-
Fördereinrichtung für Flüssigkeiten, insbesondere für flüssigen Brennstoff
zu Feuerungen. Die Erfindung bezieht sich auf Flüssigkeits-. :örderungen und- im
besonderen auf Einrichtungen zur Förderung voh flüssigem Brennstoff, wie Öl, zu
Feuerungen.
-
Die Ölzuführung aus einem Ölbehälter durch Röhren zum Brenner durch
eine Saugpumpe ist bekannt. Die Leitung ist. auch schon als Heber ausgebildet worden,
der in Zusammenwirken mit der Pumpe, das Öl in Bewegung setzt. Derartige Anlagen
haben sich unter normalen Verhältnissen gut bewährt. Tritt aber ein Bruch oder eine
Undichtheit in der Saugleitung ein, dann entweicht Öl aus der Leitung, und wenn
der Heber benutzt wird, so kann das Öl unter Umständen so lange aus dem Behälter
ausfließen, bis der Behälter leer ist, was nicht bloß einen Verlust an Öl bedeutet,
sondern auch für die Bedienungsmannschaft und das die Anlage bergende Gebäude gefährlich
ist.
-
Der Zweck der Erfindung liegt darin, in den obigen Fällen oder bei
Überschreitung einer bestimmten Temperatur das Ausströmen der Flüssigkeit. selbsttätig
zu verhindern.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt.
-
Abb. i ist eine Seitenansicht der Anlage in Verbindung mit einem Brenner,
Abb. 2 ist ein vergrößerter Schnitt durch ein das Ausströmen des Öls aus dem Behälter
steuerndes, selbsttätiges Ventil; Abb. 3 ein vergrößerter Schnitt durch eine auf
Temperaturerhöhung ansprechende Hilfsvorrichtung für die Anlage nach Abb. i.
-
Die neue Anlage ist hier beispielsweise in Verbindung mit einem Rohölbrenner
i dargestellt. Der Ölbehälter 3 ist in einer Betonkammer 5 oberhalb des Fußbodens
7 angebracht, auf dem der Brenner und der Ofen 9 stehen. Auf dem Behälter ist ein
Füllrohr 3a, ein Luftrohr 3b für das Entweichen von Gasen aus dem Behälter und ein
Mannloch 3c für den Zugang zum Innenraum des Behälters angebracht.
-
Um den Brennstoff vom Behälter zum Brenner zu führen, ist eine Rohrleitung
vorgesehen, die aus einem. von oben bis nahe zum Boden des Behälters reichenden
Saugrohr ii, einem oberhalb des Behälters wagerecht angeschlossenen, durch eine
feuerfeste Wand =q. aus Beton geführten Fortleitungsrohr 13 und einem daran anschließenden
Fallrohr 15 besteht. Letzteres ist unten an eine Saugpumpe angeschlossen, die hier
eine gewöhnliche Dampfpumpe mit Pumpenzylinder 17, Dampfzylinder ig und zwei entsprechenden,
durch die Stange 21 verbundenen Kolben ist. Ein Rohr 23 führt vom Pumpenzylinder
17 zu einer Heizkammer 25, die eine Rohrschlange 26 enthält, welche Abdampf vom
Dampfkessel empfängt und den Brennstoff erhitzt, um ihn für die Verbrennung besser
geeignet zu machen. Ein Rohr 27 führt
von der Heizkammer aufwärts
zu einem Paar von Zweigrohren 29 und 3=. Das Rohr 29 führt zum Brenner, während
das Rohr 31 zum Ölbehälter zurückführt und als Rücklauf für das vom Brenner etwa
nicht benötigte überschüssige Öl dient. Ein Windkessel 33 kann mit dem Ölzuführungsrohre
27 zweckmäßig am Vereinigungspunkte mit den Zweigrohren 29 und 31: verbunden
sein. Ein Ventil 35 kann vorgesehen sein, um den Rücklauf oder Umlauf des Öles zum
Behälter zu steuern. Ein Manometer 39 zeigt den Unterdruck, im Rohre 15 an.
-
Die Rohrleitung vom Behälter zum Brenner kann einen Heber bilden,
dessen kurzer Arm das Rohr =t und dessen langer Arm das Rohr 15 ist. Wenn die Pumpe
die Luft aus den Rohren saugt, so wirken diese dann als Heber, der die Zuführung
des Öles zum Brenner unterstützt.
-
Bei Beschädigung, beispielsweise durchBruch oder Undichtheitg würde
der in den Rohren 13 und. 15 enthaltene Brennstoff durch Schwerkraftwirkung ausfließen
und, abgesehen vom Brennstoffverlust, das Gebäude der Brandgefahr oder sonstigen
Beschädigungen aussetzen. Bei Heberanlage fließt in solchem Falle so lange Öl aus,
bis der Behälter leer ist. Die Erfindung richtet sich auf das selbsttätige Verhindern
von Brennstoffverlusten in derartigen Fällen.
-
Nach der Erfindung ist ein Saugbehälter 41 vorgesehen, der beispielsweise
im Behälter 3 durch Stützen 45 nahe der Decke des Behälters gehalten wird.
-
Der Saugbehälter kann mit einem von Aen bis dicht zum Boden desselben
geführten Rohre 46 versehen sein, das wagerecht umgebogen und an das Saugrohr ==
angeschlossen ist.
-
Um den Zustrom vom Öl durch die Leitung zur Saugpumpe zu steuern,
ist ein Ventil 4.7 mit dem Rohr =t an einem Punkte verbunden, wo das Ventil vom
Mannloch 3c aus zugänglich ist. Dieses Ventil weist einen Sitz 49 (Abb. 2) und eine
Scheibe 5= auf, die gegen den .Sitz durch eine Schraubenfeder 53 gedrückt wird.
Diese ist in den Teleskoprohren 55 zwischen der Scheibe und einem Kolben 57 eingeschlossen,
dessen Stange 59 in das obere Ende eines der ' Rohre 55 eingeschraubt ist und durch
ein Handrad 6= zwecks Regelung der Federspannung einstellbar ist.
-
Die Pumpe erzeugt eine Druckverminderung in der Rohrleitung und dem
Saugbehälter und hebt dadurch die Ventilscheibe 5, gegen die Kraft der Feder
53 vom Sitz 49. ., Unter der Pumpenwirkung strömt nun das Öl aus dem Behälter zur
Pumpe und wird von ihr zur Heizkammer gedrückt, um dann dem Brenner zuzuströmen.
-
Wenn eine Undichtheit oder ein Bruch eintritt, so daß Öl ausströmen
könnte, so tritt Luft in die Saugleitung =r, 13, r5, so daß der Druck darin gegenüber
dem vorherigen Unterdruck ansteigt und die Feder 53 die Ventilscheibe 51 selbsttätig
gegen den zugehörigen Sitz zu drücken vermag. _ Dadurch wird ein ferneres Ausfließen
von 0l aus dem Behälter verhindert. Gleichzeitig saugt der Unterdruck im Saugbehälter
41 selbsttätig Öl aufwärts aus den Rohren 13 und 15 und verhindert den Verlust des
in den Rohren enthaltenen Öles sowie das Aushebern des Öles aus dem Behälter. Nach
Wiederherstellung der Anlage und Anlassen der Pumpe wird das Öl zunächst aus dem
Saugbehälter ausgesaugt, wodurch in diesem der Unterdruck wiederhergestellt wird,
worauf das Öl wieder wie vorher aus dem Hauptbehälter abgesaugt wird.
-
Es kann erwünscht sein, das Öl oder die Flüssigkeit aus der Rohrleitung
selbsttätig abzuziehen, falls durch Feuer o. dgl. die Temperatur des die Rohrleitung
bergenden Raumes über eine bestimmte Höhe steigt. Zu diesem Zweck kann das" Verbindungsstück
63 im Ölzuführungsrohre 15 einen Anschluß 65 (Abb. x und 3) aufweisen, der
einen Sitz 67 besitzt. Dieser umgibt einen Kanal 69, der nach dem Räume hin offen
ist. Mit diesem Sitz wirkt ein Ventil 71 zusammen, dessen Schaft 73 lose in eine
Führungsbohrung in einem Pflock 75 paßt, der in das Anschlußstück eingeschraubt
ist. Ein Stab 77 aus einer Masse von geeignetem Schmelzpunkt ist an einem Ende mit
dem Ventil und am anderen Ende finit einem Auge eines Kniestückes 79 verbunden,
das vom Körper des Anschlußstückes vorragt.
-
Die Anordnung ist so; daß das Ventil für gewöhnlich durch den Schmelzstab
auf seinen Sitz gehalten wird. Steigt aber die Temperatur des Raumes über einen
gewissen Punkt, so schmilzt der Stab, und der Unterdruck in der Rohrleitung bewegt
das Ventil von seinem Sitz hinweg, so daß die Luft Zutritt in das Anschlußstück
erhält. Der Druck in der Rohrleitung steigt also, und der Saugbehälter saugt das
Öl aus der Rohrleitung zurück..
-
Die auf Temperaturerhöhung ansprechende Vorrichtung kann so nahe am
Ofen angeordnet werden, daß im Falle eines Zurückschlagens der Flamme aus dem Ofen
der Schmelzstab schmilzt und das Öl wieder selbsttätig aus der Leitung zurückgesaugt
wird.