivität - 8) Stabilität in wässerigen Lösungen:
bis zu 60°C stabil bei 30 min. Inkubation bei pH 7,2
stabil im pH-Bereich von 4,0 bis 11,0 bei 16 stünd. Inkubation bei 4°C - 9) Stabilität bei Kryokonservierung bzw. Kältelagerung:
bei -10°C über einen Monat und länger stabil und - 10) spezifische Aktivität:
106 Einheiten/mg Protein oder darüber.
Die Erfindung betrifft auch die Herstellung und die Verwen
dung des erfindungsgemäßen Lymphokins sowie den gegenüber
diesem Lymphokin spezifischen monoklonalen Antikörper und
seine Herstellung.
Im folgenden wird das neue erfindungsgemäße Lymphokin ein
fach mit "LK 2" abgekürzt.
LK 2 wird hergestellt durch Inberührungbringen von LK 2
produzierenden Humanzellen, beispielsweise Humanleukozyten,
Humanlymphozyten und daraus etablierten Zellinien, mit
einem LK 2-Induktor. Humanleukozyten und -lymphozyten können
aus frischem Humanblut isoliert werden; die etablierten
Humanzellinien können in herkömmlicher Weise in vitro ver
mehrt werden.
Für eine wirkungsvollere Ausnutzung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist es zweckmäßig, eine in vivo Zellvermehrung
anzuwenden, in der die Humanzellinie direkt in einen nicht
humanen Warmblütler transplantiert wird oder in herkömmli
che Diffusionskammern inokuliert wird, in denen die Nährflüs
sigkeit des nichthumanen Warmblütlers der Zellinie zuge
führt wird.
Im Gegensatz zur in vitro Zellvermehrung benötigt das in
vivo Verfahren kein oder viel weniger teures Serum enthalten
des Nährmedium und weniger Pflege während der Zellvermeh
rung; die vermehrten Humanzellen liefern eine viel höhere
LK 2-Aktivität.
Außerdem kann bei dem in vivo Verfahren die Humanzellinie
leicht vermehrt werden durch Verwendung der von dem nicht
humanen Warmblütler zur Verfügung gestellten Nährkörper
flüssigkeit, wenn man die Humanzellinie einem nichthumanen
Warmblütler transplantiert oder die Zellinie in eine her
kömmliche Diffusionskammer einbringt, die die Körperflüssig
keit aufnimmt und diese Kammer in das Tier einbettet oder
auf das Tier aufbringt. In beiden Fällen werden die Tiere
in herkömmlicher Weise gefüttert.
Das in vivo Verfahren ist außerdem dadurch gekennzeichnet,
daß eine stabilere und schnellere Zellvermehrung, eine
höhere Zellproduktion und eine viel höhere LK 2-Produktion
je Zelle als mit dem in vitro Verfahren erreicht werden
kann.
Für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren sind
Humanzellinien geeignet, die LK 2 produzieren, in einen
nichthumanen Warmblütler transplantiert und in diesem Tier
leicht vermehrt werden können, wie beispielsweise die in
"Protein, Nucleic Acid and Enzyme", Bd. 20, Nr. 6, Seiten
616 bis 643 (1975) beschriebenen Humanzellinien. Besonders
geeignet sind Human-Lymphoblastoidlinien, wie Namalwa (ATCC
CRL 1432), beschrieben in "Journal of Clinical Microbio
logy", Bd. 1, Seiten 116 bis 117 (1975); BALL-1, TALL-1
und NALL-1, beschrieben in I. Miyoshi, "Nature", Bd. 267,
Seiten 843 bis 844 (1977); M-7002 und B-7101, beschrieben
in "The Journal of Immunology", Bd. 113, Seiten 1334 bis
1345 (1974); JBL, EBV-Sa, EBV-Wa, MOLT-3 (ATCC CRL 1552)
und EBV-HO, beschrieben in "The Tissue Culture", Bd. 6,
Nr. 13, Seiten 527 bis 546 (1980); CCRF-SB (ATCC CCL 120);
CCRF-CEM (ATCC CCL 119); BALM 2; DND-41; und andere etablier
te Zellinien, die durch Transformieren normaler Humanmono
zyten oder -granulozyten mit karzinogenen Viren, Mitteln
oder Bestrahlung erhalten worden sind.
Die Vermehrungsgeschwindigkeit und/oder LK 2-Produktivität
je Zelle dieser Zellinien kann verbessert werden durch
Zellfusion mit Polyethylenglykol oder Sendai-Virus oder
durch Genrekombination mit beispielsweise Nuklease, Ligase
oder DNA-Polymerase. Die hier angegebenen verwendbaren
Humanzellinien sollen jedoch den Umfang der Erfindung nicht
beeinträchtigen. Eine oder mehrere dieser Zellinien können
kombiniert in den Stufen bis zur LK 2-Induktion verwendet
werden. Gegebenenfalls können Humanleukozyten oder Lympho
zyten, die aus frischem Humanblut hergestellt werden können,
in Kombination mit jeder dieser Humanzelllinien verwendet
werden.
Als nichthumaner Warmblütler können im erfindungsgemäßen
Verfahren alle Tiere verwendet werden, in denen sich Human
zellen vermehren können, beispielsweise Geflügel, wie Hühner
oder Tauben, oder Säugetiere, wie Hunde, Katzen, Affen,
Kaninchen, Ziegen, Schweine, Pferde, Rinder, Meerschwein
chen, Ratten, Nacktratten, Hamster, Mäuse oder Nacktmäuse.
Da die Transplantation von Humanzellen in Tiere unerwünschte
Immunoreaktionen hervorruft, werden nichthumane Warmblütler
im möglichst jüngsten Stadium verwendet, z. B. als Ei, Embryo
oder Fötus oder als Neugeborene oder jüngste Tiere, um
diese Immunreaktion so gering wie möglich zu halten.
Vor der Transplantation können die Tiere mit Röntgen- oder
Gamma-Strahlen in einer Dosis von etwa 200 bis 600 rem
bestrahlt werden, oder es wird ihnen ein Antiserum oder
ein die Immunreaktion unterdrückendes Mittel injiziert,
um die Immunreaktion auf dem geringstmöglichen Wert zu
halten.
Bei Verwendung eines Tieres ohne Immunreaktion, wie einer
Nacktmaus oder Nacktratte als Wirt, können die oben beschrie
benen Humanzellen ohne diese Vorbehandlung in die Tiere
transplantiert und leichter vermehrt werden, ohne Angst vor
auftretenden unerwünschten Immunreaktionen, da diese Tiere
sogar als Erwachsene weniger Immunreaktionen zeigen.
Die Zellvermehrung und/oder die Erhöhung der LK 2-Produktion
kann stabilisiert werden durch nacheinander folgende Trans
plantation in den gleichen oder in verschiedene nichtmensch
liche Warmblütler. Das kann beispielsweise dadurch erreicht
werden, daß eine Zellinie zuerst einem Hamster transplan
tiert wird und die Humanzellinie in dem Hamster vermehrt
wird, dann die vermehrten Humanzellen in eine Nacktmaus
transplantiert werden. In diesem Fall können die aufeinander
folgenden Transplantationen mit einem nichthumanen Warm
blütler der gleichen Klasse oder Ordnung wie auch der glei
chen Art oder Gattung durchgeführt werden.
Die Humanzellen können in jede Stelle des Tieres transplan
tiert werden, vorausgesetzt, die Humanzellen vermehren
sich dort: Beispielsweise in die Allantoishöhle oder intra
venös, intraperitoneal oder subkutan.
Die Humanzellen können aber auch vermehrt werden durch
Einbringen in eine herkömmliche Diffusionskammer verschiede
ner Form oder Größe, die mit geeigneten Vorrichtungen ausge
rüstet ist, um eine Verunreinigung der Kammer mit Tierzellen
zu vermeiden, jedoch die Humanzellen mit der Nährkörper
flüssigkeit des Tieres versorgt, z. B. mit einem Membran
filter, einem Ultrafilter oder Hohlfaser mit einer Poren
größe von etwa 10-7 bis 10-5 m, und Einbetten, beispiels
weise intraperitoneal, der Kammer in das Tier, wobei sich
die Humanzellen in der Kammer durch Versorgung mit der
Nährkörperflüssigkeit des Tieres vermehren.
Die Diffusionskammer kann außerdem so ausgelegt und bei
spielsweise auf das Tier angebracht werden, daß die Nährflüs
sigkeit in der Kammer frei zirkulieren kann. Die Kultur
in der Kammer kann während der Zellvermehrung beobachtet
werden, und zwar entweder durch mindestens ein an der Kammer
wand angebrachtes durchsichtiges Seitenfenster und/oder
durch Ersatz der Kammer selbst gegen eine neue Kammer zu
verschiedenen Zeitpunkten, um die Zellvermehrung ohne
Schlachten des Tieres über seine Lebenszeit zu erhalten
und die Zellproduktion je Tier stark zu erhöhen. Da die
Humanzellen mit den Tierzellen in einer solchen Diffusions
kammer nicht in direkte Berührung kommen, werden unerwünsch
te Immunreaktionen verhindert; es kann jeder nichthumane
Warmblütler ohne Vorbehandlung zur Unterdrückung dieser
Immunreaktion verwendet werden, und die vermehrten lebensfä
higen Humanzellen können leicht aus der Diffusionskammer
gewonnen werden.
Die Tiere können in herkömmlicher Weise gefüttert werden,
nach der Transplantation ist keine besondere Vorsicht not
wendig. Für eine maximale Zellvermehrung ist im allgemeinen
eine Zeit von 1 bis 10 Wochen notwendig; es werden Zellzah
len von etwa 107 bis 1012 Humanzellen je Tier oder auch
mehr erhalten. Insbesondere vermehren sich die transplantier
ten Humanzellen im erfindungsgemäßen Verfahren um etwa
102 bis 107 mal oder mehr, was etwa 10 bis 106 mal mehr
ist, als herkömmlicherweise erhältlich durch Inokulieren
und Vermehren der Humanzellen auf einem in vitro Nährkultur
medium. Das wirkt sich auch günstig auf die LK 2-Produktion
aus.
Erfindungsgemäß ist jedes Verfahren anwendbar, vorausgesetzt
die LK 2-Produktion kann in den vermehrten Humanzellen
induziert werden. Die vermehrten Humanzellen werden in
dem als Wirt für die Zellvermehrung verwendeten Tier mit
einem LK 2-Induktor in Berührung gebracht. So werden bei
spielsweise Humanzellen, die in einer Ascitessuspension
vermehrt wurden, oder Tumorzellen, die beispielsweise sub
kutan gebildet wurden, direkt in vivo mit einem LK 2-Induk
tor in Berührung gebracht, um die LK 2-Produktion zu indu
zieren; das angesammelte LK 2 wird aus dem Ascites, dem
Serum und/oder Tumor gewonnen und gereinigt. Die vermehrten
Humanzellen können aber auch aus dem Tier gewonnen und
dann in vitro mit einem LK 2-Induktor in Berührung gebracht
werden. So können vermehrte Humanzellen, die entweder aus
der Ascitessuspension oder durch Aufbrechen und Extrahieren
der beispielsweise subkutan gebildeten Tumormasse(n) gewon
nen wurden, in einem Nährkulturmedium suspendiert, auf
eine Temperatur von etwa 20 bis 40°C zu Erreichung einer
Zelldichte von etwa 105 bis 108 Zellen/ml vorgewärmt und
in vitro mit einem LK 2-Induktor in Berührung gebracht
werden; das angesammelte LK 2 kann dann aus der Kultur
gewonnen werden.
Bei Verwendung einer herkömmlichen Diffusionskammer werden
die vermehrten Humanzellen mit dem LK 2-Induktor in der
Kammer oder nach der Gewinnung in Berührung gebracht.
Die so erhaltenen Humanzellen können weitere 1 bis 4 d
in vitro vor der LK 2-Induktion kultiviert werden, um die
Fortpflanzungszeit zu regulieren.
Die LK 2-Produktion je Tier kann durch Anwendung mindestens
einer der folgenden Verfahren noch gesteigert werden:
- 1) Die vermehrten Humanzellen werden in dem Tier, das als Wirt für die Zellvermehrung verwendet wurde, mit einem LK 2-Induktor in Berührung gebracht und dann aus der (den) Stelle(n) des Tieres oder dessen Gesamtkörper gewonnen und dann in vitro mit einem LK 2-Induktor in Berührung gebracht.
- 2) Die Humanzellen werden wiederholt mit einem LK 2-Induktor in Berührung gebracht.
- 3) Die in das Tier eingebettete oder mit dem Tier verbundene Diffusionskammer wird zu verschiedenen Zeitpunkten durch eine frische Kammer ersetzt.
Als LK 2-Induktoren im erfindungsgemäßen Verfahren geeignet
sind herkömmliche alpha-Interferon-Induktoren (alpha-IFN-
Induktoren), wie Viren, Nucleinsäuren und Nucleotide, sowie
herkömmliche gamma-Interferon-Induktoren (gamma-IFN-Induk
toren), wie Phytohämagglutinin, Concanavalin A, Mytogen
aus Phytolacca americana (pokeweed), Lipopolysaccharid,
Endotoxin, Polysaccharid und Bakterien. Antigene wirken
auf die sensibilisierten Zellen als LK 2-Induktoren.
Die LK 2-Produktion kann durch eine kombinierte Verwendung
von IFN-alpha- und IFN-gamma-Induktoren als LK 2-Induktoren
erhöht werden. Es wurde bestätigt, daß diese Kombination
die gleichzeitige Produktion von humanspezifischem Inter
feron (HuIFN) induziert. Das ist sehr günstig, da gleichzei
tig und wirtschaftlich günstig zwei oder mehr biologisch
aktive Substanzen hergestellt werden können, z. B. LK 2
und HuIFN und die Humanzellen viel wirkungsvoller ausge
nützt werden können.
Das so erhaltene LK 2 kann durch ein oder mehrere Reini
gungs- und/oder Trennverfahren gewonnen werden, beispiels
weise durch Aussalzen, Dialyse, Filtrieren, Zentrifugieren,
Einengen und/oder Lyophilisieren. Ist ein sehr viel reineres
LK 2-Präparat erwünscht, so kann ein Präparat mit höchster
Reinheit durch Anwendung der oben beschriebenen Verfahren
in Kombination mit anderen herkömmlichen Verfahren erhalten
werden, beispielsweise durch Adsorption und Desorption
an einem Ionenaustauscher, Gelfiltration, Fraktionierung
am isoelektrischen Punkt, Elektrophorese, Ionenaustausch
chromatographie, Hochleistungsflüssigchromatographie, Säulen
chromatographie und/oder Affinitätschromatographie.
Immobilisierte monoklonale Antikörper, die durch Binden
eines monokonalen Anti-LK 2-Antikörpers (der im folgenden
beschrieben wird) auf einen geeigneten wasserunlöslichen
Träger erhalten werden kann, beispielsweise auf BrCN-akti
vierte Sepharose
kann zweckmäßigerweise zur Beschleunigung und
leichteren LK 2-Reinigung verwendet werden.
Es wurde bestätigt, daß das so erhaltene LK 2 die folgenden
physikochemischen Eigenschaften hat:
- 1) Molekulargewicht:
20 000 ± 2000 Dalton - 2) Isoelektrischer Punkt:
pI = 6,2 ± 0,3 - 3) Elektrophoretische Beweglichkeit:
in der Scheiben-Polyacrylamidgelelektrophorese Rf = 0,29 ± 0,02 - 4) UV-Absorptionsspektrum:
Absorptionsmaximum bei einer Wellenlänge von etwa 280 nm - 5) Löslichkeit in Lösungsmitteln:
unlöslich in Wasser, Salzlösung und Phosphatpuffer, kaum löslich oder unlöslich in Ethylether, Ethylacetat oder Chloroform - 6) Farbreaktion:
proteinpositiv gemäß Lowry oder der Mikrobiuretmethode saccharidpositiv mit Phenol-Schwefelsäure oder Anthron- Schwefelsäure - 7) Biologische Aktivität:
bei L 929-Zellen zytotoxisch,
bei KB-Zellen zytostatisch,
praktisch frei von Interferonaktivität - 8) Stabilität in wässeriger Lösung:
stabil bis zu 60°C bei 30min. Inkubation bei pH 7,2,
stabil im pH-Bereich von 4,0 bis 11,0 bei 16stünd.
Inkubation bei 4°C - 9) Stabilität bei Kryokonservierung:
einen Monat oder länger stabil bei -10°C und - 10) spezifische Aktivität:
106 Einheiten/mg Protein und darüber.
Es wurde auch bestätigt, daß LK 2 normale Humanzellen nicht
wesentlich zytolysiert, jedoch eine bemerkenswerte Zytolyse
bei einer Vielzahl von Humantumorzellen sowie bei Mäuse-Fi
broblastoidzellen, L 929, bewirkt und diese Zellen abtötet.
So ist LK 2 beispielsweise in Form einer Zusammensetzung
für die Prophylaxe und/oder Therapie von LK 2-empfindlichen
Erkrankungen geeignet, beispielsweise bei bösartigen Tumoren
und insbesondere verschiedenen bösartigen Humantumoren,
deren Behandlung sehr schwierig ist.
Somit kann erfindungsgemäß die tumorhemmende Wirkung von
Chemotherapeutika mit einem Steigerungsmittel, das LK 2
als Wirkstoff enthält, erhöht werden.
Die Dosis an Chemotherapeutika kann auf etwa 1/2 bis 1/1000
verringert werden, da die tumorhemmende Wirkung der Chemo
therapeutika außerordentlich mit dem Steigerungsmittel
erhöht werden kann. Außerdem verbreitert die Verwendung
des Steigerungsmittels das Tumorspektrum der Chemotherapeu
tika und ermöglicht die Behandlung von medikament-resisten
ten Tumoren.
Als Chemotherapeutika können erfindungsgemäß beispielsweise
eines oder mehrere der folgenden Mittel verwendet werden:
Alkylierungsmittel, wie Melphalan, Cyclophosphamide, Ifosf amide, Estramustine, Natriumphosphat, Busulfan, Imorpo sulfantosilat, N-Methyl-3,3′-dimesyloxydipropylamin-bi phenyl-4,4′-disulfonat, Carboquon, Thio-TEPA, Carmustin, Nimustinhydrochlorid, Streptozocin, Dacarbazin und Pipo broman; metabolische Antagonisten, wie Methotrexat, Fluoro uracil, Tegaful, Carmoful, Cytarabin, Ancitabinhydrochlorid, Enocitabin, 6-Mercaptopurin und Thioinosin; tumorhemmende Antibiotika, wie Doxorubicin, Daunorubicin, Aclarubicin, Bleomycin, Peplomycin, Mitomycin C, Actinomycine D und C, Chromomycin A3, Mithramycin und Neocarzinostatin; und Pflanzenalkaloide, wie Vincristinsulfat, Vinblastinsulfat, Vindesinsulfat und Podophyllotoxin. Bei der Behandlung von Prostata- oder Brustkrebs kann gegebenenfalls mindestens ein tumorhemmendes Hormon, wie Prednisolon, Methyltestosteron oder konjugiertes Östrogen, in Kombination mitverwendet werden.
Alkylierungsmittel, wie Melphalan, Cyclophosphamide, Ifosf amide, Estramustine, Natriumphosphat, Busulfan, Imorpo sulfantosilat, N-Methyl-3,3′-dimesyloxydipropylamin-bi phenyl-4,4′-disulfonat, Carboquon, Thio-TEPA, Carmustin, Nimustinhydrochlorid, Streptozocin, Dacarbazin und Pipo broman; metabolische Antagonisten, wie Methotrexat, Fluoro uracil, Tegaful, Carmoful, Cytarabin, Ancitabinhydrochlorid, Enocitabin, 6-Mercaptopurin und Thioinosin; tumorhemmende Antibiotika, wie Doxorubicin, Daunorubicin, Aclarubicin, Bleomycin, Peplomycin, Mitomycin C, Actinomycine D und C, Chromomycin A3, Mithramycin und Neocarzinostatin; und Pflanzenalkaloide, wie Vincristinsulfat, Vinblastinsulfat, Vindesinsulfat und Podophyllotoxin. Bei der Behandlung von Prostata- oder Brustkrebs kann gegebenenfalls mindestens ein tumorhemmendes Hormon, wie Prednisolon, Methyltestosteron oder konjugiertes Östrogen, in Kombination mitverwendet werden.
Die Kombination dieser Chemotherapeutika mit LK 2 soll
ten je nach Bedingungen gewählt und nicht beschränkt werden.
Der erfindungsgemäße monoklonale Antikörper kann hergestellt
werden durch Immunisierung eines nichthumanen Warmblütlers
mit LK 2 als Antigen, Isolierung der Antikörper produzieren
den Zellen aus dem Tierkörper, Fusion der Antikörper produ
zierenden Zellen mit Myelomazellen, Selektion der entstande
nen Hybridzellen als Klon, der LK 2-spezifische Antikörper
produzieren kann, Vermehrung dieses Klons und Gewinnung
des LK 2-spezifischen monoklonalen Antikörpers aus den
vermehrten Zellen.
Die Immunisierung kann erreicht werden durch Injektion
beispielsweise intravenös, intraperitoneal oder subkutan, einer
wässerigen LK 2-Lösung, -Emulsion oder -Suspension als
Antigen in einen geeigneten nichthumanen Warmblütler, wie
Huhn, Taube, Hund, Katze, Affe, Ziege, Schwein, Rind, Pferd,
Kaninchen, Meerschweinchen, Ratte, Hamster oder Maus, und
Füttern des Tieres während 3 oder mehr Tage zur Induktion
der Antikörperproduktion. Als Antigen kann auch ein
Konjugat von LK 2 mit einem Saccharid gemäß JP-A-23 847/83
verwendet werden.
Das Antigen kann als Einzeldosis oder wenn notwendig in
zwei oder mehr Dosen zu verschiedenen Zeitpunkten im Verlauf
von etwa 3 bis 30 d injiziert werden.
Die Milzzellen des immunisierten Tieres, in dem die Antikör
per-Produktion induziert worden ist, werden mit Myelomazel
len der gleichen oder einer anderen Art in geeigneter Weise
fusioniert, z. B. gemäß G. Kohler et al. in "Nature", Bd.
256, Seiten 495 bis 497 (1975) oder "European Journal of
Immunology", Bd. 6, Seiten 511 bis 519 (1976). Die so erhal
tenen Hybridzellen werden selektioniert und geklont, der
(die) Klon(e) wird (werden) in vitro oder in vivo kultiviert
und der angesammelte hochspezifische monoklonale Antikörper
wird dann aus der entstandenen Kultur gewonnen. Dabei wird
das in vivo Verfahren dem in vitro Verfahren vorgezogen,
da bei in vivo Kultivierung eine viel höhere Vermehrung
des Klons und eine viel höhere Produktion des monoklonalen
Antikörpers ohne Verwendung eines teuren Serums erreicht
werden kann.
Beim in vivo Verfahren wird der Klon dadurch vermehrt,
daß die Nährkörperflüssigkeit eines nichthumanen Warmblüt
lers ausgenützt wird, wobei dieser der gleichen oder einer
anderen Art als bei der Immunisierung angehören kann; dabei
wird der Klon in einen solchen nichthumanen Warmblütler
transplantiert oder der Klon wird in eine herkömmliche
Diffusionskammer inokuliert, die die Nährkörperflüssigkeit
eines solchen Tieres aufnehmen kann; der angesammelte mono
klonale Antikörper wird aus den Körperflüssigkeiten, wie
Ascites und Serum, gewonnen. Nach der Vermehrung in vivo
kann der Klon aber auch in einem serumfreien Kulturmedium
weitere 1 bis 5 d kultiviert werden; der angesammelte mono
klonale Antikörper kann aus der entstandenen Kultur gewonnen
werden.
Der so erhaltene monoklonale Antikörper kann leicht durch
ein oder mehrere Trenn- und/oder Reinigungsverfahren gewon
nen werden, beispielsweise durch Aussalzen, Dialyse, Filtrie
ren, Zentrifugieren, Einengen und/oder Lyophilisieren.
Ist eine sehr viel höhere Reinigung erwünscht, so kann
ein Präparat mit höchster Reinheit durch Kombinieren der
oben beschriebenen Verfahren mit anderen herkömmlichen
Verfahren erreicht werden, beispielsweise durch Adsorption
und Desorption an einem Ionenaustauscher, Gelfiltration,
Fraktionierung am isoelektrischen Punkt, Elektrophorese,
Ionenaustauschchromatographie, Hochleistungsflüssigchromato
graphie, Säulenchromatographie und/oder Affinitätschromato
graphie. Die Ausbeute an monoklonalem Antikörper kann zweck
mäßigerweise noch verbessert werden durch Verwendung eines
immobilisierten LK 2-Gels, das durch Binden von hochreinem
LK 2 auf einem wasserunlöslichen Träger, wie BrCN-aktivierte
Sepharose, erhalten werden kann.
Der erfindungsgemäß erhältliche monoklonale Antikörper
ist als Ligand für die Affinitätschromatographie bei der
LK 2- Produktion sowie für die Diagnose verschiedener Human
erkrankungen wegen seiner Spezifität für LK 2, das bösartige
Tumoren schädigt, geeignet.
Die LK 2-Titer werden entweder durch Verwendung von KB-Zel
en oder L 929-Zellen als Zielzellen bestimmt: Bei Verwendung
von KB-Zellen wird die zytostatische Aktivität gemäß "Cancer
Chemotherapy Report", Teil 3, Bd. 3, Nr. 2, September (1972)
bestimmt. Bei Verwendung von L 929-Zellen wird die zytotoxi
sche Aktivität in Gegenwart von Aktinomycin D gemäß E. Pick,
"Lymphokines", Bd. 2, Seiten 245 bis 249, "Tumor-Nekrose-
Faktor", Academic Press, Inc. (1981) bestimmt. Im folgenden
wird die Bestimmung mit L 929-Zellen verwendet, wenn nichts
anderes angegeben ist.
Die HuIFN-Titer werden mit der herkömmlichen Plaque-Reduk
tionsmethode unter Verwendung von FL-Zellen aus Humanamnion
flüssigkeit gemäß "Protein, Nucleic Acid and Enzyme", Bd.
20, Nr. 6, Seiten 616 bis 643 (1975) bestimmt.
Die Hämagglutinationstiter werden gemäß S.E. Salk "The
Journal of Immunology", Bd. 49, Seiten 87 bis 98 (1944)
bestimmt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Neugeborenen Hamstern wird herkömmliches Antiserum aus
Kaninchen injiziert, um ihre Immunreaktion zu schwächen,
und subkutan eine Human-Lymphoblastoidlinie, BALL-1, trans
plantiert. Die Tiere werden drei Wochen in herkömmlicher
Weise gefüttert. Die subkutan gebildeten Tumormassen werden
extrahiert, zerkleinert und in Salzlösung aufgebrochen.
Die so erhaltene Zellsuspension wird mit RPMI 1640-Medium,
pH 7,2, das mit Serum aufgefüllt wird, gewaschen und in
einem frischen Präparat des gleichen Kulturmediums zu einer
Zelldichte von etwa 2×106 Zellen/ml wieder suspendiert.
Diese Zellsuspension wird mit Sendai-Virus (etwa 400 Hämag
glutinationstiter/ml) versetzt und 24 h zur Induktion der
der LK 2-Produktion bei 37°C inkubiert.
Die Kultur wird bei etwa 1000 g und etwa 4°C zentrifugiert,
der entstandene Niederschlag wird entfernt. Der so erhalte
ne Überstand wird gegen eine Salzlösung, die 0,01 m Phos
phatpuffer, pH 7,2, 20 h dialysiert und durch ein Membran
filter filtriert. Das Filtrat wird durch eine Säule mit
immobilisierten Anti-HuIFN-Antikörper geleitet, die nicht
adsorbierte Fraktion wird gesammelt. Aus dieser Fraktion
wird eine aktive Fraktion durch Chromatofokussierung gewon
nen, eingeengt und zu einem pulverförmigen Produkt mit
LK 2-Aktivität lyophilisiert.
Die spezifische Aktivität dieses Produkts beträgt etwa
106 Einheiten/mg Protein. Die LK 2-Ausbeute beträgt etwa
2,0×107 Einheiten/Hamster.
Ein gemäß Beispiel A-1 hergestelltes LK 2-Präparat wird
in einer Salzlösung zu einer Proteinkonzentration von etwa
0,05% (Gew./Vol.) gelöst; die Lösung wird mit dem gleichen
Volumen an Freunds Volladjuvans versetzt. Mäuse werden
immunisiert durch subkutane Injektion von 0,2 ml-Proben
des so erhaltenen Gemisches und 7 d nach der ersten Injek
tion gefüttert. Nach der Induzierung der Anti-LK 2-Anti
körper-Produktion in den Antikörper produzierenden Zellen
der Tiere wird die Milz jedes Tiers extrahiert, zerkleinert,
aufgebrochen und suspendiert und zwar zusammen mit einer
Maus-Myeloma-Zellinie (P3-X63-Ag8)
in serumfreiem Eagle′s
Minimalnährmedium, pH 7,2, das 50% (Gew./Vol.) Polyethy
lenglykol 1000 enthält und auf 37°C vorgewärmt war. Das
Gemisch mit einer Zelldichte von 104 Zellen/ml wird 5 min
stehengelassen, dann auf das 20fache mit einem frischen
Präparat des gleichen Kulturmediums verdünnt; die Hybrido
mazellen, die in dem Hypoxanthin, Aminopterin und Thymidin
enthaltenden Medium wachsen können, werden gemäß R.L. David
son und P.S. Gerald in "Somatic Cell Genetics", Bd. 2,
Nr. 2, Seiten 175 bis 176 (1976), gesammelt; der Klon ent
hält Hybridomazellen, die Anti-LK 2-Antikörper produzieren
können. Diese geklonten Hybridomazellen werden in einer
Dosis von etwa 106 Zellen/Maus intraperitoneal in Mäuse
transplantiert, die 2 Wochen gefüttert und dann geschlachtet
werden. Die Körperflüssigkeiten der Tiere, wie Ascites
flüssigkeit und Blut, werden gesammelt, zentrifugiert und
mit Ammoniumsulfat ausgesalzen; die Fraktionen, die bei
30 bis 50% Sättigung ausfallen, werden gesammelt. Diese
Fraktionen werden dialysiert und mit einem immobilisierten
Anti-LK 2-Antikörpergel der Affinitätschromatographie zuge
führt. Das immobilisierte Anti-LK 2-Antikörpergel wurde
erhalten durch Umsetzung einer gemäß Beispiel A-1 erhaltenen
LK 2-Probe mit BrCN-aktivierter Sepharose bei Raumtempera
tur, wobei eine Anti-LK 2-Antikörperfraktion entstand,
die dialysiert, konzentriert und lyophilisiert wurde.
Das entstandene pulverförmige Produkt neutralisiert immuno
logisch spezifisch die zytotoxische Aktivität von LK 2.
Die Stabilität des monoklonalen Antikörpers in wässeriger
Lösung wird durch Bestimmung der Restneutralisationsaktivi
tät nach Inkubieren unter bestimmten Bedingungen untersucht:
Nach der 30min. Inkubation bei pH 7,2 und verschiedenen
Temperaturen bleiben 80% und mehr der Aktivität übrig,
bei 70°C gehen jedoch 90% und mehr verloren. Nach der
16stünd. Inkubation bei 4°C und verschiedenen pH-Werten
ist die Aktivität in einem pH-Bereich von 4,0 bis 11,0
stabil, sie geht jedoch bei einem pH-Wert von 2,0 zu 90%
und mehr verloren.
Bei der Untersuchung der Eigenschaften des monoklonalen
Antikörpers wurde festgestellt, daß der monoklonale Antikör
per gegenüber 2-Mercaptoethanol empfindlich ist und eine
spezifische Antigen-Antikörper-Reaktion mit Anti-Maus-Immuno
globulin-M-Antikörper zeigt. Deshalb wird der monoklonale
Antikörper in die Klasse der Immunoglobulin-M-Antikörper
eingereiht.
Ein gemäß Versuch A-1 erhaltenes teilgereinigtes LK 2-Präpa
rat wird mit einem gemäß Beispiel A-2 hergestellten immobi
lisierten monoklonalen Antikörpergel der Affinitätschroma
tographie unterworfen; die LK 2-Fraktionen werden gesammelt,
dialysiert, eingeengt und lyophilisiert.
Es wird ein hochreines LK 2-Präparat mit einer spezifischen
Aktivität von etwa 10⁹ Einheiten/mg Protein erhalten.
Die physikochemischen Eigenschaften des LK 2 werden an
diesem Präparat untersucht:
Das Molekulargewicht von LK 2 wird durch Elektrophorese
mit SDS-Polyacrylamidgel gemäß K. Weber und M. Osborn
in "Journal of Biological Chemistry", Bd. 244, Seite
4406 (1969), bestimmt. Die Säule mit 10% Acrylamidgel
wird mit etwa 10 µg-Proben des Präparats in Gegenwart
von 0,1% SDS beladen, die Elektrophorese wird mit 8 mA
je Säule während 4 h durchgeführt. Nach der Extraktion
und der folgenden LK 2-Bestimmung der aktiven Fraktion
beträgt das Molekulargewicht von LK 2 20 000 ± 2000
Dalton.
Bei einer 2stünd. 25 W-Elektrofokussierung des Präparats
mit einem Gelprodukt für die Elektrofokussierung bei
pH 3,5 bis 9,5 ("Ampholine Pagplate")
erhält man einen isoelektrischen
Punkt pI = 6,2 ± 0,3.
Gemäß B.J. Davis in "Annals of New York Academy of Scien
ces", Bd. 121, Seite 404 (1964), werden etwa 10 µg-Proben
des Präparats auf Säulen mit 7,5% Acrylamidgel aufge
bracht, 2 h der Elektrophorese bei pH 8,3 und 3 mA je
Säule unterworfen, extrahiert und auf LK 2-Aktivität
untersucht. Man erhält eine elektrophoretische Beweglich
keit Rf von 0,29 ± 0,02.
Durch Analyse des UV-Spektrums des Präparats mit einem
UV-250-Spektrometer
wird ein Absorptionsmaximum bei einer Wellenlänge
von etwa 280 nm gefunden.
Das Präparat ist in Wasser, Salzlösung und Phosphatpuffer
unlöslich, in Ethylether, Ethylacetat und Chloroform
kaum löslich oder unlöslich.
Das Präparat ist proteinpositiv gemäß der Lowry- und
der Mikrobiuret-Methode, saccarid-positiv mit Phenol-
Schwefelsäure und Anthron-Schwefelsäure.
Es wurde eine zytotoxische Aktivität bei L 929-Zellen
und eine zytostatische Aktivität bei KB-Zellen, jedoch
keine wesentliche HuIFN-Aktivität festgestellt.
Präparatproben mit etwa 1×105 Einheiten/ml werden
bei pH 7,2 und verschiedenen Temperaturen 30 min
inkubiert; die zytotoxische Restaktivität wird be
stimmt; dabei wird festgestellt, daß LK 2 bis zu
60°C stabil ist.
0,1 ml Präparatproben (1×106 Einheiten/ml) werden
mit 1 ml Pufferlösung mit verschiedenen pH-Werten
versetzt, beispielsweise mit Mcllvaine-Puffer bei
pH 2 bis 7, Phosphatpuffer, pH 7,8, Glycin-NaOH-
Puffer, pH 8 bis 11, und 16 h bei 4°C inkubiert.
0,1 ml des inkubierten Gemisches werden dann mit
0,05 m Phosphatpuffer, pH 7,2, auf pH 7,2 einge
stellt, die Restaktivität wird bestimmt. Es wird
festgestellt, daß LK 2 im pH-Bereich von 4,0 bis
11,0 stabil ist.
Etwa 1×105 Einheiten/ml Präparat werden mit einer
Bacillusprotease ("Dispase")
zu einer Enzymaktivität von
100 Einheiten/ml versetzt, das Gemisch wird bei
pH 7,2 und 37°C 2 h inkubiert. Während der Inkuba
tion werden dem Gemisch kleine Proben entnommen,
die mit Kälberserumalbumin zu einer Konzentration
von 1% (Gew./Vol.) zur Unterbrechung der enzymati
schen Reaktion versetzt werden. Bei dieser Bestim
mung der LK 2-Aktivität wurde festgestellt, daß
LK 2 gegenüber der Bacillusprotease empfindlich
ist und seine Aktivität bei fortschreitender enzyma
tischer Reaktion verliert.
Das LK 2-Präparat wurde in wässeriger Lösung bei -10°C
und pH 7,2 einen Monat gelagert, aufgetaut und bestimmt.
Es konnte keine Aktivitätsabnahme festgestellt werden.
Aus diesen Ergebnissen ist ersichtlich, daß LK 2 physiko
chemische Eigenschaften hat, die sich von denen bekannter
Lymphokine, wie LT, TNF oder IFN, unterscheiden. Auch der
erfindungsgemäße monoklonale Antikörper ist neu, da er
die zytotoxische Aktivität des neuen Lymphokins LK 2 immuno
logisch spezifisch neutralisiert.
Die zytostatische Wirkung von LK 2 auf verschiedene Human
zellen wird mit den gemäß Beispiel A-1 und A-3 erhaltenen
LK 2-Präparaten untersucht.
Die in Tabelle 1 angegebenen Humanzellen (10⁶ Zellen) werden
in 1 ml herkömmlichen Nährmedium, das Kälberfötusserum
enthält, suspendiert, 1 d kultiviert, mit 0,1 ml einer
Salzlösung, die entweder 50 Einheiten oder 500 Einheiten
eines gemäß Beispiel A-1 oder A-3 hergestellten LK 2-Präpa
rats enthält, versetzt und 2 d bei 37°C inkubiert. Am
Ende der Kultur werden die lebenden Zellen mit Neutralrot
(Farbreagens) gemäß der in "Applied Microbiology", Bd.
22, Nr. 4, Seiten 671 bis 677 (1971), beschriebenen Methode
gefärbt; das Farbreagens wird mit einer angesäuerten Ethanol
lösung eluiert. Die Anzahl der lebenden Zellen wird durch
Bestimmung der Eluatabsorption bei einer Wellenlänge von
540 nm gemessen.
Als Kontrolle wird 0,1 ml einer LK 2-freien Salzlösung
verwendet.
Die Wachstumshemmung (Prozent) wird gemäß folgender Glei
chung berechnet:
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Die Ergebnisse bestätigen, daß LK 2 normale Zellen nicht
wesentlich beeinträchtigt, jedoch sehr stark das Wachstum
verschiedener bösartiger Tumorzellen hemmt. Aus Tabelle
1 ist auch ersichtlich, daß ein teilgereinigtes LK 2-Präpa
rat mit einem hochreinen Präparat gut vergleichbar ist.
Einer Gruppe von BALB/c-Mäusen werden Meth-A-Zellen aus
Mäusesarkom transplantiert. Vom 10. Tag nach der Transplanta
tion an wird den Mäusen intravenös eine Salzlösung, die
ein gemäß Beispiel A-3 hergestelltes LK 2-Präparat enthält,
in einer Dosis von 100 oder 1000 Einheiten/kg einmal täglich
während 15 d injiziert. Die Mäuse werden dann geschlachtet,
die in den Tieren gebildeten Tumormassen werden bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Einer Gruppe vom BALB/c-Nacktmäusen werden subkutan in
den Rücken kleine Fragmente von Humanbrustkrebs-Gewebe
transplantiert.
Nachdem die Tumormassen auf etwa 200 mm3 in den Tierkörpern
gewachsen sind, wird den Tieren eine Salzlösung, die ein
gemäß Beispiel A-1 oder A-3 hergestelltes LK 2-Präparat
enthält, intravenös in einer Dosis von entweder 100 Einhei
ten/kg oder 1000 Einheiten/kg einmal täglich während 20 d
injiziert. Dann werden die Tiere geschlachtet, die entstan
denen Tumormassen werden bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Einer Gruppe von BALB/c-Nacktmäusen werden subkutan in
den Rücken kleine Humanbrustkrebs-Gewebefragmente gemäß
Beispiel B-3 transplantiert.
Nachdem die Tumormassen auf etwa 200 mm3 in den Tierkörpern
gewachsen sind, wird den Tieren eine Salzlösung, die ein
gemäß Beispiel A-3 hergestelltes LK 2-Präparat und/oder
ein alpha-HuIFN-Präparat enthält, intravenös einmal täglich
während 20 d injiziert. Dann werden die Tiere geschlachtet,
die entstandenen Tumormassen werden bestimmt.
Als Kontrolle wird eine LK 2- und alpha-HuIFN-freie
Salzlösung verwendet.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 angegeben.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß die kombinierte Verwen
dung von LK 2- und alpha-HuIFN die tumorhemmende Wirkung
von alpha-HuIFN extrem steigert.
Ein akuter Toxizitätstest, in dem einer Gruppe von 20 d
alten Mäusen ein gemäß Beispiel A-3 hergestelltes LK 2-Prä
parat verabreicht wurde, bestätigt, daß die Toxizität des
Präparats nach intraperitonealer Injektion extrem niedrig
ist, d. h. LD50 = 199 Einheiten oder mehr.
Aus den oben angegebenen Versuchen ist ersichtlich, daß
LK 2 eine starke zytostatische Wirkung auf bösartige Tumoren
sowohl in vitro als auch in vivo hat. Außerdem ist die
Verabreichung von LK 2 sicher, da eine hohe Dosierung nor
male Zellen praktisch nicht beeinträchtigt und eine niedrige
Dosierung Tumorzellen deutlich hemmt.
Die wirksame LK 2-Dosis liegt im allgemeinen im Bereich
von 5 bis 500 000 000 Einheiten/d bei Erwachsenen: Insbe
sondere beträgt sie bei lokaler Verabreichung, beispiels
weise in Form einer Lokalinjektion oder eines Augenwassers,
5 bis 10 000 000 Einheiten/d, bei Verabreichung durch die
Haut oder die Schleimhäute, beispielsweise in Form einer
Salbe oder eines Zäpfchens, 10 bis 50 000 000 Einheiten/d,
bei systemischer Verabreichung, beispielsweise als intra
venöse oder intramuskuläre Injektion, 50 bis 100 000 000
Einheiten/d und bei oraler Verabreichung 500 bis 500 000 000
Einheiten/d; die Dosierung ist jedoch je nach Anweisungen
und dem Befinden des Patienten frei wählbar.
Obwohl LK 2 in herkömmlicher Weise durch Vermischen mit
herkömmlichen Trägern, Grundstoffen und/oder Hilfsmitteln
in ein Medikament verarbeitet werden kann, sollte der LK 2-
Gehalt wegen der Toxizität, der wirksamen Dosis und der
Sicherheit mindestens 5 Einheiten/g betragen.
Die Art und die Form der prophylaktischen und/oder thera
peutischen Mittel für LK 2-empfindliche Erkrankungen kann
frei gewählt werden: So sind beispielsweise für eine orale
Verabreichung Präparate für den Darm geeignet, wie Kapseln,
Tabletten oder Pulver, für die rektale Verabreichung Zäpf
chen; für die Injektion kann es beispielsweise eine lyophi
lisierte Injektion sein, die vor der Verwendung mit destil
liertem Wasser zu einer Injektionslösung gelöst wird; auch
in Form eines Collunariums, Augenwassers oder einer Salbe
ist das Präparat geeignet.
Bei der Behandlung von Patienten mit einem bösartigen Tumor
kann beispielsweise ein dem Patienten entnommenes Tumor
gewebefragment in vitro mit LK 2 behandelt werden, um die
Immunogenität des Gewebefragments zu erhöhen, und dem Patien
ten wieder verabreicht werden, um so eine wirkungsvollere
Behandlung des bösartigen Tumors zu erreichen.
Die kombinierte Verwendung von LK 2 mit tumorhemmenden
Mitteln, beispielsweise Lymphokine, wie HuIFN, TNF, LT
und T-Zellwachstumsfaktor (TCGF), tumorhemmenden Polysaccha
riden, wie 1,3-β-Glukan, Arabinomannan, Lipopolysaccharid,
OK-432 (Picibanil), PSK (Krestin) und Lentinan, metaboli
schen Antagonisten, wie Methotrexat und Fluoruracil, und
tumorhemmenden Antibiotika, wie Doxorubicin und Mitomycin
C, ist sehr günstig, da diese kombinierte Verwendung die
tumorhemmende Wirkung von LK 2 extrem erhöht.
Insbesondere wurde festgestellt, daß LK 2 die tumorhemmende
Wirkung von Chemotherapeutika erhöht.
Die steigernde Wirkung von LK 2 auf die Tumorhemmung wird
im folgenden erklärt.
Die Steigerung der tumorhemmenden Wirkung von Chemothera
peutika mit LK 2 wird mit bösartigen Tumorzeilen untersucht.
Bösartige Humantumorzellen (10⁶ Zellen) werden in 1 ml
herkömmliches Kulturnährmedium, das mit Kälberfötusserum
versetzt ist, eingeimpft und einen Tag kultiviert. Die
Kultur wird dann mit 0,1 ml einer Salzlösung, die 100 Ein
heiten eines gemäß Beispiel A-3 hergestellten LK 2-Präparats
und/oder ein Chemotherapeutikum enthält, versetzt und weite
re zwei Tage bei 37°C kultiviert.
Als Kontrolle wird eine LK 2- und chemotherapeutikumfreie
Salzlösung verwendet.
Nach beendeter Kultur wird die Anzahl der lebenden Zellen
gemäß Beispiel B-1 gezählt, die Wachstumshemmung (%) wird
bestimmt.
Die Konzentration der untersuchten Chemotherapeutika war
wie folgt Nimustin-Hydrochlorid (ACNU), 1,0×10-6 g/ml
Kultur, Fluoruracil (5-FU): 1,5×10-8 g/ml Kultur, Doxoru
bicin (ADM): 1,0×10-10 g/ml Kultur, Mitomycin C (MMC):
2,5×10-9 g/ml Kultur und Vinkristin-Sulfat (VCR): 1,5×10-10
g/ml Kultur.
Die Ergebnisse sind Tabelle 5 angegegeben.
Aus Tabelle 5 ist ersichtlich, daß LK 2 die tumorhemmende
Wirkung von Chemotherapeutika extrem erhöht.
Einer Gruppe von BALB/c Nacktmäusen werden subkutan in
den Rücken kleine Humanbrustkrebs-Gewebefragmente trans
plantiert.
Nach dem die Tumormassen auf etwa 200 mm3 in den Tierkörpern
gewachsen sind, wird eine Salzlösung, die ein gemäß Beispiel
A-3 hergestelltes LK 2-Präparat enthält, intravenös einmal
täglich während 20 Tagen injiziert. Die Tiere werden dann
geschlachtet, die entstandenen Tumormassen werden bestimmt.
Als Kontrolle wird eine LK 2- und chemotherapeutikumfreie
Salzlösung verwendet.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 angegeben.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß LK 2 sogar in vivo
sehr stark die tumorhemmende Wirkung von Chemotherapeutika
erhöht.
Die Ergebnisse bestätigen auch, daß eine Kombination eines
Chemotherapeutikums mit LK 2 eine hohe tumorhemmende Wirkung
hat, sogar dann, wenn das Chemotherapeutikum allein eine
niedrige Konzentration und somit eine ungenügende tumor
hemmende Wirkung aufweist.
Die Verwendung von LK 2 als Steigerungsmittel für Chemo
therapeutika verringert sehr die eingesetzte Chemotherapeuti
kum-Konzentration, verhindert Nebeneffekte und verbreitert
sehr das Tumorspektrum der Chemotherapeutika.
Das erfindungsgemäße, LK 2 enthaltende Steigerungsmittel
weist eine steigernde Wirkung auf die Tumorhemmung auf,
wenn es mit Chemotherapeutika verwendet wird.
Das Steigerungsmittel wird mit einem Chemotherapeutikum
vorgemischt, das entstandene Gemisch wird gleichzeitig
auf einmal verabreicht. Man kann aber auch zuerst entweder
das Steigerungsmittel oder das Chemotherapeutikum verab
reichen und das andere Mittel auf gleiche oder andere Weise
nachreichen.
Die folgenden Beispiele D, E und F erläutern die LK 2-Her
stellung, LK 2 enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen
sowie den LK 2-spezifischen monoclonalen Antikörper.
Eine Humanlymphoblastoid Linie, BALL-1, wird in Eagle′s
Minimalnährmedium, pH 7,4, das 20% Kälberfötusserum ent
hält, eingeimpft und in vitro in Suspension bei 37°C auf
herkömmliche Weise kultiviert. Die vermehrten Humanzellen
werden mit serumfreien Eagle′s Minimalnährmedium, pH 7,4,
gewaschen und in einem frischen Präparat des gleichen Kultur
mediums wieder suspendiert, und zwar zu einer Zelldichte
von etwa 1×107 Zellen/ml. Die Zellsuspension wird mit
Sendai-Virus in einer Dosierung von etwa 1000 Hämagglu
tinationstiter/ml versetzt und einen Tag bei 38°C zur
Induktion der LK 2-Produktion inkubiert. Nach dem Zentri
fugieren der entstandenen Kultur bei etwa 1000 g und 4°C
wird der Überstand gegen eine Salzlösung, die 0,01 m Phos
phatpuffer, pH 7,2, 15 Stunden dialysiert und durch einen
Membranfilter filtriert. Das Filtrat wird auf eine Säule
mit Anti-LK 2-Antikörper gemäß Beispiel A-1 aufgegeben;
die nicht adsorbierte Fraktion wird gemäß Beispiel A-3
durch Affinitätschromatographie gereinigt, und zwar auf
einer Säule mit einem Anti-LK 2-Antikörper gebundenen Gel,
und zu einem Konzentrat mit einer spezifischen LK 2-Akti
vität von etwa 10⁹ Einheiten/mg Protein eingeengt.
Die Ausbeute beträgt etwa 1,5×106 Einheiten/l der induzier
ten Zellsuspension.
Neugeborenen Hamstern wird ein herkömmliches Antiserum
aus Kaninchen zur Schwächung ihrer Immunreaktion injiziert
und subkutan eine Humanlymphoblastoid-Linie, BALL-1, trans
plantiert; die Tiere werden drei Wochen in herkömmlicher
Weise gefüttert. Die in den Tieren subkutan gebildeten
Tumormassen von je etwa 15 g werden extrahiert, zerkleinert
und in Salzlösung aufgebrochen. Nach dem Waschen mit serum
freiem RPMI 1640-Medium, pH 7,2, werden die vermehrten
Zellen in einem frischen Präparat des gleichen Kulturme
diums zu einer Zelldichte von etwa 5×106 Zellen/ml wieder
suspendiert. Die Zellsuspension wird mit Sendai-Virus und
Endotoxin aus E. coli in einer Dosierung von etwa 1000
Hämagglutinationstiter/ml und etwa 10 µg/ml versetzt und
bei 37°C einen Tag zur Induktion der LK 2-Produktion in
kubiert. Nach dem Zentrifugieren der Kultur bei etwa 1000 g
und 4°C zur Entfernung des Sediments wird der Überstand
gegen eine Salzlösung, die 0,01 m Phosphatpuffer, pH 7,2
enthält, 21 Stunden dialysiert und durch einen Membranfilter
filtriert. Das Filtrat wird mit einer Antikörpersäule gemäß
Beispiel D-1 gereinigt; die Eluatlösung wird eingeengt und
zu einem pulverförmigen Produkt mit einer spezifischen LK
2-Aktivität von etwa 10⁹ Einheiten/mg Protein lyophilisiert.
Die Ausbeute beträgt etwa 3,2×107 Einheiten.
Erwachsenen Nacktmäusen wird intraperitoneal eine Human
lymphoblastoid-Linie, TALL-1, transplantiert; die Tiere
werden fünf Wochen in herkömmlicher Weise gefüttert, dann
wird intraperitoneal Newcastle-Virus (etwa 3000 Hämag
glutinationstiter je Nacktmaus), das vorher durch UV-Be
strahlung praktisch inaktiviert worden ist, injiziert;
die Tiere werden 24 h nach der Injektion geschlachtet,
die Ascitesflüssigkeit wird gesammelt, gereinigt, einge
engt und gemäß Beispiel D-2 zu einem pulverförmigen Produkt
mit LK 2-Aktivität lyophilisiert.
Die Ausbeute beträgt etwa 3,5×106 Einheiten je Nacktmaus.
Erwachsene Mäuse werden mit Röntgenstrahlen in einer Dosis
von etwa 400 rem bestrahlt, um ihre Immunreaktion zu schwä
chen, dann wird ihnen eine Humanlymphoblastoidzell-Linie,
Mono-1, subkutan transplantiert; die Tiere werden in her
kömmlicher Weise drei Wochen gefüttert. Die in den Tieren
subkutan gebildeten Tumormassen von je etwa 10 g werden
extrahiert und gemäß Beispiel D-2 aufgebrochen. Die so
erhaltenen Humanzellen werden gemäß Beispiel D-2 suspen
diert, die entstandene Zellsuspension wird mit Sendai-Virus
und Conkanavalin A in einer Dosis von etwa 500 Hämaggluti
nationstiter/ml und 0,8 µg/ml versetzt und bei 37°C einen
Tag zur Induktion der LK 2-Produktion inkubiert. Die Kultur
wird dann gereinigt, eingeengt und gemäß Beispiel D-2 zu
einem pulverförmigen Produkt mit LK 2-Aktivität lyophili
siert.
Die Ausbeute beträgt etwa 2,0×107 Einheiten je Maus.
Neugeborenen Hamstern wird eine Humanlymphoblastoid-Linie,
Namalwa (ATCC CRL 1432) gemäß Beispiel D-2 transplantiert;
die Tiere werden in herkömmlicher Weise vier Wochen ge
füttert. Die in den Tieren subkutan gebildeten Tumormassen
von je etwa 20 g werden extrahiert und zu einer Zellsus
pension mit einer Zelldichte von etwa 3×106 Zellen/ml aufge
brochen. Die Zellsuspension wird mit Sendai-Virus in einer
Dosis von etwa 1000 Hämagglutinationstiter je ml versetzt
und bei 36°C zwei Tage zur Induktion der LK 2-Produktion
inkubiert. Die Kultur wird gereinigt und gemäß Beispiel D-1
zu einem Konzentrat mit LK 2-Aktivität eingeengt.
Die Ausbeute beträgt etwa 2,2×107 Einheiten je Hamster.
Eine Humanlymphoblastoid-Linie, NALL-1, wird in Salzlösung
suspendiert und in eine etwa 10 ml fassende zylindrische
Kunststoff-Diffusionskammer eingebracht, die mit einem
Membranfilter mit einer Porengröße von etwa 0,5 µm ausge
rüstet ist. Die Kammer wird intraperitoneal in eine erwachse
ne Ratte eingebettet, das Tier wird vier Wochen in herkömm
licher Weise gefüttert. Nach dem Entfernen der Kammer be
trägt die Zelldichte in der Kammer etwa 5×108 Zellen/ml, was
etwa 102 mal oder mehr ist als bei der in vitro-Vermehrung
in einem CO2-Inkubator unter Verwendung eines Nährkultur
mediums erreichbar ist. Die Humanzellen werden in dem Kultur
medium gemäß Beispiel D-2 suspendiert, mit Newcastle-Virus
(etwa 500 Hämagglutinationstiter/ml), das vorher durch
UV-Bestrahlung inaktiviert worden ist, und Phytohämagglu
tinin (etwa 50 µg/ml) versetzt und bei 37°C einen Tag
zur Induktion der LK 2-Produktion inkubiert. Die Kultur
wird gereinigt, eingeengt und gemäß Beispiel D-2 zu einem
pulverförmigen Produkt mit LK 2-Aktivität lyophilisiert.
Die Ausbeute beträgt etwa 8×106 Einheiten je Ratte.
Eine Humanlymphoblastoid-Linie, CCRF-CEM (ATCC CCL 119)
wird in die Allantoishöhlen von befruchteten Eiern, die
bei 37°C 5 d inkubiert worden sind, eingeimpft; die Eier
werden bei dieser Temperatur eine weitere Woche inkubiert.
Die vermehrten Humanzellen werden aus den Eiern gewonnen
und gemäß Beispiel D-1 zu einer Zelldichte von 5×106 Zellen/
ml suspendiert. Die Zellsuspension wird mit Sendai-Virus
(etwa 500 Hämagglutinationstiter/ml) versetzt und bei 37°C
1 d zur Induktion der LK 2-Produktion inkubiert. Die erhal
tene Kultur wird gereinigt und gemäß Beispiel D-2 zu einem
pulverförmigen Produkt mit LK 2-Aktivität eingeengt.
Die Ausbeute beträgt etwa 7,0×105 Einheiten/10 befruchtete
Eier.
Ein gemäß Beispiel D-2 hergestelltes LK 2-Präparat mit
einer Aktivität von 500 000 Einheiten wird in 200 ml Salz
lösung gelöst und unter sterilen Bedingungen durch ein
Membranfilter filtriert. 2 ml-Proben des Filtrats werden
in sterilisierte Glasampullen verteilt, lyophilisiert und
als pulverförmige Injektion verschlossen.
Die Injektion wird günstigerweise allein oder als Steige
rungsmittel in Kombination mit einem Chemotherapeutikum,
wie Melphalan, Methotrexat oder Doxorubicin, zur Behandlung
von Brustkrebs, Lungenkarzinom, Leberkarzinom oder Leukämie
verwendet.
Gemäß Beispiel E-1 wird eine pulverförmige Injektion herge
stellt mit dem Unterschied, daß 3×108 Einheiten alpha-HuIFN
aus Humanlymphoblastoidzellen in 200 ml Salzlösung zusam
men mit 5×105 Einheiten LK 2 gelöst werden.
Die Injektion wird günstigerweise allein oder als Steige
rungsmittel in Kombination mit einem Chemotherapeutikum,
wie Tegafur, Mitomycin C oder Vincristin-Sulfat zur Behand
lung von Brustkrebs, Lungenkarzinom, Leberkarzinom oder
Leukämie verwendet; ihre therapeutische Wirksamkeit ist
größer als die der Injektion des Beispiels E-1.
Ein gemäß Beispiel D-3 hergestelltes LK 2-Präparat wird
mit einer Mindestmenge an flüssigem Paraffin bis zur Homoge
nität verknetet. Das Gemisch wird in herkömmlicher Weise
mit weißer Vaseline zu einer Salbe mit einer LK 2-Aktivität
von 20 000 Einheiten/g versetzt.
Die Salbe wird günstigerweise allein oder als Steigerungsmit
tel in Kombination mit einem Chemotherapeutikum, wie Cyclo
phosphamid, Fluoruracil oder Vincristinsulfat, zur Behand
lung von Hautkarzinom, Brustkrebs oder Lymphom verwendet.
Ein Gemisch von 800 ml destilliertem Wasser, 5 ml beta-
Phenylethylalkohol und 20 000 000 Einheiten eines gemäß
Beispiel D-4 hergestellten LK 2-Präparats werden mit Natrium
chlorid und einer zusätzlichen Menge an destilliertem Wasser
zu 1000 ml isotoner Lösung vermischt.
Die Lösung wird günstigerweise allein oder als Steigerungs
mittel in Kombination mit einem Chemotherapeutikum, wie
Cytarabin oder Vincristinsulfat, zur Behandlung von Retina
blastom verwendet.
Überzogene enterale Tabletten werden in herkömmlicher Weise
hergestellt durch Tablettieren eines Gemisches aus Stärke,
Maltose und eines gemäß Beispiel D-7 hergestellten LK 2-
Präparats zu einem LK 2-Gehalt von 200 000 Einheiten/Tablet
te (100 mg) und anschließendes Überziehen der Tabletten
mit Methylcellulose-phthalatester.
Die Tabletten werden günstigerweise allein oder als Steige
rungsmittel in Kombination mit einem Chemotherapeutikum,
wie Doxorubicin, Fluoruracil oder Mitomycin C, zur Behand
lung von Kolonkarzinom oder Leberkarzinom verwendet.
Mäuse werden gemäß Beispiel A-2 immunisiert mit dem Unter
schied, daß ein hochreines LK 2-Präparat, das gemäß Beispiel
A-3 erhalten wurde, als Antigen verwendet wird. Die Milz
zellen der Tiere werden zusammen mit einer Mausmyelomalinie
(P3-NS-1/1-Ag4-1 von Dainippon Pharmaceutical Co., Ltd.,
Osaka, Japan) in einer Salzlösung supendiert, die 140 mM/l
NaCl, 54 mM/l KCl, 1 mM/l NaH2PO4 und 2 mM/l CaCl2 enthält.
Die Suspension hat eine Zelldichte von 104 Zellen/ml und
wird mit einer frischen Salzlösung der gleichen Zusammen
setzung, die jedoch vorher durch UV-Bestrahlung inaktivier
tes Sendai-Virus enthält, unter Eiskühlung versetzt; das
Gemisch wird 5 min stehengelassen, dann mit etwa der 20fachen
Menge 37°C warmem RPMI 1640-Medium verdünnt. Die
Hybridomazellen, die Anti-LK 2-Antikörper produzieren kön
nen, werden gemäß Beispiel A-2 geklont. Die geklonte Hybri
domazellen werden intraperitoneal in 7 d alte Hamster (etwa
10⁷ Zellen/Hamster), deren Immunreaktion in herkömmlicher
Weise geschwächt worden ist, transplantiert; der monoklonale
Antikörper wird aus den Tierkörpern gemäß Beispiel A-2
gewonnen.
Wie der monoklonale Antikörper des Beispiels A-2 neutrali
siert dieses Produkt auch immunologisch spezifisch die
zytotoxische Aktivität von LK 2.
Die Stabilität des monoklonalen Antikörpers in wässeriger
Lösung wird durch Bestimmung der Restneutralisationsaktivi
tät nach Inkubieren unter bestimmten Bedingungen gemessen:
Nach 30min. Inkubation bei pH 7,2 und verschiedenen Tempera
turen sind 80% und mehr der Aktivität bei 60°C noch erhal
ten, wogegen 90% oder mehr bei 70°C verlorengehen. Nach
16stünd. Inkubation bei 4°C und verschiedenen pH-Werten
ist die Aktivität in einem pH-Bereich von 2,0 bis 11,0
stabil.
Bei der Untersuchung verschiedener Eigenschaften des mono
klonalen Antikörpers wurde festgestellt, daß der monoklonale
Antikörper gegenüber 2-Mercaptoethanol beständig ist und
eine spezifische Antigen-Antikörperreaktion mit Antimaus-
Immunoglobulin-G-Antikörper aufweist. D. h., der monoklonale
Antikörper gehört in die Klasse der Immunoglobulin-G-Antikör
per.
Ein monoklonaler Anti-LK 2-Antikörper wird gemäß Beispiel
F-1 hergestellt mit dem Unterschied, daß als Mausmyeloma
linie SP2/0-Ag14
anstelle von P3-NS-1/1-Ag4-1 verwendet wird.
Die immunologisch spezifische Neutralisation der zytotoxi
schen Aktivität von LK 2 durch den monoklonalen Antikörper
entspricht der des Beispiels F-1. D. h., der monoklonale
Antikörper gehört ebenfalls in die Klasse der Immunoglobu
lin-G-Antikörper.
Claims (30)
1. Lymphokin (LK 2) mit den folgenden physikochemischen
Eigenschaften:
- 1) Molekulargewicht:
20 000 ± 2000 Dalton - 2) Isoelektrischer Punkt:
pI = 6,2 ± 0,3 - 3) Elektrophoretische Beweglichkeit:
auf Scheiben-Polyacrylamidgelelektrophorese (PAGE): Rf = 0,29 ± 0,02 - 4) UV-Absorptionsspektrum:
Absorptionsmaximum bei einer Wellenlänge von etwa 280 nm - 5) Löslichkeit in Lösungsmitteln:
unlöslich in Wasser, Salzlösung und Phosphatpuffer, kaum löslich oder unlöslich in Ethylether, Ethylacetat oder Chloroform - 6) Farbreaktion:
proteinpositiv gemäß Lowry- oder nach der Mikrobiuret- Methode,
saccharidpositiv mit Phenol-Schwefelsäure oder Anthron- Schwefelsäure - 7) Biologische Aktivität:
zytotoxisch bei L 929-Zellen,
zytostatisch bei KB-Zellen,
praktisch frei von Interferonaktivität - 8) Stabilität in wässeriger Lösung:
bis zu 60°C stabil bei 30min. Inkubation bei pH 7,2, stabil im pH-Bereich von 4,0 bis 11,0 bei 16stünd. Inkubation bei 4°C - 9) Stabilität bei Kryokonservierung:
stabil bei -10°C über einen Monat und länger und - 10) spezifische Aktivität:
106 Einheiten/mg Protein oder darüber.
2. Verfahren zur Herstellung von Lymphokin LK 2 gemäß Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
- - Vermehrung von LK 2-produzierenden Humanzellen,
- - Inberührungbringen der vermehrten Humanzellen mit einem LK 2-Induktor unter solchen Bedingungen, daß sich eine wesentliche Menge an LK 2 ansammelt und
- - Gewinnung des angesammelten LK 2.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeich
net durch die Vermehrung der LK 2-produzierenden Human
zellen in vitro.
4. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeich
net durch die Vermehrung der LK 2-produzierenden Human
zellen in vivo.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die LK 2-produzierenden
Humanzellen erhalten werden durch
- - Transplantatieren der Humanzellen in einen nichthumanen Warmblütler,
- - Füttern der Tiere, wobei die Humanzellen die Nährflüssig keit des Tierkörpers zu ihrer Vermehrung nutzen und
- - Extrahieren und Aufbrechen des im Tierkörper gebildeten Tumors.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4 , dadurch
gekennzeichnet, daß die LK 2-produzierenden
Humanzellen erhalten werden durch
- - Suspendieren der Humanzellen in einer Diffusionskammer, in der die Nährflüssigkeit des nichthumanen Warmblütlers den Humanzellen zugeführt wird,
- - Einbetten oder Aufbringen der Kammer in oder auf einen nichthumanen Warmblütler, so daß die Nährflüssigkeit des Tieres den Humanzellen in der Kammer zugeführt wird,
- - Füttern der Tiere, wobei die Humanzellen die Nährflüssig keit des Tierkörpers zu ihrer Vermehrung nutzen, und
- - Gewinnen der vermehrten Humanzellen aus der Kammer.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der nichthumane Warmblüt
ler Geflügel oder ein Säugetier ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem nichthumanen Warm
blütler die Immunreaktion geschwächt oder unterdrückt worden
ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Diffusionskammer mit
mindestens einem Membranfilter, Hohlfaser- oder Ultrafilter
mit einer nominellen Porengröße von 10-7 bis 10-5 m ausge
rüstet ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die LK 2-produzierenden
Humanzellen Humanleukozyten oder Humanlymphozyten sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die LK 2-produzierenden
Humanzellen Lymphoblastoidzellen sind.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die LK 2-produzierenden
Humanzellen aus der aus Namalwa (ATCC CRL 1432), BALL-1,
TALL-1, NALL-1, M-7002, B-7101, JBL, EBV-Sa, EBV-Wa, EBV-HO,
MOLT-3 (ATCC CRL 1552), CCRF-SB (ATCC CCL 120), CCRF-CEM
(ATCC CCL 119), BALM-2 und DND-41 bestehenden Gruppe
ausgewählt werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Humanzellen in vitro
mit dem LK 2-Induktor in Berührung gebracht werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Humanzellen in vivo
mit dem LK 2-Induktor in Berührung gebracht werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der LK 2-Induktor ein
alpha-Interferon- und/oder gamma-Interferon-Induktor ist.
16. Pharmazeutische Zusammensetzung mit einem Gehalt an
einer wirkungsvollen Menge an Lymphokin LK 2 gemäß Anspruch 1, in Kombination
mit pharmazeutisch verträglichen Trägerstoffen und/oder
Verdünnungsmitteln.
17. Tumorhemmende Zusammensetzung nach Anspruch 16.
18. Zusammensetzung nach Anspruch 16 oder 17 mit einem
LK 2-Gehalt von mindestens 5 Einheiten/g.
19. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 16 bis 18
in Form einer Injektion, eines Augenwassers, einer Salbe,
eines Zäpfchens oder Collunarium.
20. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 16 bis 19
mit einem zusätzlichen Gehalt an einem Chemotherapeutikum.
21. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 16 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß das Chemotherapeu
tikum aus der aus Alkylierungsmittel, metabolischem Antago
nisten, tumorhemmendem Antibiotikum, Alkaloid und deren
Gemischen bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
22. Für LK 2 gemäß Anspruch 1 spezifischer monoklonaler Antikörper.
23. Verfahren zur Herstellung des für LK 2 gemäß Anspruch 1 spezifischen
monoklonalen Antikörpers, gekennzeichnet
durch
- - Immunisierung eines nichthumanen Warmblütlers mit LK 2 als Antigen,
- - Gewinnung der Antikörper produzierenden Zellen aus dem Tierkörper,
- - Fusionierung der Antikörper produzierenden Zellen mit Myelomazellen,
- - Selektionierung eines Anti-LK 2-Antikörper produzierenden Klons aus den entstandenen Hybridomazellen,
- - Vermehrung des Klons und
- - Kultivierung der vermehrten Zellen zur Herstellung des für LK 2 spezifischen monoklonalen Antikörpers.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antikörper produzierenden Zellen
Milzzellen sind.
25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch ge
kennzeichnet, daß der nichthumane Warmblütler
eine Maus ist.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß gemäß einem der Ansprüche
2 bis 15 hergestelltes LK 2 verwendet wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fusionierung durchge
führt wird durch
- - Suspendieren der Antikörper produzierenden Zellen mit den Myelomazellen in einer Salzlösung, die eine wirkungs volle Menge eines Zellfusionierungsmittels enthält, und
- - Stehenlassen der entstandenen Zellsuspension.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch
gekennzeichnet, daß als Zellfusionsmittel
Sendai-Virus oder Polyethylenglykol verwendet wird.
29. Verfahren zur Reinigung von LK 2 gemäß Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch
- - Affinitätschromatographie einer LK 2 und Verunreinigungen enthaltenden Lösung an einer Säule mit immobilisierten Anti-LK 2-Antikörpern und
- - Gewinnung der entstandenen LK 2-aktiven Fraktion(en).
30. Verfahren nach Anspruch 29, gekennzeich
net durch die Verwendung des gemäß einem der Ansprüche
23 bis 28 hergestellten Anti-LK 2-Antikörpers.
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |