DE33646C - Objektiv-Moment-Verschlufs an photographischen Apparaten - Google Patents
Objektiv-Moment-Verschlufs an photographischen ApparatenInfo
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- DE33646C DE33646C DENDAT33646D DE33646DA DE33646C DE 33646 C DE33646 C DE 33646C DE NDAT33646 D DENDAT33646 D DE NDAT33646D DE 33646D A DE33646D A DE 33646DA DE 33646 C DE33646 C DE 33646C
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- Germany
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- spring
- photographic equipment
- roller
- curtain
- spring housing
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- Expired - Lifetime
Links
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 claims 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 3
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
- G03B9/28—Roller blind or flexible plate
- G03B9/30—Single blind with multiple slots or other aperture
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLÄ.SSE 57: Photographie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. April 1885 ab.
Der Objectiv -Verschlufs für photographische Apparate, welcher den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildet, hat den Zweck, das Objectiv für eine sehr kurze Zeit (Y2 bis
YjJ00 Secunde) zu öffnen und hierauf wieder
sofort zu yersehliefsen.
In beiliegender Zeichnung sind:
Fig. ι die Vorderansicht des Apparates,
Fig. 2 eine Seitenansicht,
Fig. 3 die Seitenansicht der entgegengesetzten Seite,
Fig. 4 ein Schnitt nach A-B in Fig. 1,
Fig. 5 ein Diagramm, darstellend jenen Zeitpunkt, bei welchem die Oeffnung des Objective
beginnt.
Fig. 6 zeigt das vollkommen geöffnete Objectiv.
Fig. 7 zeigt im Diagramm jenen Zeitpunkt, bei welchem das Objectiv sich wieder zu
schliefsen beginnt.
Fig. 8 zeigt in perspectivischer Ansicht den Doppelvorhang, von welchem weiterhin die
Rede sein wird.
Der wichtigste Bestandtheil des vorliegenden Apparates ist ein Vorhang i aus undurchsichtigem
Stoffe, Fig. 4 und 8, welcher mit zwei congruenten, meist kreisförmigen Ausschnitten
versehen ist, welche mit dem Objectiv correspondiren. Die beiden Enden des Vorhanges
sind innerhalb des Apparates auf zwei drehbaren Walzen b und c befestigt und rollt sich
der Vorhang gleichzeitig über eine Walze a.
Am rechten Ende der Walze c befindet sich ein Federgehäuse d, welches eine Spiralfeder
enthält, die dazu bestimmt ist, der Walze eine mehr oder weniger grofse Geschwindigkeit
mitzutheilen. Um der Feder die nothwendige Spannung zu geben, wird das Federgehäuse
d mit der Hand gedreht; ein kleines Rädchen m zeigt dabei automatisch die Zahl
der dem Federgehäuse mitgetheilten Umdrehungen an, indem ein an dem Federgehäuse befestigter
kleiner Zapfen d1 bei jeder Tour das Rad m um einen Zahn verschiebt, Fig. 2.
. Am Radumfange ist das Federgehäuse gezahnt und die Federklinke η dient als Sperre.
. Am Radumfange ist das Federgehäuse gezahnt und die Federklinke η dient als Sperre.
Am linken Ende der Walze b ist eine kleine kreisrunde Platte k befestigt, welche an
ihrer Aufsenoberfläche mit mehreren Zähnen versehen ist, welche durch die Feder f, deren
Ende die Form eines Häkchens hat, festgehalten werden. Zwischen der Feder f und
dem Kasten ist ein Kautschukballon g eingeschaltet, welcher mittelst einer Klammer g1 an
seinem Platz festgehalten wird und mittelst eines Kautschukrohres mit einem zweiten Kautschukballon
communicirt, welchen der am Apparat thätige Operateur (Photograph) in der
Hand hält. Sobald dieser letztere den Ballon zusammendrückt, wird der Ballon g sich aufblähen,
die Feder f heben und die Scheibe k ausklinken.
Am entgegengesetzten Ende der Walze b ist ein Drehkreuz h angeordnet, welches dazu bestimmt
ist, um behufs Einstellung und Centrirung und Instandsetzung des Apparates den
Vorhang drehen zu können.
Um den Apparat in Verwendung zu nehmen, operirt man auf folgende Art: Man dreht das
Drehkreuz h mit der Hand in dem durch den Pfeil in Fig. 2 angedeuteten Sinne; dabei wird
sich der Vorhang i auf der Walze b aufrollen
und sich von der Walze c abrollen und dabei gleichzeitig die im Federgehäuse d enthaltene
Spiralfeder anspannen. In dem Äugenblick, wo die beiden Ausschnitte des Doppelvorhanges
sich gerade gegenüberstehen, hört man zu drehen auf und stellt den Apparat auf den
richtigen Vixirpunkt ein.
Ist dies geschehen, so dreht man abermals das Drehkreuz h weiter, bis ein vollständiger
Verschlufs hergestellt ist, und nun ist der Apparat zur Operation bereit.
Dann ergreift man den Kautschukballon mit der Hand, drückt ihn zusammen, die Feder f
wird, wie früher aus einander gesetzt, ausklinken, die Scheibe k wird frei und die im
Federgehäuse d enthaltene Spiralfeder wird die Walze c in einem der früheren Drehungsrichtung
entgegengesetzten Sinne drehen und der Vorhang wird sich auf dieser Walze aufrollen,
während er sich von der Walze b abrollt.
Während dieser letzteren Bewegung werden sich die beiden Ausschnitte des Doppelvorhanges
in einem gewissen Moment kreuzen bezw. einander gerade gegenüberstehen und lassen für eine sehr kurze Zeit die Lichtstrahlen
in den Apparat eintreten, wie durch Fig. 5, 6 und 7 dargestellt ist.
Aus der Einrichtung unseres Apparates resultirt ein Vortheil, den man bisher in seiner
Vollkommenheit nicht erreichen konnte. Das Objectiv beginnt nämlich gerade im Centrum sich
zu öffnen, die Oeflhung vergröfsert sich dann bis zum Maximum und nimmt dann wieder
bis zum gänzlichen Verschlufs ab, so zwar, dafs wieder das Centrum des Objective am
längsten frei bleibt.
Die Zeitdauer, während welcher hier die Lichtstrahlen in den Apparat dringen, ist wegen
der raschen Drehung durch die im Federgehäuse d enthaltene Spiralfeder ungemein
kurz, indefs kann man diese Zeitdauer auch verlängern, indem man mit Hülfe der Schraube ν
die sich an die Platte k anlehnende Circularfeder r anspannt; diese Feder r dient dann der
Platte k gleichsam als Bremse und verlangsamt deren Rotation. Man kann auf diese Art die
Dauer des Lichtzutritts bis auf Y2 Secunde
bringen.
Will man umgekehrt eine sehr grofse Drehungsgeschwindigkeit erzielen, so dreht man
das Federgehäuse d mit der Hand, um so die Spannung der in demselben enthaltenen Spiralfeder
noch zu vergröfsern; dadurch rollt der Vorhang ungemein rasch und kann die Zeitdauer
für den Lichtzutritt bis auf Y350 Secunde
reducirt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der dargestellte Moment-Verschlufs-Apparat, bestehend aus dem in dem photographischen 'Apparatkasten angeordneten, über die Walzen abc rollenden Doppelvorhang z, der mittelst des Drehkreuzes h von Hand aus in dem einen oder anderen Sinne und automatisch durch die Spiralfeder des Federgehäuses d gedreht werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33646C true DE33646C (de) |
Family
ID=309602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33646D Expired - Lifetime DE33646C (de) | Objektiv-Moment-Verschlufs an photographischen Apparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33646C (de) |
-
0
- DE DENDAT33646D patent/DE33646C/de not_active Expired - Lifetime
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