DE35129C - Apparat zum Desinfiziren von Lumpen in Ballenform - Google Patents

Apparat zum Desinfiziren von Lumpen in Ballenform

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DE35129C
DE35129C DENDAT35129D DE35129DA DE35129C DE 35129 C DE35129 C DE 35129C DE NDAT35129 D DENDAT35129 D DE NDAT35129D DE 35129D A DE35129D A DE 35129DA DE 35129 C DE35129 C DE 35129C
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DE
Germany
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bale
chamber
spindles
rags
disinfectant
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35129D
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English (en)
Original Assignee
S. W. PARKER und H. BLACKMAN in New-York, V. St. A.; Vertreter : Firma c. KESSELER in Berlin SW. 11
Publication of DE35129C publication Critical patent/DE35129C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
(V. S. A.).
Bei den am meisten gebräuchlichen Desinfectionsverfahren für Lumpen oder andere Faserstoffe, welche im allgemeinen darauf basiren, dafs die Lumpen etc. in einem verschlossenen Kessel der Einwirkung von Gasen ausgesetzt oder Flüssigkeiten getaucht werden, welche etwaige organische Keime zerstören, ist es zu einer durchgreifenden, wirksamen Desinfection durchaus erforderlich, die Lumpen etc. in losem, gelockertem Zustande zu behandeln.
Dieses Lösen der Ballen und Auflockern der zu desinficirenden Materialien kann natürlich für die damit beschäftigten Arbeiter und die in der Nachbarschaft befindlichen Personen sehr gefährlich werden, da etwa an den Materialien haftende Ansteckungsstoffe und Krankheitskeime sich hierbei leicht ablösen und von den Arbeitern aufgenommen werden können. Aufserdem ist mit dieser Arbeit des Lösens und Lockerns auch ein unnützer Zeit- und Arbeitsverlust verknüpft, und zudem erfordert dieses Verfahren sehr grofse, unhandliche Apparate, wenn jedesmal eine einigermafsen erhebliche Menge Lumpen etc. desinficirt werden soll.
Es ist aber besonders für Lumpen, welche aus Egypten und sonst aus dem Auslande eingeführt werden, äufserst erwünscht, dieselben in rascher und wirksamer Weise desinficiren zu können, um dadurch womöglich den Mafsregeln einer etwaigen Quarantaine zu entgehen.
Die oben erwähnten Nachtheile sollen durch den vorliegenden Apparat vermieden werden, indem mit Hülfe desselben die Lumpen oder sonstigen Faserstoffe im geschlossenen Ballen desinficirt werden.
Dieser Apparat ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι in Seitenansicht mit theilweisem Schnitt dargestellt; Fig. 2 zeigt den Apparat im Längsschnitt. Fig. 3 veranschaulicht das Ende eines Ballens nach erfolgter Desinfection. Fig. 4 zeigt ein Stück der Schraubenspindel, mittelst welcher die Vor- und Rückwärtsbewegung des Ballens geschieht. Fig. 5 und 6 sind zwei verschiedene Rohre zum Einführen der Desinfectionsgase oder Flüssigkeiten in die Lumpenballen.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einer aus geeignetem Material hergestellten Kammer A, welche an dem einen Ende mit einer grofsen Oeffnung A1 versehen ist, die durch eine an ihrer unteren Kante um Scharniere nach aufsen klappbare Thür B luftdicht verschlossen werden kann.
Wenn diese Thür geöffnet und heruntergeklappt wird, so bildet sie die Verlängerung des in der Kammer A angeordneten Doppelbodens B2, welcher aus einzelnen mit geringen Zwischenräumen verlegten, parallelen Latten oder Stäben besteht, so dafs die in die Kammer eingeprefste Desinfectionsflüssigkeit frei circuliren kann.
Zum Einbringen der Ballen in die Desinfectionskammer dient ein Wagen C1, dessen Räder auf den Stäben des Doppelbodens laufen, und welcher nach erfolgter Desinfection auf die herabgeklappte Thür B herausgefahren wird.
Uebrigens können auf dem Boden B2 und der Innenseite der Thür B auch besondere Schienen angeordnet sein und Wagenräder mit Flantschen benutzt werden.
An dem Wagen sind Ketten angebracht, welche durch eine geeignete Hebelspannvorrichtung D ein rasches Befestigen des Ballens auf dem Wagen gestatten.
Die Verschiebung des Wagens erfolgt durch Drehen einer Schraubenspindel E1, welche in einer am Wagen befestigten Hülse E ihre Mutter findet. Die Schraubenspindel E1 ist an ihrem einen Ende in einem Block E'2 und am anderen Ende in einer Hülse e2 gelagert, welche durch die hier erheblich verstärkte Wand der Kammer hindurchreicht; auf der Spindel E1 sitzt ein Zahnrad F, mittelst dessen die Spindel in geeigneter Weise in Umdrehung versetzt wird.
In der verstärkten Kammerwand sind in geeigneten Lagern G eine Anzahl (im vorliegenden Falle fünf) hohle Schraubenspindeln / gelagert, welche mit dem vorderen zugespitzten, geschlossenen Ende frei in die Kammer hineinragen. Im dargestellten Falle sind diese Spindeln im liegenden Kreuz angeordnet, wie Fig. 3 punktirt zeigt, und ist die mittelste Spindel mit Links-, die vier Eckspindeln dagegen mit Rechtsgewinde versehen, so dafs der Antrieb der vier Eckspindeln durch Zahnräder L von der mittleren Spindel aus erfolgen und diese letztere demnach entgegengesetzt rotiren kann.
Die Schraubenspindeln sind auf der ganzen Länge in der Kammer zwischen den Gängen z'1 mit zahlreichen Durchlochungen i versehen.
Neben der Desinfectionskammer befindet sich ein Behälter M, welcher den Schraubenspindeln gegenüber mit Stopfbüchsen m versehen ist, durch welche die Rohrspindeln / in das Innere des Behälters M hineinreichen und somit mit letzterem communiciren. Die mittlere Schraubenspindel reicht durch den Behälter M hindurch und trägt hier zwei feste Riemscheiben NN und eine lose O, welche zwischen den beiden ersten angeordnet ist. Auf den Scheiben N und O laufen zwei Riemen P in entgegengesetzten Richtungen, so dafs also die mittlere Spindel durch entsprechendes Umlegen der Riemen entweder nach rechts oder nach links in Umdrehung versetzt werden kann.
Der Behälter M steht durch ein Rohr R\ welches mit einem Absperrhahn r versehen ist, mit einem Behälter R in Verbindung, das die Desinfectionsflüssigkeit enthält.
Werden Gase oder Dämpfe zum Desinficiren benutzt, so kann der Behälter R fortfallen und die Gase treten dann am zweckmäfsigsten durch ein durch Hahn T absperrbares Rohr S in den Behälter M ein.
Das eine der Zahnräder L der hohlen Schraubenspindeln I steht mit einem Trieb U in Eingriff, welcher wiederum in das auf der Spindel E1 sitzende Zahnrad F eingreift, so dafs also sämmtliche Zahnräder von der mittleren Hohlspindel aus in Rotation versetzt werden. Letztere Spindel ist übrigens innerhalb des Behälters M theilweise ausgeschnitten, so dafs die in den Behälter eintretenden Desinfectionsgase bezw. Flüssigkeiten auch in diese Hohlspindel eindringen können.
Es empfiehlt sich, der Transportspindel E1 eine geringere Ganghöhe zu geben, als den Hohlspindeln /, und diesen Unterschied durch entsprechend schnellere Drehung der ersteren, was durch eine geeignete Zahnradübersetzung UF leicht erzielt werden kann, auszugleichen.
Im oberen Theil der Kammer befinden sich mehrere durchlochte Zwischenboden, auf welchen, je nach Wunsch, auch noch beliebig andere Gegenstände behufs Desinfection ausgebreitet werden können.
Auf der Kammer ist ein Behälter W angeordnet, welcher durch einen Kanal W1 mit dem Innern der Kammer communicirt. Der Behälter W enthält eine Desinfectionsflüssigkeit und bildet, da der Kanal W unterhalb des Niveaus der Flüssigkeit ausmündet, einen hydraulischen Abschluls für alle aus der Kammer nach dem Behälter aufsteigenden Gase und Dämpfe. Der freie Raum über der Desinfectionsflüssigkeit steht durch ein Rohr X1 mit einem Schornstein oder sonst geeigneten Abzugskanal in Verbindung.
Nachdem der Ballen mittelst der Spanriketten D auf dem Wagen befestigt ist, wobei bei regelmäfsig geschichteten Lumpen darauf zu achten ist, dafs diese Schichten senkrecht gegen die Richtung der Hohlspindeln zu liegen kommen, wird die betreffende Riemscheibe N der mittleren Hohlspindel angelasssen, derart, dafs die Transportspindel E1 den Wagen in die Kammer hineinbefördert. Hierbei trifft die vordere Stirnfläche des Ballens auf die Spitzen der Hohlspindeln J, welche sich, da sie von Anfang an ebenfalls rotiren, nun allmälig in den Ballen einschrauben.
Sobald der Ballen so weit vorgeschoben ist, dafs die Spindeln / vollständig in denselben eingedrungen sind, wird deren Drehung unterbrochen, die Thür B dicht geschlossen und nun die Desinfectionsmasse, sei es Gas oder Flüssigkeit, unter Druck in den Behälter M eingelassen, aus welchem dieselbe durch die

Claims (1)

  1. hohlen Spindeln bezw. deren Durchlochungen i in feinen Strahlen in die Lumpen strömt, bei der gleichmäfsigen Vertheilung der Hohlspindeln / in dem Ballen sämmtliche Theile desselben durchdringt und hierbei alle schädlichen und. ansteckenden animalischen und vegetabilischen Keime tödtet.
    Selbst wenn aber auch einzelne dieser gefährlichen Keime sich von dem Lumpenballen gelöst hätten und frei in der Kammer bewegten, so werden dieselben ebenfalls entweder direct durch die den Ballen durchdringenden Desinfectionsdämpfe vernichtet, oder aberschliefslich durch letztere nach dem Behälter W mitgerissen und hier von der betreffenden Flüssigkeit zerstört.
    Nachdem der Ballen der Einwirkung des Desinfectionsmittels genügend lange ausgesetzt gewesen ist, wird der Zuflufs des letzteren abgesperrt und nun kalte, trockene Luft durch irgend eine geeignete Vorrichtung in den Behälter M geprefst, aus welchem dieselbe in gleicher Weise, wie vorher das Desinfectionsmittel, durch den Ballen hindurchströmt, diesen abkühlt und die Lumpen trocknet und alle schädlichen Gase und Dämpfe aus dem Ballen und der ganzen Kammer austreibt, so dafs dieselben durch den Behälter W hindurchdringen müssen, wobei, wie erwähnt, alle etwa noch nicht getödteten schädlichen Keime zerstört werden.
    Dieses Kühlen und Trocknen der Lumpen innerhalb der Kammer kann zwar in einzelnen Fällen unterbleiben, doch erscheint es sehr zweckmäfsig.
    Nachdem auf diese Weise der Desinfections-. Vorgang beendet ist, wird die Thür B geöffnet und sämmtliche Spindeln nunmehr in umgekehrter Richtung in Umdrehung versetzt, so dafs der Ballen sich also allmälig wieder von den Schrauben / löst und der Wagen durch die Transportschnecke E1 aus der Kammer herausbefördert wird und nach Entfernung des Ballens ein neuer Ballen dem gleichen Procefs unterworfen werden kann.
    Die Hohlspindeln / könnten übrigens auch nur theilweise mit Gewinde versehen sein oder überhaupt Hohlspindeln ohne jedes Gewinde benutzt werden, Fig. 6, und könnte bei letzteren auch selbst die Drehbewegung fortfallen; doch erfüllen die durchweg mit Gewinde versehenen rotirenden Spindeln ihren Zweck am besten. Auch ist es zweckmäfsig, denselben einen möglichst grofsen Querschnitt zu geben, so dafs die Pressung am Gewinde eine ziemlich erhebliche wird und die Gase und Dämpfe nicht längs der Spindel entweichen können, sondern sich unbedingt durch die Lumpen etc. hindurchzwäiigen müssen.
    Es kann bei dem beschriebenen Apparat jedes beliebige Desinfectionsmittel in Anwendung kommen, z. B. schweflige Säure als Gas oder Flüssigkeit, überhitzter Dampf, Carbolsäure, Chlor oder Schwefel enthaltende Dämpfe oder Lösungen, oder auch eine Lösung, welche eine geringe Quantität Quecksilbersublimat enthält.
    Wendet man ein flüssiges Desinfectionsmittel an, so empfiehlt es sich, dasselbe mit Luft zu vermischen, so dafs es in zerstäubtem Zustande durch die Hohlspindeln in die Lumpen eingeprefst wird.
    Uebrigens könnte das Verfahren natürlich auch umgekehrt werden, d. h. das Desinfectionsmittel von aufsen in den Ballen eingeführt und aus dem Innern desselben abgesogen werden.
    Man würde in diesem Falle, sobald der Ballen in der oben beschriebenen Weise über die Hohlspindeln geschoben ist, in irgend geeigneter Weise in der Kammer eine Luftleere erzeugen, so dafs das den Ballen umgebende Desinfectionsmittel von selbst in das Innere desselben eindringt und dann durch die Hohlspindeln hindurch ab- und hierbei eventuell noch durch einen mit Desinfectionsflüssigkeit gefüllten Behälter hindurchgesaugt werden kann.
    In gleicher Weise kann auch die zum Trocknen und Kühlen dienende Luft von aufsen durch den Ballen hindurchgetrieben werden.
    Statt der Saugwirkung kann bei genügender Festigkeit der Kammer das Desinfectionsmittel und später die Luft einfach durch Ueberdruck von aufsen in das Innere des Ballens hineingeprefst werden, so dafs dieselben dann von selbst durch die Hohlspindeln I wieder austreten.
    Pa τ ε nt-An s Pr Oc he:
    i. Bei einem Apparat zum Desinficiren von Lumpen und sonstigen Fasermaterialien in Ballen mit Anwendung einer oder mehrerer perforirten, eventuell mit Schraubengängen versehenen Hohlspindeln, welche in den Ballen eindringen bezw. sich in denselben einschrauben und ein gleichmäfsiges Eindrücken oder Absaugen der desinficirenden Flüssigkeiten oder Gase ermöglichen, die Verbindung der folgenden Einrichtungen:
    a) die Anordnung einer Spindel E1 behufs geeigneten Vorschubs des den Ballen tragenden Wagens;
    b) die Anordnung eines von der mittleren Hohlspindel aus in Bewegung gesetzten Zahnradgetriebes behufs gleichmäfsigen Eindringens der Hohlspindeln in den Ballen;
    c) die Communication dieses Apparates mit einem die desinficirenden Flüssigkeiten oder Gase enthaltenden Be-
    hält er M vermittelst der direct bis in letzteren hineinreichenden perforirten Spindeln /.
    Bei dem durch den Anspruch i. gekennzeichneten Desinfectionsapparat die Anordnung eines mit Desinfectionsflüssigkeit gefüllten Behälters W, welcher durch einen unterhalb des Flüssigkeitsniveaus ausmündenden Kanal W1 mit der Desinfectionskammer und durch ein Rohr X1 mit einem Abzugskanal communicirt, derart, dafs sä'mmtliche aus der Kammer nach dem Abzugskanal entweichenden Gase oder Dämpfe durch die Flüssigkeit hindurchtreten müssen und somit einer Reinigung unterliegen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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