DE27572C - Verfahren zur Darstellung von Aluminium aus Chloraluminium mittelst der durch Glühen von Natrium- und Calciumcarbonat mit Kohle entstehenden Natriumdämpfe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aluminium aus Chloraluminium mittelst der durch Glühen von Natrium- und Calciumcarbonat mit Kohle entstehenden Natriumdämpfe

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DE27572C
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H. A. GADSDEN in London
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B21/00Obtaining aluminium
    • C22B21/04Obtaining aluminium with alkali metals earth alkali metals included

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Description

KAISERLICHES
PATENTAN
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KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Gewinnung des Aluminiums aus seinen Erzen oder aus anderen dieses Metall enthaltenden Stoffen.
Die bisher gebräuchliche Methode zur Abscheidung" des Aluminiums aus seinen Erzen oder aus anderen dieses Metall enthaltenden Stoffen bestand darin, das Aluminium zuerst in Chloraluminium zu verwandeln und dann das Metall unter Anwendung von metallischem Natrium daraus abzuscheiden.
Das Verfahren nach vorliegender Erfindung unterscheidet sich wesentlich von dieser früheren Herstellungsweise, wie dies aus der nachstehenden Beschreibung hervorgeht.
Nach vorliegendem Verfahren stellt Erfinder zunächst das Chloraluminium und dann hieraus das Metall durch die Einwirkung von Natriumdämpfen dar, die sich durch Erhitzung einer Mischung von kohlensaurem Natrium mit Holzkohle entwickeln und in directe Berührung ort dem Chloraluminium gebracht werden, wodurch die Anwendung von Natriummetall vollständig überflüssig wird.
In Ausführung dieses Processes verwendet Erfinder die erforderliche Menge Korund, Bauxit oder eines anderen aluminiumhaltigen Körpers und mischt dieselbe mit ungefähr 10 pCt. Fluornatrium oder Fluorkalium und, falls es wünschenswerth erscheinen sollte, mit ungefähr einer gleichen Menge Fluorcalcium. Diese Mischung kann in Tiegel oder auf den Herd eines Röstofens gebracht werden, wo sie bis zum Calciniren erhitzt, dann herausgezogen und zu einem Pulver vermählen wird. Während des Mahlens werden der calcinirten Masse ungefähr 10 pCt. Holzkohle oder eine gleichwerthige Menge einer anderen kohlenstoffhaltigen Substanz, wie beispielsweise Stärke oder OeI, zugesetzt; das Ganze wird dann innig mit einander vermischt und mit oder ohne Anwendung von Wasser in Kugel- oder andere Form geballt und in eine Retorte oder Muffel gebracht, in der es gebrannt und in eine schwammartige Masse umgewandelt wird.
Nachdem die Masse auf die vorbeschriebene Weise behandelt worden ist, wird sie aus der Retorte oder Muffel herausgenommen und in eine andere entweder vertical oder horizontal angeordnete Retorte gebracht, durch die man dann einen Strom Chlorgas hindurchströmen läfst, um sie in Chloraluminium zu verwandeln, welches dann in einen Behälter überdestillirt wird, wobei die auf die Retorte einwirkende Hitze genügt, um das Chloraluminium so rasch wie es dargestellt wird in den Behälter hinüberzudestilliren. Dieses Chloraluminium kann dann in eine andere Retorte gebracht werden, in der es in Aluminium umgewandelt wird, oder es kann in Gasform durch ein Eisendrehspäne oder andere Eisenabfälle enthaltendes Gefäfs oder eine Kammer und in ein zu seiner Aufnahme dienendes Gefäfs geleitet werden, in dem es in feste Form übergeht und krystallisirt.
Der Zweck, das Chloraluminium über diese Eisendrehspäne zu leiten, ist der, alles etwa in demselben enthaltene Eisen zu entfernen. Bei der Reduction des Chloraluminiums zu Metall kommt

Claims (1)

  1. ein Ofen zur Venyendung, der eine aus Chamotte oder anderem feuerfesten Material hergestellte Retorte' von entsprechenden Dimensionen enthält, in welche die jedesmal zu behandelnde ' Chloraluminiummenge eingebracht wird und die durch ein Rohr mit einer anderen Retorte bezw. einem anderen Ofen von ähnlicher Construction verbunden ist; durch dieses Rohr streicht ein Gasstrom, der dadurch entwickelt wird, dafs man in eine entsprechend grofse Retorte ungefähr 20 Ge wich tstheile kohlensaures Natron, 16 Gewichtstheile Holzkohle oder eine gleichwertige Menge einer anderen kohlenstoffhaltigen Substanz und 5 Gewichtstheile Kreide oder Kalk, die innig mit einander gemischt, getrocknet und in Asbest, starkem Papier oder anderem bei der Erhitzung nicht aus einander fallenden Material verpackt werden, einbringt. Befindet sich das Chloraluminium in seiner Retorte, so wird es der Einwirkung von Hitze ausgesetzt; dasselbe geschieht mit der die zu vergasende Masse enthaltenden Retorte, die soweit erhitzt wird, dafs sich in derselben Natriumdämpfe entwickeln, welche nach der das Chloraluminium enthaltenden Retorte strömen. Durch diesen Procefs wird das metallische Aluminium von den mit ihm verbundenen Bestandtheilen abgeschieden und das Metall auf dem Herd der Retorte abgelagert, aus der es herausgezogen und zu Barren gegossen werden kann.
    Erfinder behält sich vor, die vorstehend angegebenen Verhältnifszahlen der zur Ausübung seines Verfahrens benöthigten Stoffe abzuändern, da, wie praktische Versuche dargethan haben, dieselben auch anders gewählt werden können, ohne an den von ihm angegebenen Erfolgen etwas Wesentliches zu ändern, obgleich die oben angegebenen Mengen solche sind, mit denen zufriedenstellende Resultate erzielt worden sind.
    Aus den Vorgängen bei der vorbeschriebenen Verfahrungsweise ergiebt sich, dafs die Entwickelung der Natriumdämpfe zu derselben Zeit stattfindet, wenn sie ihre Wirkung als Reductionsmittel auf die Aluminiummischung ausüben sollen.
    Paten τ-An s ρ ruch:
    Darstellung von Aluminium- aus Chloraluminium mittelst der durch Glühen von Natrium- und Calciumcarbonat mit Kohle entstehenden Natriumdämpfe.
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