DE335307C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung gereinigter, rektifizierter und fraktionierter OEle aus Rohteer - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung gereinigter, rektifizierter und fraktionierter OEle aus RohteerInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung gereinigter, rektifizierter und fraktionierter Öle aus Rohteer. Die günstigsten Resultate, um bei der Destillation von Teer gereinigte, rektifizierte und fraktionierte Öle abführen zu können, werden erzielt, wenn das Destillat aus der Teerblase als Rohölgemisch abgeleitet und dann einer zweiten Destillation unterworfen wird. Diese zweite Destillation muß sich aber, wenn es sich -am ein rationelles Arbeitsverfahren handeln soll, unmittelbar an die erste Destillation anschließen. Die zweite Destillation kann aber nur dann wirksam durchgeführt werden, wenn sie in getrennt von der Teerdestillationsblase gelagerten Behältern stattfindet, welche während des Abtreibens für jeden weiteren Zufluß an Teerdestillationsgut abgesperrt sind.
- Da die zweite Destillation in Fraktionen bei von Fraktion zu Fraktion steigenden Temperaturen erfolgt, so ist es erforderlich, um eine Gewinnung der niedrigst siedenden Fraktionen zu ermöglichen, die Destillationsbehälter vor dem Füllen bis unter - die Temperatur der untersten Fraktion abzukühlen.
- Diesen Erfordernissen trägt die Erfindung in vollem Maße Rechnung und arbeitet dabei in einem ununterbrochenen Verfahren.
- Es sind nun allerdings bereits Einrichtungen für die Teerdestillation bekanntgeworden, bei denen im unmittelbaren Anschluß an die Destillation des Rohteeres die zweite- Destillationdes gewonnenen Rohölgemisches anschließt (vgl. Lunge-Köhler, Steinkohlenteer und Ammoniak, igi2, Bd. I, Seite q.07). Diese Einrichtungen erreichen aber keine reinliche Scheidung der einzelnen Fraktionen und rein von Rohanthrazen und Rohnaphthalin befreiten Ölen, weil der Zufluß an Rohölgemisch bei fortgesetzter Temperatursteigerung des Kesselinhaltes nicht unterbrochen wird und außerdem muß das Verfahren in einem gewissen Stadium unterbrochen werden. Bei den bekannten Einrichtungen mit Hintereinanderschaltung mehrerer Destillationsblasen zwecks Ausnutzung der Abwärme der Feuergase der vorgeschalteten Blase (vgl. die Patentschrift 2887o2 der K1. z2r) ist ebenfalls keine reine Fraktionierung der Öle zu erreichen, weil die hintergeschalteten Blasen dauernd unter hoher Temperatur gehalten werden, welche diejenige der untersten Fraktion übersteigt.
- Die Erfindung betrifft nun ein Arbeitsverfahren, welches eine ununterbrochene Gewinnung gereinigter, rektifizierter und fraktionierter Öle direkt aus dem Rohteer ermöglicht. Das Neue der Erfindung besteht darin, daß das in einer ununterbrochenen Destillation gewonnene Rohölgemisch in zwei oder mehrere wahlweise durch die Abgase heizbare Ölblasen nach Passieren eines Kühlers abgeleitet wird, welche mit dem Teerdestillationskessel mittels absperrbarer Rohrleitungen so verbunden sind, daß während des Betriebes einer. Blase die anderen Blasen bis unter die Temperatur der untersten Fraktion des Rohölgemisches abgekühlt und damit für die Aufnahme von neuem Rohölgemisch geeignet werden.
- Um dies technisch durchführen zu können, ist eine besondere Einrichtung erforderlich, wie sie auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen Fig. i eine Vorderansicht geschnitten und Fig. 2 eine Seitenansicht geschnitten.
- A ist die Teerdestillationsblase, .B der bei diesem Verfahren verwendete Kondensatior_sapparat zur Abkühlung der Rohölgem:schdämpfe. Von diesem Kühler B führen mit Absperrorganen E, El versehene Rohrleitungen C, Ci zu den vorteilhaft mit Reinigungskolonner. versehenen Oldestillationsblasen D, Dl, welchr abwechselnd mit dem Rohölgemisch gefüllt werden. Die Oldestillationsblasen D, Di sind an einem gemeinsamen Kondensationsapparat F zur Abkühlung des Destillationsproduktes angeschlossen, welcher mit einem Ablaufrohr G versehen ist.
- Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Einrichtung ist kurz wie folgt Die direkt oder indirekt beheizte Teerdestillationsblase A wird kontinuierlich mit dem Destillationsgut gefüllt unter geeigneter Ablassung der bei der Destillation verbleibenden Rückstände. Die Destillation erfolgt zunächst wie in jeder anderen Teerblase. Die Rohölgemischdämpfe werden im Kühler B kondensiert und fließen unter Öffnung des -Absperrorgans E durch die Rohrleitung C in die Öldestillationsblase D ; das Absperrorgan El der Leitung Ci bleibt zunächst geschlossen.
- Die Oldestillationsblasen D und Di werden ebenfalls beheizt, und zwar erfolgt die Beheizung vorteilhaft durch die Feuergase, welche den Feuerraum der Teerblase verlassen. Hierdurch wird die Wärme der Feuergase restlos nutzbar gemacht, so daß der Betrieb in sparsamster Weise arbeitet. Das erste Kondensat fließt mit einer verhältnismäßig hohen Temperatur ab und diese Wärme soll für den folgenden zweiten Destillationsprozeß nutzbar gemacht werden, so daß den Destillationsblasen D, .Di nur noch eine geringe Beheizung zugeführt werden braucht.
- Ist die Oldestillationsblase D mit Destillationsgut gefüllt, so wird das Absperrorgan E der Leitung C geschlossen und gleichzeitig das Absperrorgan El der Leitung Cl- geöffnet, so daß das Kondensat aus dem Kühler B nunmehr in die vorher auf eine bestimmte Temperatur abgekühlte Oldestillationsblase Dl abfließt.
- In der Destillationsblase D lagern sich zunächst die schweren Bestandteile des Destillationsproduktes (Rohnaphthalin und Rohanthrazen) am Boden ab, worauf die Abtreibung beginnt. Die Öldämpfe (Rohbenzol, Kreosotöl und Anthrazenöl) werden in dem Kondensationsapparat F abgekühlt und gela.rgen nun gereinigt und rektifiziert unmittelbar nach ihrer Bildung fraktioniert zur Abführung.
- Um den Nutzeffekt der Einrichtung zu erhöhen, können beliebig viele Öldestillationsblasen an einem gemeinsamen Kondensationsapparat angeschlossen werden.
- Durch das vorliegende kontinuierliche Arbeitsverfahren wird neben einer vollendeten Betriebssicherheit nicht allein eine schnelle, billige und rationelle Arbeitsweise geschaffen, sondern es wird auch in einem ununterbrochenen Aibeitsgang unter teilweiser Ausnutzung der in dem Rohölgemisch vorhandenen Wärme die Gewinnung von gereinigten, rektifizierten und fraktionierten Ölen erreicht.
- Der Erfindung liegt also der leitende Gedanke zugrunde, das aus einem Kondensator abfließende Rohölgemisch abwechselnd unmittelbar in Oldestillationsblasen, und zwar in kontinuierlichem Betrieb, - überzuführen, in denen eine Destillation des Ölgemisches unter Ausnutzung eines Teiles seiner Eigenwärme mit Hilfe von Abwärme der Hauptfeuerung erfolgt. Es werden hierbei in einem Arbeitsgang gereinigte und rektifizierte Produkte gewonnen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Gewinnung gereinigter, rektifizierter und fraktionierter Öle aus Rohteer unter Verwendung von an die Teerblase angeschlossenenDestillationsblasenund unter Nutzbarmachung der Abwärme der Hauptfeuerung, dadurch gekennzeichnet, daß das in einer ununterbrochenen Destillation verdampfte Rohölgemisch zunächst in einem Kühler verflüssigt und von dort in zwei oder mehrere wahlweise durch die Abgase heizbare Ölblasen abgeleitet wird, welche mit dem Teerdestillationskessel mittels absperrbarer Rohrleitungen verbunden sind, so daß während des Betriebes einer Blase die anderen Blasen bis unter die Temperatur der untersten Fraktion des Rohölgemisches abgekühlt und damit für die Aufnahme von neuem Rohölgemisch geeignet werden.
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