DE344032C - - Google Patents

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DE344032C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung einer komplexen Goldthiosalicylsäure. Es ist bekannt, daß organische Thiosäuren, insbesondere Thiosalicylsäure, mit Schwermetallen komplexe Verbindungen eingehen. Aus dem Verhalten der übrigen Schwermetalle ließ sich nicht vermuten, daß Gold sich ähnlich verhalten würde, da Gold sich in manchen Punkten chemisch wesentlich anders verhält als die anderen Schwermetalle. Insbesondere zeigt Gold ein abweichendes Verhalten in Bezug auf die Bildung komplexer Verbindungen mit organischen Säuren; es sei nur an die zur Komplexbildung hervorragend befähigten Weinsäuren erinnert, mit denen Gold unter den gewöhnlichen Bedingungen nicht unter Bildung von Komplexverbindungen reagiert. Goldhalogenide dienen im allgemeinen zur Charakterisierung von organischen Basen, mit denen sie charakteristische Doppelsalze bilden. Es war daher überraschend, daß Golddoppelhalogenide sich mit Thiosalicylsäure derart umsetzen, daß eine komplexe Goldthiosalicylsäure gebildet wird, die wasserlösliche Alkalisalze gibt. Die Goldthiosalicylsäure unterscheidet sich ganz wesentlich von den übrigen Metallthiosalicylsäuren dadurch, daß das Metall nicht durch Schwefelwasserstoff und Schwefelammonium fällbar ist. Auf dieser festen Komplexverbindung beruhen auch die hervorragenden therapeutischen Eigenschaften der neuen Verbindung. Sie wirkt nicht eiweißfällend in der Blutbahn und gelangt daher unzersetzt zu den Krankheitsherden, in denen sie ihre heilende Wirkung entfaltet. Beispiel: Zu io g Thiosalicylsäure, fein gepulvert, in 250 ccm Essigester unter Rühren gelöst, klar filtriert, wird unter Rühren eine Lösung von io,5 g Kaliumauribromid in z25. ccm Essigester tropfenweise zugegeben. Nach kurzer Zeit tritt allmähliche Entfärbung unter gleichzeitiger Abscheidung eines braunen pulvrigen Produktes ein. Nach 24stündigem Stehen wird von dem Niederschlag abfiltriert und das schwach gelbbraun gefärbte Filtrat mit 11 absolutem Alkohol versetzt. Sofort scheidet sich ein schwerer, weißgelber Niederschlag, die Goldthiosahcylsäure, ab. Nach 1/2stündigem Stehen wird die obere klare Flüssigkeit dekantiert und der Niederschlag auf einem gehärteten Filter abfiltriert und mit Alkohol gewaschen. Getrocknet bildet er ein körniges gelbliches Pulver von konstanter Zusammensetzung: Au S # C6 H4 COOH, Gold ber.56,23 Prozent, gef. 55,7I Prozent. Zur Darstellung des Kaliumsalzes wird io g Goldthiosalicylsäure in 40 ccm q. Prozent wäßriger Kalilauge gelöst und mit 7,50 ccm Alkohol versetzt. Es fällt ein weißgelber Niederschlag aus, der abfiltriert und im Exsikkator.getrocknet wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Darstellung einer komplexen Goldthiosalicylsäure und ihrer Alkalisalze, dadurch gekennzeichnet, daß man Golddoppelhalogenide auf Thiosahcylsäure in organischen Lösungsmitteln. einwirken läßt und die erhaltene Goldtbiosalicylsäure in wäßriger Alkalilauge in das Alkalisalz überführt.
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