DE349253C - Verfahren zur Herstellung von spinn- und webbaren Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von spinn- und webbaren Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs

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DE349253C
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straw
grass
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JOHANNES CLAZINUS MARIE VAN DI
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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  • Textile Engineering (AREA)
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  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von spinn- und webbaren Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs. In den letzten Jahren hat man-viele Versuche gemacht, um die Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs zum Spinnen und Weben geeignet zu machen.
  • Bekannt ist ein Verfahren, nach dem die Grundstoffe 11., Stunde lang in einer kaustischen Lauge gekocht, dann ausgewaschen und darauf nochmals 1i, Stunde lang in einem Bade, in dem Kupfersulfatammoniak und gegebenenfalls Soda gelöst sind, gekocht werden. Schließlich wird nach diesem bekannten Verfahren die Faser abermals ausgewaschen, worauf sie getrocknet werden kann. Dies Verfahren ist an die Innehaltung hoher Temperaturen gebunden und daher umständlich.
  • Nach vorliegender Erfindung soll die ganze Behandlung des Ausgangsstoffes, abgesehen von dein Auswaschen, in einem einzigen Arbeitsgang vorgenommen werden und durch Abänderung der verwendeten Bäder in kurzer Zeit bei Temperaturen nicht über ioo° eine gut spinn- und webbare Faser erhalten werden.
  • Das neue Verfahren besteht darin, daß die genannten Grundstoffe in einer Lösung von Natronlauge mit Kupfersulfat und einer kleinen Menge Chlorammonium gekocht werden. Zu der Behandlung von Stroh kann man die Verhältnisse wie folgt wählen: io- bis zoprozentige Ätznatronlösung, ungefähr % Prozent Kupfersulfat (berechnet auf das Gewicht des verarbeiteten Strohs) und 5 bis 6 Tropfen gesättigter Cblorammoniumlösung auf das Liter Natronlauge.
  • Der Ausgangsstoff braucht, je nachdem er mehr oder weniger frisch ist, nur 15 Minuten bis höchstens 1/, Stunde lang gekocht zu werden. Das Kochen findet in einer Vorrichtung statt, in der das ganze Gemisch gut umgerührt wird. Die Fasern werden danach aiils der Lösung herausgenommen und mit kochendem Wasser so lange ausgewaschen, bis die alkalische Reaktion verschwunden ist. Das Produkt wird dann getrocknet.
  • Durch das Verfahren wird erreicht, daß die Fasern rein gewonnen und weniger angegriffen werden als bei dem bekannten Verfahren. Die Fasern sind dabei bedeutend kräftiger, weil die Kieselsäure nicht vollkommen gelöst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von, spinn-und webbaren Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundstoff in einer Lösung von Natronlauge mit Kupfersulfat und einer geringen Menge gesättigter Chlorammoniumlösung gekocht, dann mit kochendem Wasser ausgewaschen und schließlich getrocknet wird.
DENDAT349253D 1914-12-18 Verfahren zur Herstellung von spinn- und webbaren Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs Expired DE349253C (de)

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