DE3530243C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B5/00—Footwear for sporting purposes
- A43B5/04—Ski or like boots
- A43B5/0427—Ski or like boots characterised by type or construction details
- A43B5/0452—Adjustment of the forward inclination of the boot leg
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Description
Die Erfindung betrifft einen Skistiefel mit einer Vorder
fußfersenschale und einer aus einem Manschettenvorder
teil und einem Manschettenhinterteil bestehenden Knöchel
manschette, wobei der Manschettenvorderteil und der Man
schettenhinterteil um Querachsen im Fersenbereich, ggfs.
um eine gemeinsame Querachse, an der Vorderfußfersen
schale angelenkt sind und wobei zwischen der Vorder
fußfersenschale und dem Manschettenvorderteil eine den
Vorlagewiderstand für den Unterschenkel bestimmende elastisch
nachgiebige Abstützvorrichtung vorgesehen ist.
Aus der DE-PS 31 15 529 ist ein derartiger Skistiefel
bekannt, bei dem das Manschettenvorderteil einen Schlitz
aufweist, der von der einen Querachse über die Ristbeuge
zu der anderen Querachse verläuft. Dieser Schlitz wird in
Richtung auf die Fußspitze durch ein Biegeelement be
grenzt. In dem Schlitz sind zwei an der Manschette ange
formte Anschläge angeordnet. Geht der Skifahrer bei diesem
bekannten Skistiefel in Vorlage, so gelangt zunächst das
Biegeelement zur Anlage an der starren Vorderfußfersen
schale im Bereich der Ristbeuge. Geht der Skifahrer weiter
in Vorlage, kommen die Anschläge zur Anlage an das Biege
element und drücken dieses weiter auf den Ristbereich der
Vorderfußfersenschale. Hierdurch wird mit zunehmendem
Vorlagewinkel ein zunehmender Widerstand gegen die Vorlage
erzeugt. Nachteilig ist dabei, daß die Vorderfußfersen
schale im Ristbereich Abstützkräfte aufnehmen muß.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Skistiefel der ein
gangs genannten Art zu schaffen, bei dem der Ristbereich
frei von Abstützkräften bleibt.
Vorstehende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die ela
stische Abstützvorrichtung an der Vorderfußfersenschale
hinter dem Schwenklager des Manschettenvorderteils
angebracht ist. Durch die vorgeschlagene Lösung wird
erreicht, daß die Vorderfußfersenschale im Ristbereich
frei von Abstützkräften bleiben kann und trotzdem baulich
einfache aber vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung
stehen, die Abstützcharakteristik und Vorlagebegrenzung zu
modifizieren.
Um einen möglichst günstigen Angriffspunkt für die ela
stische Abstützvorrichtung und eine kurze Kraftfluß
führung zu erreichen, wird weiterhin vorgeschlagen, daß
die elastische Abstützvorrichtung tiefer liegt als das
Schwenklager. Die elastische Abstützvorrichtung kann dabei
durch eine Schraubendruckfeder oder ein gummielastisches
Element gebildet sein. Ebenso besteht die Möglichkeit, daß
die elastische Abstützvorrichtung durch ein zugelastisches
Element oder ein biegeelastisches Element gebildet ist.
Diese können so in oder an dem Stiefel angeordnet sein,
daß sie gegen eine andere Charakteristik aufweisende
Elemente bzw. Federn ausgetauscht werden können, um so
eine Anpassung an die individuellen Anforderungen hin
sichtlich Gelände, Tagesform, Können usw. des einzelnen
Skifahrers zu ermöglichen.
Ist das zugelastische Element einstückig mit dem Man
schettenvorderteil ausgebildet und ggf. durch Material
schwächung in seiner Elastizität einstellbar, so wird
hierdurch zum einen erreicht, daß die Montage des Ski
stiefels trotz der erfindungsgemäßen Vorderteile sehr einfach
ist. Zum anderen besteht die Möglichkeit, daß eine Anpas
sung an die individuellen Bedürfnisse des einzelnen
Skifahrers erfolgen kann.
Das Schwenklager kann durch verschiedene konstruktive
Maßnahmen gebildet sein. So besteht zum einen die Mög
lichkeit, daß das Schwenklager durch eine Stützkante an
der Vorderfußfersenschale und die damit zusammenwirkende
Unterkante des Manschettenvorderteils gebildet ist, wobei
eine dieser Kanten konvex ausgebildet ist. Die konvex
ausgebildete Kante ermöglicht dann eine wippenartige
Schwenkbewegung. Die Stützkante kann dabei an der Vorder
fußfersenschale angeformt oder als separates Teil, bei
spielsweise durch Schrauben, angebracht sein.
Durch die erfindungs
gemäße geometriebedingte Ausgestaltung dieses Schwenklagers kann ein
progressiver Vorlagewiderstand erreicht werden, auch
wenn die eigentliche Abstützvorrichtung eine im we
sentlichen lineare Charakteristik besitzt. Liegt
der Anlagebereich der Stützkante und der Unterkante nahe bei der Abstützvorrichtung,
so ist der Hebelarm, mit dem die Ab
stützvorrichtung den Manschettenvorderteil gegen
eine Vorlagebewegung stützt, gering und dementspre
chend gering ist das von der Abstützvorrichtung aufge
brachte, der Vorlagebewegung Widerstand leistende Stütz
moment. Liegt andererseits der Anlagebereich der Stützkante und der
Unterkante näher bei der vertikalen Längsmittelebene des
Skistiefels,
so wirkt die
Abstützvorrichtung mit einem großen Hebelarm auf das
Manschettenvorderteil ein und dementsprechend groß
ist das von der Abstützvorrichtung auf den Manschetten
vorderteil ausgeübte, der Vorlagebewegung sich wider
setzende Stützmoment.
Die Verlagerung des Anlagebereichs der das Schwenklager bildenden Kanten bei zunehmender Vor
lagebewegung des Unterschenkels ist nur eine Frage der
Geometrie der Stützkante bzw. der Unterkante und der Kinematik der Knö
chelmanschette. Diese Geometrie und diese Kinematik
können in weiten Grenzen variiert und aneinander ange
paßt werden, so daß es auf einfache Weise möglich ist,
die Charakteristik des Vorlagewiderstands in Abhängig
keit vom Vorlagewinkel zu beeinflussen.
Die Charakteristik kann im Zusammenhang mit diesem
Schwenklager zum Beispiel dadurch beeinflußt werden, daß
die Kante beispielsweise an der Vorderfußfersenschale
durch jeweils eine aus einer Vielzahl von unterschied
lichen mittels Schrauben an der Schale befestigbaren,
auswechselbaren Besatzplatten gebildet ist. Durch Aus
tauschen der einzelnen Platten können verschiedene Cha
rakteristiken erzielt werden. Es besteht aber auch die
Möglichkeit, daß mindestens eine der beiden Kanten dieses
Schwenklagers verstellbar und feststellbar ausgebildet
ist. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß an
einer der Kanten ein Reiter angebracht ist, der längs
einer Kante oder eines Schlitzes des zugehörigen Teils,
d. h. des Manschettenvorderteils bzw. der Vorderfußfersen
schale verstellbar und festlegbar ist. Ebenso besteht die
Möglichkeit, daß die verstellbare Kante mit einem Ende an
dem zugehörigen Teil, d. h. dem Manschettenvorderteil bzw.
der Vorderfußfersenschale, festgelegt und an ihrem anderen
Ende um das erste Ende verschwenkbar ist. Das andere Ende
kann dabei durch einen Exzenter verstellbar sein.
Zum anderen besteht die Möglichkeit, daß das Schwenklager
dadurch gebildet ist, daß das Manschettenvorderteil mit
der Vorderfußfersenschale in einer Querachse verbunden
ist.
In beiden Fällen dienen zur Begrenzung der Vorlagebewegung des Skifahrers
die Stützkante an der
Vorderfußfersenschale und die damit zusammenwirkende
Unterkante des Manschettenvorderteils.
Dabei besteht auch hier die Möglichkeit, daß die Stütz
kante an der Vorderfußfersenschale entweder an diese
angeformt oder durch eine separate Besatzplatte gebildet
ist. Im ersten Fall kann die Stützkante mit der Stützkante
für das Schwenklager identisch sein, wodurch für ver
schieden ausgebildete Skistiefel die gleiche
Vorderfußfersenschale verwendet werden kann. Im anderen
Fall besteht der Vorteil, daß diese Platte auswechselbar
ist und den individuellen Ansprüchen des einzelnen Ski
fahrers angepaßt werden kann.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß mindestens eine der
zusammenwirkenden Kanten im Anlagebereich verstellbar und
feststellbar ausgebildet ist. Dies hat wiederum den
Vorteil, daß eine Anpassung des erfindungsgemäßen Ski
stiefels an die individuellen Anforderungen des einzelnen
Skifahrers erfolgen kann. Die Verstellbarkeit kann durch
verschiedene Maßnahmen erreicht werden. So können bei
spielsweise die gleichen Maßnahmen vorgesehen werden, wie
bei dem durch die Stützkanten an der Vorderfußfersenschale
und an dem Manschettenvorderteil gebildeten Schwenklager.
Hierdurch lassen sich ebenfalls gleiche Bauteile für
verschieden ausgebildete Skistiefel verwenden. Insbeson
dere besteht die Möglichkeit, daß die verstellbare Stütz
kante an einem Reiter angebracht ist, welcher längs einer
Kante oder eines Schlitzes des zugehörigen Teils, d. h. des
Manschettenvorderteils bzw. der Vorderfußfersenschale
verstellbar und festlegbar ist. Ebenso besteht die Mög
lichkeit, daß die verstellbare Kante mit einem Ende an dem
zugehörigen Teil, d. h. dem Manschettenvorderteil bzw. der
Vorderfußfersenschale, festgelegt und an ihrem anderen
Ende um das erste Ende verschwenkbar ist. Das andere Ende
kann dabei durch einen Exzenter verstellbar sein.
Ferner besteht die Möglichkeit, daß mindestens eine der
zusammenwirkenden Kanten im Anlagebereich von einem
elastischen Element gebildet ist, welches ggf. von einer
Kammer aufgenommen ist. Die Kammer kann dabei einstückig
mit dem entsprechenden Teil verbunden sein oder aber durch
separate Befestigungsmittel an diesem Teil angebracht
sein. Durch das elastische Element besteht die Möglich
keit, zusätzlich die Vorlagecharakteristik des Stiefels
den individuellen Anforderungen anzupassen.
Es versteht sich, daß eine erfindungsgemäße Abstützvor
richtung auf beiden Seiten der vertikalen Längsmittel
ebene des Skistiefels angebracht werden kann und vor
zugsweise angebracht ist.
Die Figuren und ihre Beschreibung erläutern die Erfindung an
hand von Ausführungsbeispielen. Es stellt dar:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Skistiefels;
Fig. 1a ein Funktionsschema zur Ausführungsform nach
Fig. 1;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform;
Fig. 2a und 2b Besatzplatten als Austausch für die
in Fig. 2 dargestellte Besatzplatte;
Fig. 3-6 Seitenansichten weiterer Ausführungsformen.
In der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist eine Vorderfuß
fersenschale mit 10 bezeichnet. An dieser Vorderfuß
fersenschale ist eine Knöchelmanschette angebracht,
die als ganzes mit 12 bezeichnet ist und aus einem
Manschettenvorderteil 14 und einem Manschettenhinter
teil 16 besteht. Das Manschettenhinterteil 16 ist so
weit zurückklappbar, daß ein Einstieg von hinten mög
lich ist. Innerhalb der Vorderfußfersenschale 10 und
der Knöchelmanschette 12 ist ein Innenschuh 18 aufge
nommen, ggfs. mit Luftpolsterung vermittels einer Pump
einrichtung 20.
Das Manschettenvorderteil 14 ist an einer horizontalen
Querachse 22 schwenkbar und verschieblich angeordnet und kann in Richtung auf den Ristbeuge
bereich 28 verstellbar angeordnet sein (nicht gezeigt). An der Rückseite des Man
schettenhinterteils 16 ist eine Spannvorrichtung 26
angebracht, welche zum einen der Einengung der Knöchel
manschette 12 an ihrem oberen Ende und zum anderen
dem Spannen des Manschettenvorderteils 14 in Richtung auf
die Ferse dient. Durch das Spannen des Manschet
tenvorderteils 14 in diese Richtung wird ein Druck
auf den Ristbeugebereich 28 der Vorderfußfersenschale
10 ausgeübt und dadurch die Vorderfußfersenschale in
dem druckweichen Ristbeugebereich 28 zusammengedrückt
in Anpassung an die individuelle Risthöhe des Ski
fahrers. Selbstverständlich ist es auch möglich, von
der Spannvorrichtung 26 aus über das Seil 26 a auf
eine Risthaltevorrichtung einzuwirken, die innerhalb
der Vorderfußfersenschale 10 im Ristbeugebereich 28
unterzubringen ist und nicht dargestellt ist. Die
Einengungswirkung der Spannvorrichtung 26 auf die
Knöchelmanschette 12 kann durch eine Schraube 30
variiert werden.
Die etwa längs der Ristlinie verlaufende Unterkante 32
des Manschettenvorderteils steht einer Stufe bzw. Stützkante 34 an der
Vorderfußfersenschale 10 gegenüber; die Kante 32 und
die Stufe 34 bilden ein Schwenklager für eine Vorlagebewegung des Skifahrers.
Die Unterkante 32 verläuft im Beispielsfall im
wesentlichen geradlinig, während die Stufe 34 gekrümmt
ist und ihre konvexe Seite der Unterkante 32 darbietet.
Die beiden Kanten
32 und 34 sind vom Material her jede für
sich starr, wobei die Stützkante 32 bei Vor
lagebewegung dadurch ausweichen kann, daß das ganze
Manschettenvorderteil 14 an der Querachse 22 in
Richtung des Pfeils 23 gegen die Wirkung einer elastischen Abstützvorrichtung ausweichen kann, die durch eine
Schraubendruckfeder 25 oder
ein nicht eingezeichnetes gummielastisches Ele
ment gebildet sein kann.
In Fig. 1 ist der Skistiefel in einer Ruhestellung
dargestellt. Wenn der Skifahrer in Vorlage geht, so
tritt die Unterkante 32 an die Stufe 34 heran und
zwar zunächst an der Stelle 1 (vgl. Fig. 1a). An dieser Stelle 1 ist
das Stützmoment um die Querachse 22 durch die Feder
konstante c 1 und den Hebelarm 1 1 bestimmt. Die Feder
konstante c 1 kann am Orte 1 ein Minimum aufweisen, je nach Auslegung der Feder 25, d. h. je nachdem, ob die Feder 25 linear oder
progressiv ausgelegt ist.
Mit
zunehmender Vorlage
schreitet die Anlage der Unterkante 32 in
Richtung auf den Anlagepunkt 2 und schließlich auf
den Anlagepunkt 3 fort. Im Bereich des Anlagepunkts 3 kann
die Federkonstante c 3 je nach Auslegung der Feder 25 wesentlich größer, oder aber gleich zu der Konstanten c 1 sein.
Außerdem wirkt die Federkonstante nun
mehr mit einem größeren Hebelarm 1 3, so daß das auf
die Knöchelmanschette 12 wirkende, der Vorlagebewe
gung sich widersetzende Stützmoment nunmehr wesent
lich größer geworden ist. Die Progression der Zunahme
des Stützmoments hängt von der Auslegung
der Feder 25 und der Geometrie der Stufe 34 und der Unterkante
32 ab.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Manschetten
vorderteil 114 um eine erste horizontale Querachse 122 a
schwenkbar an der Vorderfußfersenschale 110 angelenkt.
das Manschettenhinterteil 116 ist auf der Fersenseite
der Querachse 122 a im Abstand davon um eine Querachse
122 b schwenkbar angelenkt. Das aus mehr oder weniger
elastischem Material bestehende Manschettenvorderteil
114 trägt Lappen 152, die sich im wesentlichen längs
der Ristlinie erstrecken und teilweise die Abstützkante
132 bilden. Die Lappen 152 erlauben die Vergrößerung
des Stützhebelarms mit zunehmender Vorlage. Auf der Fer
senseite der Querachse 122 a ist das Manschettenvorder
teil 114 über die elastische Abstützvorrichtung bildende, zugelastische Elemente 154 und eine
Stützachse 122 b angehängt. Im darge
stellten Ausführungsbeispiel sind die zugelastischen
Elemente 154 als einstückig an dem Manschettenvorder
teil 114 angeformte Lappen ausgebildet, die zur Er
höhung der Dehnbarkeit mit mehreren Schlitzen 156
versehen sind. Die Schlitze 156 können bei ausreichend
dehnbarem Material entfallen. Anstelle der Schlitze
können auch Dehnungsfalten oder dergleichen vorgesehen
sein. Schließlich kann der das zugelastische Element
bildende Lappen auch aus einem anderen Material als das
Manschettenvorderteil 114 bestehen, beispielsweise in
Form eines Straps aus gummiartigem Material. Das zug
elastische Element 154 sorgt für eine Grundvorspannung
der Knöchelmanschette 112, die der Auslenkung in Vorlage
richtung entgegenwirkt.
Darüber hinaus ist die Stützkante
134 von der Kante einer Besatzplatte 133 ge
bildet, die auf der Vorderfußfersenschale 110
durch lösbare Schrauben 135 befestigt ist. Die Be
satzplatte 133 kann gegen Besatzplatten 133 a und
133 b gemäß den Fig. 2a und 2b ausgetauscht werden, die
unterschiedliche Vorlagebewegungen bewirken.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 unterscheidet sich
von derjenigen nach Fig. 2 lediglich durch die Ge
staltung ihres zugelastischen Elements. Das zugelastische
Element 254 ist als knieförmig von dem Manschettenvor
derteil 214 abknickender Lappen ausgebildet, der die von
dem Manschettenvorderteil 214 vorlageabhängig eingelei
teten Zugkräfte in elastisch aufgenommene Biegemomente
wandelt. Das Material des Manschettenvorderteils wird
hierdurch nicht auf Zug, sondern auf Biegung beansprucht.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 unterscheidet sich ferner
von derjenigen nach Fig. 2 dadurch, daß die Stützkante
234 an einem Reiter 238 angebracht ist, wel
cher auf der Vorderfußfersenschale 210 in Richtung
des Doppelpfeils 240 verstellbar und feststellbar ist.
Durch Verstellen des Reiters 238 und damit der Stützkante
234 kann der durch die Schwenkbewegung überstreichbare Winkel individuell verändert
werden.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich
von derjenigen nach Fig. 3 dadurch, daß die Stützkante
332 an einem Reiter 338 angebracht ist, wel
cher in Richtung des Doppelpfeils 340 verstellbar
ist. Der Reiter 338 übergreift dabei die Unterkante
des Manschettenvorderteils und die eine Kante eines
Schlitzes 336. Die Stützkante 332 wirkt mit der
hier wieder als Stufe gestalteten Stützkante 334
der Vorderfußfersenschale zusammen.
Die Ausführungsform der Fig. 5 unterscheidet sich
von derjenigen nach der Fig. 3 nur dadurch, daß
an der Vorderfußfersenschale 610 eine
einseitig offene Kassette 642 angebracht ist, welche einen
gummielastischen Körper 644 aufnimmt, so daß dieser
vollständig korsettiert ist bis auf die Stützkante
634, die mit der Stützkante 632 an dem Manschetten
vorderteil 614 zusammenwirkt. Man erkennt, daß
bei dieser Ausführungsform durch die Kompression
des gummielastischen Körpers 644 eine elastische
Begrenzung der Vorlage gewährleistet
wird.
Die Ausführungsform nach Fig. 6 unterscheidet sich
von derjenigen gemäß Fig. 3 dadurch, daß
die als Stufe ausgebildete Stützkante
734 nur in ihrem hinteren Bereich 734 b mit der Vorderfußfersenschale 710 in
tegral verbunden ist, während ihr vorderer Abschnitt 734 a durch ein Ex
zenter 746 verstellbar ist.
Die in den Zeichnungsfiguren 2-6 dargestellten und
erläuterten Maßnahmen zur Begrenzung des durch die
Schwenk- bzw. Vorlagebewegung überstreichbaren Winkels
können ebenso bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 zur
Einstellung des Widerstandsmomentes verwendet werden.
Claims (10)
1. Skistiefel mit einer Vorderfußfersenschale und einer
aus einem Manschettenvorderteil und einem
Manschettenhinterteil bestehenden Knöchelmanschette,
wobei der Manschettenvorderteil und der
Manschettenhinterteil um Querachsen im Fersenbereich,
ggf. eine gemeinsame Querachse, an der
Vorderfußfersenschale angelenkt sind und wobei
zwischen der Vorderfußfersenschale und dem
Manschettenvorderteil eine den Vorlagewiderstand für
den Unterschenkel bestimmende elastisch nachgiebige
Abstützvorrichtung vorgesehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die elastische Abstützvorrichtung
(25; 154; 254) an der Vorderfußfersenschale (10) hinter
dem Schwenklager (32, 34; 122 a) des
Manschettenvorderteils (14) angebracht ist.
2. Skistiefel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die elastische Abstützvorrichtung (25; 154; 254)
tiefer liegt als das Schwenklager (32, 34; 122 a).
3. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die elastische Abstützvorrichtung
durch eine Schraubendruckfeder (25) oder ein
gummielastisches Element gebildet ist.
4. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die elastische Abstützvorrichtung
durch ein zugelastisches Element (154) oder ein
biegeelastisches Element (254) gebildet ist.
5. Skistiefel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das zugelastische Element (154) einstückig mit
dem Manschettenvorderteil (114) ausgebildet und ggf.
durch Materialschwächungen (156) in seiner
Elastizität eingestellt ist.
6. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwenklager durch eine
Stützkante (34) an der Vorderfußfersenschale (10) und
die damit zusammenwirkende Unterkante (32) des
Manschettenvorderteils (14) gebildet ist, wobei eine
dieser Kanten (32, 34) konvex ausgebildet ist.
7. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwenklager dadurch gebildet
ist, daß das Manschettenvorderteil (114; 214) mit der
Vorderfußfersenschale (110; 210) in einer Querachse
(122 a) verbunden ist.
8. Skistiefel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorlagebewegung des Manschettenvorderteils
(114; 214) durch eine Stützkante (134; 234) an der
Vorderfußfersenschale (110; 210) und die damit
zusammenwirkende Unterkante (132; 232) des
Manschettenvorderteils (114; 214) begrenzbar ist.
9. Skistiefel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine der
zusammenwirkenden Kanten (232, 234; 332; 334) im
Anlagebereich verstellbar und feststellbar
ausgebildet ist.
10. Skistiefel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine der
zusammenwirkenden Kanten (632, 634) im Anlagebereich
von einem elastischen Element (644) gebildet ist,
welches ggf. von einer Kammer (642) aufgenommen ist.
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