DE353565C - Vorrichtung zur Wiederholung der Signale auf Lokomotiven - Google Patents
Vorrichtung zur Wiederholung der Signale auf LokomotivenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Apparate, die zur Wiederholung der Signale auf den
Lokomotiven dienen sollen, durch Schienenkontakte, Hertzsche Wellen oder magnetische
Wirkung ausgelöst werden können und in Verbindung mit einem Chronotachymeter oder einem anderen Registrierapparat das
Aufzeichnen der überfahrenen Signale und die, Abgabe eines akustischen Signals beim
ίο Überfahren gestatten.
Die Erfindung betrifft einen Apparat dieser Art, bei welchem zwei Fallschieber zur Verwendung
kommen, die unabhängig voneinander sind und in der Sperrstellung durch Orgarte gehalten werden, die durch Elektromagnete
o. dgl. beeinflußt werden können, wobei die Schieber auf einen Arm einwirken,
welcher drehbar ist und den Schreibstift des Registrierapparats betätigt und eine solche
ao Form haben, daß das Auslösen des einen Schiebers, was beim Überfahren des Signals
in einer bestimmten Stellung eintritt, die Drehung des Armes in dem einen Sinne hervorruft,
und daß die gleichzeitige Auslösung beider Schieber, welche erfolgt, wenn das Überfahren des Signals in einer anderen Stellung
erfolgt, die Drehung des Armes in entgegengesetztem Sinne bewirkt.
Die Erfindung sieht ferner besondere An-Ordnungen der verschiedenen Teile des Apparats
vor und betrifft schließlich einen Strekkenapparat zum Aussenden elektrischer Wellen,
der sich dadurch kennzeichnet, daß der Erddraht des Senders mittels eines Leitungsdrahtes
mit der einen der beiden Schienen verbunden ist, auf welchen der Zug, welcher den zu beeinflussenden Apparat trägt, läuft,
so daß auf die Kohärer der Vorrichtung nicht nur die elektrischen Wellen, sondern
auch noch Leitungswellen einwirken, infolgedessen die Apparate auf Zügen, die auf den parallelen Gleisen laufen, nicht beeinflußt
werden.
Auf den Zeichnungen ist der Apparat gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt,
und zwar für die Auslösung durch elektrische Wellen.
Abb. ι ist eine Seitenansicht,
Abb. 2 ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i.
Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2.
Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 3. In
Abb. S sind die Auslösehebel herausgezeichnet.
Abb. 6 ist eine Seitenansicht der Fallschieber vor der Auslösung.
Abb. 7 ist eine Seitenansicht der Fallschieber nach der Auslösung eines der Schieber.
Abb. 8 ist eine Profilansicht entsprechend der Abb. 6. In den
Abb. 9 und 10 sind die Fallschieber in Ansicht herausgezeichnet. In den
Abb. 11 bis 14 sind die'Fallschieber in verschiedenen
Stellungen im Profil dargestellt.
Abb. 15 ist eine Drauf sieht auif den Apparat
für magnetische Auslösung.
Abb. 16 ist ein senkrechter Längsschnitt
nach der Linie 16-16 der Abb. 15.
Abb. 17 ist das Schaltungsschema für die Auslösung durch Schienenkontakt.
Abb. 18 ist das Schaltungsschema für die Auslösung durch elektrische Wellen.
Abb. 18 ist das Schaltungsschema für die Auslösung durch elektrische Wellen.
Abb. 19 ist das Schaltungsschema des Apparates für magnetische Ausschaltung.
Abb. 20 ist die entsprechende Ansicht für das Vorbeifahren am geschlossenen Signal.
Abb. 21 ist die entsprechende Ansicht für das Vorbeifahren am offenen Signal,
Abb. 22 das Schaltungsschema des Apparates für Wiederholung der Signale mit Auslösung
durch elektrische Wellen, kombiniert mit dem Apparate, der durch Magnetismus ausgelöst wird. Die
Abb. 23, 24, 25 zeigen schematisch die Wirkungsweise der in Abb. 22 dargestellten
ao Vorrichtung.
Abb. 26 ist das Schema für die Druckluftleitungen.
Im unteren Teile eines rechteckigen Gehäuses A1 welches zur Seite des Flamanschen
a5 Chronotachymeters beispielsweise angebracht werden soll, sind zwei Hebel B und B1
drehbar befestigt, an denen Nocken b und b1
von passender Form befestigt sind. Diese Hebel B und B1 werden in der in vollen Linien
ausgezogen gezeichneten Stellung gehalten durch den Eingriff eines Sperrstiftes a
in einer Sperrklinke c des Hakens C, der am Gehäuse .4 drehbar befestigt ist. Die Sperrstiften
befinden sich an den freien Enden der Hebel B und B1. Diese Sperrklinken C
werden durch Spindeln C1 angehoben, die den Tauchkern eines Elektromagneten C2 bilden,
dessen Schaltung weiter unten beschrieben werden wird. Eine Blattfeder c1 bewirkt die
Drehung der genannten Hebel, wobei für jeden Hebel B und B1 eine Blattfeder vorgesehen ist.
In der ersten dieser Stellungen halten die Nocken ·& und b1 der Hebel B und J51 zwei
Fallschieber D und D1 angehoben, die dauernd
bestrebt sind, sich abwärts zu bewegen, und zwar unter der Einwirkung von Federn d
und d1, die sich einerseits gegen das Gehäuse A1 andererseits gegen die Fallschieber D
bzw. D1 stützen. Diese Fallschieber D und D1 ruhen auf den kurzen, schräg abgeflachten,
runden Nocken b und V- derart, daß ihre Wirkung sich mit der j enigen der Federn cx
vereinigt, um die Hebel B und B1 sich drehen
zu lassen.
Der Hebel B und der Fallschieber D, welcher
beim Überfahren des geschlossenen Signals in Tätigkeit tritt, besitzen einerseits
einen Stift b2, andererseits einen Anschlag d2,
derart, daß der Hebel B sich allein auslösen kann, während der Hebel B1 dies nur in dem
Falle tun kann, daß der Hebel B bereits ausgelöst ist, und daß die Rückführung des He^
bels B durch. Anheben des Fallschiebers D
für das geschlossene Signal notwendig diejenige des Hebels B1 bewirken muß. DieSchieber
D des geschlossenen Signals und Z)1 des offenen Signals nehmen im Augenblicke ihres
Niederfallens, der erstere mittels einer Vorrichtung, die weiter unten beschrieben werden
wird, den Arm E eines Hahnes E1 mit, der die Luftspeiseleitung E2 des akustischen
Signals E3 für das geschlossene Signal öffnet, j der zweite durch einen Mitnehmer f den
j Arm F eines Hahnes F1, der die Luftspeiseleitung
des Zylinders G öffnet. Ein Paßstück F1 verbindet die beiden Hähne E1
und F1. Die Basis des Hahnes F1 ist durch ein Paßstück F2 verbunden mit dem Zylinder
G, dessen mit einer Spindel g versehener Kolben die selbsttätige Wiedereinschaltung
der Fallschieber D des geschlossenen Signals und D1 des offenen Signals bewirkt (Abb. 26).
Die Leitung E2 ist abgezweigt von einer Leitung e, welche von einem nicht dargestellten
Druckluftbehälter kommt. Von dieser Lei- tang-e gehen zwei Zweigleitungen e1 und e2
aus. Die Leitung e1 enthält einen Hahn es
und dient zur Speisung des Überwachungszylinders, während die andere, e2, mit.einem
Hahne <?4 versehen ist und dazu dient, den
Wiedereinschaltungszylinder zu speisen, wenn die Fallklappe des geschlossenen Signals
allein ausgelöst worden ist.
Die Einrichtung, welche dazu bestimmt ist, den Arm E des Hahnes E1 in Tätigkeit zu
setzen, besteht aus einem Teile H, welcher auf dem Fallschieber D des geschlossenen
Signals um eine Achse h drehbar ist und eine passend geformte Nut h1 trägt, in welche ein
Stift h2 eingreift, der mit dem Fallschieber D1
des offenen Signals fest verbunden ist, derart, daß durch die Auslösung des Fallschiebers D
allein der Teil H in der Bewegung mitgenommen wird und entsprechend der Form der
Nut h1 um seine Achse schwingt.' Indem er
dann eine ruckweise Bewegung macht, berührt er mit seinem Schnabel den Arm E des
Hahnes E1 und öffnet ihn dadurch. Wenn dagegen die Fallschieber D des geschlossenen
Signals und D1 des offenen Signals gleichzeitig fallen, so ändert sich die gegenseitige
Stellung der Achse h und des Stiftes h2 nicht, der Teil H dreht sich nicht .und läßt den
Hahn E1 geschlossen, während der Hahn F1 durch die Wirkung des Stiftes f geöffnet ist.
Ein an dem Fall schieber D des geschlossenen Signals vorgesehener Anschlag ds bewirkt
den verzögerten Schluß des Hahnes E1 im Augenblick der Wiedereinschaltung.
Um auf dem Schreibbande des Chronotachymeters die Bewegung eines der Fallschieber
oder beider aufzuzeichnen, entspre-
chend dem Vorübergange des geschlossenen oder des offenen Signals, bewirken die FaIlschieber
durch Vermittlung eines schwingenden Armes /, der an seinem Ende mit einer • 5 Rolle 2 \*ersehen ist und fest verbunden ist
mit einer Hülse I1, die sich auf einer am Gehäuse A befestigten Achse i1 dreht, die Bewegung
eines geeigneten Schreibstiftes. Dieser ■ Schreibstift ist im Innern des Chronotachy-ίο
metergehäuses gegenüber dem Papierbande angeordnet, auf welchem die Aufzeichnung
gemacht wird. Um auf dem Schreiber die Aufzeichnung erkennen zu können, welche der einen oder der anderen Stellung des überfahren
en Signals entspricht, schwingt der Arm/ nach beiden"Richtungen aus seiner
Mittelstellung heraus, wobei er einen Knick entweder über oder unter der geraden Linie
erzeugt, die er auf dem Schreibbande zieht. ao Um aber die Höhe der Knicke begrenzen zu
können, endigt das schräge Loch des Schreibstiftträgers in zwei horizontale Flächen,
welche den überschüssigen Ausschlag des Armes / aufnehmen.
Zu diesem Zwecke trägt der Fallschieber D des geschlossenen Signals auf seiner Rückseite
eine Kerbe / und der Schieber D1 des offenen Signals eine Schräge P mit
einem Ausschnitt /. Beim Auslösen und infolgedessen beim Niederfallen des Fallschiebers
des geschlossenen Signals gelangt die Kerbe/ in die Stellung gegenüber dem bogenförmigen
Ausschnitte j. Die Rolle i fällt in die Kerbe / und der schwingende Arm legt
sich nach vorn. Er bewirkt mittels des Schreibstiftes die Aufzeichnung eines Knikkes
im Diagramm des Registrierapparates. Wenn dagegen die Fallschieber D des geschlossenen
Signals und D1 des offenen Signals gleichzeitig fallen, so steigt die
Rolle i auf die rampenartige Fläche Z1, wodurch der schwingende Arm in die entgegengesetzte
Lage geworfen wird. Hierdurch entsteht auf dem Schreibbande ein entgegengesetzt gerichteter Knick in der Kurve.
Die Aufzeichnung der Überwachung wird erzielt durch die Spindel k eines Kolbens K,
dessen Zylinder K1 mit dem Gehäuse A des Apparates fest verbunden ist. Diese Spindel
k, die zwischen dem Fallschieber D des
geschlossenen Signals und dem Schieber D1 des offenen Signals hindurchgeht, ist halb so
dick wie die Höhe der Rampe J1 des Fallschiebers des offenen Signals D1. Sobald
Druckluft in den Zylinder K1 eingeführt wird, springt diese Spindel in den. bogenförmigen
Ausschnitt / und bewirkt den Ausschlag des schwingenden Armes /. Die Aufzeichnung
der Überwachung wird also durch einen Knick bezeichnet, der ebenso gerichtet ist, wie derjenige, welcher der Verschiebung
des Fallschiebers des offenen Signals eut- ' spricht, aber er ist von geringerer Höhe.
Ausführungsform, bei der die
Auslösung durch elektrische
Wellen geschieht. Parallel zueinander
sind zwei Radiokonduktoren L und L1 von verschiedenem Widerstände geschaltet
und jeder mit einer anderen Antenne L2, IJ verbunden, die an der Seite der
Lokomotive angebracht sind. Diese Radiokonduktoren sind mit den Elektromagneten C2
in Serie geschaltet (Abb. 18). In ihrem Stromkreise liegen außerdem die Erregerbatterie
I und ein Kommutator M. Dieser Kommutator hat zwei Lamellen m und m1,
die mit den Spulen C" verbunden sind. Die Lamellen verschieben sich auf zwei Kontaktplatten
m2 und m3 von passender Form. Die
Kontaktplatten sind in einer am Gehäuse^ befestigten isolierenden Platte M2 eingelassen.
In der Einschaltstellung ruht die Lamelle m auf der Kontaktplatte mz und die Lamelle
ni1 auf der Kontaktplattem3. Im Augenblicke
der Auslösung des Fallschiebers D des geschlossenen Signals verläßt die Lamelle m1
die Kontaktplattema, während die Lamelle«
auf der Kontaktplatte m2 gleitet. Wenn dagegen beide Fallschieber D und D1 gleichzeitig
ausgelöst werden, verlassen beide Lamellen m wnd m1 gleichzeitig ihre Kontaktplatten
m2 und wi3.
Nach der Einwirkung der elektrischen Wellen werden die Radiokonduktoren L
und L1 durch einen Hammer L2 entfrittet, der
bei η am Gehäuse A gelenkig befestigt ist.
Der Hammer wird bei jeder Auslösung der Fallschieber und nach Unterbrechung des Stromkreises durch den Kommutator mit
Hilfe eines an dem Fallschieber D angebrachten Vorsprunges n1 in Bewegung gesetzt. Die
Radiokonduktoren bestehen jeder aus einem Röhrchen, in welchem eine dünne Schicht
Aluminiumfeilspäne angeordnet ist, die durch plüschartige Stoffscheibchen (z. B. Velours)
an ihrem Platze gehalten wird.
Um die Beeinflussung durch Wellen, die für einen gewissen Zug bestimmt sind, auf
die Antennen des Apparates eines anderen auf einem benachbarten Wege fahrenden Zuges
zu verhindern, verbindet man die Erdleitung des Senders mit einer der beiden-Schienen,
auf welchen der den Apparat tragende Zug kommen wird, zweckmäßig mit
der isolierten Schiene, mittels eines Drahtes, des sogenannten Leitungsdrahtes. Auf diese
Weise wird der in Frage kommende Apparat allein beeinflußt, die Apparate der Züge, die
auf benachbarten Wegen fahren, werden es dagegen nicht.
Die Auslösung des Fallschiebers D allein oder die gleichzeitige Auslösung der Fall-
schieber D und D1 wird dadurch erzielt, daß
man einen Widerstand N einschaltet in den Zuführungsdraht zum Sender, der, auch Gegengewicht
genannt wird, nachdem man diesen· auf eine bestimmte Länge verlängert hat
bzw. indem man diesen Widerstand Λτ ausschaltet
(Abb. 18).' Dies wird erzielt durch die Drehung eines Schalthebels, der durch
das Signal in Tätigkeit gesetzt wird, dessen ίο Wiederholung man haben will.
Auslösung durch Schienenkontakt.
Im Falle der Auslösung durch eine auf der Strecke angebrachte Kontaktschiene n2 und eine Bürste ns an der Maschine
ist das Schaltungsschema so wie in Abb. ϋγ dargestellt. Der Umschalter
N1, der auf der Strecke angebracht ist und durch das Signal in Tätigkeit
gesetzt wird, hat dann die Aufgabe, entweder alle Elemente einer Batterie JV2 oder
die Hälfte davon einzuschalten. Auf der Maschine sind Spulen C2 miteinander und mit
der Bürste n3 verbunden. Diese Spulen C2 haben sehr verschiedenen Widerstand, beispielsweise
hat die eine einen Widerstand von 32 Ohm, die andere einen Widerstand von 6 Ohm. In ihre Zweigleitung ist ein Zusatzwiderstand
Af3 von 28 Ohm eingeschaltet.
Auslösung durch magnetische
Wir k u η g. Im Falle der Auslösung durch magnetische Induktion zweier Magnete oder
Elektromagnete aufeinander besteht der auf der Strecke angebrachte Apparat aus einem
sehr starken permanenten Magneten, der auf Zapfen gelagert ist und gleichzeitig mit dem
Signal in Tätigkeit gesetzt wird, derart, daß dieser Magnet eine halbe Umdrehung ausführt,
aber nur bei der öffnung dieses Signals. (Man kann mehrere Magneten hintereinander
schalten.) Dieser Magnet wirkt auf den Apparat der Maschine, wie er in den Abb. 15 und 16 dargestellt ist. (Vgl. das
Schaltungsschema Abb. 17.)
Der Apparat der Maschine besteht aus einem Anker O, der um eine Achse 0 beweglich
ist, welche in der Ebene der Kraftlinien eines sehr schwachen permanenten Magneten
O1 liegt. Dieser Anker wird in seiner Stellung gehalten durch die Kraftlinien dieses
Magneten und eines dem ersteren gegenüberliegenden polarisierten Magneten O2. Der Abstand
zwischen diesen Magneten ist veränderlich, um die Stärke der Kraft regeln zu können,
mit der der Anker in seiner Lage gehalten wird. Er trägt zwei Kontakte o1 und o2,
die nacheinander entweder das KontaktplättchenP oder die Kontaktplatte P1 berühren
können. Jeder dieser Kontakte ist verbunden mit einer der beiden Spulen für die Auslösung
der Fallschieber (Abb. 19).
Der Kommutator M ist ersetzt durch einen Kommutator Q, welcher drei Schalthebel, Q1,
Q2 und Q3 trägt. Der Schalthebel Q2 ist zweiarmig.
Den drei Schalthebeln entsprechen drei Kontaktplatten q1, q2 und q3. In der
Ruhestellung des Schalters Q liegen die En-.den der Schalthebel Q1, Q2 und Q3 auf der
mittleren Kontaktplatte q2. Wenn der Schalter nach rechts umgelegt wird, verläßt der
Kontakthebel' Qs die Kontaktplatte q2, der
Hebel Q2 hat einen seiner beiden Arme auf der Kontaktplatte q2, den anderen auf qs,
während der Hebel Q1 dauernd auf der Platte q2 ruht (Abb. 20). Wird der Umschalter
nach links umgelegt, so verläßt der Hebei Q1 die Kontaktplatte q2, der Hebel Q2 hat
einen Arm auf der Platte q1, den anderen auf q2, und der Hebel O3 verläßt die Platte qs
(Abb 21). ■
Das Schaltungsschema ist in Abb. 19 dargestellt. Wenn der durch die sehr schwachen
Kraftlinien seines Magneten in der Normallage gehaltene Anker O in passender Entfernung
beim Vorbeifahren der Lokomotive die überwältigend stärkeren Kraftlinien des Streckenmagneten kreuzt, so wird er aus der
; Ebene der erstgenannten Kraftlinien in 'die j Ebene der letzteren abgelenkt werden. Er
schwingt entsprechend und wird dann durch einen der beiden Pole des polarisierten Elektromagneten
angezogen, an welchem er festgehalten wird, bis der Apparat wieder eingegeschaltet
ist, indem der Kontakt auf einem der beiden Kontaktplättchen hergestellt und
der elektrische Stromkreis einer der beiden Spulen des Apparates, in welchem der entsprechende
Fallschieber ausgelöst wird, geschlossen wird.
Wenn die Pole des Streckenmagneten je nach der Stellung des Signals vertauscht sind,
so schwingt der Anker im entgegengesetzten Sinne und schließt den Stromkreis der zweiten
Spule.
Wegen der verschiedenen Stellungen der Kontaktbürsten des Kommutators Q, die
durch die Auslösung der Fallschieber bewirkt werden, fließt der Strom der Batterie durch
die mittlere Kontaktplatte q2 (Abb. 19), den
doppelten Kontakthebel Q2 und eine der Kontaktplatten q1 oder qs in die passend gewickelten,
auf die Pole des polarisierten Elektromagneten O2 gesetzten Spulen, derart, daß
diese Pole neutralisiert werden und das Plättchen O im Kraftfelde seines Magneten in das
Gleichgewicht kommt.
Man erhält also auf diese Weise je nach der Stellung des Streckenmagneten die Wiederholung
des offenen oder des geschlossenen Signals, welches selbst diese Stellung steuert.
Der hier beschriebene magnetische Apparat kann außerdem kombiniert sein mit dem '
S)rstem der Auslösung durch elektrische WeI-
len, zu dem Zwecke, dem Lokomotivführer Zeichen geben zu können, auch wenn die eine
der beiden Einrichtungen versagt, und um zu gleicher Zeit die Zeichen kontrollieren zu
können, welche durch den Apparat zur Wiederholung der Signale gegeben werde-i.
Das Schaltungsschema des Apparates ist in Abb. 22 dargestellt. Der Anker O ist an Erde
gelegt, die Kontaktschraube P ist mit einem ίο Elektromagneten O2 über eine Spule für
optische Zeichen R verbunden, und das Kontaktschräubchen P1 über eine Spule R1 für
akustische Signale mit dem anderen Elektromagneten C-. Das eine Ende der Wicklung
des polarisierten Magneten O2 steht über einem Unterbrecher r in Verbindung· mit der
mittleren Kontaktplatte m" des Umschalters M, während das andere Ende der Wicklung
an einem Pole der Batterie Rz liegt. Der andere Pol dieser Batterie ist mit der mittleren
Kontaktplatte des Umschalters M verbunden.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Beim Vorbeifahren am offenen oder geschlossenen
Signal hat sich der Anker O unter der Einwirkung des magnetischen Kraftfeldes
des Streckenmagneten quergestellt (Abb. 23). Wenn der Wiederholungsapparat nicht ausgelöst worden ist, so liegen die beiden
Lamellen des Kollektors M auf der Kontaktplatte in2 und der Strom ist geschlossen
entweder über die Spule R oder über die andere Spule R1 des akustischen bzw. optischen
Signales, welches in Tätigkeit tritt. Wenn dagegen der Apparat ausgelöst wird, legt sich der Umschalter nach der einen oder
anderen Richtung um (Abb. 24 bzw. 25) und öffnet den Stromkreis der beiden Spulen
(Abb. 25) beim Vorbeifahren am offenen Sig! al. Nach dem Wiedereinschalten des Wiederholungsapparates
bringt man den Anker wieder in seine Mittellage, indem man den j Stromkreis des polarisierten Magneten O2
durch den Unterbrecher r schließt. In dem soeben beschriebenen Beispiel kann
der permanente Magnet Q1 ersetzt sein durch zwei Spiralfedern, die im entgegengesetzten
Sinne wirken und deren eines Ende an der Achse des Ankers befestigt ist, welches sich
so in der indifferenten Gleichgewichtslage befindet. Der durch das Signal gesteuerte permanente
Magnet kann ersetzt werden durch einen Elektromagneten, bei dem man die Umkehrung
der Pole durch Umkehrung der Stromrichtung erzielen würde.
Es leuchtet ohne weiteres ein, daß die Erfindung nicht beschränkt ist auf die beschriebenen
Ausführungsbeispiele. So kann man beispielsweise den Wiederholungsapparat mit
fio Saug·- oder Druckluft arbeiten lassen, man kann die Hähne durch Ventilklappen ersetzen,
die Anordnung gewisser Teile zueinander ändern usw. Man kann auch bei jeder dieser
Vorrichtungen die Batterien durch eine Dynamomaschine oder durch einen Magneten
ersetzen, der im Augenblick des Vorbeifahrens des Zuges in Tätigkeit gesetzt wird.
Claims (10)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zur Wiederholung· der Signale auf Lokomotiven, welche durch einen Schienenkontakt, elektrische Wellen oder Magnetismus ausgelöst werden und in Verbindung mit einem Chronotachymeter ο. dgl. die Aufzeichnung der überfahrenen Signale und die Abgabe eines akustischen Signals beim Überfahren gestattet, gekennzeichnet idiurch d'ie Anordnung von zwei Fallschiebern, die amabhängig· voneinander sind und in der Sperrstellung durch Organe gehalten werden, die durch! Elektromaignete o. dgl. beeinflußt werden können, wobei die Schieber auf -einem Arm einwirken, welcher drehbar ist 'und den Schreibstift des Registrierapparates einstellt -und1 eine solche Form haben, daß das! Auslösen des einen Schiebers, welches beim Überfahren des Signals in einer bestimmten Stellung eintritt, die Drehung !dies Armes in dem einen Sinne hervorruft, und daß die gleichzeitige Auslösung beider Schieber, welche erfolgt, wenn das Überfahren des Signals in einer anderen Stellung stattfindet, die Drehung des Armes in entgegengesetztem Sinne bewirkt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Hervorbringung zweier verschiedener akustischer Signale auf einem der Schieber ein Vorsprung- angeordnet ist, der bei der Aulslösung dieses Schiebers auf ein akustisches Signal einwirkt, wobei zwischen den beiden Fallschiebern ein Drehplättchen an dem anderen Schieber angeordnet ist, welches -einen Schlitz von- geeigneter Form besitzt, in den ein Stift hineinragt, der von dem ersten Schieber getragen wird, so daß durch die Auslösung des zweiten Schiebers allein das Drehplättchen eine Schwingung ausführt und das andere akustische Signal ertönen läßt, während durcb die gleichzeitige Auslösung beider Schieber das Drehplättchen ohne Wirkung auf das zweite Signal bleibt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung, die dem Lokomotivführer gestattet, einen Überwachungsvermerk vor dem Überfahren eines offenen iao oder geschlossenen Signals au£zuzeich!nen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen denbeiden Fallsöhiebern eine von einem Druckluftkolben beeinflußte Stange vorgesehen ist, wobei1 der Kolben auf der einen Seite von dem Führer nach Belieben unter Luftdruck gesetzt werden kann, während die Stange auf dem beweglichen drehbaren Arm einwirkt und die Verschiebung des Schreibstiftes bewirkt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei ein Schalter vorgesehen ist, der den Zweck hat, den oder die Elektromagneten im Stromkreis zu lassen, welche dem oder den Fallschiebern entsprechen, welche nicht ausgelöst worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß idter Schälter mit der Welle fest verbunden ist, welche den Arm trägt, der die Bewegung des Schreibstiftes hervorruft.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher eine Einrichtung zum Wiederanheben der Faltschieber nach ihrem Niederfallen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß diese Einrichtung von einem Kolben gebildet wirf, der sich unter Wirkung von Druckluft bewegt, deren ZustrÖmung durch das Niederfallen des einen der Faltschieber hervorgerufen wird.
- 6. Streckenapparat für dlie Aussendung· elektrischer Wellen, die zur Auslösung einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 dienen, dadurch gekennzeichnet, 'daß der Erddraht des Senders mittels eines Drahtes mit der einen der beiden Schienen verbunidten ist, auf denen der Zug, welcher den zu !beeinflussenden Apparat mit sich führt, läuft, so -daß auf die Kohärer der Vorrichtung nicht nur die elektrischen Wellen, sondern auch ein Strom einwirkt, so d'aß die Vorrichtungen auf Zügen, welche auf anderen parallelen Gleisen verkehren, nicht beeinflußt werfen.
- 7. Vorrichtung nach! Anspruch 1, die durch elektrische Wellen ausgelöst werden kann und1 zwei Kohärer von verschiedener Größe und verschiedenem Widerstand besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß d'ie Kohärer einzig in einem Primärstromkreis angeordnet sind und durch die Wellen' beeinflußt werden, die durch eine an der Strecke befindliche Sendestation ausgeschickt werfen, wobei man die Intensität dieser Wellen ändern kann, indem man in den zur Schiene führenden Draht des Senders einen geeigneten Widerstand einschaltet.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7,dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kohärer aus einer Metallröhre beisteht, die in ihrer Mitte mit einem isolierten und mit einer Aushöhlung versehenen Stopfen versehen ist, wobei im Innern der Höhlung eine dünne Schicht von Aluminiumfeilspänen zwischen zwei biegsamen und rauhen Scheiben aus Tuch, Velour 0. dgl. angeordnet ist, wodurch die Feilspäne in ihrer Lage gehalten werfen, ohne daß ein Druck auf sie ausgeübt wind.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, enthaltend zwei Elektromagnetspulen oder zwei Tauchspulen von verschiedenem Widerstand·, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis der Spule geringsten Widerstands ein Ergänzungswiderstancl eingeschaltet ist, und! d'aß diese Spulen dazu bestimmt sind, von einem Primärstrom durchflössen zu werden, zu dem Zweck, entweder das Auslösen eines Fallschiebers allein ader das gleichzeitige Auslösen, der beiden Fallschieber gemeinsam hervorzurufen, indem durch die Handhabung des Signals die Zahl der in dem Stromkreis eingeschalteten Elemente geändert wird.
- 10. Magnetischer Schalter für d'ie Einstellung der Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei ein Drehplättchen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, d'aß dieses Drehplättchen unter Wirkung einer Feder oder des magnetischen Feldes eines permanenten oder eines anderen Magneten im Gleichgewicht und! zwischen den. Polen eines polarisierten Magneten angeordnet ist, wobei das Plättchen aus seiner Gleichgewichtsstellung in dem einen oder anderen Sinne dlurch einen Magneten oder Elektromagneten bewegt wird, welcher stärker ist als derjenige, zwischen dessen Polen das Plättchen angeordnet ist, und welcher durch d'as Signal getragen und eingestellt wirf, so daß düe Komponente der Felder des genannten Magneten oder Elektromagneten und des Magneten der Platte (eine Komponente, deren Richtung durch die Stellung des Signals geändert wirf) in dem einen ader anderen Sinne das Plättchen ablenken kann, welches den Stromkreis der einen oder anderen Spule schließt, welche die Fallschieber auslöst, und wobei das Drehplättchen schließlich in seine Gleichgewichtsstellung infolge Durchgang eines Stromes durch die Spule des polarisierten Magneten zurückgebracht wirf1.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT353565D Expired DE353565C (de) | Vorrichtung zur Wiederholung der Signale auf Lokomotiven |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE353565C (de) |
-
0
- DE DENDAT353565D patent/DE353565C/de not_active Expired
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