DE341960C - - Google Patents

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DE341960C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B35/00Compositions containing a metal azide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Initialzündsätzen. Bei der Herstellung von Initialzündsätzen, welche Bleiazid oder andere leicht explosive Körper enthalten, war es bisher sehr schwierig, diese Körper mit den anderen Zündsatzbestandteilen zu vermischen bzw. derartige Gemische im Großbetriebe herzustellen, weil das Bleiarid eine große Reibungs- bzw. Stoßempfindlichkeit besitzt, ferner auch (ganz im Gegenteil zum Knallquecksilber) selbst unter 'Wasser seine große Explosionsfähigkeit beibehält.
  • Es ist nun bekannt, daß Initialzündsätze und Sprengstoffe mittels Fette, Benzol oder sonstiger flüssiger Kohlenwasserstoffe phlegmatisiert werden und dadurch an Wirkung verlieren (s. Eskales& Stettbacher, Initialexplosivstoffe, =9r7, S. 3r2).
  • Das vorliegende Verfahren benutzt nun diese bekannte Tatsache, um da, wo sehr reibungsempfindliche Zündsätze gemischt werden sollen, diese mittels Benzol oder sonstiger geeigneter Flüssigkeiten zu phlegmatisieren und dann dieselben der Mischoperation zu unterwerfen. Es kann nun sowohl bei mehreren Zündsatzkomponenten das Blexazid als auch ein anderer Bestandteil mittels Benzol, worin, eine entsprechende Menge Kolophonium gelöst ist, angefeuchtet werden. Am besten wird man denjenigen Bestandteil dazu wählen, der die größte Aufnahmefähigkeit besitzt, ohne dabei breiig zu werden. Beispielsweise bei einer Mischung, die aus Bleiazid und Bleitrinitroresorzinat besteht, würde man das letztere zuerst mit Benzol anfeuchten, dann dasselbe mit dem Bleiazid in einer geeigneten Mischvorrichtung so lange mischen, bis die beiden Bestandteile gleichmäßig miteinander vermischt sind.
  • Durch * die Zusätze von Kolophonium oder sonstigen Harzen wird der Zweck erreicht, beim Pressen der Zündsätze einen guten Preßkörper zu erhalten.
  • Durch dieses neue Verfahren werden die Gefahrenmomente bei dem Mischen sehr reibungsempfindlicher Zündsätze bedeutend herabgedrückt, so daß das Mischen mit den Zündsatzbestandteilen keine größere Gefahr bietet, wie z. B. das Mischen von Knallquecksilber mit Kaliumchlorat.
  • Als Phlegmatisierungsmittel wird zweckmäßig eine Flüssigkeit gewählt, welche die Fähigkeit besitzt, die bei der Mischung verwendeten Bindemittel, z. B. Harze, zu lösen, ferner aber auch eine niedrige Siedetemperatur besitzt und sich daher beim Trocknen des Zündsatzes leicht entfernen läßt, ohne daß das Bindemittel mit ausgeschieden wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Herstellung von Initialzündsätzen aus Bleiazid oder andere leicht explosive Körper enthaltenden Gemischen, dadurch gekennzeichnet, daß das Bleiazid oder ein anderer Bestandteil der betreffenden Mischung vermittels niedrig siedender Flüssigkeiten, z. B. Benzol, phlegmatisiert und dann mit den übrigen Zündsatzbestandteilen vermischt wird.
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