DE339914C - Verfahren zur Herstellung von Chloroform aus Acetaldehyd - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Chloroform aus AcetaldehydInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/361—Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving a decrease in the number of carbon atoms
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Chloroform aus Acetaldehyd. Es wurde gefunden, daß man Chloroform in sehr einfacher Weise und mit guten Ausbeuten aus Acetaldehyd gewinnen kann, indem man auf den letzteren unterchlorigsaure Salze einwirken läßt, Man arbeitet zweckmäßig in der Weise, daß man wäßrige Lösungen oder Suspensionen von Hypochloriten in geeigneter Weise mit- Acetaldehyd oder wäßrigen Acetaldehydlösungen vermischt. Die Reaktion geht dann schon bei gewöhnlicher Temperatur fast momentan von statten.
- Beispiel: In Zoo 1 einer wäßrigen Natriumhypochloritlösung, welche =o Prozent NaOCl enthält, läßt man 4,3 kg Acetaldehyd in Form einer etwa 2o prozentigen wäßrigen Lösung unter guter Rührung einlaufen. Die auftretende Reaktionswärme wird durch Kühlung mittels fließenden Wassers abgeleitet. Am Schlusse neutralisiert man das gebildete Alkali durch eine Säure und gewinnt dann das Chloroform durch Destillation.
- Matt des Natriumhypochlorits kann. man mit Lösungen von anderen unterchlorigsauren Salzen, wie z. B. Calciumhypochlorit (Chlorkalk), arbeiten. Ebenso kann man auch eine Hypochloritlösung, welche man durch Einleiten von Chlor in eine Calciumcarbonatlösung erhält, verwenden.
- Man hat die Herstellung von Chloroform aus Alkohol durch Einwirkung von Chlorkalk bisweilen dadurch erklärt, daß der Alkohol in Aldehyd verwandelt und dieser chloriert würde. Diese Angaben bezogen sich aber ausschließlich auf eine Vermutung, welche zur Erklärung der Vorgänge aufgestellt wurde, während ein Nachweis für das tatsächliche Eintreten dieser Vorgänge nicht erbracht wurde. Im Gegenteil haben diejenigen Versuche, welche über die Einwirkung von Chlor auf Alkohol angestellt worden sind - die Einwirkung von Chlorkalk auf Alkohol war der experimentellen Untersuchung überhaupt nicht zugänglich -, ergeben, daß die Reaktion nicht über den Acetaldehyd läuft (s. z. B. Meyer-J a k o b s o n, Lehrbuch der organischen Chemie, 2. Aufl., Bd. i, i. Teil, S.2ig; Bd. _, 2. Teil, S. 865), sondern über komplizierte Verbindungen (gechlorte Äther), wobei als erste Phase stets Eintritt von Chlor in die Gruppe - C H, O H des Alkohols angenommen wurde. Acetaldehyd galt als nicht chlorierbar, s. z. B. W u r t z , Bulletin de la societe chimique de Paris, 1872, Bd. 17, S. q.o:z bis 405, wo bestimmt ausgesprochen ist, daß man bei der Einwirkung von Chlor auf Acetaldehyd nur komplizierte Kondensationsprodukte bekommen könne und daß man die Aldehydgruppe durch vorherige Überführung in Acetal mittels Alkohols schützen müsse, um diesem Übelstand zu entgehen. Die gleichen Erwäguegen mußten für die Chlorierung des Aldehyds mit Chlorkalk umsomehr gelten, als Alcetaldehyd gegen das bei dieser Reaktion entstehende Alkali - 2 Mol. auf i Mol. Aldehyd -, überaus empfindlich ist, indem er durch die Wirkung des Alkalis momentan in Aldol, Harz und ähnliche Verbindungen übergeht. Die: Möglichkeit der Bildung von Chloroform aus Aldehyd war also höchst zweifelhaft. Es war daher überraschend, daß Chloroform aus Aldehyd entsteht, und sogar in wesentlich besserer Ausbeute, als wenn man vom Alkohol ausgeht. Nach Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, 3. Aufl., Bd. x" S. =45, Zeile 2 und 3 entsteht aüg einem Gewichtsteil Äthylalkohol nur ein rTeil Chlntöfortn,.hrend der Theorie nach bei `Annahme von Acetaldehyd als Zwischenprodukt- für i kg Chloroform nur 0,39 kg Alkohol erforderlich sein sollten. Nach Dammer, Chemische Technologie der Neuzeit, Bd. i, S. 654 vorletzter Absatz braucht man zur Erzeugung von 125 kg Chloroform praktisch sogar 3oo kg Alkohol. - Dagegen liefern bei vorliegendem Verfahren o,46 kg Acetaldehyd x kg Chloroform.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcH : Verfahren nur Erzeugung von, Chloroform, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Acetaldehyd unterchlorigsaure Salze, zweckmäßig in wäßriger Lösung oder Suspensiön, einwirken läl3t.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339914T | 1913-12-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339914C true DE339914C (de) | 1921-08-19 |
Family
ID=6224147
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1913339914D Expired DE339914C (de) | 1913-12-14 | 1913-12-14 | Verfahren zur Herstellung von Chloroform aus Acetaldehyd |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339914C (de) |
-
1913
- 1913-12-14 DE DE1913339914D patent/DE339914C/de not_active Expired
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