DE352153C - Zaehlwerk fuer Wertstempelapparate - Google Patents

Zaehlwerk fuer Wertstempelapparate

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DE352153C
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Description

  • Zählwerk für Wertstempelapparate. Bei gewissen Apparaten, beispielsweise Stempelapparaten, die der Herstellung von Wertstempeln als Ersatz für Frankierungsmaiken dienen und zu diesem Zwecke auf eine bestimmte Anzahl Stempelmöglichkeiten eingestellt werden, verwendet man zur Markierung der neu eingestellten bzw. im Apparat noch vorhandenen Stempelmöglichkeiten vorteilhaft Zählwerke bekannter Art. Es ist nun vorteilhaft, zur Einstellung der Stempelmöglichkeiten lediglich das Zählwerk des Stempelapparates zu benutzen, indem dieses um den, neu einzustellenden Betrag vorgestellt wird. In diesem Falle hat das Zählwerk zwei verschiedene Funktionen zu erfüllen. Zunächst zeigt es die eingestellte Anzahl Szc mpelmöglichkeiten an, dann aber auch die jeweils entnommenen Stempelabdrücke, indem es diese von der vorhergehenden Summe subtrahiert. Das Zählwerk wird mithin beim Einstellen der Stempelmöglichkeiten im addierenden Sinne (voraus) gestellt. Ein Zurückdrehen darf beim Einstellen nicht möglich sein, um Betrügcreic-n zu vermeiden. Es wird dies mit bekannten Mitteln-leicht erreicht, hat mit der Erfindung an sich nichts zu tun. Anderseits ist das Zählwerk in geeigneter `'eise mit dem zu kontrollierenden Mechanismus, beispielsweise dem Sti-mpelapparat verbunden, derart, daß es jede erfolgte Stempelung anzeigt, indem es diese von der vorhergehenden Zahl subtrahiert, sich mithin gegenüber der Bewegung beim Einstellen rückwärts dreht. Auch hier ist eine Verstellung im entgcgengesetzten Sinne unzulässig und durch gttignete bekannte Mittel dafür gesorgt. Trotz dieser letzteren Sperrung muß es doch beim Einstellen der Stempelmöglichkeiten möglieh sein, das Zählwerk entgegen dieser Sperrung, ohne diese selbst zu lösen oder irgendwie zu beeinflussen, vorzustellen.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung an dem Zählwerk, die es ohne Aufhebung der Sperrung zwischen Stempel und Zählwerk ermöglicht, die Vorstellung des Zählwerkes vorzunehmen, so daß ein fehlerhaftes Anzeigen ausgeschlossen ist.
  • Die Zeichnung stellt den Gegenstand der Erfindung in einer Ausführung beispielsweise dar. Mit ai, a, a3 sind die üblichen Zahlenrollen bezeichnet, die in bekannter `'eise durch die Nockenräder nach Art des Malteserkreuzes fortgeschaltet werden. Erfindungsgemäß ist nun in dieses Getriebe an geeigneter Stelle eine Schnappkupplung eingebaut. Diese Kupplung kann zweckmäßig in ein zu diesem Zwecke geteiltes Nockenrad gelegt werden, wie dies auf der Zeichnung dargestellt ist. Mit bi, b, sind die beiden Nockenradhälften bezeichnet, die durch die näher zu beschreibende Schnappkupplung miteinander verbunden sind. In der tellerförmigen Ausdrehung in bi liegt eine Feder d. Durch Stifte e ist die Feder gegen Verdrehung gegenüber bi gesichert. bz besitzt einen viereckigen Zapfen f, der sich zwischen die beiden Federenden d legt und von diesen in bestimmter Stellung gehalten wird. bi, b, drehen sich lose auf der Welle g, wie dies auch bei b und eventuell allen weiteren Nockenrädern der Fall ist. Die Feder d ist so stark bemessen, daß sie bei Drehung von b.,, die andere Kupplungshälfte bi entgegen allen Reibungswiderständen im Zählwerk, die recht minimal sind, sicher mitgenommen wird.
  • Die Wirkungsweise der Kupplung ist folgende Bei Benutzung des Stempels erfolgt der Antrieb des Zählwerkes von a, aus. Bei jeder vollen Umdrehung wird die Zahlenrolle a, usw. dann in bekannter Weise um eine Stelle weitergeschaltet. Die Kupplung tritt hierbei nicht in Funktion. Man kann auch die Rolle a, nur zum Antrieb benutzen, also nicht zählend ausführen, in diesem Falle versieht man sie dann zweckmäßigerweise mit mehreren Nockenpaaren h, beispielsweise 6 oder B. Die Fortschaltung von a. erfolgt-dann jeweils schon nach jeder Sechstel-bzw. Achteldrehung von ai was in gewisser Beziehung für den Antrieb von Vorteil sein kann. Bei der Fortschaltung dreht sich das Nockenrad in bekannter Weise jedesmal um go°.
  • Soll nun das Zählwerk zwecks Neueinstellung von Stempelmöglichkeiten voraus gestellt werden, so erfolgt der Antrieb hierzu nicht von der Rolle ai, wie im vorhergehenden Falle, sondern vermittels der Verzahnung c auf der Kupplungshälfte b,. Infolge der rückwärtigen Sperrung des Nockenrades b, auf dem Kranz der Rolle cci oder einer sonstigen Sperrung zwischen Zählwerk und Stempel, kann diese sich, von c bzw. bi aus angetrieben, weder voraus noch zurück drehen, sie ist gesperrt. hTun tritt die Kupplung in Funktion, indem bi mit der Feder d sich um den Vierkantzapfen f ruckweise um genau go° dreht. Je go° Drehung von bi entsprechen aber der Fortschaltung der Zahlenrolle a., um eine Stelle.
  • Die vorbeschriebene Funktion der Kupplung ermöglicht mithin ohne Aufhebung irgendeiner Sperrung, das Zählwerk, das mit dem zu kontrollierenden Apparate während der Einstellung festgekuppelt bleibt, von der Einstellseite aus im entgegengesetzten Sinne zu verstellen, wobei die Schaltstellung die dem Malteserkreuz zugrunde liegt, sicher gewahrt bleibt, so daß Unregelmäßigkeiten ausgeschlossen sind.
  • Erfolgt der Einbau der Kupplung, wie auf der Zeichnung dargestellt, zwischen erste und zweite oder auch dritte und vierte oder usw. Zahlenrolle, so ist klar, daß bei jeder Verdrehung von bi um go ° gegenüber b2 dies einer Vorstellung des Zählwerkes von io, bzw. ioo usw. Einheiten oder Stempelmöglichkeiten gleichkommt. Man hat es auf diese Weise in der Hand, die Empfindlichkeit des Einstellorgans beliebig zu ändern.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zählwerk für Wertstempelapparate, das in bekannter Art mit Maltesergetrieben versehen ist und einerseits die erfolgte Stempelung subtrahierend registriert, anderseits zwecks Neueinstellung von Stempelmöglichkeiten durch ein besonderes Organ addierend vorgestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb des Zählwerkes oder zwischen ein beliebiges Paar der Zahlenrollen eine Schnappkupplung (d, f ) eingebaut ist, die bei der fortlaufenden Registrierung erfolgter Stempelentnahmen nicht in Tätigkeit tritt, dagegen bei Neueinstellung von Stempelmöglichkeiten (Vorausstellung des Zählwerkes) eine ruckweise Fortschaltung. im entgegengesetzten Sinne wie bei der Stempelregistrierung zuläßt.
  2. 2. Zählwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnappkupplung (d, f) in das unterteilte Nockenrad (bi, b2) eingebaut ist.
  3. 3. Zählwerk nach Anspruch z, gekennzeichnet durch eine in das eine Noakenrad (bi) eingebaute Blattfeder (d), zwischen deren freie Enden ein Vierkantansatz (f) des anderen Nockenrades (b2) eingreift.
DE1921352153D 1921-02-26 1921-02-26 Zaehlwerk fuer Wertstempelapparate Expired DE352153C (de)

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