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Schreibmaschine. In dem Hauptpatent 31a777 ist eine Schreibmaschine
angegeben, bei der das Bild feststehender Typenschablonen auf eine lichteiühfin
ddiche bewegte Schreibfläche übertragen Uii:l so ein Schriftstüok in @nitcr Buchdruckschrift
@herl;estellt wird. Die Aufgabe, 1i.# bei Verwendung feststehender Typenschablonen
bei einem photographischen Schreibverfahren zu lösen war, bestand darin, in jedem
Augenblick nur das Bild eines einzigen Buchstaben auf die lichtempfindliche Fläche
zu werfen und dies Bild gleichzeitig an der richtigen Stelle in den Zeilen des Schriftstückes
erscheinen zu lassen. Tin Hauptpatent ist zur Lösung dieser Aufgabe eine Einrichtung
angegeben, bei der jeder Buchstabe eine besondere Lichtduelle in Forin einer Funkenstrecke
°liiat, die irn richtigen Augenblick gezündet wird, und daß ein festes optisches
System die Bilder aller Schablonen auf eine Stelle der Schreibfläche wirft. Da die
Funkenstrecke der einzelnen Zeichen gemäß dem zu Übertragenden Text nacheinander
gezündet werden in Zwischenzeiten, die durch die Geschwindigkeit
der
gleichmäßig bewegten lichtempfindlichen Schreibfläche bestimmt werden, sind die
Forderungen einer fortschreitenden Niederschrift der einzelnen Buchstaben in richtiger
Reihenfolge erfüllt.
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Die vorliegende Erfindung gibt ein weiteres lflittel zur Lösung der
Aufgabe an, indem sie die Belichtung der feststehenden Typenschablonen durch Verwendung
einer einzigen Lichtquelle für sämtliche Schablonen vereinfacht. Diese Lichtquelle
kann entweder augenblicksweise gezündet werden, wie die einzelnen Lichtquellen nach
dem Hauptpatent, oder sie kann dauernd brennen. Bei der letzten Anordnung ist ein
Momentverschluß vor der lichtempfindlichen Schreibfläche erforderlich, der nur dann
geöffnet wird, wenn die Schreibfläche die zur Aufnahme des betreffenden Buchstaben
richtige Lage erreicht hat.
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Die beiden Anordnungen jedoch sind erfindungsgemäß Mittel zur Ablenkung
der gleichzeitig durch die einzelnen Typenschablonen hindurchtretenden Strahlen
erforderlich, die so wirken, daß im richtigen Augenblick immer nur die Strahlen
desjenigen Schriftzeichens auf die lichtempfindliche Schreibfläche geworfen werden,
das gerade abgebildet werden soll, -während die Strahlen der anderen Zeichen nicht
auf die Schreibfläche gelangen. Solche Mittel zur Ablenkung können verschiedenster
Natur sein und richten sich nach der Art -der Strahlen, -die für die Belichtung
der Platte verwendet -werden. Sind solche Strahlen z. B. magnetisch ablenkbar, so
können hierzu Elektromagnete, einer oder mehrere, verwendet werden. Die Anordnung
kann so getroffen werden, @daß entweder die Strahlen einerTypenschablone herausgegriffen
und auf die Schreibfläche abgelenkt -werden, oder daß das gesamte Strahlenbündel
ablenkbar gemacht und jeweils so eingestellt wird, daß die Strahlen des gewünschten
Zeichens allein auf die Platte gelangen, -während die übrigen abgeblendet sind.
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Bei anderen Strahlen, in erster Linie bei sichtbaren Strahlen, wird!
ein beweglicher Spiegel verwendet, auf dem die Strahlen sämtlicher Typenschablonen
konzentriert werden, und der jeweils so eingestellt -wird, daß nur die Strahlen
des gewünschten Zeichens die Schreibfläche treffen. Eine Anordnung dieser Art mit
besonders einfachem und für alle Typenschablonen gemeinsamem optischen System ist
als Beispiel der Erfindung in den Abbildungen näher dargestellt.
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Abb. i zeigt die lichtempfindliche Schreibfläche i und die Typenschablonen
2, d'ie in einem feststehenden Rahmen 3 ein..esetzt sind.
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In der Nebenabbildung :z sind Rahmen und Schablonen nochmals im Aufriß
dar-,estellt. Der Einfachheit halber äst angenommen, daß es sich: nur tun das Schreiben
von neun Zeichen handelt. Die Schablonen sind in Horizontalen und vertikalen Reihen
angeordnet, so daß der Schablonenrahmen 3 eine rechteckige Form erhält. Bei Vergrößerung
der Zeichenzahl vergrößert sich entsprechend der rechteckige Schablonenrahmen. Man
kann selbstverständlich die Schablonen auch in anderer Anordnung in dem Rahmen befestigen,
beispielsweise so, daß dieser Rahmen eine vieleckige oder kreisrunde Form erhält.
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Die Lichtquelle, -welche dauernd brennen möge, ist 4.. i\Iit 5 ist
der '-NTomentverschluß vor der lichtempfindlichen Schreibfläche i bezeichnet, der
zweckmäßig auf elektromagnetischem Wege durch Schließen eines Stromkreises geöffnet
und nach Ablauf der sehr kurzen Belichtungsdauer sofort -wieder geschlossen -wird.
Eine nähere Darstellung dieses an sich bekannten Momentverschlusses erübrigt sich.
Die von der Lichtquelle ausgehenden Strahlen sind in .der Abb. i als Strahlenlinien
.angedeutet; sie werden durch ein Linsensystem 6 zunächst vor dem Schablonenhalter
zusammengefaßt und treten durch die einzelnen Typenschablonen hindurch zu einer
weiteren Linse 7, die das Strahlenbündel weiter verdichtet, auf dem beweglichen
Spiegel 8 konzentriert und in der Ebene der lichtempfindlichen Schreibfläche ein
scharfes Bild der Schablone entwirft. Dieses Bild kann in seiner Größe den Abmessungen
der Schablonen gleich sein oder nach Belieben größer oder kleiner ,gemacht -werden,
je nachdem man die Entfernung des Spiegels von dem Schablonenhalter und von der
Schreibfläche wählt. An einem fertigen Apparat kann diese Entfernung einstellbar
und veränderlich gemacht werden, ebenso kann das Linsensystem auswechelbar und durch
ein anderes ersetzbar sein.
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Der Spiegel ist in der Abb. i@ in einer solchen Stellung gezeichnet,
daß nur die Strahlen .der mittelsten Schablone »lIK auf den Momentverschluß 5 fallen,
so daß nur sie bei Öffnung -des Verschlusses die lichtempfindliche Schreibfläche
treffen. Die Lage der übrigen Schaäblonenbilder vor. der lichtundurchlässigen Hülle
9 der Platte ist durch die Grenzstrahlen des Lichtbündels markiert. Die Rolle 32
für die lichtempfindliche Schreibfläche ist auf dem Wagen 33 der Schreibmaschine
drehbar befestigt. Der Wagen bewegt sich beim Schreiben einer Zeile von rechts nach
links. Wie Abb. 3 angibt, erzwingt er hierbei mit Hilfe seiner Zahnstange 3¢ und
der Zahnradübersetzun1 3; xlie gleichzeitige Drehung eines R<LCles 3(@, glas
mit seinen Treibstiften 37 in die Traiblöcher 41 des Lochstreifens 38
eingreift
und den Lochstreifen von der Rolle 39 a1>- auf die Rolle 4.o aufwickelt. Der Lochstreifen
bewegt sich über einen seiner Breite entsprechenden Kuntaktbluck 4a. deingegenüber
Sclileiffe(lern 43 bis 4.7 angeordnet sind. Tritt ein Loch 48unter eine solche Schleiffeder,
so findet eine Berührung zwischen ihr und dem Kontaktblock 42 und damit die Schließung
des zu der betreffenden Feder führenden Stromkreises statt. Die Federn 43 bis 46
dienen, wie unten ausführlich beschrieben ist, zur elektromagnetischen Einstellung
des Spiegels 8, während die Feder 47 den \Iomentverschluß 5 steuert. Die zugehörigen
Löcher 47 sind deshalb ein wenig gegen die Löcher 48 für :die Spiegeleinstellung
in dein Sinne versetzt, d aß die Spiegeleinstellung erfolgt ist, bevor die Öffnung
des Moment-,erschlusses stattfindet, und dieser schon wieder geschlossen ist, bevor
der Spiegel auf einen neuen Buchstaben eingestellt wird'.
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Damit der Spiegel sowohl auf die horizontalen wie auf die vertikalen
Schablonenreihen des Schablonenrahmens 3 eingestellt werden kann, muß er sowohl
um eine horizontale wie uni eine vertikale Achse drehbar sein. Außer der Ruhestellung
sind' für jede Drehachse in dem gewählten Beispiel drei bzw. zwei feste Einstellungen
erforderlich, -den einzelnen Schablonenreihen entsprechend. Die Einstellung einer
jeden Drehachse muß unabhängig von der der andern erfolgen. Die Spiegelverstellung
ist in Abb. 4 und 5 im Aufriß und- Grundriß därgestellt.
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Die Einstellung derDrehachsen in die festen Stellungen erfolgt für
jede Drebachse durch ein elektromagnetisch gesteuertes Hebelsvstem. dessen Wirkungsweise
aus der linken Seite der ebb. 4. hervorgeht. Es sind zwei elektromagnetisch bewegte
Hebel io, ii vorhanden, die sich zwischen festen, zweckmäßig einstellbaren Anschlägen
13, 14 und 15, 16 bewegen können. Durch Federn 17 und 18 werden sie in der Ruhelage
bei unerreigtem i Magnet -e;-en den Ruheanschlag i3 und 15 gelegt. Der Drehpunkt
i9 des ersten Hebels io ist fest. Der Drehpunkt 2o -des zweiten Hebels befindet
sich auf dem ersten Hebel starr mit ihm verbunden. An den zweiten Hebel i i ist
ein Übertragungshebel 21 angelenkt, der bei 22 fest gelagert ist und über eine 11Iuffe
23 -die Hebelbewegung auf ein Gestänge 24 überträgt, wobei die Dreh:bewehiing des
Hebels gleichzeitig in eine Längsbewegung dieses Gestänges umgewandelt wird. Das
Gestänge 24 ist lose in der «.\ltiffe 23 drehbar und überträgt durch das Gestänge
25, 26 :die Bewegung auf die Spiegelachse, so daß jeder Längsverschiebung der Stange
2:4 eine bestimmte Verdrehung des Spiegels 8 um seine horizontale Achse entspricht.
Damit in derCbertragungsvorrichtungkein tote Gang auftritt, ist am Dreharm 26 des
Spie gell eine Feder :27 angelenkt, die einen eir seifigen Druck in (las Gestänge
bringt.
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WCnn die beiden 1,--lelctrc@tnagnete 28 ,und 2 unerregt sind, so nimmt
der Spiegel die Ruh( Stellung ein, die beliebig beispielsweise s gewählt ist, daß
er das Kreuz 5o über de ersten Schablone A auf den Momentvei schluß 5 spiegelt.
Wird nun über die Fede 43 der llagnef 28 erregt, so legt sieh der H< bel io momentan
gegen den Anschlag 14 un bewegt dadurch das ganze Hebelsystem s( claß der Spiegel
aus der Ruhestellung berat um einen bestiminten kleinen Winkel gedrel wird. Der
Zwischenraum zwischen den Ai Schlägen 13 und 14 und die Hebelübersetzun sind so
gewählt, daß jetzt der Spiegel a1 ,den Buchstaben A der ersten Horizontalreil einspielt.
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Wird über die Feder 44 dagegen der M gnet 29 erregt, so bleibt der
Hebel io i Ruhestellung, -und: der Hebel i i legt sie gegen den Anschlag 16. Die
Verdrehung d< #'piegels erfolgt in dem ;gleichen Sinne, (loch, da der Punkt 2o
jetzt der Drehpunl des Hebels i i ist, um einen etwas größere Winkel wie vorhin,
so daß nunmehr der Spi< ;gel auf den Buchstaben B der, zweiten Hor zontalreihe
einspielt.
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Werden die Magnete 28 und-.:29 gleichzeiti erregt, so ergibt sich
ein dritter wiederm grö&erer Spiegelausschlag, der gleich d< Stimme der Ausschläge
bei Einzelerregun der Magnete ist. Der Spiegel steht jetzt a1 dem Buchstaben C :der
dritten Horizonta reihe.
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Zur Verdrehung des Spiegels. um seine ve: tikale Achse und' damit
zur Einstellung a1 die beiden anderen Vertikalreihen I und . dient ein zweites dem
ersten ähnliches Hebe s#%-stem, welches rechts in den Abbildunge gezeichnet ist,
und zwar in Abb. 4 in Seitei ansieht, in Abb. 5 in Ansicht von oben. D beiden Magnete
sind mit 51, 52, die Heb mit 53, 54, 55 und die Anschläge mit 56, 5@8, 59 bezeichnet.
Die Federn 6o, 61 ziehe -'ie Hebel gegen.,diie Ruheanschläge 56, 58. D< i'1>ertragun(Fsliebel
55 ist an der hohlen Ach! 62 der Spiegeltragkonstruktion starr befestig Bei seiner
Bewegung dreht sich somit der den Traglagern 64, 65 befestigte Spiege träger 63
uni die vertikale Achse. Eine Fed< (i6 bringt wieder zur Vermeidung des tote
Ganges einen einseitigen Druck in das gans Chertragungssystem.
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Di; vertikale Drehung des Spiegels ü1 keinerlei Einfluß auf das Gestänge
24 au (la Knieses durch die Muffe@23 frei drehb< hindurch-eht. Die auf die beiden
Drel achsen des Spiegels durch das linksseitii
und durch das rechtsseitige
System übertragenen Drehbewegungen gehen deshalb ohne ;regcnseitigr @tiirung auf
die entsprechenrleii Spiegelachsen über.
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Die Einstellug,; auf die Vertikalreihe eifolgt nun idurch die Magnete
51 und 52 in ähnlicher @@'e ise, wie es für die horizont@ile Reihe beschrieben ist.
Da jedoch ängenoiumen wurde, daß der @ttiheptinkt So schon über der einen Vertikalreihe
liegt, auf :diese also nicht besonders eingestellt zu werden braucht, kommt man
@in dem gewählten Beispiel mit zwei: Einstellungen um die vertikale Achse des Spiegels
aus. Man braucht deshalb entwedctr nur den Magneten 51 oder nur den Magneten 52
zu erregen, jedoch nicht beide gemeinsam. Die Erregung dieser beiden Magnete erfolgt
durch die Federn 45 und 46. Die Anordnung könnte auch so getroffen Zverden, daß
für das rechtsseitige @Zagnetsystem nicht nur Einzelerregungder Magnete, sondern
auch kombinierte gleichzeitige Erregung der beiden Magnete stattfindet. Auch in
der Ruhelage kann ein Buchstabe stehen. Die beschriebene Anordnung genügt für 4
X 4 Buchstaben.
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Werden für die Verdrehung :des Spiegels bei: einer größeren Zahl von
Schablonen als in dem Beispiel angegeben in jedem System mehr als zwei Magnete verwendet,
um eine größere Zahl von Spiegelstellungen zu erhalten, so kann in gleicher Weise
:durch Einzelerregung oder kombinierte Erregung mehrerer Magnete schon bei einer
verhältnismäßig geringen Anzahl von Magneten eine große Mannigfaltigkeit der Stellungen
für jede Drehachse erzielt werden. Stets summieren sich bei gleichzeitiger Erregung
mehrerer Magnete die Spiegelausschläge, die bei Erregung nur eines Magneten auftreten
würden. Durch -die Wahl der Hebellängen und die Lage der Drehpunkte, der festen
sowohl wie ,der auf den Hebeln befindlichen, kann in. einfachster Weise die Größe
der Ausschläge festgelegt wenden.
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Als @dauernd brennende Lichtquelle wird zweckmäßig eine Bogenlampe
oder Glühlampe verwendet.