DE3406136A1 - Werkstein zum errichten vertikaler waende - Google Patents

Werkstein zum errichten vertikaler waende

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DE3406136A1 DE19843406136 DE3406136A DE3406136A1 DE 3406136 A1 DE3406136 A1 DE 3406136A1 DE 19843406136 DE19843406136 DE 19843406136 DE 3406136 A DE3406136 A DE 3406136A DE 3406136 A1 DE3406136 A1 DE 3406136A1
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Description

Beschreibung:
Die Erfindung betrifft einen Werkstein zum Errichten vertikaler Wände.
Bekannt sind Werksteine aus Leicht- oder Normalbeton, die als sog. Pflanzringe im Handel sind. Diese Pflanzringe können mit Erdreich gefüllt und bepflanzt werden. Diese bekannten Pflanzringe lassen sich zwar auch in Reihen anordnen, zur Bildung von vertikalen Wänden, deren Oberfläche bzw. Wandfläche bepflanzbar ist, eignen sie sich nicht, weil nach dem Übereinanderstellen derartiger Pflanzringe kein seitlicher Raum vorhanden ist, der über die Wandoberfläche hinausragt, um das Einbringen von Pflanzen einerseits und das Aufnehmen von Regen oder Gießwasser andererseits zu ermöglichen.
Beim Errichten von vertikalen Wänden muß bekanntlich neben der gegenseitigen Verbindung der Steine miteinander auch noch ein Verband erzielt werden, d. h., die Steine einer unteren Reihe oder Lage müssen gegenüber der nächstoberen Lage in Längsrichtung versetzt werden. Durch dieses Versetzen kommt es an Ecken, Enden von Mauern, Durchbrüchen o. dgl. immer dazu, daßTeilformate des verwendeten Steines benötigt werden. Beim Arbeiten mit normalen Ziegeln, die mit Mörtel versetzt werden, jedoch nicht zum Stand der Technik gehören, weil mit ihnen keine bepflanzbaren Wände
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erstellt werden können, ist es üblich, die Teilformatc durch Spalten des Normalsteines auf der Baustelle herzustellen. Dabei ist, je nach Qualität der Steine und Fähigkeit des Maurers,ein mehr oder weniger großer Abfall durch mißlungene Spaltversuche unvermeidlich. Bei dem Errichten normalen Mauerwerkes aus Werkstein, z. B. aus Beton, ist das Herstellen von Teilformaten noch erheblich schwieriger und mit erheblichem Abfall verbunden, weshalb man bei derartigen Mauern fertige Teilformate der Werksteine herstellt und zur Baustelle anliefert. Aber auch dieses Vorgehen ist nachteilig, weil Normal- und Teilformate unterschiedlich hergestellt und angeliefert werden und daher selten in der passenden Stückzahl bzw. Relation zueinander vorhanden sind. Es ergeben sich unnütze Transporte und eine unrationelle Ausnutzung von Material.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die als Pflanzringe bekannten Werksteine so weiterzubilden, daß sie zum Errichten vertikaler, bepflanzbarer Wände verwendet werden können und dabei zugleich die bei Wänden anderer Art bisher auftretenden Nachteile, die das Erzielen eines Verbandes mit sich bringt, zu vermeiden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der eingangs genannte WErkstein erfindungsgemäß gekennzeichnet durch die Ausgestaltung als kongruent-komplementär geformter Bausatz aus vier
gemeinsam nebeneinander angeordneten, einen etwa quadratischen Umriß einnehmenden, umfänglich allseitig formschlüssig ineinandergreifenden, hohlprismatischen Einzelsteinen, welche nichtlineare Umrißformen haben, bei denen konvex ausgebildete Wandbereiche oder Wandteilbereiche komgruent geformten, konkav gestalteten Wand- oder Wandteilbereichen desselben Steines gegenüberliegen, wobei zwei Einzelsteine als Normalgrößen jeweils ebenso lang wie breit ausgebildet sind, ein Einzelstein als Halbstein nur halb so lang wie breit und ebenso breit wie die Normalsteine ist und ein Eineinhalbstein die Breite der Normalsteine und das Eineinhalbfache der Länge der Normalsteine sowie eine ebene innere Querwand aufweist, die mit den Längswänden des Eineinhalbsteines über in Steinhöhenrichtung verlaufende Sollbruchlinien verbunden ist und auf der Mitte ihrer Länge eine weitere, in Höhenrichtung verlaufende Sollbruchlinie aufweist, wobei die Querwand von der Außenkante einer Stirnwand in einer etwa um die Außenwanddicke reduzierten, der Länge oder Breite des Normalsteines entsprechenden Entfernung angeordnet ist und an beiden Stirnendbereichen des Eineinhalbsteines je eine umlaufende, mit der Unterkante abschließende, nach innen vorspringende Auflageschulter angeformt ist, auf welche die längs der Sollbruchlinien von den Längswänden getrennte Querwand als Bodenplatte zur Bildung eines Pflanzerde aufnehmenden, nach oben offenen Troges einlegbar ist.
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Dadurch, daß erfindungsgemäß das Prinzip hohlprismatischer, also rohrartiger Werksteine beibehalten wurde, lassen sich mit diesen STeinen errichtete Wände innen mit Erdreich füllen, und es entstehen über die gesamte Wandhöhe durchgehende Verbindungen, die auch für tiefwurzelnde Pflanzen geeignet sind.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Maßnahme der Bildung eines kongment-komplementären Bausatzes aus vier Einzelsteinen, bei denen die Einzelsteine nicht-lin-eare Wände haben, wobei jedoch jeder Stein so gestaltet ist, daß einem konvex geformten Wandbereich ein kongruent geformter konkaver Wandbereich gegenüberliegt, hat zur Folge, daß die Einzelsteine mit allen Wänden mit Nachbarsteinen in einen formschlüssigen Eingriff überführbar sind.
Die weitere Maßnahme, daß der Bausatz zwei Normalsteine, einen Halbstein und einen Eineinhalbstein aufweist, sichert eine abfallfreie Errichtung von Wänden im Verband, denn die benötigten Teilformate stehen in verwendungsproportionaler Zahl zur Verfügung. Es läßt sich unter allen Umständen ein Verband, auch über Ecken hinweg, erzielen, denn die Eineinhalbsteine sind in Längsrichtung der zu errichtenden Wand, an Ecken angeordnet, verbandssichernde Elemente, der durch Verwendung des Eineinhalbsteines in einer Reihe erforderliche Halbstein am anderen Ende der Reihe bzw. Wand steht aber durch die Aufteilung des Bausatzes jeweils zur Verfü-
/ο
gung. Es braucht also kein Teilformat auf der Baustelle angefertigt oder angepaßt zu werden bzw. getrennt angeliefert zu werden, weil der Bausatz alle Einzelsteine enthält, die benötigt werden.
Die Bepflanzbarkeit wird dadurch erreicht, daß die Eineinhalbsteine quer zu ihrer Länge in die laufende Steinreihe eingesetzt werden, so daß sie mit Halbsteinlänge über die Wandoberfläche hinausragen. Dadurch, daß die Eineinhalbsteine an ihren Stirnenden an der Unterkante umlaufende Auflageschultern haben, auf die eine Querwand, die mittels Sollbruchlinien heraustrennbar als Boden auflegbar ist, läßt sich auf einfachste Weise ein mit Erdreich bzw. Pflanzboden befüllbarer Trog bilden. So kann die Wand in beliebigen Abständen unter Mustern mit vorspringenden Trögen versehen werden, die geeignete Pflanzen aufnehmen können. Diese Tröge Stehen über das Innere des Eineinhalbsteines mit dem Erdreich der gesamten Wand in Verbindung, sie sind nach oben hin offen, werden an keiner Stelle von Mauerwerk überdeckt, nehmen infolgedessen Regen- oder Gießwasser leicht auf.
Da die Normalsteine trotz der nicht linearen Wandgestaltung im wesentlichen quadratisch im Grundriß ausgestaltet sind, bedeutet es, daß der quer zu seiner Länge angeordnete Eineinhalbstein zur Bildung der Tröge den Verband nicht stört, sondern sich glatt in das Muster einfügt.
Die Querwand, mit welcher der Eineinhalbstein ausgerüstet ist, hat noch den Vorteil, daß sie während des Transportes dieses Steines zur Baustelle als Aussteifungshilfe zur Steigerung der mechanischen Festigkeit dient.
Um der längs ihrer Sollbruchlinien aus dem Eineinhalbstein herausgetrennten Querwand bei ihrer Verwendung als Boden für den zu bepflanzenden Trog eine sichere Auflage zu geben, ist gemäß Anspruch 2 vorgesehen, daß sich die Auflageschulter an den Längswänden des Eineinhalbsteines wenigstens über die Länge eines Halbsteines erstreckt.
Eine weitere Sicherung der Auflage der Querwand bei ihrer Verwendung als Boden für den Trog wird gem. Anspruch 3 dadurch erzielt, daß die Querwand an einer Oberfläche eine mit ihrer Unterkante bündig abschließende, im Bereich der mittleren Sollbruchlinie geteilte Schulter aufweist, deren Höhe über der Oberfläche der Querwand der Dicke der Auflageschulter entspricht. Durch diese Maßnahme liegt die Querwand mit der Schulter im Bereich der Wandoberfläche auf der Oberkante der nächstunteren Steinreihe sicher auf.
Erfindungsgemäß können die Steine innerhalb der Forderungen des Anspruches 1 und, solange sie hohlprismatisch sind, wellenförmige, teilweise eiförmige oder anderweitig geformte Wände haben; damit das zuverlässige Errichten der Wand und die Erzielung eines Verbandes möglich ist, muß bei jog-
licher Querschnittsform oder Umrißform dafür gesorgt werden, daß der Normalstein im Prinzip zumindest näherungsweise quadratisch ist, d. h. gleich breit wie lang ausgestaltet ist (Anspruch 4).
Die erfindungsgemäß ausgebildeten Werksteine bzw. der Bausatz kann in einfacher Form aus Normal- oder Leichtbeton bestehen. Alternativ können die Steine aber auch gem. Anspruch 6 aus Kunststoff gefertigt sein.
Zur Erhöhung der Präzision der Steinformate in den wichtigen Bereichen kann gemäß Anspruch 7 vorgesehen sein, daß die Steine an ihren Ober- und/oder Unterkanten materialabhebend, z. B. durch Planfräsen, nachbehandelt sind.
Besonders vorteilhaft ist, daß nach Anspruch 8 der Bausatz als ganze Einheit mit näherungsweise quadratischem Umriß gefertigt ist, wobei längs einer Seite die zwei Normalsteine, längs der anderen Seite der Halbstein und der Eineinhalbstein angeordnet sind.
Durch diese Maßnahme wird eine transportfähige Raumeinheit bzw. Raumform gebildet, welche einen gegenseitigen, formschlüssigen Verbund sichert und damit das Transportieren ermöglicht.
Gemäß Anspruch 9 ist vorgesehen, daß mehrere bis zur gegenseitigen Berührung aneinandergerückte gefertigte Einheiten lagenweise jeweils um 90° zueinander verdreht zu einem Transportstapel übereinandergeschichtet sind.
Durch das jeweilig um 90° versetzte Anordnen der einzelnen Einheiten entsteht ein Verband hoher Stabilität, d. h. eine Raumform, die besonders vorteilhaft transportierbar ist.
Die Einzelsteine des Bausatzes können gemäß Anspruch 10 so verwendet werden, daß die Einzelsteine in Reihen neben- und übereinander in Höhenrichtung von Reihe zu Reihe um die Länge des Halbsteines zueinander versetzt im Verband in Form einer bepflanzbaren vertikalen, innen mit Pflanzerde gefüllten Wand angeordnet sind, indem jeweils einzelne Eineinhalbsteine mit ihrer Länge quer zur Reihe angeordnet sind und mit Halbsteinlänge seitlich als Trog aus der Wandoberfläche vorspringen.
Aufgrund der besonderen Maßnahme der kongruent-komplementären Formgebung stehen die Einzelsteine des Bausatzes jeweils miteinander in den waagerechten Reihen formschlüssig im Eingriff, so daß sie gemäß Anspruch 11 formschlüssig ineinandergreifen und das Errichten trocken ausgeführter Wände ermöglichen, die ohne Bindemittel standfest sind.
Gemäß Anspruch 12 können die Steine jedoch auch entweder mit Mörtel oder, je nach Präzision, durch Klebemittel, insbesondere in Höhenrichtung, untereinander verbunden werden, um die Standfestigkeit der Wand zu erhöhen.
Besonders vorteilhaft ist die Errichtung einer Wand, bei der in Höhenrichtung jeweils abwechselnd eine Reihe aus Normalsteinen auf einer Reihe aus Normalsteinen und quergestellten Eineinhalbsteinen angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel des als Bausatz ausgebildeten erfindungsgemäß ausgestalteten Werksteines und Verwendungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 - eine Draufsicht auf den Bausatz erfindungsgemäß ausgebildeter WErksteine,
Fig. 2 - eine Schnittansicht des Eineinhalbsteines
des Bausatzes gem. Fig. 1 längs der Schnittlinie II-II,
Fig. 3 - einen aus dem Bausatz gem. Fig. 1 gebildeten Transportstapel,
Fig. 4 - die Seitenansicht einer aus den WErksteinen des Bausatzes errichteten vertikalen bepflanzten Wand,
Fig. 5 - die Schnittansicht der Wand gem. Fig. 4
bei längs der Linie V-V in Fig. 4 verlaufender Schnittebene,
IS
Fig. 6
und 7 - in Höhenrichtung abwechselnd aufeinanderfolgende Steinreihen in Draufsicht sowie
Fig. 8
und 9 - Beispiele für die vielfältigen Variationsmöglichkeiten bei der Bildung von Ecken und Mauernischen, die unter Verwendung der Einzelsteine des Bausatzes verwirklicht werden können.
Figur 1 zeigt einen Bausatz 1, der aus zwei Normalsteinen 2, einem Halbstein 3 und einem Eineinhalbstein 4 besteht. Alle vier Steine sind hohlprismatisch aus Beton, Leichtbeton oder Kunststoff gefertigt, d. h. also oben und unten offen. Untereinander haben die Steine 2, 3, 4 kongruentkomplementär geformte Wandungen, die nicht linear sind, wobei die Normalsteine 2 einen etwa quadratischen Grundriß haben, d. h. sie sind ebenso lang wie breit. Die Höhe der einzelnen Steine 2, 3, 4 kann der halben Breite oder Länge des Normalsteines 2 entsprechen.
Bei der gezeigten Ausführung gemäß Fig. 1 liegen bei allen Steinen 2, 3, 4 konvex gestalten Wandbereichen 5 einer Wand kongruent-komplementär, d. h. konkav, gestaltete Wandbereiche 6 direkt gegenüber. In dem Bausatz gem. Fig. 1 sind die einzelnen Steine 2, 3, 4 untereinander kongruentkomplementär gestaltet, d. h. konkav ausgebildeten Wandbereichen 6 des einen Steines liegen konvex gestaltete Wandbereiche 5 eines anderen Steines 2,3, 4 an. Die beiden
Normalsteine 2 liegen in einer Reihe, der Eineinhalbstein 4 und der Halbstein 3 liegen daneben, so daß der gesamte Bausatz 1 wiederum einen etwa quadratischen Grundriß aufweist.
Figur 1 zeigt die Steine in der Position, die sie während der Formgebung, d. h. ihrer Herstellung, einnehmen. Sind die Steine aus Leicht- oder Normalbeton gefertigt, so werden sie auf den Unterlagbrettern oder -blechen in dieser Position bis zum Aushärten belassen und alsdann bis zur gegenseitigen Wandberührung zusammengeschoben. Sie treten dann mit ihren Wandbereichen 5 und 6 miteinander in gegenseitige formschlüssige Berührung und bilden als Bausätze 1 fest zusammenhaltende Lagen 7, die mittels eines Greifers jeweils 90° zueinander verdreht zu einem Transportstapel 8 übereinandergeschichtet werden können. Dieser Tran,sportstapel hat nicht nur seitliche, sondern auch in Höhenrichtung wirkende Festigkeit. Er ist daher stabil und Mcht zu handhaben.
Figur 1 zeigt, daß die Oberflächen der Wände der Steine 2, 3, 4 in Höhenrichtung verlaufende, im Querschnitt etwa halbkreisförmige Nuten 9 aufweisen. Diese Nuten dienen in der sichtbaren Wandoberfläche als optisch-ästhetische Gliederung innerhalb der Wand bzw. der Steinreihen ermöglichen sie durch das Aneinandertreffen,das Einbringen von Mörtel, Klebemittel o. dgl. Die Steine 2, 3, 4 können an ihren
Ober- und Unterkanten durch planfräsen nachbearbeitet werden und somit eine hohe Maßgenauigkeit bekommen. Auf diese Weise können, bedingt durch den gegenseitigen Formschluß, Wände sowohl trocken erstellt werden als auch, unter Vermeidung sichtbarer Fugen, geklebt werden. Die Errichtung von Wänden unter Verwendung eines Mörtels ist aber ebenfalls möglich.
Um bepflanzbare Wände zu erzielen ist aber nicht nur die streng hohlprismatische Form der Steine 2, 3, 4 erforderlich, sondern es müssen auch über die Wandoberfläche 10 vorspringende Tröge 11 geschaffen werden können (vgl. Fig. 5 und folgende).
Zu diesem Zweck weist der Eineinhalbstein 4 an seinen beiden Stirnendbereichen 12 eine an seiner Unterkante 13 nach innen vorspringende Auflageschulter 14 auf (vgl. Fig. 2) Diese Auflageschulter 14 erstreckt sich sowohl über die Stirnwände 15 als auch über einen Toil der Längswände 16. Die Ausdehnung an den Längswänden ist so groß, daß sie in etwa mindestens der Länge des Halbsteines 3 entspricht bzw. diese geringfügig überschreitet.
Zusätzlich ist der Eineinhalbstein 4 auf seiner Länge mit einer Querwand 17 ausgerüstet, die an den Längswänden 16 über in Höhenrichtung verlaufende Sollbruchlinien 18 angeschlossen ist und die auf ihrer Mitte eine weitere in
Höhenrichtung verlaufende Sollbruchlinie 19 aufweist. Die Querwand 17 ist eben. Ihre Entfernung von einer Stirnwand 15 entspricht der Länge oder Breite des Normalsteines 2, reduziert um etwa die Wanddicke des Steines. Von der gegenüberliegenden Stirnwand 15 ist die Querwand 17 um eine halbe Steinlänge, vermehrt durch die Wanddicke, entfernt. An ihrer Unterkante weist die Querwand 17 zwei Schultern 20 auf, deren Breite der Dicke der Auflageschultern 14 entspricht. Die Schultern 20 sind jeweils zwischen den Sollbruchlinien 18 und 19 angeordnet.
Die Querwand 17 dient während des Transportes als vorteilhafte Aussteifung gegen äußere Einwirkungen mechanischer Art. Wird der Eineinhalbstein 4 in seiner Längsrichtung verlegt, so bleibt sie an ihrer Stelle. Wird der Stein jedoch quer zu seiner Länge versetzt, weil ein bepflanzbarer Trog 11 geschaffen werden soll (vgl. Fig. 5), so wird die Querwand 17 längs der Sollbruchlinie 18 herausgetrennt und als Trogboden verwendet, indem sie auf die Auflageschulter 14 so aufgelegt wird, daß die angeformten Schultern 20 nach unten weisen (vgl. gestrichelte Darstellung in Fig. 2 und strichpunktierte Darstellung in Fig. 1).
Das Errichten vertikaler Wände 21 zeigt Fig. 4 und 5. Dazu werden Normalsteine 2 in einer ersten Reihe A aneinandergesetzt, derart, daß ihre Wände formschlüssig ineinandergreifen. Alsdann wird eine weitere Reihe B aufgesetzt, bei
der die Normalsteine 2 in Bezug auf die Normalsteine 2 der unteren Reihe A um eine halbe Steinlänge versetzt sind, In diese Reihe werden in Abständen Eineinhalbsteine 4 quer zu ihrer Länge eingesetzt, wobei jeweils die Querwände 17 herausgebrochen und als Boden des Troges 11 verwendet werden. So entstehen über die Wandoberfläche 10 hervorragende oben offene Tröge zum Bepflanzen, die mit dem eingefüllten Erdreich oder Pflanzboden mit dem Erdreich der gesamten Wand, das innerhalb der Steine 2 und eingefüllt ist, in Verbindung stehen.
Die Figuren 6 und 7 zeigen die Reihen B bzw. A in Draufsicht.
Die Figuren 8 und 9 zeigen die Ausbildung einer Ecke. Die Reihe A besteht, wie schon erwähnt, ausschließlich aus Normalsteinen 2, jedoch an der Ecke dient ein Eineinhalbstein 4 zur Eckverbindung, und zwar derart, daß er einmal in die eine und bei der Reihe B gemäß Fig. 9 in die andere Richtung der anschließenden Wand hinüberragt. Durch dieses wechselseitige in beide Wandrichtungen verlaufende Einsetzen der Eineinhalbsteine 4 entsteht eine sehr solide feste Ecke.
Figur 9 zeigt erneut, wie Tröge 11 gebildet werden können und wie unter Verwendung des Halbsteines 3 innerhalb der Wände Nischen geschaffen werden.
Der als Bausatz ausgebildete Werkstein gemäß den Figuren 1 bis 9 läßt sich in vielfältiger Weise in der Gartenarchitektur verwenden. Er kann zur Bildung von Laubengängen, Lauben, zur Erstellung von Einfriedungen usw bis zum Einsatz als Schallschluckwand herangezogen werden. Durch die Materialwahl sind die optisch-ästhetischen Eindrücke von grob-rustikal, z. B. bei Normalbeton, bis elegant, bei der Verwendung von Leichtbeton und Kunststoff, und schließlich auch noch im Sinne der Pop-Art gestalterisch verwendbar, wenn die Steine entsprechend eingefärbt werden.
Alle in der Beschreibung und/oder den Zeichnungen dargestellten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
I. π C! r s e i t ο

Claims (13)

II Ii XTSC II Ii L· Λ II IO XTSC II Ii I. IKiH ex/.oi.I.ehxsth. al · .-ι mo lioiii.rc.v/. · τ κι..: »a« ι :ιι:ι:ι:ι Knien iikxtsciiki. ii»:ti ■ i»n<m · οιΐΜ,.-ΐ.ν«;. ΐ·ι·:τι·:κ iikxtschki. Patentansprüche:
1. Werkstein zum Errichten vertikaler Wände, gekennzeichnet durch die Ausgestaltung als kongruent-komplementär geformter Bausatz (1) aus vier gemeinsam nebeneinander angeordneten, einen etwa quadratischen Umriß einnehmenden, umfänglich allseitig formschlüssig ineinandergreifenden hohlprismatischen Einzelsteinen (2, 3, 4), welche nichtlineare Umrißformen haben, bei denen konvex ausgebildete Wandbereiche oder Wandteilbereiche (5) kongruent geformten, konkav gestalteten Wand- oder Wandteilbereichen (6) desselben Steines (2, 3, 4) gegenüberliegen, wobei zwei Einzelsteine als Normalgrößen (2) jeweils ebenso lang wie breit ausgebildet sind, ein Einzelstein als Halbstein (3) nur halb so lang wie breit und ebenso breit wie die Normalsteine ist und ein Eineinhalbstein (4) die Breite der Normalsteine (2) und das Eineinhalbfache der Länge der Normalsteine (2) sowie eine ebene innere Querwand (17) aufweist, die mit den Längswänden (16) des Eineinhalbsteines (4) über in Steinhöhenrichtung verlaufende Sollbruchlinien (18) verbunden ist und auf der Mitte ihrer Länge eine weitere in Höhenrichtung verlaufende Sollbruchlinie (19) aufweist, wobei die Querwand (17) von der Aus-
scnkante einer Stirnwand (15) in einer etwa um die Aussenwanddicke reduzierten, der Länge oder Breite des Normalsteines (2) entsprechenden Entfernung angeordnet ist und an beiden Stirnendbereichen des Eineinhalbsteines (4) je eine umlaufende, mit der Unterkante abschließende, nach innen vorspringende Auflageschulter (14) angeformt ist, auf welche die längs der Sollbruchlinien (18, 19) von den Längswänden (16) getrennte Querwand (17) als Bodenplatte zur Bildung eines Pflanzerde aufnehmenden, nach oben offenen Troges (11) einlegbar ist.
2. Werkstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Auflageschulter (14) an den Längswänden (16) des Eineinhalbsteines (4) wenigstens über die Länge eines Halbsteines (3) erstreckt.
3. Werkstein nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (17) an einer Oberfläche eine mit ihrer Unterkante bündig abschließende, im Bereich der mittleren Sollbruchlinie (19) geteilte Schulter (20) aufweist, deren Höhe über der Oberfläche der Querwand (17) der Dicke der Auflageschulter (14) entspricht.
4. Werkstein nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Normalsteine (2) einen näherungsweise quadratischen Grundriß haben.
5. Werkstein nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle Einzelsteine (2, 3, 4) aus Normal- oder Leichtbeton bestehen.
6. Werkstein nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Einzelsteine (2, 3, 4) aus Kunststoff bestehen.
7. Werkstein nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine (2, 3, 4) an ihren Ober- und/oder Unterkanten materialabhebend, z. B. durch Planfräsen, nachbehandelt sind.
8. Werkstein nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bausatz (1) als ganze Einheit mit näherungsweise quadratischem Umriß gefertigt ist, wobei längs einer Seite die zwei Normalsteine (2), längs der anderen Seite der Halbstein (3) und der Eineinhalbstein (4) angeordnet sind.
9. Werkstein nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere bis zur gegenseitigen Berührung aneinandergerückte gefertigte Einheiten lagenweise (7) jeweils um 90° zueinander verdreht zu einem Transportstapel (8) übereinandergeschichtet sind.
10. Werkstein nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelsteine (2, 3, 4) in Reihen (A, B) neben- und übereinander in Höhenrichtung von Reihe zu Reihe um die Länge des Halbsteines (3) zueinander versetzt im Verband in Form einer bepflanzbaren vertikalen, innen mit Pflanzerde gefüllten Wand (21) angeordnet sind, indem jeweils einzelne Eineinhalbsteine (4) mit ihrer Länge quer zur Reihe (A, B) angeordnet sind und mit Halbsteinlänge seitlich als Trog (11) aus der Wandoberfläche (10) vorspringen.
11. Werkstein nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelsteine (2, 3, 4) in einer Wand (21) trokken aufgrund der kongruent-komplementären Form in den waagerechten Reihen (A, B) formschlüssig ineinandergreifen.
12. Werkstein nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelsteine (2, 3, 4) in einer Wand (21) in den waagerechten und lotrechten Reihen zusätzlich mittels Mörtel verbunden oder verklebt sind.
13. Werkstein nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Wand in Höhenrichtung jeweils abwechselnd eine Reihe (A) aus Normalsteinen (2) auf einer Reihe (B) aus Normalsteinen (2) und quergestellten Eineinhalbsteinen
(4) angeordnet ist.
Beschreibung:
DE3406136A 1984-02-21 1984-02-21 Bepflanzbare vertikale Wand Expired DE3406136C2 (de)

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