DE3439636C2 - Geldspielgerät mit einer Steuereinrichtung zur Spielablaufsteuerung - Google Patents
Geldspielgerät mit einer Steuereinrichtung zur SpielablaufsteuerungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Geldspielgerät mit einer Steuer
einrichtung zur Spielablaufsteuerung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Aus der Druckschrift DE 30 35 947 A1 ist ein Geldspielautomat
mit gewinnsymboltragenden Umlaufkörpern bekannt, bei dem ein
Gewinn gewährt wird, wenn von den stillgesetzten Umlaufkörpern
eine gewinnbringende Symbolkombination angezeigt wird. Der der
Symbolkombination zugeordnete Gewinn kann nachfolgend in einem
sogenannten Risikospiel gegen den nächsthöheren Gewinn bei
Verlustgefahr riskiert werden. Nach dem Stillsetzen der Um
laufkörper kann durch Betätigung eines frontseitig angeordneten
Bedienelementes die Risikospieleinrichtung zugeschaltet werden.
Bei zugeschalteter Risikospieleinrichtung wird der Zufalls
zahlengenerator so oft angelassen, bis der Gewinn eine obere
Grenze, den höchsten Gewinnwert erreicht hat, oder der Totalver
lust vorliegt. Durch ein als Risikotaste gekennzeichnetes
Bedienelement kann ein Risikospiel unterbrochen werden und der
bis dahin erzielte Gewinn wird auf einem Guthabenzähler kumu
liert. Dem Guthabenzähler sind Anzeigemittel zugeordnet. Ein
derart ausgebildeter Geldspielautomat weist jedoch den Nachteil
auf, daß dem Benutzer nicht die Möglichkeit eingeräumt wird,
seine Grenzen des Risikos, d. h., die Anzahl der zu tätigenden
Risikoschritte von vornherein wählen bzw. begrenzen zu können.
Des weiteren ist aus der DE 30 35 898 A1 ein Geldspielgerät
bekannt, bei dem nach Betätigung einer Taste automatisch
Risikospiele durchgeführt werden, wobei die Höchstanzahl-Grenze
der Risikospiele starr festgelegt ist.
Gegenüber diesem bekannten Stand der Technik soll nunmehr durch
die Erfindung die Anzahl von Wiederholungen des Risikospiels
individuell einstellbar sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 und 2 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung beinhalten die Unter
ansprüche.
Das erfindungsgemäße Geldspielgerät hat den Vorteil, daß der
Spieler die Gewinnhöhen-Grenzen bzw. die Höchstanzahl der
automatisch durchgeführten Risikospiele entsprechend seiner
Risikobereitschaft individuell vorgeben kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Geldspielgerätes, bei dem die Risikospieleinrichtung mit
gewinnindividuellen Anzeigeelementen versehen ist, besteht
darin, daß das Stellmittel aus den Anzeigeelementen zugehörigen,
gewinnindividuellen Tasten gebildet ist.
In diese Ausgestaltung können die Gewinnhöhen-Grenzen besonders
bedienerfreundlich ausgestaltet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in der Zeichnung dargestellt und in der nachstehenden Beschreibung er
läutert. Es zeigt
Fig. 1 Blockschaltbild eines Geldspielgerätes mit einer Steuer
einrichtung zur Begrenzung der oberen Gewinnhöhen-Grenze
und
Fig. 2 Schaltbild der Steuereinrichtung des Geldspielgerätes
gemäß Fig. 1.
Zu Spielbeginn sendet eine Spielablaufsteuerung 1 ein Signal über zwei Steuer
leitungen 2 und 3, das drei Umlaufkörper 4, 5 und 6 einer Symbol-Spielein
richtung 7 in Umlauf versetzt und einen Zufallsgenerator 8 veranlaßt,
in bekannter Weise Rastpositionen für die Umlaufkörper 4, 5 und 6 zu
bestimmen, auf denen diese zur Spielergebnisanzeige stillgesetzt werden.
Ein Gewinnerkenner 9 ermittelt ein einen ggf. erzielten Gewinn re
präsentierendes Gewinnsignal, das in einer von mehreren gewinnindividuellen
Speicherstufen 10-16 eines Schieberegisters 17 gespeichert wird. Dieses
ist ausgangsseitig über Gewinn-Leitungen 18-24 mit zur Gewinnanzeige
dienenden gewinnindividuellen Anzeigeelementen 25-31, einer noch zu er
läuternden Steuereinrichtung 32 und je einem Guthabenzähler 33 und 34 für
Geld- bzw. Sonderspielgewinne verbunden.
Neben den Anzeigeelementen 25-31 ist je eine, dem angezeigten Gewinn
zugehörige Begrenzungs-Taste 35-41 angebracht, die zum einen über eine
allen Tasten 35-41 gemeinsame Leitung 42 mit der Spielablaufsteuerung 1
und zum anderen über separate Steuerleitungen 43-49 mit der Steuerein
richtung 32 verbunden ist. Die Funktion der Begrenzungs-Taste 35-41 wird
an anderer Stelle erläutert.
Während einer signalisierten Phase besteht die Möglichkeit, durch Betätigen
einer Risiko-Taste 50 den im Symbolspiel erzielten Gewinn unter Verlust
gefahr zugunsten höherer Gewinne zu riskieren.
Bei Betätigung sendet die Risiko-Taste 50 ein Signal durch die Spielablauf
steuerung 1 zu dem Zufallsgenerator 8, der ein über Gewinn oder Verlust
entscheidendes Signal dem Schieberegister 17 zuführt, worauf dieses die
zu einem höheren oder niedrigeren Gewinn führende Speicherstufe 10-16
belegt und die vorher belegte Speicherstufe 10-16 löscht.
Erfolgt innerhalb einer von der Spielablaufsteuerung 1 vorgegebenen Zeit
spanne keine Betätigung der Risiko-Taste 50, so sendet die Spielablauf
steuerung 1 ein Signal zu zwei Gewinnübernahmeeingängen 51 und 52
der Guthabenzähler 33 und 34, worauf das Gewinnsignal den Stand des Guthaben
zählers 33 oder 34 erhöht.
Nachdem der erzielte Gewinn gutgeschrieben ist, aktiviert die Spielablauf-
Steuerung 1 über eine Steuerleitung 53 einen Rücksetzeingang 54 des Schiebe
registers 17, worauf die Speicherstufen 10-16 gelöscht werden.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, während der signalisierten Phase
durch Betätigen einer der Begrenzungs-Tasten 35-41 die Steuereinrichtung
32 zu aktivieren.
Ein durch die Betätigung der Begrenzungs-Taste 35-41 erzeugtes Signal
setzt ein der betätigten Begrenzungs-Taste 35-41 zugehöriges, gewinn
individuelles Flipflop 55-61, wobei eine obere Gewinnhöhen-Grenze
festgelegt wird, bei der, wenn sie erreicht oder von einem im Gewinnlinien
spiel erzielten Gewinn erreicht oder überschritten wird, eine Umspeicherung
des erzielten Gewinns in die Guthabenzahler 33 und 34 erfolgt.
Das Signal wird auch über eine Diode 62-68 einer Sammelleitung 69
zugeführt, die über sechs UND-Glieder 70-76 den Rücksetzeingängen der
anderen Flipflops 55-61 ein Rücksetzsignal zuführt.
Damit wird erreicht, daß bei nacheinander betätigten Begrenzungs-Tasten
35-41 nur das zuletzt aktivierte Flipflop 55-61 gesetzt wird. Der Spieler
kann somit innerhalb der signalisierten Phase beliebig oft eine neue, obere
Gewinnhöhen-Grenze wählen.
Werden mehrere Begrenzungs-Tasten 35-41 gleichzeitig betätigt, und wird
die Betätigung zu exakt dem gleichen Zeitpunkt aufgehoben, so werden mehrere
Flipflops 55-61 gesetzt. Zur Vermeidung des Aufkommens der Schaltzustände,
bei denen mehrere Flipflops 55-61 gesetzt sind, ist ein negiertes EXCLUSIV-
ODER-Glied 77 eingangsseitig über Steuerleitungen 78-84 mit den Ausgängen
der Flipflops 55-61 verbunden und sendet durch eine Diode 85 ein Rücksetz
signal zur Sammelleitung 69, worauf die Flipflops 55-61 zurückgesetzt werden.
An den Steuerleitungen 78-84 ist je ein UND-Glied 86-92 ange
schlossen, das einen Soll-Ist-Vergleich durchführt, wobei der Soll-Wert von
dem jeweils gesetzten Flip-Flop 55-61 und der Ist-Wert von der jeweils
aktivierten Gewinn-Leitung 18-24 vorgegeben ist. Da der im Gewinnlinienspiel
erzielte Gewinn den vorgegebenen Soll-Wert übersteigen kann, sind die
Gewinn-Leitungen 18-24 derart mit sechs ODER-Gliedern 93-98 verbunden,
daß die aktivierte Gewinn-Leitung 18-24 auch die den niedrigeren Gewinnen
zugehörigen UND-Glieder 86-92 aktiviert.
Die Ausgänge der UND-Glieder 86-92 sind über ein ODER-Glied 99 mit
einer Steuerleitung 100 verbunden, die ein Signal führt, sobald der erzielte
Gewinn die vorgegebene obere Gewinnhöhen-Grenze erreicht oder der im
Gewinnlinienspiel erzielte Gewinn die vorgegebene Grenze erreicht oder
überschritten hat.
Die Steuerleitung 100 führt das Signal zu der Spielablaufsteuerung 1, die
in der schon beschriebenen Weise die Gewinnübernahme-Eingänge 51 und
52 der Guthabenzähler 33 und 34 aufnahmebereit schaltet.
Die Gewinn-Leitungen 18-24 sind mit einem ODER-Glied 101 und die an
den Ausgängen der Flipflops 55-61 angeschlossenen Steuerleitungen
78-84 sind mit einem ODER-Glied 102 verbunden.
Der Ausgang des ODER-Glieds 101 führt ein Signal, sobald ein Gewinn erzielt
wurde, und der Ausgang des ODER-Glieds 102 führt ein Signal, wenn eine
obere Gewinnhöhen-Grenze vorgegeben, d. h. wenn die Steuereinrichtung 32
aktiviert ist.
Die Ausgänge der ODER-Glieder 101 und 102 sind mit je einem Eingang eines
UND-Glieds 103 verbunden, das über einen weiteren, negierten Eingang
mit der Steuerleitung 100 verbunden ist, so daß die Verknüpfungsbedingung
des UND-Glieds 103 erfüllt ist, wenn die Steuereinrichtung 32 aktiviert und
ein Gewinn erzielt wurde, der die vorgegebene obere Gewinnhöhen-Grenze
unterschreitet.
Das Ausgangssignal des UND-Glieds 103 aktiviert einen Taktgenerator 104,
dessen Taktimpulse über eine Steuerleitung 105 der Spielablaufsteuerung 1
zugeführt werden.
Bei jedem erzeugten Taktimpuls veranlaßt die Spielablaufsteuerung 1 den
Zufallsgenerator 8, ein über Gewinn oder Verlust entscheidendes Signal dem
Schieberegister 17 zuzuführen, wobei dieser so oft aktiviert wird, bis die
vorgegebene obere Gewinnhöhen-Grenze erreicht oder der erzielte Gewinn
verloren wurde.
Durch Betätigen einer Ausschalt-Taste 106 kann der Spieler die Steuerein
richtung 32 ausschalten, um von Hand, d. h. durch Betätigen der Risiko-Taste
50 ein Risikospiel auszuführen.
Das Ausschalt-Signal wird über eine Steuerleitung 107 und durch eine Diode
108 der Sammelleitung 69 zugeführt, worauf die Flipflops 55-61 in der schon
beschriebenen Weise zurückgesetzt werden.
Claims (5)
1. Geldspielgerät mit einer Steuereinrichtung zur Spielablauf-
Steuerung, von der Umlaufkörper mit Gewinnsymbolen nach einem
Stillsetzen auf eine gewinn- oder nichtgewinnbringende Symbol
kombination geprüft werden, deren zugeordneter Gewinn mit einem
Anzeigeelement einer Risiko-Spieleinrichtung angezeigt wird,
wobei die Gewinnhöhen eine Folge mit im wesentlichen geome
trischer Progression bilden und ein Zufallsgenerator so oft
angelassen wird, bis der Gewinn eine obere Grenze des zusammen
hängenden Bereichs über- oder eine untere Grenze unterschritten
hat, worauf ein zuletzt erzielter Gewinn in einem Guthabenzäher
kumuliert wird, dem eine Anzeige zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei eingeschalteter Risikoautomatik mit mindestens einem mit
der Steuereinrichtung in Verbindung stehenden Stellmittel (35-41)
die Anlaßzahl m des Zufallsgenerators für automatisch zu
startende Risikospiele einstellbar ist.
2. Geldspielgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei eingeschalteter Risikoautomatik mit mindestens einem
mit der Steuereinrichtung (32) in Verbindung stehenden Stell
mittel (35-41) eine Gewinnhöhengrenze einstellbar ist, die
unterhalb der oberen Höchstgewinngrenze liegt.
3. Geldspielgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellmittel (35-41) aus den Anzeigeelementen
(25-31) zugehörigen, gewinnindividuellen Tasten (35-41) ge
bildet ist.
4. Geldspielgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigeelement (25-31) und die ihm zugehörige Taste
(35-41) eine Funktionseinheit ist.
5. Geldspielgerät nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Betätigung der dem Anzeigeelement (25-31) zu
gehörigen Taste (35-41) auch die Steuereinrichtung (32) für
automatische Risikospiele aktiviert wird.
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Publications (2)
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