DE3406705C2 - Ausbaugestell, insbesondere für den Strebausbau im untertägigen Grubenbetrieb - Google Patents

Ausbaugestell, insbesondere für den Strebausbau im untertägigen Grubenbetrieb

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DE3406705C2
DE3406705C2 DE19843406705 DE3406705A DE3406705C2 DE 3406705 C2 DE3406705 C2 DE 3406705C2 DE 19843406705 DE19843406705 DE 19843406705 DE 3406705 A DE3406705 A DE 3406705A DE 3406705 C2 DE3406705 C2 DE 3406705C2
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Lothar 4650 Gelsenkirchen Strube
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D23/00Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Strebausbaugestell für den untertägigen Grubenbetrieb, mit einer Sohlkonstruktion (2) und einer einteiligen Hangendkappe (1), die durch doppeltwirkende, zug- und druckfest verlagerte Stempel (8) voneinander distanziert sind und durch einen Bruchschild (3) aneinander geführt sind, der gelenkig an der Kappe (1) befestigt ist und durch Lenkergetriebe (5, 6) an der Sohlkonstruktion (2) geführt ist, die ein Schreitwerk (14) zum Vorschieben des Strebförderers und Nachziehen des Ausbaugestelles sowie zwei parallel zueinander sich in Richtung auf den Kohlenstoß erstreckende, gegeneinander bewegliche Sohlbalken (10) aufweist, auf denen die Stempel (8) abgestützt sind. Um bei einem derartigen Ausbaugestell Überlastungserscheinungen im Bereich der Lenkerführung für den Bruchschild (3) zu vermeiden, schlägt die Erfindung vor, daß die Sohlkonstruktion (2) versatzseitig eine sich über die gesamte Breite des Ausbaugestelles erstreckende starre Platte (9) aufweist, an der einerseits die Lenker des Bruchschildes (3) und andererseits die Sohlbalken (10) angelenkt sind. Diese starre Platte (9) trägt zugleich die Führungen (17) für das Schreitwerk (14).

Description

Die Erfindung betrifft ein Ausbaugestell, insbesondere für den Strebausbau im untertägigen Grubenbetrieb, mit einer Sohlkonstruktion und einer Hagendkappe, die durch doppeltwirkende, zug- und druckfest verlagerte Stempel voneinander distanziert sind und durch einen Bruchschild aneinander geführt sind, der gelenkig an der Kappe befestigt ist und durch Lenkergetriebe an der Sohlkonstruktion geführt ist, die ein Schreitwerk zum Vorschieben des Strebförderers und Nachziehen des Ausbaugestelles sowie zwei parallel zueinander sich in Richtung auf den Kohlenstoß erstreckende, gegeneinander vertikal bewegliche Sohlbalken aufweist, auf denen die Stempel abgestützt sind.
Ein derartiges nach dem Stande der Technik (DE-OS 40 091) bekanntes Ausbaugestell hat gegenüber Ausbaugestellen mit einer starren, einteiligen Sohlplatte den Vorteil, daß es sich besser an Unebenheiten im Liegenden anpassen kann und durch Einfahren der rechten oder linken Stempel erforderlichenfalls der rechte oder der linke Sohlbalken angehoben werden kann, so daß mit baueigenen Mitteln ein Überfahren von Unebenheiten im Liegenden möglich ist.
Ein wesentlicher Nachteil besteht jedoch darin, daß
jeder Sohlbalken über ein eigenes Lemniskatenlenkergetriebe an dem einteiligen, starren Bruchschild geführt ist Wegen dieser Lenkerführungen heben sich die Sohlbalken beim Anheben ihres abbaustoßseitigen Endes über ihre gesamte Länge vom Liegenden ab. Wird das Ausbaugestell in dieser Stellung mit dem vorderen Abschnitt des angehobenen Sohlbalkens über einen Buckel im Liegenden gefahren (aufgegleist) und in dieser Stellung wieder verspannt so übt das Lenkersystem des
ίο angehobenen Sohibalkens auf den starren, einteiligen Bruchschild starke Torsionskräfte aus und wird < selbst auf Biegung und Torsion beansprucht Die dabei auftretenden Kräfte sind so groß, daß die Gelenke der Lenker^ysteme überlastet und beschädigt werden. Ein wei- terer Nachteil liegt darin, daß bei einer solchen längsgeteilten Sohlkonstruktion Parallelverschiebungen der Sohlbalken in Rückrichtung möglich sind, so daß die Sohlkonstruktion insgesamt nicht ausreichend stabil ist die Führung des gesamten des Ausbaugestelles zu über nehmen.
Nach dem Stande der Technik (DE-AS 21 64 365) ist es im Zusammenhang mit einem Kreisbogenschild bekannt, die Sohlkonstruktion in zwei parallele Sohlbalken aufzuteilen, die beide an einem einteiligen Bruch- schild angelenkt sind. Bei diesem Ausbaugestell treten zwar die oben aufgezeigien Zwängungen beim Aufgleisen der Sohlbalken auf Unebenheiten im Liegenden nicht auf. Hier kann jedoch, wie bei allen Kreisbogenschilden, bei einem Stempelein- oder ausschub der Ab- stand zwischen der Kappenspitze und dem Kohlenstoß nicht konstant gehalten werden, so daß sich starke bankparallele Kräfte ergeben, die von dem Ausbaugestell aufgenommen werden müssen.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, bei einem Aus-
baugestell gemäß Gattungsbegriff, d. h. also einem Ausbaugestell mit einer Lenkerführung zwischen der Sohlkonstruktion und dem Bruchschild, die Sohlkonstruktion zu verstärken und insbesondere dsfür zu sorgen, daß es beim Aufgleisen der Sohlbalken auf Unebenhei-
ten im Liegenden nicht zu Überlastungserscheinungen im Bereich der Lenkerführung kommt Dennoch soll die Sohlkonstruktion sich Unebenheiten im Liegenden anpassen können. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung aus gehend von einem Ausbaugestell der eingangs genann ten Art vor, daß die Sohlkonstruktion versatzseitig eine sich über die gesamte Breite des Ausbaugestelles erstreckende starre Platte- aufweist, an der einerseits die Lenker des Bruchschildes und andererseits die Sohlbal ken angelenkt sind.
Das Ausbaugestell gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß die Sohlbalken unabhängig vom Lenkergetriebe problemlos angehoben und abgesenkt werden können, so daß das Aufgleisen ähnlich einfach ist, wie bei dem nach dem Stande der Technik bekannten Kreisbogenschild, ohne daß jedoch dessen Nachteile in Erscheinung treten. Dadurch, daß sich die auf der starren Platte befindlichen Lenker Anlenkpunkte in Rückrichtung nicht verschieben können, gewinnt die Sohlkonstruktion
eo erheblich an Stabilität und ermöglicht eine genauere Führung des Bruchschildes und der Kappe. Dennoch kann die Sohlkonstruktion wegen ihrer Anpassungsfähigkeit an Unebenheiten im Liegenden erheblich leichter ausgeführt werden, als bei einer insgesamt starr aus- gebildeten Sohlkonstruktion.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Schreitwerk an der versatzseitigen starren Platte geführt ist. Auf diese Weise kann das
Schreitwerk ohne Verklemmungen geführt werden, weil die Führungen für das Führungsstück des Schreitwerkes an der starren Platte angeordnet sind und von den Schwenkbewegungen der Sohlbalken nicht betroffen sind.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Gelenke zwischen der versatzseitigen starren Platte und dem Sohlbalken während des Rückvorganges verstarrbar ausgebildet sind. Hierdurch soll die Stabilität der Sohlkonstruktion zumindest während des Rückvorganges weiter, erhöht werden..
Zur weiteren Stabilisierung sind die beiden Sohlbalken untereinander in an sich bekannter Weise durch nachgiebige Elemente in Form von Federn oder Lenkern verbunden. Derartige Elemente stabilisieren die t5 Teile der Sohlkonstruktion während des Rückvorganges gegeneinander, behindern jedoch die Ausgleichsbewegungen der Teile der Sohlkonstruktion gegeneinander bei in der Verspannung zwischen Hangendem und liegendem befindlichem Ausbaugestell iiicht
Besonders günstige Verhältnisse beim Aufgleisen der Sohlbalken auf Unebenheiten des Liegenden ergeben sich, wenn auf jedem Sohlbalken der vor dem Stempelstützpunkt liegende Abschnitt langer, insbesondere um das doppelte länger als der zwischen dem Stempelabstützpunkt und dem Gelenk liegende Abschnitt ist Bei einem derartigen Hebelverhältnis wird die Spitze des Sohlbalkens jeweils um mehr als das Dreifache des Stempeleinschubweges angehoben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Ausbaugestelles gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Sohlkonstruktion eines Ausbaugestelles gemäß der Erfindung.
In der Zeichnung sind die Kappe des Ausbaugestelles mit dem Bezugszeichen 1 und die Sohlkonstruktion des Ausbaugestelles insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet. Di" einteilig ausgebildete Kappe 1 ist an der Sohlkonstruktion 2 durch einen einteiligen Bruchschild 3 geführt, der mittels eines Gelenkes 4 an der Kappe 1 befestigt ist und mittels Lemniskatenlenkern 5 und 6 an der Sohlkonstruktion 2 geführt ist. Das Gelenk 4 zwischen dem Bruchschild 3 und der Kappe 1 ist mittels eines Eckzyliriders 7 stabilisiert.
Die Kappe 1 und die Sohlkonstruktion 2 sind voneinander durch zwei nebeneinander angeordnete Stempel 8 distanziert, die doppeltwirkend ausgebildet sind und zug- und druckfest sowoh! an der Kappe 1 als auch an der Sohlkonstruktion 2 verlagert sind.
Diese Konstruktion 2 besteht erfindüngsgeniäß aus einer versatzseitig angeordneten, sich über die gesamte Breite des Ausbaugestelles erstreckenden starren Platte 9, an der einerseits die Lemniskatenlenker 5 und 6 und andererseits zwei sich in Richtung auf den Abbaustoß erstreckende Sohlbalken 10 angelenkt sind. Die Anlenkung der Sohlbalken 10 erfolgt mittels zweier Gejenke 11 mit in Streblängsrichtung verlaufender Gelenkachse.
Die doppeltwirkenden Stempel 8 stützen sich auf den Bankrecht verschwenkbaren Sohlbalken 10 ab. Dabei ist auf jedem Sohlbalken 10 der vor dem Stempelabstützpunkt 12 liegende Abschnitt a um das doppelte langer als der zwischen dem Stempelabstützpunkt 12 und dem Gelenk 11 liegende Abschnitt b. Auf diese Weise ist es möglich, die Spitze jedes Sohlbalkens 10 um etwa das Dreifache des Stempelemsrbubweges anzuheben.
Abbaustoßseitig sind die beiden Sohlbalken untereinander durch einen Lenker 13 verbunden, der mit so viel Spiel befestigt ist, daß die beiden Sohlbalken 10 sich in ihrer bankrechten Schwenkebene weitgehend unbehindert verschwenken können. An die Stelle des Lenkers 13 kann gegebenenfalls auch ein die Sohlbalken 10 verbindendes Blattfederpaket treten.
Beim Ausführungsbeispiel dient der die Sohlbalken 10 verbindende Lenker 13 zugleich als Angriffspunkt für einen Rückzylinder 14, dessen Kolbenstange 14a mit dem abbaustoßseitigen Ende an dem Lenker 13 befestigt ist und dessen Zylinderteil 146 mit seinem versatzseitigen Ende mittels eines Führungsstückes 15 mit Führungszapfen 16 in Führungen 17 geführt ist, die sich an der Oberseite der starren Platte 9 befinden. Das Führungsstück 16 steht über zwei Verbindungsstangen 18 mit dem nicht dargestellten Strebförderer oder einem sonstigen Rückwiderlager in Verbindung. Die Verbindungsstangen 18 können gegebenenfalls mit nicht näher dargestellten Mitteln in bankrechter Ebene um die Führungszapfen ^6 verschwenkt werden, 11m die Lage des nicht dargestellten Strebförderers bzu> der damit verbundenen Gewinnungsmaschine zu verändern. Diese an sich bekannte, sogenannte Auslegersteuerung ist mit einem Ausbaugestell gemäß der Erfindung besonders gut zu bewerkstelligen, weil die Führungen 17 auf der starren Platte 9 angeordnet sind und auch bei Verschwenkung der Sohlbalken 10 ihre Lage nicht verändern. Die Sohlkonstruktion 2 des Ausbaugestelles gemäß der Erfindung kann sich also an Unebenheiten im Liegenden anpassen ohne daß sich dabei die Lage der Führungen 17 der Auslegersteuerung verändert
In F i g. 1 ist in gestrichelten Linien dargestellt wie sich die Sohlkonstruktion 2 durch Anheben eines Sohlbalkens 10 an Unebenheiten im Liegenden anpassen kann.
Die Gelenke 11 können erforderlichenfalls durch nicht näher dargestellte Hilfsmittel während des Rückvorganges in der jeweiligen SchwenksteHung verstarrt werden, so daß das Ausbaugestell zumindest wähi-end des Rückvorganges eine insgesamt weitgehend starre Sohlkonstruktion 2 hat.
Bezugszeichenverzeichnis
1 Kappe
2 Sohlkonstruktion
3 Bruchschild
4 Gelenk
5 Lemniskatenlenker
6 Lemniskatenlenker
7 Eckzylinder
8 Stempel
9 Starre Platte
10 Sohlbalken
11 Gelenk
12 Stempelabstützpunkt
13 Lenker
14 Rückzylinder
14a Kolbenstange
146 Zylinderteil
15 Führungsstück
16 Führungszapfen
17 Führung
18 Verbindungsstangen
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Ausbaugestell, insbesondere für den Strebausbau im untertätigen Grubenbetrieb, mit einer Sohlkonstruktion und einer Hangendkappe, die durch doppeltwirkende, zug- und druckfest verlagerte Stempel voneinander distanziert sind und durch einen Bruchschild aneinander geführt sind, der gelenkig an der Kappe befestigt ist und durch Lenkergetriebe an der Sohlkonstruktion geführt ist, die ein Schreitwerk zum Vorschieben des Strebförderers und Nachziehen des Ausbaugestelles sowie zwei parallel zueinander sich in Richtung auf den Kohlenstoß erstreckende, gegeneinander vertikal bewegliche Sohlbalken aufweist, auf denen die Stempel abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, dab die Sohlkonstruktion (2) versatzseitig eine sich über die gesamte Breite des Ausbaugestelles erstreckende surxe Platte (9) aufweist, an der einerseits die Lenker (5,6) des Bruchschildes (3) und andererseits die Sohlbalken (10) angelenkt sind
2. Schildausbaugestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Schreitwerk (14) an der versatzseitigen starren Platte (9) ρeführt ist.
3. Schildausbaugestell nach den Ansprüchen 1 und
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenke (11) zwischen der versatzseitigen stzrren Platte (9) und den Sohlbalken (10) während des Rückvorganges verstarrbar ausgebildet sind.
4. Schildausbaugestell nach den Ansprüchen 1 bis
3, dadurch gekennzeichne", daß &-: -- beiden Sohlbalken (10) untereinander in an sich bekannter Weise durch nachgiebige Elemente (13) i Form von Federn oder Lenkern verbunden sind.
5. Ausbaugestell nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem Sohlbalken (10) der vor dem Stempelabstützpunkt (12) liegende Abschnitt (a) länger, insbesondere um das doppelte länger als der zwischen dem Stempelabstützpunkt (12) und dem Gelenk(ll) liegende Abschnitt (ß)ist
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