DE33836C - Vorrichtung zum Melken und. zum gleichzeitigen Seihen der Milch - Google Patents
Vorrichtung zum Melken und. zum gleichzeitigen Seihen der MilchInfo
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- DE33836C DE33836C DENDAT33836D DE33836DA DE33836C DE 33836 C DE33836 C DE 33836C DE NDAT33836 D DENDAT33836 D DE NDAT33836D DE 33836D A DE33836D A DE 33836DA DE 33836 C DE33836 C DE 33836C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J11/00—Apparatus for treating milk
- A01J11/06—Strainers or filters for milk
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- External Artificial Organs (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirthschaftliche Geräthe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1885 ab.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch den MeIk-
und Seihapparat in Verbindung mit einem Eimer,
Fig. 2 ein Schnitt durch einen Seiher,
Fig. 3 die Ansicht des Ventils,
Fig. 4 ein Schnitt durch einen Eimer mit angebrachter Melk - und Seihvorrichtung in
Ansicht.
A ist ein Eimer, B der Seiher von trichterförmiger Gestalt. Das Gefäfs B ist in seinem
oberen Theil mit einem Seiher oder Sieb C versehen, das aus Gaze oder einem anderen
geeigneten Material hergestellt ist, durch welches die Milch zuerst passirt. Der Boden des Gefä'fses
trägt ein anderes Sieb α, das geringere Maschenweite haben kann als C, um noch
vollkommener zu seihen. Unter diesem unteren Seiher α ist ein schalenförmiges Ventil b angeordnet,
das innerhalb des halsartigen Ansatzes des Trichters B excentrisch drehbar gelagert ist.
Dieses Ventil neigt sich, so lange der Seiher und die Milchkanne in aufrechter Lage verbleiben,
nach unten bis zu einem Winkel gegen die Horizontale, wie er in Fig. 1 dargestellt
ist. Auf diese Weise wird der Milch freier Durchflufs nach der Kanne gestattet. Sollte
jedoch die Kanne einmal umgedreht oder so weit gefüllt werden, dafs ein Ueberlaufen eintreten
kann, so wird das Ventil durch die übertretende Milch in die horizontale Lage gebracht und geschlossen, so dafs ein Ausfliefsen
von Milch nicht eintreten kann. / ist eine Oese, in welcher sich das untere Ende
einer Stange bewegt, die nach aufsen und oben ragt, um das Ventil b nach Erfordern nach
der einen oder anderen Richtung von aufsen einstellen zu können.
Diese Stange ist aber für die selbstthätige Wirkung des schalen förmigen Ventils nicht
wesentlich. Das Ventil b ist deshalb schalenförmig gestaltet, damit Unreinigkeiten, welche
die Siebe zufällig passirt haben, aufgefangen werden. Die Seiher und anderen Theile der
Vorrichtung sind so eingerichtet, dafs sie leicht aus einander genommen, gereinigt und reparirt
werden können, d ist ein Ventilationsröhrchen, welches aufsen an dem Seiher angebracht ist
und dessen unteres Ende in eine Oeffnung des unteren Theiles des Seihapparates führt. Der
Zweck des Röhrchens d ist, die der Milch anhaftende animalische Wärme durch Luftzuführung
in den unteren Theil des Seihers während des Melkens zu entfernen. Um das Austreten
etwa zu hoch steigender Milch durch das Röhrchen d zu verhindern, ist dasselbe entsprechend
hoch geführt. Der Deckel des Seihers B hat einen oder mehrere kurze Rohransätze e, über
welche die unteren Enden von birnenförmigen Körpern D gezogen werden, die entweder aus
Gummi, Leder oder anderem elastischen Material hergestellt sind und zur Aufnahme der
Zitzen dienen.
Der Zitzenhalter D hat an seinem oberen Theil eine kreisrunde Oeffnung g, in welche
die Zitze der Kuh gesteckt wird. Auf der einen Seite von D ist ein anderes Loch h,
durch welches nach Einführung der Zitze in das Loch g die melkende Person ihre Hand
steckt, um durch Ziehen an der Zitze die bekannte Operation des Melkens zu vollziehen.
Die Oeffnung h hat ringsherum eine Stulpe
Claims (1)
- und die Oeffnung h ist so klein, dafs sich die Stulpe dicht um das Handgelenk des Melkenden legen mufs und jede Verbindung von D durch die Oeffnung h mit der äufseren Atmosphäre abgeschnitten ist.Durch Anwendung dieser birnenförmigen Zitzenaufnehmer wird die Milch auf ihrem Wege vom Euter nach der Kanne A nicht mit schädlichen Gasen in Berührung gebracht, die sich zuweilen in einem Stall entwickeln. Auf diese Weise kann also die Milch nicht verdorben werden. Ebenso wird Staub und Schmutz von der Milch abgehalten.Die Zitzenaufnehmer bieten auch ein geeignetes Mittel, bei kaltem Wetter die Hände des Melkenden zu schützen, so dafs, da die Hände des Melkenden warm bleiben, das zu melkende Thier zur Abgabe der Milch leichter veranlafst wird, als es bei der gewöhnlichen Melkmethode der Fall ist.Der Seiher α wird durch zwei keilartige Rohre, Fig. 2, in Stellung gehalten. Man legt zuerst das Seihmaterial über das innere Rohr und stülpt das andere telescopartig darüber, so dafs dadurch der Seiher festgehalten und straff angespannt wird.Die Milchkannendecke hat einen nach oben ragenden Rohrstutzen j, über oder in welchen der Hals des Seihbehälters B pafst. Die Seitenwand der Kanne trägt eine verglaste Oeffnung k, um beobachten zu können, wie hoch die Milch in der Kanne steht.E ist der Deckel für die Milchkanne mit nach oben und unten gerichtetem Rande 1, 2, Fig. 4, und η eine Leiste, gewöhnlich aus Holz, die quer über den Milchkannendeckel gelegt ist und auf dem Rande 1 aufliegt. Diese Leiste bildet einen Sitzplatz für die melkende Person; es wird bei dieser Anordnung der Deckel nicht eingedrückt, da sich die Last auf den ganzen Rand des Deckels vertheilt.Patenτ-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Melken und zum gleichzeitigen Seihen der frisch gemolkenen Milch, bestehend aus den elastischen Zitzenhaltern (D) mit Oeffnungen (g) für die Zitzen und Oeffnungen (h) zum Durchstecken der Hand beim Melken, in Verbindung mit dem mit Sieb (C), Seiher (a). Ventil (b) und Luftrohr (d) versehenen Seihtrichter (B), welcher auf einen Ansatz (j) der Milchkanne aufgesteckt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33836C true DE33836C (de) |
Family
ID=309783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33836D Expired - Lifetime DE33836C (de) | Vorrichtung zum Melken und. zum gleichzeitigen Seihen der Milch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33836C (de) |
-
0
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