DE348146C - Verfahren zur Herstellung von AEthylalkohol aus Acetaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von AEthylalkohol aus Acetaldehyd

Info

Publication number
DE348146C
DE348146C DE1918348146D DE348146DD DE348146C DE 348146 C DE348146 C DE 348146C DE 1918348146 D DE1918348146 D DE 1918348146D DE 348146D D DE348146D D DE 348146DD DE 348146 C DE348146 C DE 348146C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen
aldehyde
excess
acetaldehyde
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1918348146D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lonza AG
Original Assignee
Lonza AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lonza AG filed Critical Lonza AG
Application granted granted Critical
Publication of DE348146C publication Critical patent/DE348146C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/132Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group
    • C07C29/136Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH
    • C07C29/14Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of a —CHO group
    • C07C29/141Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of a —CHO group with hydrogen or hydrogen-containing gases

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Äthylalkohol aus Acetaldehyd. Bei der Herstellung von Äthylalkohol aus Acetaldehyd durch Überleiten von Wasserstoff und Aldehyddampf über einen Katalysator entsteht, wenn man nach der Beschreibung von Sabatier und Senderens (Annales de Chimie et de Physique [81, q., 395 [19o5], der einzigen maßgebenden, allerdings auch an anderen Literaturstellen abgedruckten Veröffentlichung über diesen Gegenstand) arbeitet, ein durch Aldehyd stark verunreinigter Alkohol. Angaben über das Mengenverhältnis des Aldehyds zum Wasserstoff sind a. a. O. nicht zu finden. Benutzt man ein Gemisch von einem Volumteil Aldehyddampf und zwei Volumteilen Wasserstoff, so lehrt die Erfahrung, daß das Kondensat 2o bis 50 Prozent Aldehyd enthält, je nach der Temperatur, bei der man kondensiert.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diese Verunreinigung bis zu einem sehr kleinen Bruchteil von Prozenten herabdrücken kann, wenn man den Wasserstoff in großem. Überschuß anwendet. Z. B. erhält man unter den Bedingungen, bei denen man bei doppeltem Überschuß 3o Prozent Aldehyd im Alkohol erhält, bei sechsfachem Wasserstoffüberschuß ein Kondensat mit etwa 2 Prozent Aldehyd, bei einem Überschuß von etwa x : 3o ein solches mit o,o5 Prozent Aldehyd. Es spielen da zwei Einzeleinflüsse eine Rolle, einmal die Tatsache, daß der Wasserstoffüberschuß eine die aus dem Massenwirkungsgesetz herzuleitenden Erwartungen weit übertreffende Wirkung auf die Vollständigkeit der Umsetzung ausübt, und ferner die Tatsache, daß der Wasserstoffüberschuß die Kondensation des Aldehyds in höherem Maße verhindert als diejenige des Alkohols. Zwar erhält man, wenn man die sonstigen günstigen Bedingungen, Temperatur und Gasgeschwindigkeit, innehält, auch mit nur doppeltem Wasserstoffüberschuß in der ersten Viertelstunde einen aldehydarmen Alkohol, der aber übelriechende Beimengungen hat, die zwar später verschwinden; aber einem mehr und mehr steigenden Aldehydgehalt Platz machen; bei großem Wasserstoffüberschuß jedoch bleiben die schlechtriechenden Verunreinigungen gänzlich fort, und der Aldehydgehalt bleibt tage- und wochenlang auf seinem niedrigen Stand.
  • Eine weitere auffallende, bisher völlig unbekannt gewesene Wirkung des Wasserstoffüberschusses, die wenigstens zum Teil die Ursache der obenerwähnten Verringerung des Aldehydgehaltes des Produktes sein dürfte, zugleich aber möglicherweise die Folge der durch Nebenreaktionen entstehenden, analytisch kaum mehr nachweisbaren Beimengungen ist, ist der Befund, daß durch größeren Uberschuß der Abfall in der katalytischen Wirkung des Katalyten verzögert, bei sehr großem Überschuß bis zur Unmerklichkeit verringert wird, d. h. daß durch Wasserstoffüberschuß die Lebensdauer des Katalyten erhöht wird. So ließ sich der Betrieb bei Anwendung des Verhältnisses Aldehyd: Wasserstoff = L: 2 .nicht: viel mehr als 2 Stunden durchhalten, und man erhielt Alkohol mit folgenden Prozentgehalten an Aldehyd nach 1/2 I il/, 2 21/1 Stunden 2,7 13,2 r7,3 2I,2 24,2 Prozent Aldehyd. Ein analoger Versuch mit dem Verhältnis 1 : 15 ergab nach 1/. 1 z1/2 2 2l/2 Stunden o,o o,o o,or o,o o,o2 Prozent Aldehyd. nach 3 4 5 6 Stunden 0,02 0,05 0,025 0,05 Prozent Aldehyd, und ein solcher mit dem Verhältnis r : 39 ergab in den ersten 3 Tagen Alkohol von durchschnittlich 0,03 Prozent, in weiteren 5 Tagen o,r Prozent Aldehyd. In wochenlangen Dauerbetrieben kommt man bei 1 : 15 zu etwa einprozentiger Durchschnittsware, bei 1 : 30 zu einem Durchschnittsprodukt von 0,05 bis o,r Prozent.
  • Eine solche Arbeitsweise ist aber wegen der großen entweichenden, überschüssigen Wasserstoffmengen nicht wirtschaftlich. Zur Umgehung der Wasserstoffverluste wendet man vorteilhaft ein Zirkulationssystem an, das den überschüssigen Wasserstoff wieder in den Betrieb zurückführt.
  • Beispiel. Der Wasserstoff wird mit Aldehyddampf bei einer geeigneten, zwischen roo und 18o' liegenden Temperatur über den Katalysator, z. B. metallisches Nickel, geleitet. Aus den abgehenden Dämpfen wird der Alkohol ausgefroren und der überschüssige Wasserstoff mittels einer außerhalb der Apparatur liegenden Zirkulationsvorrichtung oder auch mit Hilfe einer Düse, getrieben durch den frischen Wasserstoff, wieder in den Apparat zurückgeführt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Äthylalkohol aus Acetaldehyd durch Reduktion mittels Wasserstoffs bei Gegenwart eines Katalysators und bei hoher Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß der gegebenenfalls im Kreislauf geführte Wasserstoff in einem so großen 1_Tberschuß verwendet wird, daß bei der Kondensation aus den Reaktionsgasen der gebildete Alkohol sich praktisch aldehydfrei abscheidet.
DE1918348146D 1916-09-27 1918-01-05 Verfahren zur Herstellung von AEthylalkohol aus Acetaldehyd Expired DE348146C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH348146X 1916-09-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE348146C true DE348146C (de) 1922-02-02

Family

ID=4508266

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1918348146D Expired DE348146C (de) 1916-09-27 1918-01-05 Verfahren zur Herstellung von AEthylalkohol aus Acetaldehyd

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE348146C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0302948A2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Steviosiden aus pflanzlichem Rohmaterial
DE2235326A1 (de) Verfahren zur reinigung 1,2-ungesaettigter carbonsaeuren
DE1618528B1 (de) Neue Alfa-Methylen-aldehyde
DE348146C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthylalkohol aus Acetaldehyd
DE954416C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminonitrilen und Diaminen
DE951951C (de) Verfahren zur Umwandlung von Merkaptanen oder Merkaptiden in Disulfide mittels Sauersoff in einem Zweiphasensystem
CH407115A (de) Verfahren zum Reinigen von reduzierbaren, cyclischen, organischen Verbindungen
DE2304269C3 (de) Verfahren zum Stabilisieren eines aktivierten Eisen-Hydrierungskatalysators
DE1082270B (de) Verfahren zum Stabilisieren von bis zu 3% durch ª‡-Naphthol verunreinigten Phenylphenolen
DE69505434T2 (de) Verfahren zum Reinigen von Methacrylat
DE1116646B (de) Verfahren zur Reinigung von aliphatischen Dinitrilen
DE886893C (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenwasserstoffloesungen
DE2813162C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Methylpyrrolidin
DE3884953T2 (de) Reinigung von Phenyläthylalkohol.
AT130637B (de) Verfahren zur Darstellung von Estern des Vinylalkohols.
DE2261543C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle-Trägern für Katalysatoren
DE2448603A1 (de) Verfahren zur herstellung von olefinischen amiden mit hilfe eines raney- kupferkatalysators
DE1127336B (de) Verfahren zur Gewinnung von Distickstofftetroxyd aus Salpetersaeure-Essigsaeure-Gemischen und Abtrennung der Essigsaeure
DE625324C (de) Verfahren zur Reinigung von synthetischem Methanol
DE180499C (de)
DE1197074B (de) Verfahren zur Rueckgewinnung der bei der Essig-saeuresynthese aus Kohlenoxyd und Methylalkohol verwendeten nickel- und jodhaltigen Katalysa-toren
DE850003C (de) Verfahren zur Herstellung reiner, aliphatischer Aminocarbaminsaeuren
DE373734C (de) Verfahren zur Konzentration von waesseriger Salpetersaeure mittels Schwefelsaeure
DE927623C (de) Verfahren zur Herstellung von Blausaeure
DE495449C (de) Verfahren zur Darstellung von Camphen aus Pinenhydrochlorid oder -bromid