DE353155C - Verfahren zur selbsttaetigen Regelung der Rostgeschwindigkeit fuer Wanderbzw. Kettenrostfeuerungen - Google Patents

Verfahren zur selbsttaetigen Regelung der Rostgeschwindigkeit fuer Wanderbzw. Kettenrostfeuerungen

Info

Publication number
DE353155C
DE353155C DE1920353155D DE353155DD DE353155C DE 353155 C DE353155 C DE 353155C DE 1920353155 D DE1920353155 D DE 1920353155D DE 353155D D DE353155D D DE 353155DD DE 353155 C DE353155 C DE 353155C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grate
speed
flows
automatic control
cooling water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920353155D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE353155C publication Critical patent/DE353155C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H11/00Travelling-grates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Verfahren zur selbsttätigen Regelung der Rostgeschwindigkeit für Wander-bzw. Kettenrostfeuerungen. Bei mechanischen Feuerungsanlagen (z. B. Ketten. und Wanderrostfeuerungen) hat der Heizer mit besonderer Aufmerksamkeit die Rostgeschwindigkeit bzw. die Brennstoffzufuhr, dem jeweiligen Abbrand entsprechend, zu regeln. Bei zu großer Geschwindigkeit fällt unverbrannter Brennstoff über das Rostende in den Schlackenraum; bei zu kleiner Geschwindigkeit tritt überschlüssige Luft durch die mehr oder weniger schon vor dem Rostende stank ztisammengeschrumpfte und abgekühlte Schlackenschicht hindurch. In beiden Fällen wird die Wirtschaftlichkeit der Feuerungsanlage offensichtlich herabgedrückt.
  • Um namentlich bei schwankender Belastung, beispielsweise eines Dampfkessels, die Regelung der Rostgeschwindigkeit vors der Aufmerksamkeit des Heizers unabhängig zu machen und selbsttätig durchzuführen, wird das nachfolgend beschriebene, bereits mit Erfolg erprobte Verfahren und Vorrichtung vorgeschlagen. -Nach der Erfindung wird die Temperatur des den Staner am hinteren Rostende durchfließenden Kühlwassers dazu benutzt, um die Geschwvindigkeit des Röstantriebes zu verändern, und zwar wird das Kühlwasser durch einen Ausdehnungskörper geleitet, der seinerseits wiederum den Regler des Antriebmotors betätigt.
  • Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung nach der Erfiindfung in Verbindung mit einem Wanderrost schematisch dargestellt. z isst ,die. Wanderrost, 2 und 3 die Führungsrolle an den Rostenden, .4 der Antriebsmotor und 5 ein Schneckentrieb zum Fortbewegen des Rostes. 6 ist ein Zuführungstrichter für die Kohle 7.
  • Am hinteren Rostende befindet sich der Stauer oder Abstreifer 8, dem durch eine Leitung Kühlwasser zugeführt wird, während durch eine zweite Leitung 1o das erwärmte Kühlwasser abfließt.
  • Ein Sammelgefäß I I mit einem durch einen Schwimmer I2 gesteuerten Ventil I3 und einem Auslauf I4 sorgt für ganz gleiche Wasserzufuhr. Indem nämlich der Schwimmer I2 den Wasserspiegel im Gefäß II auf bleicher Höhe hält, wird erreicht, daß aus der Düse rd stets die gleiche Wassermenge in den Trichter I5 und damit durch das Rohr 9 in den Abstreifer 8 fließt.
  • Die Kühlwasserableitung Io endet mit einer Rohrschlange I6 in einem Gefäß I7, das zweckmäßig mit Rüböl gefüllt wird. Auf das Gefäß I6 ist ein Ausdehnungskörper I8 gesetzt, der mit dem Gefäßinnern in Verbindung steht und eine Schale I9 mit Quecksilber trägt. Je nach der Höhenlage I9 tauchen mehr oder weniger Kontakte 2o in das Ouecksilber ein, so daß ein mehr oder weniger großer Teil des Widerstandes 2I kurzgeschlossen wird. Der Widerstand 2r liegt im Erregerkreis des Nebensohlußmotors 4. Es muß sich also bei steigender Temperatur, d. h. bei zu schnellem Rostgang, die Geschwindigkeit des Motors verringern, während sie bei fallender Temperatur, d. h. bei zu langsam Rostgang, wachsen wird.
  • Der Widerstand 2I kann auch durch Hebel oder andere mit dem Ausdehnungskörper 18 verbundene Übersetzungsgetriebe verändert werden. Ebenso kann man, um den Regelungsbereich zu erweitern, sowohl den Erreger- wie den Ankerstrom verändern.
  • Die beschriebene Vorrichtung arbeitet in folgender Weise: Die aus der Düse 14 abfließende Kühlwassermenge ist so groß gewählt, daß bei normalem Abbrand des Brennstoffes das aus Stauer 8 in das Rohr Io und die Schlange I6 abfließende Kühlwasser beispielsweise eine Temperatur von 5o° C besitzt. Der AusdehnungskÖrper I8 hat dann das Quecksilbergefäß so hoch gehoben, daß der Widerstand 2I etwa zur Hälfte kurzgeschlossen ist und der Motor 4 bei der entsprechenden Feldstärke eine dem normalen Abbrand angepaßte, mittlere Geschwindigkeit annimmt. Tritt nun eine Entlastung des Kessels ein, so verringert der Heizer die Zugstärke. Die Folge davon ist, daß der Brennstoff langsamer verbrennt und allmählich in noch brennendem Zustande den Stauer 8 überflutet. Die Tenperatur des Stauers und des Kühlwassers steigt infolgedessen. Der Inhalt des Gefäßea I7 erwärmt sich und hebt mit Hilfe les Ausdehnungskörpers r8 das Quecksilbergefäß I9. Hierdurch wird ein weiterer Teil des Widerstandes 2I kurzgeschlossen und die Motorgeschwindigkeit herabgesetzt. Die Erwärmung und das Fallen der Motorgeschwindigkeit dauern so lange an, bis letztere sich lem Abbrand auf den Rost angepaßt hat.
  • Tritt eine stärkere Belastung des Kessels ein, so wird die Zugstärke vergrößert, die Kohle brennt zu schnell fort und der Stauer 8 kühlt sich übermäßig ab, dann tritt der beschriebene Regelungsvorgang im unigekehrten Sinne ein.
  • Durch die beschriebene Vorrichtung gelingt es leicht, die Rostgeschwindigkeit der jeweils vorhandenen Zugstärke anzupassen, und zwar braucht sich der Heizer un die Rostgeschwindigkeit überhaupt nicht zu kümmern, er hat nur den Luftschieber zu bedienen und kann hierdurch die nötige Verbrenn,ungsstärke erzielen, ohne Kohle zu verschwenden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: r. Verfahren zur selbsttätigen Regelung der Rostgeschwindigkeit für Wander-bzw. Kettenrostfeuerungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des den Rost (I) antreibenden Motors (4) durch Veränderung einer Felidstärke oder seines Ankerstromes oder seiner Feldstärke und seines Ankerstromes unter dem Einfloß der Temperatur des dien Schlackenstauer (8) durchfließenden Kühlwassers geregelt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, diaß ein wasserdurchfloss-.ner hohler Baliken als Stauer dient und das abfließende Kühlwasser ein Ausdehnungsgefäß (i7, 18) durchströmt, welches einen im Motorstromkreis angeordneten Widerstand (2i) verändert.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gelsem-L7eichnet durch ein über dem Wasserzuführungsrohr (9) liegendes Sa-Lnanelgefäß (ii), in welchem die: Wasserhöhe durch ein Schwimmerventil (i3) gleichmäßig erhalten wird, so daß dem Starrer (8) stets die gleiche Flüssigkeitsmenge zufließt.
DE1920353155D 1920-05-13 1920-05-13 Verfahren zur selbsttaetigen Regelung der Rostgeschwindigkeit fuer Wanderbzw. Kettenrostfeuerungen Expired DE353155C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE353155T 1920-05-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE353155C true DE353155C (de) 1922-05-09

Family

ID=6280093

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920353155D Expired DE353155C (de) 1920-05-13 1920-05-13 Verfahren zur selbsttaetigen Regelung der Rostgeschwindigkeit fuer Wanderbzw. Kettenrostfeuerungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE353155C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE879276C (de) * 1939-04-18 1953-06-11 Ernst Dr-Ing Kruepe Beschickungsregler mit einem ueber dem Rostende angeordneten, vor der Feuerraumstrahlung geschuetzten Waermefuehler
DE879450C (de) * 1939-04-18 1953-06-11 Ernst Dr-Ing Kruepe Vorrichtung zur Steuerung des Antriebes mechanischer Feuerungen mittels eines Waermefuehlers

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE879276C (de) * 1939-04-18 1953-06-11 Ernst Dr-Ing Kruepe Beschickungsregler mit einem ueber dem Rostende angeordneten, vor der Feuerraumstrahlung geschuetzten Waermefuehler
DE879450C (de) * 1939-04-18 1953-06-11 Ernst Dr-Ing Kruepe Vorrichtung zur Steuerung des Antriebes mechanischer Feuerungen mittels eines Waermefuehlers

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE353155C (de) Verfahren zur selbsttaetigen Regelung der Rostgeschwindigkeit fuer Wanderbzw. Kettenrostfeuerungen
DE462379C (de) Vorrichtung zum Braten von Fischen o. dgl.
DE596823C (de) Vorrichtung zum Regeln einer Hochdruck-Roehren-Dampfkesselanlage mit Zwangsdurchlauf des Wassers
DE482180C (de) Nebenluftregler
CH96443A (de) Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Rostgeschwindigkeit von Wander- oder Kettenrostfeuerungen.
DE454396C (de) Regelung von Anlagen mit Brennkraftmaschinen und Dampfmaschinen
DE590277C (de) Kocher zum Verkochen von Fluessigkeiten
DE682042C (de) Warmwasserbereitungsanlage mit einem Speicherbehaelter fuer das erhitzte Brauchwasser
AT157415B (de) Einrichtung an Gasgeneratoren.
DE634559C (de) Selbsttaetig arbeitende Regeleinrichtung fuer Kesselfeuerungsanlagen
DE501951C (de) Zugregler fuer eine Niederdruck-Dampfheizung
DE612438C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auswaschen von fluechtigen Bestandteilen aus Gasen
DE569373C (de) Wasserentnahmerohr am Kessel einer Heisswasser-Pumpenheizungsanlage
DE116582C (de)
DE557094C (de) Gasbeheizter Dampfkochtopf
DE405141C (de) Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten Schwelretorten
AT100505B (de) Vorrichtung zur Regelung des Flüssigkeitsstandes in Verdampfern.
AT141966B (de) Selbsttätiger Geschwindigkeitsregler für die Brennstoffzufuhr bei Zentralheizungskesseln.
DE462845C (de) Dampfkesselanlage mit Speicherbehaelter fuer heisses Speisewasser
DE289636C (de)
DE653779C (de) Kuehlturm
DE418993C (de) Vorrichtung zur Regelung des Fluessigkeitsstandes in Verdampfern
DE272985C (de)
DE513611C (de) Einrichtung zur Abfuehrung des Durchfallgutes bei Unterwindfeuerungen
AT134727B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Kesselspeisewasser.