DE349740C - Saeurekammern, Saeuretuerme, Saeuregasleitungen und aehnliche Einrichtungen - Google Patents
Saeurekammern, Saeuretuerme, Saeuregasleitungen und aehnliche EinrichtungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
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Description
- Säurekammern, Säuretürme, Säuregasleitungen und ähnliche Einrichtungen. Die Erfindung bildet eine Abänderung der Bauweise, die in der Patentschrift 346187 für die Konstruktion von Säurekammern, Säuretürmen, Säuregasleitungen und ähnlichen Eir.-richtunizen beschrieben ist und betrifft im besonderen nur solche Säurekammern usw., bei denen für die Wandungen Platten aus Quarzglas oder einem sonstigen glasartigen Stoffe benutzt sind. Man kann nämlich Platten aus solchen Baustoffen ohne Schwierigkeit mit verstärktem Rande herstellen, so daß sie erheblich größere Steifigkeit erhalten als ebene Platten, und nicht mehr eine Befestigung am ganzen Umfang erfordern. DieErfindung besteht darin, daß man die die Wandungen tragende, in s-ch steife Rahmenkonstruktion, die bei der Ausführung gemäß dem Hauptpatente mit in die Wandung hineingebaut erscheint, ganz außerhalb des säureerfüllten Raumes anordnet und den die eigentliche Wandung bildenden Platten, die sodann an den Innenseiten dieser Rahmer.-konstruktion zu befestigen sind, einen verstärkten Rand gibt, mit dem sie unmittelbar aneinander grenzen, so daß eine Kammer entsteht, deren Innenraum einheitlich von dem Baustoffe der verwendeten Platten begrenzt ist. Durch diese Anordnung erhält-man, ohne von den bisherigen Vorteilen etwas zu verlieren, eine einfachere und billigere Ausführung der Rahmenkonstruktion, da sie nicht mehr aus säurebeständigem Baustoff hergestellt zu werden, braucht und nur als Tragkonstruktion zu dienen hat.
- Eine Schwefelsäurekammer, die einen vollständig an Glas grenzenden Innenraum besitzt, ist bereits in Dinglers polytechnischem Journal, Bd. 115, Seite 127ff. beschrieben. Diese Kammer hat jedoch den großen Nachteil, daß die die Wandung bildenden Glasplatten nicht in einer Rahmenkonstruktion Halt finden, sondern vielmehr lediglich durch schmale Holzleisten" miteinander verbunden sind, so daß eine solche Kammer in keiner Weise den praktischen Anforderungen genügen kann. Demgegenüber liegt der Wert der vorliegenden Erfindung darin, daß nicht die Platten erst den Zusammenhalt der ganzen Kammer bilden müssen, sondern daß als Ausgangsform unabhängig von der eigentlichen Wandung eine tragende, in sich steife Rahmenkonstruktion geschaffen ist, die imstande ist, den daran zu befestigenden dünnen Platten den erforderlichen Halt zu gewähren.
- Die Verbindung der einzelnen Platten untereinander und mit der Rahmenkonstruktion kann beliebig ausgeführt sein. - Eine einfache Befestigungsweise erhält man, wenn man an jeder Plattenecke eine durch die Wandung hindurchgehende Schraubenverbindung anordnet, die zugleich die Verbindung mit der Rahmenkonstruktion herstellt. Bei Verwendung größerer Platten kann es erforderlich werden, dic einzelnen Platten außer an den Ecken auch noch an weiteren Stellen miteinander oder mit der Rahmenkonstruktion zu verbinden. Die Befestigung der Platten kann auch derart ausgeführt werden, daß bei Bruch einzelner Platten ein leichtes Auswechseln ermöglicht ist. Wird zu diesem Zwecke die Verstärkung des Plattenrandes nach Art eines Flansches geformt, so kann man außerdem noch die Verbindung der Platten miteinander und mit der Rahmenkonstruktion ausschließlich auf der Außenseite anbringen und dadurch alle in den säureerfüllten Raum hineinragenden Teile vermeiden. Auch kann es unter Umständen zweckmäßig sein, daß die einzelnen Platten mit den zusammenstoßenden Rändern sich etwas überdecken, um eine bessere Abdichtung zu ermöglichen. Im allgemeinen wird es jedoch genügen, die Stoßfugen der stumpf aneinander stoßenden Platten mit Hilfe eines Kittes zu dichten.
- Auf der Zeichnung ist ein Stück einer Säurekammerwand dargestellt, die aus quadratischen, stumpf aneinander stoßenden Platten gebildet ist. Abb. 1 zeigt eine Ansicht der Wand von außen nach weggeschnittener Rahmenkonstruktion, Abb. 2 einen lotrechten Schnitt durch die Wand. Die eigentliche Wandung besteht aus Quarzglasplatten a, die einen ringsum laufenden verstärkten Rand a1 besitzen und unmittelbar aneinander stoßen. Die Stoßfugen sind mit Kitt gedichtet zu denken. An jeder Plattenecke befindet sich ein durch die Wandung hindurchgreifender Schraubenbolzen b, der die an der Ecke zusammenstoßenden vier Platten a unter Zwischenschaltung von je zwei Bleischeiben c miteinander verbindet und seinerseits in der durch ein U-Eisen d angedeuteten Rahmenkonstruktion befestigt ist. Der im Innern der Säurekammer befindliche Kopf b1 des Bolzens b ist mit einem säurebeständigen Emailüberzug versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Säurekammern, Säuretürme, Säuregasleitungen und ähnliche Einrichtungen nach Patent 346187 mit Platten aus Quarzglas oder einem sonstigen glasartigen Stoffe, die eine zusammenhängende Auskleidung des Säureraums bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die die Wandungen tragende, in sich steife Rahmenkonstruktion ganz außerhalb des säureerfüllten Raums angeordnet ist und die an dieser befestigten Platten einen verstärkten Rand besitzen, mit dem sie unmittelbar aneinander grenzen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE349740T | 1919-09-09 |
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|---|---|
| DE349740C true DE349740C (de) | 1922-03-07 |
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|---|---|---|---|
| DE1919349740D Expired DE349740C (de) | 1919-09-09 | 1919-09-09 | Saeurekammern, Saeuretuerme, Saeuregasleitungen und aehnliche Einrichtungen |
Country Status (1)
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- 1919-09-09 DE DE1919349740D patent/DE349740C/de not_active Expired
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