AT80357B - Verfahren zur Erzeugung von Chloroform aus Acetaldehyd. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Chloroform aus Acetaldehyd.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung von Chloroform aus Acetaldehyd. 



   Die Fabrikation des Chloroforms erfolgte bisher in der Regel mit Hilfe von Alkohol oder Aceton als Ausgangsmaterial. Es wurde nun gefunden, dass man sich zur technischen Herstellung von Chloroform mit grossem Vorteil des Acetaldehyd als Ausgangsmaterial bedienen kann, indem man den letzteren mit unterchlorigsauren Salzen behandelt. Hierbei wird Chloroform in sehr glatter Reaktion und in vorzüglicher Reinheit gebildet, was nach dem bisherigen Stande der Wissenschaft und der Technik nicht erwartet werden konnte. 



   Zur Ausführung des Verfahrens arbeitet man zweckmässig in wässrigem Medium und 
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 dehyd. Die Reaktion vollzieht sich sehr schnell. Das gebildete Chloroform wird in geeigneter Weise, z. B. durch Destillation, isoliert. 



   Besonders gute Ausbeuten erhält man, wenn man die Reaktion in gelinder Wärme ausführt. Dies gilt vor allem für das Arbeiten mit den Erdalkalisalzen der unterchlorigen Säure. 
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 guter   Rührung einlaufen. Die auftretende Reaktionswärme wird   durch Kühlung mittels fliessenden Wassers abgeleitet. Am Schluss neutralisiert man das gebildete Alkali durch eine Säure, um weitere Einwirkung des Alkalis auf das Chloroform zu verhüten und gewinnt dann das Chloroform durch Destillation. 



     Beispiel 2 ;   In 200 1 einer Calciumhyporchloritlösung, welche 93 g wirksames Chlor im Liter enthält, lässt man 4'12 kg Acetaldehyd in Form einer   2o% igen   wässrigen Lösung unter Rührung derart einlaufen, dass die Temperatur bei etwa 450 sich hält. Das Chloroform wird dann durch Destillation unter guter Kühlung der Dämpfe gewonnen, nachdem vorher der freie Kalk annähernd durch die entsprechende Menge Salzsäure neutralisiert worden ist. 



   Man hat die Herstellung von Chloroform aus Alkohol durch Einwirkung von Chlorkalk bisweilen dadurch erklärt, dass der Alkohol in Aldehyd verwandelt und dieser chloriert würde. 



  Diese Angaben bezogen sich aber ausschliesslich auf eine Vermutung, welche zur Erklärung der Vorgänge aufgestellt wurde, während ein Nachweis für das tatsächliche Eintreten dieser Vorgänge nicht erbracht wurde. Im Gegenteil haben diejenigen Versuche, welche über die Einwirkung von Chlor auf Alkohol angestellt worden sind, da die Einwirkung von Chlorkalk auf Alkohol der experimentellen Untersuchung überhaupt nicht zugänglich war, ergeben, dass die Reaktion nicht über den Acetaldehyd läuft (siehe z. B. Meyer-Jacobsen, II. Auflage, Bd. I, 
 EMI1.3 
 wurde. Acetaldehyd galt als nicht chlorierbar (siehe z. B.

   Wurtz, Bulletin 1872, Bd.   t ?,   S. 402 bis   40.'),   wo bestimmt ausgesprochen ist, dass man bei der Einwirkung von Chlor auf Acetaldehyd nur komplizierte Kompensationsprodükte bekommen könnte und dass man die Aldehyd-   Gruppe durch Überführung In Acetat   mittels Alkohol schützen müsse, um diesem Übelstand 

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 nach bei. \nnahme von Acetaldehyd als Zwischenprodukt für 1 kg Chloroform nur 0'39 kg Alkohol erforderlich sein sollten. Nach Dammer"Chemische Technologie der   Neuzeit",   Bd. I, S. 651,   vorletzter   Absatz, braucht man zur Erzeugung von 125 kg Chloroform praktisch sogar 300 kg Alkohol. Dagegen liefern bei dem vorliegenden Verfahren 0'46 kg. Acetaldehyd 1 kg Chloroform. 



   PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Erzeugung von Chloroform, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Acetaldehyd unterchlorigsaure   Salze, zweckmässig   in wässriger Lösung oder Suspension, einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Darstellung von Chloroform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass man bei vorzugsweiser Anwendung von Erdalkalisalzen der unterchlorigen Säure die Reaktion in der Wärme ausführt.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, EMI2.2 4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dauernd einen Hypochloritüberschuss in der Reaktionsflüssigkeit aufrecht erhält.
AT80357D 1913-12-13 1914-11-21 Verfahren zur Erzeugung von Chloroform aus Acetaldehyd. AT80357B (de)

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