DE340326C - Verfahren zur Gewinnung von Molybdaenchlorid aus Molybdaenerzen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Molybdaenchlorid aus MolybdaenerzenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
- C22B1/02—Roasting processes
- C22B1/08—Chloridising roasting
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47J—KITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
- A47J27/00—Cooking-vessels
- A47J27/56—Preventing boiling over, e.g. of milk
- A47J27/57—Milk-boiling vessels with water or steam jackets, e.g. with signaling means
- A47J27/575—Milk-boiling vessels with water-bath
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von lnolybdänchlorid aus 1Vlolybdänerzen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Norwegen vom 26. März 1917 beansprucht. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung von Molybdänerzen oder molybdänhaltigen Gesteinen zum Zweck der Trennung des Molybdäns 'von dem begleitenden Ganggestein sowie von Verbindungen anderer Metalle, wie Sulfiden, Oxyden u. dgl.
- Bekanntlich ist das Molybdän ein sehr wertvolles Metall; eine scharfe Trennung der Molybdänerze ist daher sehr wichtig.
- In der Natur kommt das Molybdän als Molybdänsulfid (Mo S2) vor, und zwar haben gerade die größeren Lager nur einen geringen Molybdängehalt, 3 Prozent und weniger. Selbstverständlich sind die gebräuchlichen Verfahren zur Trennung gewöhnlicher Erze, wie Eisenkies, Kupferkies, Zinkblende, Bleiglanz u. dgl., die man als mechanische Verfahren bezeichnet, z. B. die verschiedenen nassen Verfahren, das Verfahren nach Elmore oder das der »Mineral Separation«, die alle Anreicherung des Ganggesteins auf einen größeren oder geringeren Prozentgehalt ermöglichen, für die Behandlung der Molybdänerze nicht geeignet, besonders wenn diese nur wenige Prozente Molybdän enthalten. Es zeigt sich, daß selbst bei den besten der gebräuchlichen Trennungsverfahren im Ganggestein noch über 0,5 Prozent Mo S2 und bisweilen bis zu z Prozent und mehr zurückbleibt.
- Außerdem finden sich bei den meisten Trennungsverfahren die etwa in Erz vorhandenen Verbindungen anderer Metalle, so Sulfide und Oxyde, zum großen Teil im Molybdänkonzentrat wieder und setzen so dessen Wert herab. Auch wird gewöhnlich kein vollkommenes Konzentrat erhalten, sondern es befinden sich noch größere Mengen Gangart in demselben. Der Konzentrationsgrad schwankt gewöhnlich zwischen 6o und go Prozent Mo S2 in Konzentrat, wobei der in das Ganggestein eingehende Verlust an Mo S2 um so größer ist, je höher der Prozentgehalt des Konzentrats steigt.
- Die vorliegende Erfindung gründet sich auf die Beobachtung, daß es durch ein chemischphysikalisches Verfahren möglich ist, das Molybdän praktisch vollkommen von den übrigen Bestandteilen der Erze zu trennen, so daß die Abfälle nur noch Spuren von Molybdän enthalten und das Konzentrat praktisch nur noch aus einer Molybdänverbindung besteht.
- Dies wird nach der Erfindung durch Behandlung des fein zerkleinerten Molybdänerzes bzw. molybdänhaltigen Erzes -oder eines sonstigen molybdänhaltigen Stoffs mit Chlor bei einer Temperatur von über 26ß° C erreicht. Hierbei, geht das Molybdän in Chlorid über, das abdestilliert und als solches niedergeschlagen wird.
- Es ist zwar schon bekannt, daß Molybdänsulfid durch einen darüberstreichenden Chlorstrom in Molybdänchlorid übergeführt wird, jedoch ist die Anwendung dieser Reaktion in der hier vorgeschlagenen Weise zur praktisch vollkommenen Trennung des Molybdäns aus Erzen o. dgl. noch nicht bekannt.
- Es hat sich ergeben, daß durch Behandlung der Erze mit Chlor bei geeigneter Temperatur, namentlich bei Anwendung des für die Behandlung von edelmetallhaltigen Erzen mit Chlorgas schon früher in Vorschlag gebrachten Gegenstromprinzips, eine praktisch . vollkommene Überführung in Chlorid bewirkt werden kann, so daß das Verfahren wirtschaftlich ist und eine praktisch vollkommene Trennung des wertvollen Metalls ermöglicht. Es ergab sich ferner, daß zur vollständigen Umwandlung und Trennung die Behandlung bei einer Temperatur über 9.68' C vorgenommen werden muß.
- Weiterhin wurde gefunden, daß es vorteilhaft ist, sowohl das Erz wie auch das Chlor vor dem Zusammenbringen zu trocknen. Dies ist aber nicht durchaus nötig, da die Ausbeute nur wenig geringer ist, wenn das Trocknen unterbleibt.
- Durch Versuche wurde festgestellt, daß meistens eine Zerkleinerung des Erzes auf eine Korngröße von i bis 2 mm genügt. Im allgemeinen soll das Erz so weit zerkleinert werden, daß das Chlorgas mit jedem Teilchen des Molybdänerzes in Berührung kommt.
- Enthält das zu behandelnde Erz noch andere Metalle außer Molybdän, z. B. Blei, Zink, Kupfer u. dgl., so wird die Temperatur so geregelt, daß die Metallchloride von höherem Siedepunkt im Rückstand verbleiben, aus dem sie nachher durch Auslaugen gewonnen werden können, während Metallchloride von niedrigerem Siedepunkt voneinander durch fraktionierte Kondensation getrennt werden. Man kann auch die Behandlung bei so hoher Temperatur vornehmen, daß alle Chloride überdestillieren, in welchem Falle sie dann alle durch fraktionierte Kondensation voneinander getrennt werden.
- Statt der unmittelbaren Behandlung des Erzes mit Chlor ist es manchmal vorteilhaft, eine Trennung nach bekannten Verfahren vorausgehen 'zu lassen. Diese Trennung wird dann soweit vorgenommen, - daß das Konzentrat auf 45 bis 50 Prozent gebracht wird, worauf man es dann nach dem beschriebenen physikalisch-chemischen Verfahren weiterbehandelt.
- Wie schon oben bemerkt, ist die Verwendung des Gegenstromprinzips für die Behandlung von Erzen an sich nicht neu, insofern, als ein derartiges Verfahren für die Gewinnung von Gold und Silber aus edelmetallhaltigen Erzen in Vorschlag gebracht worden ist (vgl. Patent 51x17). BeidiesembekanntenVerfahrenhandelt es sich aber nur um die Überführung der Metalle in Chloride, welche nachträglich durch Auslaugung gewonnen werden, während von einer Verflüchtigung der zu gewinnenden Metallchloride keine Rede ist.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRLTcHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Molybdänchlorid aus molybdänhaltigen Erzen oder anderen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Erz mit Chlor im Gegenstrom bei einer Temperatur über 268' C behandelt und das gebildete Molybdänchlörid abdestilliert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur so geregelt wird, daß die höher siedenden Chloride anderer Metalle im Rückstand verbleiben, aus dem sie später durch Auslaugen gewonnen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO340326X | 1917-03-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE340326C true DE340326C (de) | 1921-09-08 |
Family
ID=19905306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920340326D Expired DE340326C (de) | 1917-03-26 | 1920-06-22 | Verfahren zur Gewinnung von Molybdaenchlorid aus Molybdaenerzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE340326C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115465B (de) * | 1958-04-11 | 1961-10-19 | Ferrolegeringar Trollhetteverk | Verfahren zur Behandlung von molybdaenhaltigen sulfidischen Materialien |
-
1920
- 1920-06-22 DE DE1920340326D patent/DE340326C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115465B (de) * | 1958-04-11 | 1961-10-19 | Ferrolegeringar Trollhetteverk | Verfahren zur Behandlung von molybdaenhaltigen sulfidischen Materialien |
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