DE338168C - Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefaess ausgeuebten Heizwirkung auf einen gewuenschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur - Google Patents

Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefaess ausgeuebten Heizwirkung auf einen gewuenschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur

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DE338168C
DE338168C DE1918338168D DE338168DD DE338168C DE 338168 C DE338168 C DE 338168C DE 1918338168 D DE1918338168 D DE 1918338168D DE 338168D D DE338168D D DE 338168DD DE 338168 C DE338168 C DE 338168C
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N5/00Systems for controlling combustion
    • F23N5/02Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium
    • F23N5/06Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium using bellows; using diaphragms
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K30/00Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/01Control of temperature without auxiliary power
    • G05D23/02Control of temperature without auxiliary power with sensing element expanding and contracting in response to changes of temperature
    • G05D23/08Control of temperature without auxiliary power with sensing element expanding and contracting in response to changes of temperature with bimetallic element
    • G05D23/10Control of temperature without auxiliary power with sensing element expanding and contracting in response to changes of temperature with bimetallic element with snap-action elements

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Description

  • Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefäß ausgeübten Heizwirkung auf einen gewünschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefäß ausgeübten Heizwirkung auf einen gewünschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur. Insbesondere handelt es sich darum, an Kochgefäßen die Wärmezufuhr selbsttätig zu regeln, derart, daß nach tunlichst rascher Erreichung des Siedezustandes die Brennstoffmenge auf den weitaus geringeren, zur Aufrechterhaltung des Siedezustandes erforderlichen Betrag verringert wird.
  • Die bisherigen Vorrichtungen dieser Art sind mit mannigfachen Nachteilen behaftet. Ein Teil dieser Vorrichtungen erfordert einen dampfdichten Verschluß des Kochgefäßes; wodurch die Gefahr von Gefäßexplosionen nahegerückt wird. Außerdem ist bei der mangelnden Sorgfalt des in mechanischen Dingen ungeschulten Küchenpersonals der dampfdichte Abschluß kaum zu gewährleisten, vielmehr wird z. B. infolge Zwischengeratens von Nahrungsmitteln in die Dichtungsfuge, ferner infolge von Verbiegungen u. dgl. der Abschluß ein mehr oder minder mangelhafter sein, wodurch .die Regelungsvorrichtung unwirksam wird und die Gefahr des Verbrennens wertvoller Nahrungsmittel entsteht.
  • Ein weiterer Nachteil vieler bekannten Vorrichtungen liegt darin, daß bei ihnen der wärmeempfindliche Teil, nämlich die eine Ausdehnungsfiüssigkeit enthaltende Kapsel von dem mit einem besonderen Gasabsperrteil organisch zusammengebauten eigentlichen Regler, Membran oder Kolben, räumlich getrennt und mit ihm dementsprechend durch eine Besondere- Druckleitung verbunden ist. Diese Druckleitung ist in dem rohen Küchenbetrieb unvermeidlich Stößen und entsprechendem Undichtwerden ausgesetzt. Außerdem muB infolge der exponierten Lage des Regelungsteiles dieser verhältnismäßig klein ausgeführt werden und besitzt eine entsprechend .geringe Stellkraft und geringen Stellweg, so daß eine unmittelbare Einwirkung auf einen gewöhnliehen Gashahn ausgeschlossen erscheint und statt eines gewöhnlichen Gashahnes besondere komplizierte Absperrteile für den Zusammenbau mit der Regelvorrichtung vorgesehen werden müssen, oder aber man muß für den Küchenbetrieb ganz unmögliche komplizierte Vbertrager verwenden, deren Aufziehen oder Einschalten obendrein meist vergessen werden wird. In jedem Falle bedeuten alle diese verwickelten Vorrichtungen eine Verteuerung des Preises, wodurch die im Interesse der Brennstoffersparnis dringend erwünschte allgemeine Einführung der Regelvorrichtungen unmöglich gemacht wird.
  • Ein weiterer Teil der einschlägigen -Vo'rrichtungen leidet schließlich an dem Übelstand, daß kein unmittelbarer Wärmeaustausch zwischen dem Innenraum des Kochgefäßes und dem wärmeempfindlichen Teil stattfindet; sondern daß der Wärmeaustausch sich durch die Wand des Kochgefäßes hindurch oder gar nur mittels der Heizgase vollzieht. Je loser aber der thermische Zusammenhang zwischen dem Gefäßinhalt und dem wärmeempfindlichen Teil der Regelvorrichtung ist, um so größer wird auch die Gefahr, daß durch Schwankungen der Außentemperatur oder der Zusammensetzung des Brenngases oder durch Ruß oder innen bzw. außen am Kochtopf angesetzte Verunreinigungen die Wirkung der Regelvorrichtung beeinträchtigt wird.
  • Nach der Erfindung sollen alle diese Nachteile dadurch vermieden werden, daß die wärmeempfindliche Membrankapsel selbst in unmittelbarem Wärineausta.usch mit dem Gefäßinnenraum steht und den Gasabsperrteil unmittelbar durch Bowdenzug o. dgl. mechanisch steuert. Hier ist also die Membrankapsel als einziges Glied der Regelvorrichtung gleichzeitig wärmeempfindliches Glied und Bewegungsteil, so daß eine Vorrichtung von nicht mehr zu überbietender Einfachheit und entsprechender Zuverlässigkeit entsteht.
  • Mit besonderem- Vorteil wird der Deckel des Kochgefäßes selbst unmittelbar als Träger der Membrankapsel verwendet. Hierdurch tritt die Regelvorrichtung nach außen nur noch durch den unscheinbaren verbindenden, biegsamen Bowdenzug in die Erscheinung, und es tritt eine weitere Verbilligung in der Herstellung der Vorrichtung ein. Außerdem bietet die dem vollen Gefäßquerschnitt entsprechend große Erstreckung des Gefäßdeckels die bequeme Möglichkeit für die Unterbringung einer großflächigen und entsprechend verstellkräftigen Membran. Ferner kann bei dieser Ausnutzung des Gefäßdeckels als Träger der Membrankapsel eine und dieselbe Regelvorrichtung ebenso wie bei manchen älteren Einrichtungen für beliebig viele Kochgefäße von verschiedener Größe nacheinander Verwendung finden, das Küchenpersanal aber wird die Anbringung der Regelvorrichtung nach gegenwärtiger Erfindung kaum jemals vergessen, da ihm das Abdecken des Kochgefäßes mit dem bereitliegenden Decket eine seit jeher gewohnte Hantierung darstellt.
  • Zweckmäßig wird zur Gewinnung eines großen Stellweges der Membran eine im Ruhezustande einwärts durchgebogene Membran verwendet, welche sm Wirkungszustande durch die ebene Mittellage hindurchschlägt. Die anfängliche Einwärtskrümmung der Membran wird am besten durch eine mehr oder minder vollständige Luftentleerung der Membrankapsel erreicht, in welcher eine kleine Menge Wasser oder einer sonstigen unschwer verdampfbaren Flüssigkeit sich befindet. Die Luftleere der Membrankapsel ist derart abgemessen, daß bei- Beginn des Siedevorgangs im Kochgefäß die Membran durch den in der Kapsel gebildeten Dampfdruck zuzüglich des Druckes des in der Kapsel vorhandenen Luftrestes ausgebeult wird.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung schematisch dargestellt.
  • Fig. r zeigt die Vorrichtung in der vor der Luftentleerung vorhandenen Mittellage, Fig. 2 in der betriebsfertigen Ruhelage, Fig. 3 in der Wirkungslage.
  • Die die Membrankapsel bildende Platte a ist einwärts durchgebogen und mit einer Membran, b am Umfang bei d dicht verbunden. Diese Membran kann eine mit Rillen versehene Platte aus Metall oder einem anderen geeigneten Stoff sein. In den Raum zwischen a und b ist eine bestimmte Menge einer j e nach der Regeltemperatur mehr oder minder leicht verdampfbaren Flüssigkeit, wie Wasser, eingebracht und hierauf die in dein Raum befindliche Luft ganz oder teilweise durch Auspumpen oder Erhitzen entfernt. Die Folge davon ist, daß bei normaler Zimmertemperatur die Membran b aus der ebenen Mittellage nach Fig. z in die Tieflage nach Fig. 2 übergeht und durch den äußeren Luftdruck fest gegen die Platte a gedrückt wird.
  • Mit der Membran b ist ein Stift e verbunden, der durch eine Öffnung in einem mit a verbundenen, nach oben gewölbten Blech f hindurchtritt. In den Raum g zwischen b und f hat der äußere Luftdruck freien Zutritt.
  • An den Stift e ist ein biegsamer Draht 1a angeschlossen, der in dem biegsamen Schlauch i, mit ihm einen sogenannten Bowdenzug bildend, verschiebbar ist und -an das Absperrglied der das Kochgefäß- heizenden Gasleitung angeschlossen ist.
  • Denkt man sich die Vorrichtung als Deckel auf einen Topf gesetzt, in welchem Wasser erhitzt und gekocht werden soll, so bleibt die Membran so lange in der Lage nach Fig. 2, bis bei Erreichung einer bestimmten Temperatur der Dampfdruck im Raum g zuzüglich des Druckes der etwa noch darin befindlichen Luft den äußeren Luftdruck übersteigt. In diesem Zeitpunkt wird die Membran nach oben durchgedrückt und legt sich (Fig.3) gegen das obere Blech f. Hierbei wird durch den Draht h der nicht gezeichnete Gashahn derart versiellt, daß nur noch die geringe, zur Aufrechterhaltung des Siedezustandes erforderliche Gasmenge hindurchströmt: Däß die Vorrichtung in bezug auf vollständiges Ansprechen in einem sehr kleinen 'Temperaturbereich sehr hohen Ansprüchen genügt, zeigt folgendes Rechnungsbeispiel. Es handle sieh um einen Deckel von Zoo mm Durchmesser, d. h. von 3 1q. qcm Querschnitt. Der Raum g sei bei normaler Zimmertemperatur derart luftleer, daß b auf a mit einer Pressung von 300 kg aufliegt. Zum Durchbiegen der. dünnen Membran von der unteren in die obere Grenzlage sei eine Kraft von 3 kg nötig. Letzteres würde bedeuten, daß eine Pressungsänderung in g umö = o,oi Atm., die völlige Verschiebung von b von unten nach oben bewirkt. Soll dies z. B. bei ioo°, d. h. beim Sieden von Wasser, eintreten, so ist für diese erforderliche Drucksteigerung nach Maßgabe der Spannungskurve eine Temperatursteigerung von nur o,3° C nötig, um die Membran von der unteren in die obere Grenzlage zu drücken.
  • Es bedarf keiner besonders eingehenden witeren Ausführungen, daß das Prinzip nicht allein anwendbar ist, um beim Kochen von Wasser, d. h. bei etwa ioo°, zu wirken, vielmehr lassen sich beliebige Temperaturen mit großer Genauigkeit damit einregeln, und demg;ernäß erstreckt sich das Anwendungsgebiet auf alle Fälle, in denen durch Veränderung der Heizwirkung .eine beliebige Temperatur eingestellt und aufrechterhalten werden soll.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE:-i. Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefäß ausgeübten Heizwirkung auf einen gewünschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur mittels einer Steuermembran, dadurch gekennzeichnet, daß die Mernbrankapsel (a) selbst in unmittelbarem Wärmeaustausch mit dem Gefäßinnenraum steht und das Gasabsperrglied unmittelbar durch Bowdenzug o. dgl. mechanisch steuert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine einwärts durchgebogene, durch die Mittelstellung durchschlagende Membran (b) verwendet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gefäßdeckel unmittelbar die Membrankapsel (a, f) trägt. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DE1918338168D 1918-07-16 1918-07-16 Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefaess ausgeuebten Heizwirkung auf einen gewuenschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur Expired DE338168C (de)

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DE1918338168D Expired DE338168C (de) 1918-07-16 1918-07-16 Vorrichtung zur Einstellung der auf ein Gefaess ausgeuebten Heizwirkung auf einen gewuenschten Betrag bei einer bestimmten Temperatur

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DE (1) DE338168C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2040158A5 (de) * 1969-04-05 1971-01-15 Gestra Ksb Vertrieb Gmbh

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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