DE346331C - Verfahren zum Verbleien von geraden und gebogenen Rohren - Google Patents

Verfahren zum Verbleien von geraden und gebogenen Rohren

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DE346331C
DE346331C DE1920346331D DE346331DD DE346331C DE 346331 C DE346331 C DE 346331C DE 1920346331 D DE1920346331 D DE 1920346331D DE 346331D D DE346331D D DE 346331DD DE 346331 C DE346331 C DE 346331C
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cooling
leading
liquid
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DE1920346331D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/10Lead or alloys based thereon

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Description

Bei dem Verb leiungsver fahren von geraden und gebogenen Rohren nach dem Patent 337605 kann nur dann eine fest an dem Rohr haftende Verbleiung mit glatter Oberfläche erzielt werden, wenn zwischen dem Blei und der Rohrwand Bindung eintritt und darauf schnelle Abkühlung des Rohres und der Bleimas'se erfolgt. Vorbedingung für die Bindung ist, daß das zu verbleiende Rohr mindestens die Schmelztemperatur des Bleies besitzt.
Wenn das flüssige, zum Verbleien verwendete Blei in überhitzten Zustand selbst das zu verbleiende Rohr bis zum Schmelzpunkt des Bleies erhitzen soll, so kann unter Umständen,
*5 z. B. bei dickwandigen Rohren, eine unvollkommene oder gar keine Bindung eintreten. Andererseits ist es schwer, die flüssige, überhitzte Bleimasse, welche zum Verbleien dient, so schnell allein durch die Rohrwand zu kühlen, daß die an der Rohrwand erstarrte Bleischicht eine glatte Oberfläche erhält anstatt der gewöhnlich sich bildenden kristallischen Oberfläche.
Das neue Verfahren beseitigt diese Übelstände, indem das zu verbleiende Rohr an seiner nicht zu verbleienden Rohrfläche bis zum Eintritt der Bindung durch heiße Luft, heiße Gase oder flüssiges Blei geheizt wird, und indem die Kühlung der flüssigen, zum Verbleien dienenden Bleimasse dadurch beschleunigt wird, daß Metall im festen oder flüssigen Zustand, wie z. B. Blei; von Schmelztemperatur, in die Bleimasse von höherer Temperatur eingeführt wird, oder daß kühlende Luft oder kühlendes Gas durch die Bleimasse -gedrückt wird.
Das zu verbleiende Rohr wird in einem es ganz oder teilweise umgebenden Hilfsgefäß angeordnet.
Bei der Innenverbleiung des Rohres wird die äußere Rohrfläche durch ein Heizmittel, das sich in dem Hilfsgefäß befindet, geheizt. Nach erfolgter Bindung des- flüssigen! Bleies im Rohrinnern mit der inneren Rohrfläche wird das Heizmittel aus dem Hilfsgefäß entfernt, und anstatt wie bisher für die Heizung dient das Hilfsgefäß nunmehr als Luftzelle oder als Teil derselben für die Kühlung des Rohres und der Bleimasse zwecks innerer Verbleiung des Rohres.
Bei der Außenverbleiung desi Rohres, wird die innere Rohrfläche durch das Heizmittel im Rohrinnern geheizt. Nach erfolgter Bindung des im Hilfsgefäß befindlichen flüssigen Bleies mit der äußeren Rohrfläche wird das Heizmittel aus dem Rohrinnern entfernt, und das Rohrinnere dient nunmehr als Luftzelle odier als Teil derselben, indem es von kalter Luft oder von kalten Gasen durchströmt wird, zur Kühlung· des Rohres und der Bleimasse zwecks; äußerer Verbleiung des Rohres.
In dem Hauptverfahren nach dem Patent 337605 und in dem hier vorliegenden Zusatzverfahren wurde als Verbleiungi stets die
durch Kühlung· erzeugte dicke Verbleiung1 bezeichnet. Zum Unterschied dazu soll im folgenden die bekannte, durch Eintauchen in ein Bleibad erzeugte Verbleiung als dünne Verbleiung bezeichnet werden. Wird als Heizmittel des zu verbleienden Rohres flüssiges Blei angewendet, so kann das Rohr, wenn es innen und außen gebeizt ist, innen dick verbleit und außen dünn verbleit werden ίο und umgekehrt. Es ist bekannt, Rohre innen und außen dünn, zu verbleien. Neu ist in dem vorliegenden Verfahren, daß in ein und demselben Arbeitsvorgang das Rohr innen dick und außen dünn verbleit wird und umgekehrt. Bei der beiderseitigen Verbleiung des Rohres, etwa innen dicker und außen dünner Verbleiung, wird die äußere Rohrfläche des beiderseits gebeizten Rohres durch flüssiges Blei, das sich in dem Hilfsgefäß befindet, geheizt. Das JRohr ist somit mit flüssigem Blei gefüllt und von flüssigem Blei umgeben. Sobald außen- und innen Bindung, also dünne Verbleiung!, eingetreten ist, wird das; äußere Blei aus dem Hilfsgefäß und damit von. dem Rohr entfernt, und es wird kalte Luft oder kaltes Gas in das Hilfsgefäß als Luftzelle geblasen, um im Rohrinnern die dünne Verbleiung zu einer dicken Verbleiung durch Kühlung zu verstärken.
Die beiden Abbildungen der beiliegenden Zeichnung zeigen Anlagen, bei denen Blei als Heizmittel, Gas und Luft als Kühlmittel verwendet sind.
Abb. ι gibt den Vorgang der Kühlung eines Rohres wieder, das. innen dick und außen dünn verbleit wenden soll. Das Hilfsgefäß, das in ihm befindliche Rohr und die Bleibehälter sind im Schnitt, der Gas- oder Luftvorratsraum rechts ist in Ansieht gezeichnet. Nachdem das- Absperrorgan des Rohres geschlossen und das Heizblei im Hilfsgefäß infolge Ablassens der Preßluft von seinem Spiegel a, b nach dem Bleibehälter mit Spiegel c, d gesunken ist, tritt die Kühlung der Rohrwand durch Öffnen der Regulierschieber am Gas- oder Luftvorratsraum in Tätigkeit. Das Hilfsgefäß dient also auch als Gas- oder Luftzelle, in welcher die Kühking der Rohrwand reguliert wird.
Nach dem Wärmeaustausch strömt das Gas nach dem Vorratsraum zurück oder tritt durch die oben am. Hilfsgefäß befindliche öffnung mit Regulierdeckel ins Freie. Durch diese Öffnung wird auch kaltes' Blei (330°) zu der Bleifüllung des Rohres gegeben und der Bleispiegel beobachtet.
Ablb. 2 zeigt den Vorgang der Kühlung eines Rohresi, das außen dick und innen dünn verbleit werden soll. Hilfsgefäß, Rohr und Bleibehälter sind im Schnitt, der Gas- oder Luftvorratsraum rechts ist in Ansicht gezeichnet. Nachdem das. im Bleibehälter befindliche Absperrorgan des Hilfsgefäßes geschlossen und das Heizblei in dem Rohr infolge Ablassens der Preßluft von seinem Spiegel a, b nach dem Bleibehälter mit dem 'Spiegel c, cf gesunken ist, tritt die Kühlung durch Öffnen der Regulierschieber am Vorratsraum in Tätigkeit. Das Rohrinnere bildet selbst die Gas- oder Luftzelle, in der die Kühlung der Rohrwand reguliert wird. Das Gas strömt entweder, wie in der Abbildung gezeichnet, nach dem Vorratsrauim zurück, oder es tritt nach dem Wärmeaustausch unter Fortfall des Rückleitungisrohres ins Freie.
Die Rohrleitung für kalte Luft dient dazu, die kalte Luft brausenartigi durch das flüssige Blei im Hilfsgefäß zu drücken, um die Verbleiung des Rohres zu beschleunigen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Verfahren· zum· Verbleien von geraden und gebogenen Rohreni, wobei das flüssige Blei, den freien Raum im Rohr ausfüllend oder das Rohr umgebend, mittels der zu verbleienden Rohrfläche durch regelbare Luftkühlung des Rohres in einer geschlossenen Zelle gekühlt wirdi, nach Paten 337605, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verbleiende Rohr bei innerer Verbleiung außen und bei äußerer Verbleiung innen durch heiße Gase oder flüssiges Blei bis zum Eintritt der Bindung zwischen Blei und Rohrfläche geheizt und dann erst dem Verfahren des Patentes 337605 entsprechend' durch Luft oder Gase- gekühlt wird, wobei in die zum Verbleien dienende flüssige Bleimasee kühlendes, festes oder flüssiges Metall oder kühlende Gase zur Unterstützung der Luftkühlung eingeführt werden.
  2. 2. Verfahren zum Verbleien nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Heizen des Rohres verwendete Blei auch dazu dient, das Rohr in demselben Arbeitsvorgang an seiner Außenfläche in an sich bekannter Weise dünn zu verbleien, während es an seiner Innenfläche dem vorliegenden Verfahren entsprechend durch Kühlung dick verbleit wird und umgekehrt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920346331D 1920-09-16 1920-09-16 Verfahren zum Verbleien von geraden und gebogenen Rohren Expired DE346331C (de)

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