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Steuerbares Heizelement
Die vorliegende Erfindung betrifft ein steuerbares Heizelement mit einem evakuierten Gefäss, das ein durch eine elektrische Wärmequelle aufheizbares Heizmedium, vorzugsweise Wasser, enthält und einem elastischen, dem im Gefäss herrschenden Druck gegenüber empfindlichen Element, das auf einen schwenkbaren, als zweiarmiger Hebel ausgebildeten, den die Stromzufuhr zum Heizmedium unterbre- chenden Kippschalter tragenden Arm wirkt.
Es sind bereits Einrichtungen mit einem evakuierten Gefäss, das teilweise mit Wasser gefüllt ist, bekannt geworden, bei denen ein auf den Innendruck ansprechendes elastisches Element auf einen zweiarmigen, einen elektrischen Schalter betätigenden Hebel wirkt, der unter unveränderbarer Vorspannung einer Zugfeder steht. Der Schalter unterbricht bei etwa 1000 C die Stromzufuhr zu einer aussen am evakuierten Gefäss angebrachten Heizeinrichtung (deutsche Patentschrift Nr. 270722).
Es sind ferner Heizgeräte bekannt geworden, bei denen die elektrische Heizwicklung in einem mit hitze- beständigem Öl gefüllten, jedoch nicht evakuierten Gefäss angeordnet ist. Wenn das Öl bei etwa 3000 C verdampft, wirkt der entstehende Überdruck auf ein elastisches Element, das die Stromzufuhr zur Heizwicklung unterbricht (deutsche Patentschrift Nr. 912607). Ferner sind ähnliche Einrichtungen, jedoch mit Wasserfüllung bekannt geworden, bei denen die Stromzufuhr bei etwa 1000 C unterbrochen wird.
Bei keiner dieser bekannten Einrichtungen ist jedoch eine beliebig einstellbare Regelung der Temperatur möglich.
Dieser Nachteil ist bei der Einrichtung, nach der Erfindung behoben. Erfindungsgemäss stehen die beiden Arme des Hebels mit Federn in Verbindung, deren Verspannung durch Einstellmittel derart veränderlich ist, dass einer stärkeren Belastung der auf einen Hebelarm wirkenden Feder eine entsprechende Entlastung der auf den anderen Hebelarm wirkenden Feder entspricht.
Auf diese Weise ist es möglich, die Temperatur des Heizelementes zwischen etwa 20 und 2000 C stufenlos und äusserst genau zu regeln.
Es sind zwar Temperaturregler bekannt geworden, bei denen ein temperaturempfindlicher, der zu regelnden Wärme ausgesetzter elastischer Hohlkörper, auf einen zweiarmigen, einen Kippschalter tragenden Hebelarm wirkt. Eine Regelung der Ansprechtemperatur ist bei dieser Einrichtung durch Verstellen des Drehpunktes des Hebelarms möglich (deutsche Patentschrift Nr. 420357). Eine solche Einrichtung stellt jedoch kein selbständiges Heizelement dar. Sie spricht auf die Temperatur des aufzuheizenden Gutes an, wobei eine beträchtliche Ansprechverzögerung durch den Wärmefluss durch die Gefässwandung bedingt wird.
Beim Heizelement nach der Erfindung wird jedoch die Temperatur des Heizmediums selbst und nicht diejenige des aufzuheizenden Gutes geregelt, indem der dieser Temperatur proportionale Innendruck des Heizelementes zur Steuerung des Regelschalters benützt wird. Dadurch wird eine viel genauere und rascher ansprechende Regelung erzielt.
Da das im evakuierten Raum angeordnete druckempfindliche Element starken Beanspruchungen unterliegt, da es in kaltem Zustand durch den in seinem Inneren herrschenden atmosphärischen Überdruck gedehnt, bei hohen Temperaturen durch den im evakuierten Gefäss herrschenden Dampfdruck jedoch zusammengepresst wird, hat sich die erfindungsgemässe Ausbildung der Belastungsfedern des zweiarmigen Hebels als besonders zweckmässig erwiesen. Durch geeignete Wahl der Federkennlinien der beiden Federn ist es z. B. möglich, den Hubweg des druckempfindlichen Elementes derart zu beeinflussen, dass er eine nicht lineare Abhängigkeit vom Druck und damit von der Temperatur des Heizmediums aufweist. Der Empfindlichkeitsgrad der Regeleinrichtung kann damit in einem bestimmten Temperaturbereich gestei-
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