DE338295C - Verfahren zur Regenerierung von Kautschuk - Google Patents
Verfahren zur Regenerierung von KautschukInfo
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Classifications
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- C08J11/18—Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation by treatment with organic material
-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Regenerierung von vulkanisiertem Altkautscliuk.
Hauptzweck der Erfindung ist, Kautschuk aus solchem Altkautschtik in einem Zustande wiederzugewinnert,
der annähernd dem des ursprünglichen unvulkanisieirten Kautschuks
'entspricht und so beschaffen ist, daß er leicht auf Kautschukfabrikate wieder verarbeitet
werden kann.
ίο Das vorliegende Verfahren stellt eine Verbesserung
des Verfahrens zur Regenerierung von Kautschuk nach dem Patent 320016 dar.
Das in dem genannten Patent beschriebene Verfahren verlangt die Benutzung eines Körpers
der Gruppe der Arninoderivate der Ringkohlenwasserstoffe,
wie Anilin. Nach jenem Verfahren wird ein hochwertiger regenerierter
Kautschuk erhalten, dessen besondere Eigenschaften darin bestehen, daß er in gewissen
bekannten Kautschuklösurngsmitteln löslich ist, in denen gewöhnlicher regenerierter
Kautschuk nicht löslich ist, und daß er außerdem eine höhere Nervigkeit besitzt.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die Leichtigkeit und Vollständigkeit, mit der die Devulkanisierung vor sich geht, in überraschendem Maße und die Qualität und Dauerhaftigkeit des Produktes verbessert werden können, wenn man gleichzeitig mit Anilin oder einem seiner Homologen Xylol oder seine Homologen, anwendet. Durch die Benutzung von Xylol allein würden die vorteilhaften Ergebnisse nicht erreicht werden, und der durch die Anwendung von Xylol allein erhaltene regenerierte Kautschuk besitzt nicht die Nervigkeit, die eine der hervorragenden Eigenschaften des regenerierten Kautschuks nach dem Anilinverfahren ist.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die Leichtigkeit und Vollständigkeit, mit der die Devulkanisierung vor sich geht, in überraschendem Maße und die Qualität und Dauerhaftigkeit des Produktes verbessert werden können, wenn man gleichzeitig mit Anilin oder einem seiner Homologen Xylol oder seine Homologen, anwendet. Durch die Benutzung von Xylol allein würden die vorteilhaften Ergebnisse nicht erreicht werden, und der durch die Anwendung von Xylol allein erhaltene regenerierte Kautschuk besitzt nicht die Nervigkeit, die eine der hervorragenden Eigenschaften des regenerierten Kautschuks nach dem Anilinverfahren ist.
Von den obenerwähnten Verfahren unterscheidet
sieh die vorliegende Erfindung^ dadurch, daß das ztr devulkanisierende Material
gleichzeitig mit Xylol oder erneut seiner Homologen und Anilin oder einem seiner
Homologen behandelt wird. Nach dem eingangs erwähnten Verfahren wird die Behänd-
lung in Gegenwart eines Körpers' ausgeführt, der die Eigenschaft besitzt, sich mit Schwefel
zu verbinden oder Schwefel zu absorbieren, beispielsweise eines Alkalihydrates, und unter
geeigneten Wärme- und Druckverhältnissen, wie etwa in einem Autoklaven, bei dem die
Temperater erhöht * wird, daß sie einem
Dampfdruck von etwa 60 Pfund engl. (4,3 Atm.) bis 150 Pfund engl, (10,6 Atm.)
entspricht. '
Die Versuche sind mit verschiedenen Men- gen von Anilin und Xylol angestellt worden,
und die folgenden Mengenverhältnisse haben in einer Reihe von Fällen vorzügliche Resultate
ergeben:
5 Prozent Anilin, 10 Prozent Xylol, S- - 15 -
2V2 - - 10 - .- .
Vorzugsweise wird das letzterwähnte Verhältnis von 21I2 Prozent Anilin und 10 Prozent
Xylol gewählt, das in vielen Fällen besonders gute Resultate ergeben hat.
70 Beispiel:
100 Gewichtsteile gemahlener Abfall von
Kautschuklaufmänteln werden mit 10 Gewichtsteilen
Ätznatron, 2*/2 Gewichtsteilen
Anilin, 10 Gewichtsteilen Xylol und 500 Gewichtsteilen
Wasser gemischt. Das Gemisch
wird etwa 6 Stunden lang im Druckgefäß auf 1750C erhitzt. -Am" Ende der Behandlung
wird 'das Druckgefäß entleert und der Kautschuk mit Wasser gewaschen, bis er frei von
den löslicÜeir Substanzen is't. Er kann dann
getrocknetj«pdjin;:bekantiter Weise in Blattform
gebracnt werden.
Es ließ sich aiis dem Verhalten von Anilin
für sich allein und Xylol für sich allein bei der Regenerierung nicht entnehmen, daß
durch die Kombination dieser beiden Mittel die erwähnten besonders guten Eigenschaften
der Produkte erhalten werden konnten.
Im besonderen hat sich herausgestellt, daß durch die Benutzung der erwähnten Kombination
an Stelle von Xylol allein alle die guten Eigenschaften in bezug auf Nervigkeit erhalten
werden, die dem mit Hilfe von Anilin devulkanisierten Kautschuk zukommen.
Die nach dem vorliegenden Verfahren für die Devulkanisation erforderliche Zeit wird
gegenüber der Zeit, die bei dem alleinigen Gebrauch von Anilin bzw. Xylol nötig ist,
auf fast die Hälfte herabgesetzt. Erhebliche
Schwierigkeit hat es bisher bereitet, Kautschuk aus den schwarzen Kautschukmassen
wieder zu regenerieren, die neuerdings bei der Herstellung von Automobilreifengehäusen
üblich geworden sind. Die Anwesenheit der erheblichen Menge von Ruß, welche zu den
Kautschukmischungen als Ersatz von Zinkoxyd hinzugesetzt worden ist, hat die Schwierigkeit
der Regenerierung des Kautschuks nach den gewöhnlichen Verfahren erhöht. Es hat sich aber herausgestellt, daß durch die Benutzung
des Devulkanisierungsmittels nach der Erfindung diese Art Altkautschuk leichter
als nach den bisherigen Verfahren devulkanisiert werden kann. Die Leistungsfähigkeit
der Regenerieranlage wird um über 25 Prozent erhöht, und die Kautschukteilchen, welche
undevulkanisiert bleiben, werden um ungefähr 50 Prozent verringert. Das Produkt hat
eine um etwa 30 Prozent vermehrte Zugfestigkeit; außerdem läßt sich der nach dem vorliegenden
Verfahren erhaltene Kautschuk viel leichter in der Gummifabrik handhaben und kann mit größerer Leichtigkeit und Wirksamkeit
wieder auf Kautschukfabrikate verarbeitet werden. Bei dem vorliegenden Verfahren
ist es möglich, etwa 50 Prozent des Xylols wiederzugewinnen.
Im vorstehenden ist insbesondere die Benutzung von Xylol zusammen mit Anilin angegeben
worden. Es können aber nach vorliegendem Verfahren auch ihre Äquivalente
oder Homologen mit gutem Erfolge benutzt werden. Auch lassen sich die beispielsweise
angegebenen Mengenverhältnisse in weitem Umfange ändern.
Im übrigen können für das vorliegende Verfahren die üblichen Methoden der Zerkleinerung
der Altgummireifen oder anderer Gegenstände, die zerkleinert werden sollen, Verwendung finden und die jeweils geeigneten
Bedingungen von Temperatur und Druck sollen angewendet werden. Die Alkalihydrate
dienen gleichfalls wie bei den bekannten Verfahren als Lösungsmittel für die Baumwollfasern,
die sich in dem Altkautschuk vorfinden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Regenerierung von Kautschuk durch Behandlung mit einem Devulkanisierungsmittel in Gegenwart eines Stoffes, der sich mit Schwefel verbindet oder diesen absorbieren kann, dadurch gekennzeichnet, daß als Devulkanisierungsmittel gleichzeitig Xylol oder eines seiner Homologen und Anilin oder eines seiner Homologen benutzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1938019A GB153646A (en) | 1919-08-06 | 1919-08-06 | Improvements in processes of reclaiming rubber |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE338295C true DE338295C (de) | 1921-06-15 |
Family
ID=10128381
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919338295D Expired DE338295C (de) | 1919-08-06 | 1919-09-02 | Verfahren zur Regenerierung von Kautschuk |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE338295C (de) |
| FR (1) | FR503661A (de) |
| GB (1) | GB153646A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BR8500981A (pt) * | 1985-03-05 | 1986-11-18 | Luiz Carlos Oliveira Da Cunha | Processo para regeneracao de borracha vulcanizada |
| RU2770045C2 (ru) * | 2020-04-16 | 2022-04-14 | Андрей Анатольевич Сланевский | Способ регенерации резины |
-
1919
- 1919-08-06 GB GB1938019A patent/GB153646A/en not_active Expired
- 1919-09-02 DE DE1919338295D patent/DE338295C/de not_active Expired
- 1919-09-10 FR FR503661D patent/FR503661A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB153646A (en) | 1920-11-08 |
| FR503661A (fr) | 1920-06-16 |
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