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Vorrichtung zur Verhütung der Umpolung der Bürsten bei Gleichstrommaschinen
wechselnder Drehrichtung. Um bei Änderung der Drehrichtung einer Gleichstrommaschine
die gleiche Polarität an den Bürsten aufrechtzuerhalten, war es bisher notwendig,
sowohl die Enden der Erregerwicklung als auch die Verbindungen zwischen den Bürsten
und Stromabnahmeklemmen zu vertauschen. Bei der Schaltvorrichtung gemäß der Erfindung
werden nur noch die Enden der Erregerwicklung, die isoliert an einer Umkehrschiene
`liegen, mittels dieser Umkehrschiene vertauscht und die Reinanenz in den Feldpolen
in an sich bekannter Weise umgekehrt. Die Umkehr der Remaiienz kann z. B. in der
Weise erfolgen, daß man die Bürsten der Maschine auf der einen Seite abhebt und
nur .eine kurze Zeit den Pluspol einer Batterie an die Plusbürste und den Minuspol
der Batterie an die Minusbürste legt. Dadurch wird -zwar die Maschine an sich umgepolt,
aber infolge ihrer geänderten Drehrichtung hebt sieh diese Umpolung wieder auf,
und man hat an Aden Bürsten die gleiche Polarität wie vorher. Eine Lösung der Verbindungen
zwischen den Bürsten und Stromabnahmeklemmen ist-also hierbei überhaupt nicht erforderlich.
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Eine einfache und zweckmäßige Ausführung der Schaltvorrichtung gemäß
der Erfindung erhält man, indem man die Enden der Erregerwicklung in zwei Anschlußstücke
münden läßt, die- den Anschluß der Erregerwicklung an die Bürsten vermitteln und
isoliert so an einer Schiene befestigt sind, daß beim Wechsel der Drehrichtung durch
Umlegen der Schiene ohne Lösung der Enden der Erregerwicklung deren Bürstenanschlüsse
vertauscht werden können. Zweckmäßig liegen die Aiischlußstücke auf den gegenüberliegenden
Seiten :der Umkehrschiene, und besteht die ganze Schiene aus Isolierstoff. Hierbei
ist es vorteilhaft, auf der Umkehrschiene einen Pfeil anzuordnen, der die der Schiene
jeweils zu gebende, mit der Drehrichtung der Maschine übereinstimmende Lage anzeigt.
Dadurch ist es auch für einen Laien ohne weiteres möglich, die Lichtdynamo stets
in
richtiger Weise an den Verbrennungsmotor zu montieren. Er braucht
nur festzustellen, in welcher Drehrichtung die Dynamo vom Motor angetrieben wird
und schließt dann einfach die Umkehrschiene mit ihrer Pfeilspitze im Sinne .dieser
Drehrichtung an. Erregt sich. hierbei ,die Maschine im falschen Sinne, so wäre noch
die Remanenz in den Feldpolen in der angegebenen einfachen Weise umzukehren.
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Auf der Zeichnung ist .ein Ausführungsbeispiel der Schaltvorrichtung
gemäß der Erfindung an einer Beleuchtungsdynamo für Kraftfahrzeuge dargestellt.
Die Abb. t und z zeigen schematisch die Schaltung des Ankers der Dynamo mit der
Erregerwicklung für beide Drehrichtungen. Abb. 3 zeigt eine Seitenansicht der Stromwenderseiteder
Dynamo mit der an dieser befindlichen Umkehrschiene gemäß der Erfindung, während
die Abb. q. und 5 die Lage der Umkehrschiene mit den an ihr befestigten Erregerwicklungsenden
für beide Drehrichtungen der Dynamo perspektivisch veranschaulichen.
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In Abb. z ist der Anker A der Dynamo für Rechtsdrehung gezeigt, wobei
das Ende a der Erregerwicklung an die von der Plusbürste und das Ende b an die von
der Minusbürste kommende Leitung angeschlossen ist. N ist das von der Dynamo mit
Strom zu versorgende Netz und B die von ihr aufzuladende Batterie, die mit oder
ohne die Dynamo zur Speisung :des Netzes N dient, und die in bekannter Weise durch
einen selbsttätigen Schalter zu- oder abgeschaltet werden kann. Dieser Schalter
sowie der Spannungsregler der Dynamo sind hier als unwesentlich fortgelassen.
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Um bei Linksdrehung des Ankers A (Abb. 2) die gleiche Polarität an
den Bürsten zu erhalten, die wegen des äußeren Stromkreises und der parallel liegenden
Batterie B erforderlich ist, werden gemäß der Erfindung die Enden der Erregerwicklung
E vertauscht, so daß das Ende a an der Minusbürste und das Ende b an der Plusbürste
liegt. Gleichzeitig ist es aber ;auch notwendig, die Remanenz in den :Feldpolen
der Maschine umzukehren, .damit die durch die Linksdrehung 11-)e--dingte Änderung
der Polarität der Bürsten wiederaufgehoben wird, -die Bürsten also die gleiche Polarität
wie vorher behalten. Die Umkehrung der Remanenz erfolgt in einfacher Weise dadurch,
daß man z. B. die Bürsten der Maschine auf der einen Seite abhebt und die entsprechenden
Pole der Batterie B eine .ganz kurze Zeit an .die Bürsten legt. Praktisch läßt sich
die Schaltvorrichtung gemäß der Erfindung in sehr einfacher Weise .durchführen,
wie .die Abb. 3 bis 5 zeigen. Die beiden Enden a und b Ader Erregerwicklung
werden mit A.nschlußplättchen d, e verbunden, die auf verschiedenen Seiten einer
Schiene c aus geeignetem Isoliermaterial angebracht sind, wobei z. B. für Rechtsdrehung
der Dynamo das Plättchen d durch Schrauben f und Sockel h mit der Plusbürste
h der Dynamo verbunden ist, .die infolge Isolierung des Sockels h durch die
Platte l isoliert angeordnet ist, während das Plättchen e mittels der Klemmschraube
g am Sockel i befestigt ist, der mit der an Masse liegenden, nicht dargestellten
Minusbürste der Dynamo in Verbindung steht. An die Sockel h und
i sind auch die Leitungen zum selbsttätigen Regler und Schalter der (Dynamo
und zum äußeren Stromkreis N und der Batterie B (vgl. Abb. z und a)
angeschlossen. Der Einfachheit und Deutlichkeit halber sind diese Anschlüsse in
Abb. 3 weggelassen. Das Anschlußplättchen d ,der Umkehrschiene ist gleichzeitig
als Pfeil ausgebildet, dessen Richtung mit der Drehrichtung der Dynamo stets übereinstimmt
und der somit ohne weiteres die Lage angibt, in welcher die Umkehrschiene befestigt
werden muß, nachdem man bei der Montage der Dynamo .die ihr vom Verbrennungsmotor
zu gebende Drehungsrichtung festgestellt hat. Wie die Abb. ¢ und 5 -.eigen, kann
man -die Umk ehrschiene in einfachster Weise für beide Drehrichtungen anbringen,
ohne die Enden a und b der Erregerwicklung abnehmen zu müssen. o