DE351823C - Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Oberflaechentemperatur bei mit Dampf-Luft-Gemischen betriebenen Heizkoerpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Oberflaechentemperatur bei mit Dampf-Luft-Gemischen betriebenen Heizkoerpern

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DE351823C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D1/00Steam central heating systems

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Oberflächentemperatur bei mit Dampf-Luft-Gemischen betriebenen Heizkörpern. Mit den bekannten, im Heizkörper angebrachten Luftumwälzeinrichtungen gelingt eine zuverlässige Regelung der Oberflächentemperatur nur in einzelnen Heizkörpern, nur in nebeneinandergeschalteten Heizelementen, wie Radiatoren, und nur mit Niederdruckdampf von kleiner Geschwindigkeit, nicht je- doch in hintereinandergeschalteten rohrartigen Elementen, auch nicht _ gemeinsam für eine Gruppe von Heizkörpern, überhaupt aber nicht mit Hochdruckdampf von großer, mit den bekannten Vorrichtungen nicht beherrschbarer Geschwindigkeit.
  • Dem- mittelsLuftumwälzung beiRadiatoren und ähnlichen Heizkörpern erreichten Vorteil einer außerordentlich milden Wärmeabgabe stehen Nachteile entgegen. Je nach dem höheren Grade der Luftumwälzung und der dadurch erzielten niedrigeren Oberflächeritemperatur erfordern solche Heizkörper größere, unbequemere und teuerere Heizflächen. Diese übergroßen Heizflächen veranlassen gar leicht, besonders bei gelindem Wetter, ein Wärme vergeudendes, lästiges Überheizen der Räume. Die Regelung der Raumwärme verlangt eine sehr aufmerksame Handhabung der Absperrventile oder teuere selbsttätige Raumtemperaturregler.
  • Demgegenüber bezweckt die Erfindung, ein Verfahren und die zu seiner Ausübung nötigen Einrichtungen zu schaffen, die bei Nieder-und sogenannten Hochdruckdampfheizungen für einzelne beliebige Heizkörperarten oder gemeinsam für eine Gruppe solcher Heizkörper eine gleichmäßige Verteilung der Wärme sowohl auf die Heizkörper einer Gruppe als auch innerhalb des Heizkörpers auf dessen Glieder ergeben.
  • Dieser Zweck der Erfindung soll dadurch erreicht werden, daß in jeden beliebigen Heizkörper durch ein außen vom Heizkörper oder von Heizkörpergruppen mit der Dampf-und der Luftleitung verbundenes, eine jede Dampfgeschwindigkeit völlig beherrschendes Dampf-Luft-Mischventil, zuerst lediglich Dampf, sodann mit wenig Luft, und schließsich mit bis zur erreichbar größten Menge Luft gemischter Dampf eingelassen werden kann, und daß der dem Mischventil entströmende Dampf sowie das ihm entströmende Dampf-Luft-Gemisch bei nebeneinandergeschalteten Heizelementen durch ein das Heizmittel in jedem Element anteilig austragendes und in Kreislauf versetzendes, bei hintereinandergeschalteten rohrartigen Heizflächen jedoch durch ein das Heizmittel im spiraligen Wirbelstrom auswerfendes neuartiges Düsenrohr in den Heizkörpern bemeßbar und gleichmäßig eingelassen werden kann.
  • Während bisher Höchdruckdampfheizkörper nur schlecht regelbar waren, können diese nunmehr genau so wie Niederdruckdampfheizkörper mit dein Dampf-Luft-Mischverfahren in ihrer Oberflächentemperatur geregelt werden. Damit sind überhaupt erst regelbare Hochdruckdampfheizkörper geschaffen, die den regelbaren Niederdruckdampfheizkörpern, insbesondere bei Verwendung von Radiatoren nicht mehr nachstehen.
  • Ein mit .den üblichenDüsen gebautes Mischventil würde mangelhaft wirken; denn Dampf von großer Geschwindigkeit ist in Strahldüsen nur beherrschbar, wenn es gelingt, seine Geschwindigkeit und die der beigemischten Luft sofort wieder in Druck umzusetzen. Diesen Verdichtungsvorgang erzeugt das neue Mischventil durch eine mit ihm verbundene eigenartige Verdichteinrichtung, die für niedrigere Dampfdrucke kürzer, beispielsweise für eine Verdichtzahl 1,5, für höhere Dampfdrucke aber länger, beispielsweise für eine Verdichtzahl2,5, außerdem weiter oder enger gebaut und damit dem Volumgewichtsverhältnis beider Mischmittel angepaßt und in der Wirksamkeit gehörig abgestuft werden kann.
  • Einen Geschivindigkeitsumsätz in Druck bewirkt äuch das neuartige Heizkörperdüsenrohr dadurch, daß das hinten verschlossene, voll Dampf oder voll Heizgemisch gefüllte Rohr die einzelnen Treibdüsen von rückwärts aus der Rohrachsmitte betreibt, um das Heizgemisch möglichst gleichmäßig im Heizkörper gegen die Wandungen zu verteilen.
  • Auf der Zeichnung sind das Verfahren und die zur Ausübung nötigen Gegenstände der Erfindung in 13 Abbildungen dargestellt und erläutert.
  • Abb. i zeigt eine nach dem neuen Verfahren arbeitende Heizkörpergruppe hl, lag mit einem Mischventil na, mit dem Heizkörperdüsenzuführungsrohr r, mit der Dampfleitung d, den Luftleitungen 1, den Gemischleitungen g und den Kondensleitungen k.
  • Abb. 2 zeigt die Düsenanordnung des- feststehenden Düsenkörpers 1,:2 des Mischventils in in Abb. 7. In der Mitte ist die Dampfaustrittsöffnung, und darüber und darunter sind die Austrittsöffnungen für die beizumischende Luft.
  • Abb. 3 zeigt die dieser Düsenanordnung entsprechenden Düsenöffnungen in dem um den Körper 1, 2 beweglichen Ventildrehschieber 3 des Mischventils in, Abb. q. eine Mischzeigerscheibe mit Handgriff .4 zum Regeln der Heizgemischmengen und damit der Oberflächentemperaturen der Heizkörper hl, la-Abb. 5 bis 6 erläutern die gegenseitigen Stellungen der drehbaren Düsenschieberöffnungen 3 zu den festen Düsenkörperöffnungen 2 bei nach der Pfeilrichtung sich folgenden Regelstellungen I bis V, wobei die senkrechten Schraffen die Überdeckung der wirksamen Düsenkanten zwischen den beiden Schlußstellungen (zu, Abb. q.) der über der unten befindlichen Dampfdüse sitzenden Luftdüse des Mischventils in angeben.
  • Abb.7 bedeutet einen senkrechten Schnitt und Abb. 8 einen wagerechten Schnitt nach A-B der Abb. 7 durch das Mischventil in.. Der dampfhohle (i) und lufthohle (2) Düsenkörper 1,:2 sitzt fest im Ventil eingebaut, während der zweiteilig einbaubare Drehdüsenschieber 3 mit dem Regelzeigergriff q. im Gehäuse 5 sowie um den Düsenkörper 1, 2 drehbar ist. Die aus dem Drehschieber- und aus dem Düsenkörper in aus der radialen abgelenkter Richtung ausgetretenen Heizgemischmittel gelangen dadurch und durch eine Bauchung 6 in kreiselnde Strömung, deren Geschwindigkeit in einem ring- und schlangenräumigen Verdichter 7 auf das wirksamste im kreis- und schlangenlinig krummen Kreiselstrom nach dem Ventilauslauf 8 so in Druck sich umsetzt, daß bei jedem Mischungsverhältnis von Luft und Dampf, bei jeder Dampfdruckhöhe die vollkommene Mischung zuverlässig erreicht wird; denn ein verlust-und daher geräuschloser Geschwindigkeitsumsatz in Druck ist um so besser erreichbar, j e kürzer und häufiger die Geschwindigkeitsfäden der Strommittel zu Krümmungen veranlaßt Werden. Durch weitere oder engere, kürzere oder längere Raumgestaltung lassen sich die schlangenringräumigen Verdichter 7 für niedrigere oder für höhere Verdichtzahlen, etwa 1,5 bis 3, derartig abstufen, daß in Düsen von großem Querschnitt die Geschwindigkeiten der Heizgemischmittel außerordentlich klein ausfallen und nunmehr eine jede Dampfgeschwindigkeitsdruckhöhe völlig im schlangenringräumigen Dampf-Luft-Mischventil m beherrschbar ist. Die Größenabmessungen der Schlangenringraumgestaltung ergeben sich unsch-,ver durch Versuch.
  • Abb. 9 zeigt einen Längsschnitt durch das Düsenzuführungsrohr r mit den für beliebige Zirkulationsrichtungen einstellbaren Treibdüsen 9 und Saugdüsen io. Abb. io und ii sind Querschnitte durch die um die wagerechte Achse des Rohres r drehbaren Düsenstücke 9, io. Das Düsenrohr r ist hinten verschlossen, durch ein kleines Loch entwässert und oben oder unten in Heizkörper aus nebeneinandergeschalteten Elementen einbaubar. Das das Rohr anfüllende Heizmittel strömt durch die seitlichen Öffnungen an den Düsen 9, io vorbei, um von hinten her den in der Mitte liegenden Treibdüsen 9 druckgleich, geräuschlos und gleichanteilig zuzuströmen. Dadurch sowie noch durch die Saugdüsenwirkung io verbessert werden die Heizkörperwandungen sehr gleichmäßig im Kreislauf bespült.
  • Abb. 12 bedeutet einen Längsschnitt durch ein lediglich mit Treibdüsenstücken nach der Abb. 13 besetztes Düsenrohr r für Heizkörper aus hintereinandergeschalteten rohrartigen Elementen. Hier füllen die Heizmittel ebenfalls von hinten herum die Düsen i i und entströmen daher ebenfalls druckgleich und geräuschlos den Düsen. @ Mit diesen auf eine gewisse Länge in den Rohrheizkörper hineinreichenden Düsenrohren wird durch winklig zur radialen Richtung gebohrte Düsenlöcher eine geräuschlos kreiselnde Rohrwandbewirbelung und damit ein stoßloses Anfüllen rohrartiger Elementheizkörper vom Heizdampf bewirkt unter Beseitigung des Knallens und Knatterns im Heizkörper und in der Rohrleitung. Solche lediglich mit Treibdüsenstücken der Abb. 13 zusammengesetzten Düsenrohre r (Abb. 12) eignen sich zum Einbauen inRadiatorenheizkörpern ebenfalls, und die Düsenstücke können beiderseits so gerichtete Bohrlöcher erhalten, daß in von oben her anzufüllenden Radiatoren das Heizgemisch den Luftinhalt so nach unten drückt, daß ein Kreislauf unterbleibt.
  • Anstatt Luft mit Dampf können in dem Mischventil in ebensogut auch Wasser mit Dampf oder Kalt- und Heißwasser oder beliebige Mittel gemischt werden. Bei Verwendung als Wassermischventil zu Badezwecken bietet das neue Ventil den Vorteil der genauesten Temperaturregelung, des dichten und leichten Ganges sowie des Ausschlusses jeglicher Verbrühungsgefahr.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Regeln der Oberflächentemperatur bei mit Dampf-Luft-Gemischen betriebenen. Heizkörpern, gekennzeichnet durch die vereinigte Anwendung eines Mischregelventils, welches das Mischungsverhältnis von Dampf und Luft regelt, und eines Düsenzuführungsrohres, dessen einstellbare Düsen die Verteilung des Gemisches auf die Heizkörperteile regeln.
  2. 2. Mischregelventil zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß über einem dampf- und luftführenden hohlen Düsenkörper (1, 2) ein Zylinderschieber (3) drehbar ist, der nacheinander die Dampf- und Luftöffnungen freigibt, und daß das in radialer Richtung ausströmende Gemisch durch eine Ventilbauchung (6) zur Kreisrichtung abgelenkt und in einen doppelringförmigen Verdichter (7) geleitet wird, in welchem die Geschwindigkeit in Druck umgesetzt wird, wonach das Gemisch zum Ventilauslaufrohr (8) gelangt.
  3. 3. Düsenzuführungsrohr zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bei parallel geschalteten Heizkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß in das hinten geschlossene Düsenrohr(r)um die Rohrachse drehbare Düsenkörper (9, io) eingesetzt sind, denen das frische Heizmittel durch hinten gelegene achsiale Öffnungen zuströmt, um in radialer Richtung auszutreten, wobei der Heizkörperinhalt -durch Saugdüsen (io) angesaugt und in Umlauf erhalten wird. ¢. Düsenzuführungsrohr zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bei hintereinandergeschalteten rohrförmigen Heizkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen der drehbaren Düsenkörper schrägliegen (Abb.13), so daß die Heizkörperwand wirbelnd bestrichen wird.
DE1920351823D 1920-09-09 1920-09-09 Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Oberflaechentemperatur bei mit Dampf-Luft-Gemischen betriebenen Heizkoerpern Expired DE351823C (de)

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