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Verbrennungskraftmaschine mit in einem ringförmigen Raum sich drehenden
Kolben. Die Erfindung betrifft einen Explosionsmotor mit kreisenden Zylindern, bei
welchem die in kreisbogenförmigen Zylindern laufenden Kolben mit einem zentral zur
Hauptwelle des Motors angeordneten sich drehenden Stück verbunden, sind, und die
Bewegung des zentralen Stückes durch die Vermittelung zweier Kniehebel erfolgt,
welche sich gegenüberliegen und aus zwei Gruppen von Stangen bestehen. Die Kniehebel
sind einesteils mit dem sich in gleichförmiger Schnelligkeit bewegenden Zylindern
und anderenteils mit dem zentralen Stück gelenkig verbunden.
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Eine im Scheitel des Kniehebels angebrachte Rolle wird von einer festen
Kurve geführt. Die äußersten Stellungen der Rolle entsprechen den äußersten Kolbenstellungen
zu dem Zylinder. Bei der Explosion werden der Kolben und der Zylinderboden voneinander
getrennt, und der Zylinder erhält eine Voreilung gegen den Kolben, wodurch die Drehung
mit Hilfe der Kniehebel erfolgt.
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Abb. r ist zum Teil im Schnitt im übrigen eine schematische Darstellung
des Motors.
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Abb. 2 ist Schnitt und Ansicht, welche die Kniehebel in ihrer gegenseitigenLage
wiedergibt. Abb. 3 ist ein Längsschnitt durch den Motor aus dem die Anordnung der
Ventile zu ersehen ist.
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Abb. q. ist ein ähnlicher Längsschnitt, der die Gesamtanordnung des
Motors zeigt. Der neue Motor besteht aus zwei Motoren, von denen jeder Motor aus
zwei Zylindern Cl und C2 von kreisförmigem Querschnitt zusammengesetzt ist. Die
Zylinder erstrecken sich über ungefähr 7o° des ganzen Kreises und sind diametral
entgegengesetzt zueinander -angeordnet. Sie werden in gleichem Abstand vom Mittelpunkt
0 des Motors durch seitliche Wände F gehalten, welche gewisse Gefache oder Zwischenräume
einschließen. Die seitlichen Wände drehen sich auf Kugellagern auf der festen, kannelierten
und hohlen Welle A. Die Welle A ist in dem Gestell des Motors befestigt.
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Das ganze Gehäuse, gebildet aus Gefachen oder Zwischenräumen und den
Zylindern dreht sich frei um die feste Welle A und trägt das Organ H, das die vom
Motor geleistete Kraft weiterleitet.
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Auf der festen Welle A sitzen fest zwei gleiche Kämme oder Kurvenscheiben
K aus gehärtetem Stahl. Sie werden mit Hilfe eines ringförmigen Rollenlagers R1
(Abb. 3 und q.) in einem bestimmten Abstand voneinander gehalten.
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Um den Ring R1 (Abb.. 2) dreht sich mit leichter Reibung ein zentrales
Stüek, von der Form eines Z, an das zwei Stangen BI angelenkt sind, die diametral
entgegengesetzt angeordnet sind.
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An den Enden der krummen Arme von Z sind die Kolben PI und P2 zentral
und starr befestigt. Die Kolben bewegen sich in den Zylindern
Cl,
C2, wobei sie um die Welle A des Motors im gleichbleibenden Abstand von der Mitte
O sich drehen.
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Die Kniehebel werden aus zwei diametral gegenüberliegenden Gruppen
gebildet, von denen jede aus einer mittleren starken Stange B und aus zwei seitlich
angebrachten schwächeren Stangen BI besteht.
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Die stärkeren Stangen B schwingen mit einem Ende um die Bolzen X1,
welche von dem gabelförmigen Ansatz des am Gehäuse sitzenden Körpers T getragen
werden. Der Körper T
dient zur Zentrierung des Zylinders und zu seiner Festlegung
an den Wänden F.
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Das andere Ende der Stange B ist zu einem Ring ausgebildet, der um
die Lagerbüchse eines Drehzapfens X schwingt.
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Die beiden Stangen B1, welche die Stange B seitlich einschließen,
schwingen gleichfalls um die den Drehzapfen X umschließende Büchse. Sie werden auf
jeder Seite festgehalten durch eine ringförmige Rolle R2, welche auf der Büchse
des Drehzapfens X sich dreht und durch eine Schraubenmutter e nach der Seite zu
festgehalten wird.
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Der Bolzen X schwingt in einer als Lager ausgebildeten Büchse, welche
von dem Ring der Stange umschlossen wird.
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Die anderen Enden der Stangen Bi umfassen das Lager des Bolzens X2,
das unter leichter Reibung in einem Ring des zentralen Stückes Z schwingt.
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Die Anordnung der beiden Zylinder nebst ihren Kniehebeln ist dieselbe.
Wenn man das aus Zylindern und Gefachen bestehende Gehäuse im Sinne des Pfeiles
(Abh. 2) in Umdrehung versetzt, so bewegen sich die Bolzen X1 mit der Umdrehungsgeschwindigkeit
der Zylinder um den Mittelpunkt O infolge der starren, Verbindung der dreieckigen
Körper T, T mit den Zylindern.
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Die auf dem Drehzapfen X sitzenden Rollen R2 werden durch Stangen
B bewegt und die Bolzen X2 durch die schwächeren Stangen Bi. Letztere treibt das
Stück Z, welches die mit ihm starr verbundenen Kolben P1 und P2 zwingt, sich in
einer Anfangsgeschwindigkeit gleich derjenigen der Zylinder zu bewegen.
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Wenn man einen elastischen Widerstand in einen der Zylinder einsetzt,
z. B. in den Zylinder Cl zwischen dem Zylinderboden und dem Kolben, so wird der
Zylinder das Bestreben haben, sich in. dem durch den Pfeil angezeigten Sinne zu
bewegen und der Kolben in dem entgegengesetzten Sinne; es entsteht daraus ein Zug
auf die Stangen B von den Zylindern her und auf die Stangen B1 durch Vermittelung
des festen Stückes Z.
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Auf den Leitkurven der Kämme oder Kurvenscheiben K laufen die Rollen
R2.
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Wenn man annimmt, daß das Gehäuse sich dreht, so laufen die Rollen
R2 auf dem Rand der Kurvenscheiben K von den Punkten N, N1 ausgehend derart,
daß die Rollen von dem Mittelpunkte des Motors sich entfernen.
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Das Gehäuse, bestehend aus Zylinder und Gefachen, bewegt sich mit
einer Umdrehungsgeschwindigkeit, welche gleichförmig anzusehen ist. Bei der Drehung
des Gehäuses entfernen sich Rollen R2 und mit ihnen der Drehzapfen X von dem Mittelpunkte
des Motors, wodurch eine Annäherung der Bolzen X1 und X2 entsteht, die eine Zunahme
der Geschwindigkeit der Kolben hervorruft und infolgedessen ihre Annäherung an die
Zylinderböden bewirkt.
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Wenn die Rollen R2 an den Punkten M, Ml der Kurvenscheiben, welche
am weitesten vom Mittelpunkt des Motors entfernt sind, ankommen so sind die Kolben
am inneren Ende der Bewegung gegen die Bodenstücke Q bei dem Totpunkt angelangt.
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Während der zunehmenden Bewegung der Kolben P2 wird das in die Zylinder
eingeführte Gasluftgemisch verdichtet, das nachdem der Kolben die Totpunktstellung
passiert hat, entflammt wird, um eine Kraftwirkung zu erzeugen. Am Ende der Expansion
werden die Auspuffkanäle eröffnet, wobei der Motor im Zweitakt arbeitet.
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Zu diesem Zwecke bewegt man den auf einer auf der Welle A befestigten
Kurvenscheibe KI sitzenden Steuernocken jedes Ventils mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit,
welche gleich derjenigen der Zylinder ist. .
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Die Ausführungsform des. Motors kann ein, zwei, drei oder vier Gehäuse
mit zwei Zylindem auf einer einzigen Welle vereinigen, also vier, acht, zwölf oder
sechzehn Zylinder. Der gezeichnete Motor umfaßt vier Gehäuse mit je zwei Zylindern,
hat also. acht Zylinder.. Sämtliche Ventilsteuerungen liegen in einer zur Längsachse
des Motors parallelen Ebene. Die Kurvenscheiben, die auf der feststehenden Welle
A sitzen, bewirken; daß die Eröffnung der Ventile in Zwischenräumen von 450 bei
einem Motor mit acht Zylindern erfolgt.
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Wie schon vorher erwähnt, hebt eine feste Kurvenscheibe KI abwechselnd
die Führungsstangen t, die mit Laufrädchen g ausgestattet sind und steuert mit külfe
kleiner Doppelhebel q die Ventile S.
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Eine schwache Feder setzt jedes Ventil in Bewegung; wenn der Motor
arbeitet, wird der Verschluß durch die Zentrifugalkraft hervorgerufen infolge der
Masse des Ventils gesichert,