DE34028C - Verfahren und Apparate zur Darstellung von Alkalisulfaten - Google Patents

Verfahren und Apparate zur Darstellung von Alkalisulfaten

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DE34028C
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magnesia
retort
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alkali chlorides
alkali
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DENDAT34028D
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A. VOGT und A. FlGGE in Westerhusen bei Magdeburg
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
bei MAGDEBURG.
Chlorkalium und Calciumsulfat werden in fein gepulvertem Zustande mit kaustischer Magnesia innigst gemischt, feucht geknetet und dann getrocknet. Die dadurch entstandene poröse Masse wird in kleine Stücke von möglichst gleicher Korngröfse gebrochen und sodann in den unten beschriebenen Sulfathochöfen bei hellrother Glühhitze mit überhitztem Wasserdampf behandelt; hierdurch wird alles Chlor als HCl ausgetrieben, und es verbleibt in dem Ofen ein Gemisch von Kaliumsulfat, Calcium- und Magnesiumoxyd ·, die bei dieser Operation als Nebenprbduct abfallende H Cl wird entweder als solche condensirt oder in einem mit der Abhitze des Hochofens geheizten besonderen Apparat nach bekannten Methoden in Chlor verwandelt und nutzbar gemacht. Die Kosten dieser Umwandlung der Salzsäure in Chlor in einem besonderen Apparate können aber dadurch vermieden werden, dafs dem zur Austreibung des H Cl benutzten H2 O ein entsprechendes Quantum von freiem Sauerstoff beigemengt wird; es wirkt dann die poröse Chlorid- und Sulfatmischung, welche von dem gemischten H Cl und O durchstrichen wird, als Contactsubstanz ä la Deacon, und dem Ofen entströmt nicht mehr HCl- Gas, sondern Cl und H2 O.
Dieses feuchte Chlorgas, das natürlich etwas HCl-haltig ist, kann von HCl und H2 O befreit und auf bekanntem Wege auf Chlorkalk bearbeitet werden. Wo hier in der Beschreibung »Kalium« genannt ist, kann . statt desselben auch »Natrium« gesetzt werden und selbstverständlich auch ein Gemenge von Kalium und Natrium angewendet werden; aufserdem können die Alkalichloride Alkalisulfate beigemischt enthalten. Dieselben bleiben bei dieser Operation unverändert. Da die als Zusatz verwendete kaustische bezw. kohlensaure Magnesia nur den Zweck hat, die zu behandelnde Chloridmasse porös und bei der anzuwendenden Temperatur unschmelzbar zu machen, so kann sie auch durch Kieselerde oder Kalk ersetzt werden; aufserdem können die Alkalichloride behufs Entnahme der Schwefelsäure zu ihrer Sulfatisirung statt mit Gyps und Magnesia auch mit Mg S O4 und kaustischer Magnesia oder Kalk gemischt werden, da bei letzterer Mischung die Alkalichloride unter. Behandlung mit Dampf oder feuchter Luft ebenfalls in Sulfate verwandelt werden.
Beschreibung des Apparates.
Die beiliegende Zeichnung stellt den Sulfathochofen in stark verkleinertem Mafsstabe dar.
Fig. ι ist ein verticaler Schnitt durch die Achse,
Fig. 2 ein Querschnitt durch den oberen Theil des Ofens nach der Linie x-jr,
Fig. 3 ein Schnitt durch den unteren Theil desselben nach der Linie w-\.
Der Apparat besteht aus einem Hochofen, der entweder mit Generatorgas, wie Fig. 1 andeutet, oder mit directer Feuerung geheizt wird. Derselbe enthält eine grofse Retorte A und eine kleine Retorte a, beide aus Gufseisen. Die erstere dient zum eigentlichen
Sulfatisirprocefs, während α zum Vorwärmen des Materials dient.
Retorte A ist aus einzelnen über einander gesetzten Schüssen aus Gufseisen construirt, deren unterster einen dicht verschliefsbaren Stutzen zum Entleeren der sulfatisirten Masse und aufserdem die zur Einströmung der Gase dienenden Stutzen JD1 JD2 JD3 JD4 enthält und auf dem Mauerwerk ruht, während der oberste Schufs einen grofsen verschliefsbaren Stutzen zum Füllen der Retorte und einen kleinen Stutzen R zum Entweichen der Gase enthält.
Die oberen Schüsse der Retorte sind jeder einzelne separat durch Stangen S, Hebel H und Gegengewicht G vermittelst der auf dem Mauerwerk M ruhenden drehbaren Stützpunkte T so aufgehängt, dafs nur ein kleiner Bruchtheil seiner Last auf den folgenden unteren Schufs drückt. Wollte man diese bewegliche Aufhängung durch eine starre Untermauerung ersetzen, so würde man bei der hohen Temperatur, der das Gufseisen und Mauerwerk ausgesetzt sind, und durch den hierdurch zwischen beiden hervorgerufenen Längenausdehnungsunterschied eine Ausbauschung des Eisens nicht vermeiden können, weil eine derartige starre Unterstützung nur bei einer bestimmten gegenseitigen Temperatur zwischen Mauerwerk und Eisen fest und wirksam und ohne besonders nachtheiligen Einflufs auf das letztere sein kann.
Ueber der Retorte A ist der Vorwärmer a so angebracht, dafs die Entleerungsöffnung des letzteren über der Füllöffnung des ersteren liegt und dafs man den Inhalt von a direct in A fallen lassen kann, zu welchem Zwecke die Schieber f u und Fo angebracht sind. Der Vorwärmer α ist wie die Retorte A ummauert und wird von der abgehenden Flamme des letzteren geheizt. Wenn behufs Sulfatisirung die Alkalichloride statt mit Wasserdampf allein mit Wasserdampf und Luft behandelt werden und daher in den Oefen Chlor entwickelt wird, so ist die innere metallische Fläche der Oefen oder Retorten durch ein Silicatemail zu schützen.
Art der Arbeit.
Wir denken uns die Arbeit im Gange, der Vorwärmer α gefüllt mit vorgewärmter Chloridmischung, Retorte A gefüllt mit rothglühender Chloridmischung und die Eintrittsöffnungen für sämmtliche Gase und Dämpfe seien geschlossen und die im unteren Theil von A befindliche Masse sei vollständig sulfatisirt.
Man öffnet nun den Entleerungsdeckel von A und läfst in den untergestellten Wagen w ein Volumen Sulfatmischung so grofs als der Inhalt des Vorwärmers α hineinfallen.
Alsdann wird der Deckel Fu geschlossen und dafür die Schieber fu und Fo geöffnet; es fällt der Inhalt von α herab, A wieder füllend; nach Verschlufs von fu und Fo wird fo geöffnet und der Vorwärmer α mit frischem Material gefüllt.
Nun wird geöffnet, das Austrittsrohr R für H Cl bezw. Cl und Eintrittsrohr JD1 JD2 JD3 JD4 für Dampf, wenn H Cl erzeugt wird; die Heizung geschieht fortdauernd und möglichst gleichmäfsig.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die beschriebene Methode, die Schwefelsäure des Gypses oder der schwefelsauren Magnesia an Alkalien zu binden, indem ein Gemisch von Alkali-Chloriden und Gyps oder Alkali-Chloriden und Mg S O4 durch Beimischung von kohlensaurer Magnesia, kaustischer Magnesia, Kieselerde oder Kalk einzeln oder in Verbindung mit einander und durch nachherige Röstung des Gemisches porös und feuerbeständig oder nur feuerbeständig gemacht und alsdann mit Wasserdampf, sei es mit oder ohne Beimischung freien Sauerstoffes, behandelt wird.
2. Der beschriebene Apparat zur Umwandlung von Alkali-Chloriden in Sulfate, bestehend im wesentlichen aus der Sulfat-Retorte A und Vorwärmer α und den Verbindungsschiebern fu und Fo zwischen A und a.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT34028D Verfahren und Apparate zur Darstellung von Alkalisulfaten Expired - Lifetime DE34028C (de)

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