DE348492C - Verfahren zur Massenherstellung keimfreier Packungen - Google Patents
Verfahren zur Massenherstellung keimfreier PackungenInfo
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- DE348492C DE348492C DE1920348492D DE348492DD DE348492C DE 348492 C DE348492 C DE 348492C DE 1920348492 D DE1920348492 D DE 1920348492D DE 348492D D DE348492D D DE 348492DD DE 348492 C DE348492 C DE 348492C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L2/00—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
- A61L2/02—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
- A61L2/04—Heat
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- Container Filling Or Packaging Operations (AREA)
Description
- Verfahren zur Massenherstellung keimfreier Packungen. Die. bisherigen Packungen keimfreier Präparate aus Pappe haben den Nachteil, daß der keimfrei gemachte Inhalt in irgendeiner sterilen Hülle in die nicht entkeimte Schachtel verpackt wird, so daß nach dem Einbringen die gesamte Packung nochmals sterilisiert werden mußte. Die Sterilisation geschah entweder in einem Ofen, der mittels Hand beschickt und entleert wurde, oder in keimtötenden Gasen. Die Packungen waren, damit die Hitze bzw. die Gase zum Inhalt gelangen konnten, mit Lochungen versehen, die durch Zukleben oder in anderer geeigneter Weise nach versuchter Keimfreimachung verschlossen wurden. Die Erfahrung hat gelehrt, daß dieses bisher geübte Verfahren keine Gewähr für Keimfreiheit bietet.
- Ferner kommen die bisher bekannten Sterilisationsöfen für eine wirtschaftliche und einwandfreie Massensterilisation nicht in Frage, da die Gegenstände von Hand in den Ofen gebracht und von Hand herausgenommen werden mußten. Dieses Verfahren ist umständlich und kostspielig. Die Öfen müssen zum Zwecke der Beschickung und Entleerung geöffnet werden und bleiben häufig längere Zeit geöffnet, wodurch ein großer Wärmeverlust eintritt; außerdem liegt die Gefahr vor, daß die zu sterilisierenden Gegenstände wieder unsauber werden. Da erfahrungsgemäß zum Sterilisieren ein längerer Zeitraum erforderlich ist, müssen die nach dem alten Verfahren hergestellten Sterilisationsöfen sehr groß sein. Bei der Herstellung von Massenartikeln ist außerdem stets eine größere Anzahl Ofen erforderlich. Das nachfolgend beschriebene Verfahren bietet dagegen unbedingte Gewähr für völlige Keimfreiheit sowohl der die sterilisierten `,Gegenstände unmittelbar umgebenden Hülle als auch des Inneren der zu ihrer Aufbewahrung dienenden äußeren Schachtel. Der, dabei zur Anwendung kommende Sterilisationsofen gestaltet den Sterilisationsprozeß erheblich billiger.
- Die zur eigentlichen Verpackung der sterilen Gegenstände dienenden Hüllen werden in beliebiger Form auf Pressen hergestellt. Sie gelangen von diesen Pressen selbsttätig in einen mit Förderanlage versehenen Sterilisationsofen, der durch Gas oder andere offene Flammen, durch Dampf oder durch Elektrizität auf die zur Sterilisation notwendige Temperatur gebracht wird. Auf der Fördervorrichtung wandern die Gegenstände durch den Ofen mit passender Geschwindigkeit hindurch und gelangen nach erfolgter Keimfreimachung aus dem bis auf die Ein- und Austrittsöffnung völlig geschlossenen Ofen in den möglichst steril gehaltenen Verpackungsraum.
- Die Förderanlage kann beliebig gestaltet sein. Sie kann beispielsweise aus einzelnen Transportbändern bestehen, die in entgegengesetzter Richtung laufen, so daß der Gegenstand jeweils von dem oberen auf das untere Förderband fällt, um am Schluß herausgeschafft zu werden.
- Sie kann auch nach Art der russischen Schaukeln aus einzelnen Bechern bestehen, die stets senkrecht hängen und in Schlangenlinien durch den Ofen hindurchgeführt werden.
- Ferner kann die Anlage aus um zwei Drehpunkte horizontal gelagerten Förderbändern, die alle in gleicher Richtung laufen, bestehen, wobei an einer Endstelle die Gegenstände auf das darunterlicgende Förderband. fällen; oder aus Schrieclren- aus. -Bleck-, be@shen.
- An der Austrittsöffnung können die Hüllenteile entweder in ein steriles Gefäß fallen oder durch eine beliebig anzubringende Förderanlage unmittelbar auf einen sterilen Arbeitstisch gebracht werden. Um eine völlige Keimfreiheit zu gewährleisten, kann der Sterilisationsofen so aufgestellt werden, däß seine Austrittsöffnung sich in einem anderen, keimf-ei gemachten Raume befindet als die Eintrittsöffnung.
- Die zur Verpackung der Hüllen dienenden Außenschachteln beliebiger Form werden in der gleichen Weise auf Pressen hergestellt, durch einen gleichen Sterilisationsofen hindurchgeführt und ebenfalls wie vorbeschrieben steril gesammelt oder auf den Arbeitstisch gebracht. Es ist dadurch die Gewähr gegeben, daß sowohl die Innenhülle als auch die Außrnschachtel innen und außen vollkommen keimfrei ist. Die innere Hülle wird sodann im keimfreien Raume nach dem Einbringen des Inhaltes ohne Verwendung eines Klebstoffes in geeigneter Weise keim- und staubfrei durch Einbördeln auf Pressen geschlossen. Nach Einbringung der inneren Hülle wird die äußere Schachtel verschlossen und durch Umkleben eines Streifens, der mit einem sterilen Klebstoff versehen ist, abgedichtet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Massenherstellung keimfreier Packungen, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise hergestellte Schachtelteile bzw. Hüllen usw. mittels einer gegebenenfalls aus mehrerenTeilen zusammengesetzten Fördereinrichtung durch einen Trockensterilisierofen hindurch und aus diesem einem möglichst steril gehaltenen Verpackungsraum zugeführt werden.-a. Verfahren zur Massenherstellung steriler Packungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Verpackung eine aus zwei Teilen bestehende Hülle verwendet wird, die im Verpackungsraum nach Einlegung des keimfreien Gegenstandes durch Einbördeln eines Randes auf Pressen o. dgl. keim- urid staubfrei geschlossen und in eine Schachtel o. d` 1. eingelegt wird, welche durch einen mit sterilem Klebstoff versehenen Streifen abgedichtet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348492T | 1920-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348492C true DE348492C (de) | 1922-02-10 |
Family
ID=6257409
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920348492D Expired DE348492C (de) | 1920-12-11 | 1920-12-11 | Verfahren zur Massenherstellung keimfreier Packungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348492C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971087C (de) * | 1951-08-11 | 1958-12-04 | Spinnbau G M B H | Verfahren und Anlage zum Herstellen von keimfreier Verbandwatte |
-
1920
- 1920-12-11 DE DE1920348492D patent/DE348492C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971087C (de) * | 1951-08-11 | 1958-12-04 | Spinnbau G M B H | Verfahren und Anlage zum Herstellen von keimfreier Verbandwatte |
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