DE343258C - Schachtofen mit OEl- oder Gasfeuerung zum Schmelzen leichtfluessiger Metalle, insbesondere von Zink - Google Patents
Schachtofen mit OEl- oder Gasfeuerung zum Schmelzen leichtfluessiger Metalle, insbesondere von ZinkInfo
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Description
- Schachtofen. mit Öl- oder Gasfeuerung zum Schmelzen leichtflüssiger Metalle, insbesondere vor Zink. Der den Gegenstand des Hauptpatentes bildende Schachtofen eignet sich vermöge seiner eigentümlichen Einrichtung ganz besonders auch zur Gewinnung von- Zinkoxyd (Zinkweiß). Man kann nämlich gemäß der Zusatzerfindung durch einfache Anbringung eines die Zinkdämpfe aufnehmenden Kanals mit Abscheidekammer die Zinkdämpfe an der Enstehungsstelle auffangen und das Zinkoxyd durch Kondensation gewinnen. Der Ableitungskanal für die Zinkdämpfe kann in einfachster Weise bis zu dem tiefsten - Punkt des das Schmelzgut aufnehmenden Schachtes verlängert werden, also bis zu derjenigen Stelle, wo das flüssige Zink in den durch Öl- oder Gasfeuerung beheizten Schmelztiegel übertritt. Dort wird infolge der Beheizung ein erhitzter Luftstrom erzeugt, der in den ginkdampf-Überleitungskanal eintritt und die Oyxdierung bewirkt. Der Ableitungskanal mündet an geeigneter Stelle in eine Abscheidekammer, in welcher die Kondensation des gebildeten Zinkoxyds stattfindet. Durch eine verschließbare Öffnung kann das Zinkoxyd aus der Abscheidekammer entnommen werden.
- Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt und Abb.2 eine Seitenansicht.
- Abb. 3 zeigt einen vergrößerten senkrechten Schnitt durch die Abscheidekammer.
- Der verschiebbar eingerichtete Unterofen besteht aus dem Mantel a, dem Tiegel b und der Feuerungsdüse c, die mittels Öl oder Gas betrieben wird. Der den Schmelztiegel umgebende Mantel a hat einen trichterförmigen Oberteile, der den entsprechenden Unterteil des Schachtes f umgibt. Der Schacht f ist in bekannter Weise an der Gichtbühne oder einer sonstigen festen Unterstützung aufgehängt, d. h. heb- und senkbar, und enthält das Schmelzgut.
- Gemäß der Zusatzerfindung ist ein die Zinkdämpfe aufnehmender Kanal in nachstehend beschriebener Art und Weise an den Ofen angeschlossen.
- Ein Rohr g ist bis zu der Stelle herabgeführt, wo das flüssige Zink in den Schmelztiegel eintritt. Dieses Rohr enthält zweckmäßig am unteren Ende eine trichterförmige Ausbildung mit Einschnitten, durch welche hindurch das geschmolzene Zink nach dem Tiegel treten kann (Abb. i). An geeigneter Stelle dieses Ableitungskanals g ist eine Abscheidekammer lt eingeschaltet, die zweckmäßig schräge Bodenflächen und eine verschließbare Austragöffnung lal am unteren Ende besitzt. Im Inneren der Kammer h ist oberhalb der Mündung des Rohres g eine Prall- oder Leitfläche i in Gestalt einer Blechwand vorgesehen. Diese Wand i kann beweglich eingerichtet sein, derart, daß man sie um ein Gelenk mit Hilfe eines über eine Leitrolle geführten Zugorgans k schwingen kann (Abb. 3).
- Der Schmelztiegel b und der mit feuerfester Auskleidung versehene Mantel a werden durch die Feuerung stark erhitzt, ebenso der trichterförmige Oberteile und der Schacht f. Sowohl in dem Schmelztiegel als auch an der Übertrittsstelle des geschmolzenen Zinkes im Schachtunterteil bilden sich Zinkdämpfe. Diese werden an der Entstehungsstelle unmittelbar durch den Kanal g aufgefangen und mit dem Heißluftstrom zur Abscheidekammer h emporgeführt. Das sich bei der Oxydierung der Zinkdämpfe bildende Zinkoxyd wird in der Abscheidekammer A kondensiert und durch die Öffnung A1 abgezogen. Die Austragung kann zeitweise oder auch andauernd mittels einer geeigneten Austragevorrichtung erfolgen.
- Durch Bewegen der schwingbaren Wand i (Abb. 3) kann eine gewisse Abklopfbewegung erzielt werden. Durch diese Rüttelbewegung fällt das niedergeschlagene Zinkoxyd leichter in die Austragöffnung A1.
- Ein Vorteil der neuen Einrichtung besteht auch darin, daB man der Beeinflussung des Zinkoxyds durch Niederschläge von Zinkdämpfen vorbeugt, da ja die Zinkdämpfe unmittelbar an der Entstehungsstelle aufgefangen werden, also nicht durch das Schmelzgut, wie es bisher bei derartigen Schächtöfen der Fall war, hindurchgehen. Die Saugwirkung der Leitung g erstreckt sich auch auf den Schachtinhalt; es können also die Zinkdämpfe nicht in das Schmelzgut gelangen und auch nicht oben an der Beschickungsstelle des Schachtes austreten.
- In der Abscheidekammer h kann man natürlich auch andere geeigneten Prall oder Stauflächen vorsehen. Die Größe und Form der Abscheidekammer kann beliebig sein. Zweckmäßig ist die Anordnung sehräg abfallender Böden für die bequeme Entnahme des Erzeugnisses.
- Bei Anlagen mit mehreren Schmelzschächten können die Kanäle g der Schächte mit einer gemeinsamen Abscheidekammer lt verbunden werden.
- Damit der Ableitungskanal g das Heben und Senken des Schachtes f nicht hindert, ist der untere Teil des rohrartigen Kanals g in dem darüber befindlichen starr angeordneten Kanalteil auf und ab verschiebbar (Abb. i).
Claims (3)
- PATENT-ANSPR'ÜcHr i. Schachtofen mit Öl- oder Gasfeuerung zum Schmelzen leicht flüssiger Metalle, insbesondere Zink, gemäß Patent 316953, gekennzeichnet durch einen, die Zinkdämpfe aufnehmenden Kanal (g), oder deren mehrere, mit Abscheidekammer (A).
- 2. Schachtofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Zinkdämpfe aufnehmenden Kanal (g) durch den Schmelzgutschacht (f) hindurch bis zu der Ablaufstelle des geschmolzenen Zinkes führt, und aus zwei ineinanderschiebbaren Rohren besteht, von denen das untere mit dem Schacht heb- und senkbar ist.
- 3. Schachtofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidekammer (h) geeignete, trichterartig zu einer verschließbaren Austragöffnung (Al) führende Bodenflächen besitzt. q.. Schachtofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren der Abscheidekammer (A) eine bewegliche Prall-und Rüttelfläche (i) vorgesehen ist (Abb. 3).
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1921343258D Expired DE343258C (de) | 1921-02-16 | 1921-02-16 | Schachtofen mit OEl- oder Gasfeuerung zum Schmelzen leichtfluessiger Metalle, insbesondere von Zink |
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