DE352660C - Schaltungsanordnung fuer Linienwaehler, bei welcher die Linienwaehlerschalter mit besonderen Gruppenschaltern zusammenwirken - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Linienwaehler, bei welcher die Linienwaehlerschalter mit besonderen Gruppenschaltern zusammenwirkenInfo
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- DE352660C DE352660C DE1920352660D DE352660DD DE352660C DE 352660 C DE352660 C DE 352660C DE 1920352660 D DE1920352660 D DE 1920352660D DE 352660D D DE352660D D DE 352660DD DE 352660 C DE352660 C DE 352660C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M9/00—Arrangements for interconnection not involving centralised switching
- H04M9/002—Arrangements for interconnection not involving centralised switching with subscriber controlled access to a line, i.e. key telephone systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM Ϊ. MAI 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 352660 KLASSE 21 a GRUPPE 44
„Hermes" Erste sächsische Akt-Ges. für Telephon- & Schwachstromindustrie
in Dresden.
Schaltungsanordnung für Linienwähler, bei welcher die Linienwählerschalter
mit besonderen Gruppenschaltern zusammenwirken.
Bekanntlich bestehen die Linienwähler aus einem Fernsprecher in Verbindung mit einer
Anzahl Verbindungsschalter, Druckknopfschalter ο. dgl., vermittels deren man den Fern-Sprecher
auf mehrere, nach verschiedenen Richtungen hinführende Leitungen schalten kann. Die Anzahl der Verbindungsschalter richtet
sich nach der Anzahl der Leitungen oder Richtungen, und meistens baut man Linienwähler
für 5, io oder 20 Richtungen, so daß ein voll-
ständiger 5 teiliger Linienwählerapparat außer dem Fernsprecher mit seinem Zubehör, wie
Mikrotelephon, Induktionsrolle, Hakenumschalter usw. fünf Verbindungsschalter, ein 10 teiliger
Linienwähler zehn, und ein 20 teiliger zwanzig Verbindungsschalter enthält. Es ist leicht ersichtlich,
daß beispielsweise ein im Kasten eingebauter 20 teüiger Linienwählerapparat mit seinem Zubehör ziemlich groß ausfallen wird.
Bei den Wandlinienwählerapparaten spielt die Größe weniger eine Rolle, dagegen aber bei
Tischlinienwählern, welche auf den Schreibtisch gestellt werden. Hier ist es wünschenswert, daß
die Abmessungen nicht zu groß werden, denn dann würde der Apparat zuviel Platz beanspruchen.
Häufig kommt es vor, daß solche Linienwählerapparate für noch mehr als 20 Richtungen,
beispielsweise 30 oder 40, gebaut werden müssen. Dann ergibt sich außer dem Nachteil,
den die großen Abmessungen mit sich bringen, noch eine Unübersichtlichkeit der vielen Verbindungsschalter
und eine schwierige Bedienung des Linienwählers. Auch die Kosten eines solchen Apparates stellen sich verhältnismäßig
hoch.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Schaltungsanordnung, durch welche es möglich wird,
Linienwähler zu bauen, bei denen weniger Verbindungsschalter, als Linienwählerleitungen
vorhanden sind, benötigt werden. Ein solcher Linienwählerapparat läßt sich in seinen Abmessungen
außerordentlich Idein herstellen. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß die Be- :
dienung eines derartigen Linienwählers mit ver- I hältnismäßig wenig Schaltern sehr leicht ist. ;
Die Herstellungskosten sind gering gegenüber ί denjenigen der Apparate früherer Bauart. i
In Abb. ι ist der Gesamtstromlauf einer :
Linienwähleranlage nach der vorliegenden Schaltungsanordnung dargestellt. Die Linienwählerapparate
bestehen aus den in ihrer Funktion ; als bekannt vorausgesetzten Teilen, wie Mikro- ■
telephon 0, Hakenumschalter η, Induktionsrolle m, Gleichstromwecker h, den Verbindungs- i
schaltern^, δ, c, d, e, welche hier als Druck- !
knopfschalter dargestellt sind, der sogenannten : Druckknopffalle k und der Weckerzinkschiene i. \
Außer den Verbindungsschaltern a, b, c, d, e ■
sind noch besondere Schalter f und g angeord- J so net. Diese stehen einerseits über Verbindungs- j
leitungen ν, w, χ, y, 2 mit den Verbindungsschaltern a, b, c, d, e und anderseits mit Linien-Wählerleitungen
ι bis 10 in Verbindung. Die j Anordnung dieser Linienwählerleitungen ist nun ;
so getroffen, daß einzelne Gruppen gebildet ί werden, und zwar sind in vorliegendem Ausführungsbeispiel
die Leitungen 1 bis 5 zu einer Gruppe und die Leitungen 6 bis 10 zu einer
zweiten Gruppe zusammengefaßt. Die Gruppe 1 bis 5 liegt an dem Schalter / und die Gruppe 6
bis 10 an dem Schalter g. Όυχφ. die Schalter f
und g erfolgt nun die Auswahl einer Gruppe; diese Schalter seien daher als Gruppenschalter
bezeichnet. Beim Drücken eines Gruppenschal-I ters f oder g wird die betreffende Leitungs-I
gruppe auf die Verbindungsschalter a, b, c, d, e geschaltet. Die Anzahl der Verbindungsschalter
: richtet sich also nach der Anzahl der einzelnen ■ Leitungen in den Gruppen.
I Außer den Linienwählerleitungen 1 bis 10
\ sind in der Zeichnung noch der Vollständigkeit I halber die bekannten gemeinsamen Batterie-
! leitungen plus und minus eingezeichnet sowie die eigene Leitung I, über welche eine Linien-
\ Wählerstation vermittels ihres Weckers h von : anderer Seite aus angerufen wird.
Wenn der Bedienende eines Linienwählerapparates beispielsweise die Leitung Nr. 7
auswählen will, so drückt er zuerst den Knopf des Gruppenschalters g. Der Knopf der Grüppenschalter
ist so eingerichtet, daß er beim Niederdrücken stecken bleibt. Alsdann drückt der Bedienende den Knopf des Verbindungsschalters b. Beim Niederdrücken desselben
stößt seine Spitze gegen die Weckerzinkschiene i und es fließt Rufstrom in bekannter Weise von
der Leitung minus über die Weckerzinkschiene i, Druckknopf b, Gruppenschalter g in die Leitung
Nr. 7. Wenn alsdann der Knopf des Verbindungsschalters δ losgelassen wird, so bewegt
er sich von der Weckerzinkschiene zurück und hängt sich in bekannter Weise mit seinem Haken
an die Falle k. Der Linienwählerapparat ist nunmehr mit der Leitung Nr. 7 verbunden und
der Bedienende kann, wenn der verlangte Teilnehmer Nr. 7 sich meldet, mit ihm sprechen.
In Abb. 4 ist der Stromlauf zweier Linienwählerstationen A und B, von denen A mit
Hilfe eines die Gruppenschalter 21, 22, 23 enthaltenden Zusatzkastens s erweitert ist, dargestellt.
Es bedeuten in den Linienwählerkasten 11 den Hakenumschalter, 12 das Telephon,
13 das Mikrophon, 14 die Induktionsrolle, 15 den Anrufwecker, 16 den Rufkontakt, 17, 18
und 19, 20 die Linienwählerknöpfe der Linienwähler A und B, 21, 22, 23 die Verbindungsknöpfe der Gruppenschalter im Zusatzkasten s.
Wünscht beispielsweise der Teilnehmer der Station A den Teilnehmer der Station B zu
sprechen, so drückt er den Knopf 17 seines no Linienwählers A sowie Knopf 21 des Beikastens
s und ruft die Station B durch vorübergehendes tiefes Drücken auf den Knopf 17 an,
wobei der Rufkontakt 16 betätigt wird.
Der Rufstrom fließt dann vom Minuspol der Batterie 24, über Kontakt 25 des gedrückten
Rufkontaktes 16, über die geschlossenen Kontakte der Knöpfe 17 und 21, Leitung 27, Ruhekontakt
28 des Hakenumschalters 11 der Station B, Wecker 15 zum Pluspol der Batterie 24
zurück. Der Wecker 15 der Station B läutet, worauf der Teilnehmer der Station B den
Hörer 12 vom Hakenumschalter ix abnimmt
und das Gespräch beginnt.
Der Sprechstrom fließt dabei von der Induktionsrolle
14 der Station B über Kontakt 29 des in der oberen Lage befindlichen Hakenumschalters
11, über Leitung 27, Kontakte der Knöpfe 21 und 17, Ruhekontakt 30 des Rufkontaktes
16, Arbeitskontakt 31 des umgelegten Hakenumschalters 11 der Station A, Induktionsrolle
14, Telephon 12, Leitung 32, Plusleitung,
Leitung 33, über das Telephon 12 zur Induktionsrolle 14 der Station B zurück.
Beim Schlüsse des Gespräches hängen beide Teilnehmer A, B ihre Hörer an den Hakenumschalter,
wobei der Knopf 17 der Station A ausgelöst wird. Der Knopf 21 des Beikastens s
kann von Hand ausgelöst werden, es ist dies aber nicht erforderlich, da sich die Knöpfe 21,
22, 23 gegenseitig auslösen.
Aus Abb. 2 und 3 ist ersichtlich, in welcher einfachen Weise eine bestehende Linienwähleranlage
nach der neuen Schaltungsanordnung erweitert werden kann, ohne daß die vorhandenen
Linienwählerapparate geändert zu werden brauchen. In dem Außenstromlauf Abb. 2 ist
eine solche zu erweiternde Anlage dargestellt. An diese alte Anlage lassen sich nicht mehr als
fünf Linienwählerleitungen anschließen. Da aber beispielsweise auf zehn Anschlüsse erweitert
werden soll, so müßten die vorhandenen 5 teiligen Linienwählerapparate, die hier als
Tischapparate gedacht sind, mit ihrer Anschlußschnur t und Anschlußrosette φ gegen
neue 10 teilige ausgewechselt werden, was große Unkosten verursachen würde. Bei Anwendung
der vorliegenden neuen Schaltungsanordnung ist aber die Neubeschaffung von vollständigen
Linienwählerapparaten nicht erforderlich, vielmehr kann die Anlage, wie aus den Außenstromlauf
nach Abb. 3 zu ersehen ist, durch einfaches Hinzufügen einer Zusatzeinrichtung mit zwei
Gruppenschaltern ohne Änderung der alten Linienwählerapparate erweitert werden.
Die Zusatzeinrichtung besteht aus einem Kästchen s mit den eingebauten beiden Gruppenschaltern
f und g. Die Zusatzkästchen werden zweckmäßig neben dem Linienwählerapparat
auf den Tisch gestellt und vermittels einer Anschlußschnur u und Anschlußrosette q
angeschlossen. Die neu hinzugekommenen Linienwählerleitungen 6 bis 10 sind dann an
die neue Anschlußrosette q zu legen, die vorhandenen Leitungen 1 bis 5 dagegen von der
alten Rosette fi abzunehmen und ebenfalls an
die neue Rosette q zu legen. Zwischen der neuen Rosette q und der alten Rosette -p sind dann
noch die Verbindungsleitungen v, w, x, y, ζ zu ziehen. Nunmehr ist die Erweiterung durchgeführt.
Da in den Stromläufen die gleichen Leitungen,
Apparate und Teile mit den gleichen Bezeichnungen versehen sind, so kann man leicht erkennen,
daß der Außenstromlauf, Abb. 3, nach welchem die Erweiterung durchgeführt ist, genau dem in Abb. 1 dargestellten Gesamtstromlauf
entspricht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schaltungsanordnung für Linienwähler, bei welcher die Linienwählers ehalt er mit besonderen Gruppenschaltern zusammenwirken und die Herstellung einer Verbindung zwischen zwei Sprechstellen nur durch Benutzung je eines Gruppen- und eines Linienwählerschalters ermöglicht wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erweiterung einer vorhandenen Linienwähleranlage durch einfachen Zusatz von weiteren Schaltapparaten die Linienwählerleitungen (1 bis 5) der vorhandenen Anlage zu einer Gruppe (bei f) und die für die Erweiterung hinzukommenden Linienwählerleitungen (6 bis 10) zu weiteren Gruppen (bei g) zusammengefaßt und zu je einem besonderen Gruppenschalter (f und g) geführt werden, welche einzelnen Gruppenschalter in Parallelschaltung an die besonderen Linienwählerschalterleitungen (v, w, x, y, z) angeschlossen werden, um mit einer beschränkten Anzahl von Linienwählerschaltem (a, b, c, d, e) die Verbindung mit einer größeren Anzahl Linienwählerleitungen (1 bis 10) bewirken zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE352660T | 1920-05-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE352660C true DE352660C (de) | 1922-05-01 |
Family
ID=6276723
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920352660D Expired DE352660C (de) | 1920-05-07 | 1920-05-07 | Schaltungsanordnung fuer Linienwaehler, bei welcher die Linienwaehlerschalter mit besonderen Gruppenschaltern zusammenwirken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE352660C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971571C (de) * | 1951-05-11 | 1959-02-19 | Siemens Ag | Elektrische Schaltungsanordnung mit Einzelschaltern, die nach dem Dualzahlenprinzip kombiniert eine Vielzahl von Schaltzustaenden, z. B. Steuerstromkreisen, bilden koennen |
-
1920
- 1920-05-07 DE DE1920352660D patent/DE352660C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971571C (de) * | 1951-05-11 | 1959-02-19 | Siemens Ag | Elektrische Schaltungsanordnung mit Einzelschaltern, die nach dem Dualzahlenprinzip kombiniert eine Vielzahl von Schaltzustaenden, z. B. Steuerstromkreisen, bilden koennen |
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