DE348610C - Elektromotor fuer Wechselstrom hoher Periodenzahl - Google Patents

Elektromotor fuer Wechselstrom hoher Periodenzahl

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DE348610C
DE348610C DE1915348610D DE348610DD DE348610C DE 348610 C DE348610 C DE 348610C DE 1915348610 D DE1915348610 D DE 1915348610D DE 348610D D DE348610D D DE 348610DD DE 348610 C DE348610 C DE 348610C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • H02K99/20Motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

  • Elektromotor für Wechselstrom hoher Periodenzahl. Zur Umwandlung von Wechselströmen hoher Periodenzahl in dynamische Energie müssen besondere Arten von Elektromotoren verwendet werden. Es sind dafür verschiedene Bauarten vorgeschlagen worden, z. B. Kondensatorinotoren, hei denen Stator und Rotor aus Tncluktionskondensatoren bestehen.
  • Iss wurde nun gefunden, (iaß solche @Iotoren durch eine im folgenden beschriebene neue Konstruktion der Induktionskondensatorflächen eine wesentliche Verbesserung erfahren. Erstens wird ihre Wirksamkeit höher, und zweitens eignen sich finit solchen neuartigen Kondensatorflächen ausgestattete Motoren in hervorragender Weise auch für die L nitN-an(1-lung elektromagnetischer Schwingungen sehr hoher Wechselzahl und ungedämpfter Natur in mechanische Energie. Es hat sich gezeigt, daß diese Vorteile dann erreicht werden, wenn die Kondensatorflächen auf dem Stator und Rotor aus gut leitenden, eisenfreien Bändern oder Drähten hergestellt sind, die in besonderer Weise spiralförmig gebogen oder gewickelt sind.
  • Abb. i stellt das Schema eines Elektromotors für Wechselstrom hoher Periodenzahl dar. Es ist für das Verständnis erforderlich, den Grundgedanken dieser Motoren zunächst an diesem einfachsten Schema zu erklären.
  • Von einer Energiequelle mit genügend hoher Spannung (Wechsel- oder Gleichstrom) werden die inneren Platten der Kondensatoren und 6 bei Funkenstrecke 7, 8 geladen, bis die Spannung so weit gestiegen ist, daß ein Funke überspringt.
  • Da die Funkenstrecke j, 8 über ' Kondensator 5, selbstinduktive Spule 9 und Kondensator 6 einen geschlossenen, oszillatorischen Kreis bildet, so werden in diesem Kreis Entladungen der elektromagnetischen Schwingungen hoher Wechselzahl erzeugt. Die erzeugten Schwingungen hoher Wechselzahl im Priniärkreis 9 erregen durch Induktion im Sekundärkreis io Schwingungen derselben Periode und Zahl. Nach Beendigung der ersten Entladung haben wir die gleichen Verhältnisse wie zu Anfang so lange, als Strom gewünschter Spannung überhaupt zugeführt wird.
  • Durch die durch Induktion gebildeten Entladungen im Sekundärkreis wird der Motor gespeist. Hier möge kurz (las Motorsy stein Tesla Erwägung finden (schematisch gezeichnet auf Abb. i, Ziffer 16 und 17), das auch gestattet, Schwingungen hoher Wecliselzalil kinetisch zu verwerten. Dasselbe gründet sich auf die Erscheinungen der magnetischen Hi#-steresis,weshalb der Motor aus eisernen Stiften und 'metallischen Scheiben hergestellt ist. Bei der Einwirkung von elektromagnetischen Schwingungen hoher Wechselzahl wird eine Umlaufbewegung erhalten. Das Tesla-Systein hat jedoch für die Ausführung großer Ma-Z, keinerlei praktisches Interesse wegen der Unmöglichkeit der Regulierung und wegen des niedrigen Nutzeffektes.
  • Bei dem Typus der Kondensatormotoren werden keine inagrzetisierbaren Metalle verwendet. Die positive Elektrizität strömt durch Leitung 1q. zu gleicher Zeit zur Statorfläche i und zur Bürste flx, welche mit Rotorkondensatorfläche 3 und 3Q verbunden ist. Sowohl Staturfläche r als auch Rotorfläche 3 und 3u werden dadurch finit positiver rlektrizität geladen, welche auf den diesen Flächen gegenüberliegenden Kondensatorbelägen .4 und .4" durch Induktion eine negative La(lung erzeugt. Statorfläche i und Rotorfläche 3 sind also beide mit positiver Elektrizität und die andere Rotorfläche q. und 4, durch Bürste 4.,. mit negativer Elektrizität geladen. Da aber gleiche Ladungen einander abstoßen, so lomint der Rotor in drehende Bewegung; ohne die Zusatzstatorflächen (12 und i i) würde der Motor wie gewöhnliche Synchronmotoren mit gewöhnlichem Wechselstrom in beliebiger Richtung anzulassen sein. Durch einen Umschalter (auf der Zeichnung nicht angegeben) kann eine von diesen Zusatzstatorflächen ausgeschaltet werden, wodurch erzielt wird, daß die Drehung stets im gleichen Sinn erfolgt.
  • Bei umgekehrter Stromrichtung während der zweiten Hälfte der Schwingungsperiode werden alle oben angegebenen Erscheinungen in umgekehrter Reihenfolge eintreten, was aber keine Veränderung im Drehsinn hervorruft, weil die toten Punkte zwischen zwei Schwingungsrichtungen teils durch aufgespeicherte Rotorenenergie, teils durch Selbstinduktion überwunden werden. Nach einer halben Unidrehung des Rotors kommt die Bürste 3, mit der zweiten Kollektorfläche d. in Verbindung, so daß jetzt diese Fläche durch Bürste 3,. mit Statorfläche i verbunden wird und die Bürste 4.,; mit der Kollektorfläche 3 (also umgekehrt) in Berührung kommt usw.
  • Obwohl dieser Motor leicht in Bewegung zu setzen ist, ist er nur anzuwenden fürkleine Versuchs- und Meßapparate, weil die aus massivem Metall bestehenden Stator- und Rotorflächen sich (huch Foucaultströnie unter Uniständen sehr stark erhitzen. Außerdem ist der Nutzeffekt äußerst gering, nur etwa io bis 15 -Prozent. [in Verlauf von Untersuchunge11 über rlieseErscheinungenwurde gefunden, (iaß der Nutzeffekt wesentlich erhöht werden kann, wenn die Kondensatorflächen des Motors und Rotors finit Einschnitten versehen «-erden. Zweckmäßig gibt man (lein f:inschnitten Spiralform (Abb.2), wodurch nicht nur ein höherer Nutzeffekt, sondern aticli ein leichteres Anlassen des Motors und s-,ar edle IZegulierung möglich wird.
  • Bei solchen Motoren wird eine gleiclizt#itir;e. kontinuierliche Kondensator- und Induktionswirkung erzielt; sie eignen >ich bei dieser Konstruktion liervorragcn(1 zur t'inwandlung von elektromagnetischen Scliwi1lrtuigen mit hoher @`@ecl1selzahl, Ilesun@lers solchen uligedä mpfter Natur, in nieclisini.,clie l#.nei#gie.
  • Dran kann z. 1i. die Statur- unil IZotorl:oildensatoren aur11 in rk-r auf .\b1,. ,, schematisch angedeuteten F<>rin ;tti.iiilireil. l,in vierpolig er Motor nach dein Schema rlcr _\f111. @. mit solcliell aus sllirtilf;ü-lllig gcl%.icl<c#Iten Drälltell oder Bändern 1lestelieliclcn Stator- find hotorkoilrlells.itoreil stellt einen in jeder liezichung gut arbcifciiden l%-.cri,iclciisatorniotor für @ochsc:hwiligcilde elektrrnli:ignetisclie .l,11tladungcn dar. Dabei wurde bcinerlct, daß sich diese \lotoren sehr cnipfindlich gegenüber I-,c#scliitnizerscheinungctl zeigen tnict dann Bim besten arbeiten, wenn Stator- und Rotorflächen gleiche Kapazität und Selbstinduktion besitzen. In diesem Fall befinden Sich die Stator- und lZotorwirlctnigeii in 1\.esoiiaiiz.
  • Solche Stator- und Rotorflächen kinnen ohne weiteres als elektromagnetische Pole angesehen werden, obwohl sie nicht aus elektromagnetiscbem Metall gemacht sind, wie es bei .lslektroiiiagneten der Fall ist.
  • Verwendet man für die in Abb.3 veranschaulichte Wicklung gut isolierte Drähte, so ist die Möglichkeit gegeben, dieselben in der Stator- oder I'#otorgrundfläche einzubetten, wie es schon bei gewöhnlichen Ein- und 1lehrphaseninotoren geschieht. Gleichfalls ist die Möglichkeit gegeben, durch Erhöhung der Windungszahl eine mehr oder weniger große Veränderung des Selbstinduktionskoeffizienten herbeizuführen, was wiedertoll erlaubt, Motoren für die verschiedensten Spannungen und Inrlitlctioiiskoeffizietiten zu konstruieren.
  • Ahb. 5 veranschaulicht weiterhin eine derartige flache Statorwicklung für eine vier-oder mehrpolige Statorfläche (nur zwei Polflächen dargestellt). Wie aus der Zeichnung zu crsellen ist, muß die Wicklung i auf der ersten Polfläche von rechts nach links, auf der zweiten Polfläche von links nach rechts gewikkelt werden; auf der dritten wieder wie auf der ersten usf., so daß letzten Endes vier oder mehr elektromagnetische Polflächen gebildet werden, die der Reihenfolge nach ihre Polarität ändern. In ähnlicher Weise wird auch die Rotorfläche gewickelt.
  • Für die Praxis wird es sich nicht empfehlen, Motoren mit nur vier Polen, sondern solche mit mindestens acht oder besser noch erheblich mehr Polen zu verwenden. Abb.6 stellt einen achtpoligen Klotor dar, bei dein je acht geschlossene Induktionskondensatorkreise auf Stator und Rotor aufmontiert sind. Die einzelnen Induktionskondensatoren (auf dein Stator i bis 8 und auf dem Rotor 9 bis 16) sind in Serien geschaltet und nach Schema :1111i. 3 oder 5 aus nicht niagnetisierbaren ütetallrlräliten oder -bändern gewickelt. Diese :\i-1. rler Schaltung und Wicklung macht den \Iotclr ganz besonders für Speisung sowohl finit c#1(-l:troiiiaglietisclien Schwingungen hoher \\'eclisclz@ilil als auch iiiit statischer I?lelctrizit;it hoher Spannung geeignet.
  • I@riucaulistr<ime oder ähnliche schädliche \ebeliersubeilitingen treten bei diesen Motoren nicht auf.
  • C)er lZotor besitzt auf der Achse einen Kollektor mit acht Lamellen, die voneinander gtit isoliert und durch 'Verbindungsdrähte mit den 1`oiirleilsatoren leitend verbunden sind. Auf den Lamellen (i und 5) schleifen zwei Bürsten (wie bei (lleichstrotnniaschinen), welche direkt oder über eingeschaltete, regulierbareOhtnscbe oder Induktionswiderstände mit Leitung 14. und 15 verbunden sind. Den I,,oi-idensatorflä chell 3 und 7 des Stators werden statische Elektrizität oder die elektromagnetischen Schwingungen zugeführt. Diese verteilen sich mit paralleler Richtung in die beiden Hälften rles Statorringes in der Weise, daß bei 14 imgegebenen Moment positive Elektrizität zufließt und bei 15 negative Elektrizität in gleicher Weise abfließt. Dasselbe wird in der gleichen Weise beim Rotor durch die Bürsten erzielt.
  • Die maximale Spannung der Kondensatorbeläge wird im Stator an den Anschlußstellen der Leitung (1.4 und 15) auftreten, im Rotor dagegen unter einem Winkel von etwa 9o° bei den Lamellen i und 5, also bei den zwei Bürsten. Es erfolgt dabei eine Abstoßung des Rotors gegenüber dem Stator, und zwar fortdauernd, da die Bürsten ihren Platz bei-behalte,.

Claims (1)

  1. PATENT- ALISPRUCF3: Elektromotor für Wechselstrom hoher Periodenzahl, wobei Stator- und Rotorleiter aus in Reihe oder in geschlossenem Ring geschalteten Induktionskondensatoren bestehen und der Strom dem I'`otor mittels zweier Bürsten zugeführt wird, die auf einem Kollektor schleifen, welcher eine der Zahl der Induktionskondensatoren entsprechende Zahl von Lamellen besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Monden-Batorflächen aus gut leitenden, eisenfreien, spiralförmig gebogenen oder gewickelten Bändern oder Drähten leergestellt sind.
DE1915348610D 1915-03-12 1915-03-12 Elektromotor fuer Wechselstrom hoher Periodenzahl Expired DE348610C (de)

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WO1983001713A1 (fr) * 1981-10-29 1983-05-11 Cap, Ferdinand Machine electrique parametrique

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