DE333935C - Dichtungs- und Fuehrungsring - Google Patents
Dichtungs- und FuehrungsringInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
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Description
Im Hauptpatent ist ein Diehtungs- und Führungsring an Artilleriegeschossen beschrieben,
der einen eisernen Ring und einen zum Festhalten dieses Ringes im Geschoßmantel dienenden und zu diesem Zwecke in
den. letzteren eingreifenden und mit jenem Ring verbundenen Grundring aufweist, wobei
ein zwischen den beiden Ringen vorgesehener Hohlraum mit Weichmetall ausgefüllt ist.
to Bei 'diesem Ring kommt der Weichmetallfüllung die Aufgabe zu, eine metallische Verbindung
zwischen dem für die. eigentliche Führung des Geschosses und die Dichtung dienenden
eisernen Ring und1 dem mit letzterem zusammenhängenden,
zur Befestigung dienenden Grundring herzustellen.
Es hat sich nun in der Praxis gezeigt, daß die Weichmetallfüllung für die Führung des
Geschosses ebenfalls eine große Rolle spielt
ao und in dieser Hinsicht von ebenso großer Bedeutung ist, wie der eiserne, die Begrenzung
der Metallfüllung nach außen bildende Ring. Auf Grund dieser Erfahrung ist man zur Erkenntnis
gelangt, daß die mit einem Dichtungs- und Führungsring der erwähnten Art
erzielbaren Ergebnisse wesentlich verbessert werden können, wenn die Masse des Füllmaterials
vergrößert wird·, und der die Füllmasse umgebende eiserne Ring nur als Hülle
zum Zweck des Feuerschutzes ausgeführt wird. Diese erfindungsgemäße Vergrößerung
der weichen Füllmasse und das Beschränken des eisernen Ringes des Hauptpatentes auf
eine relativ dünne Hülle bedingt aber gleichzeitig eine besondere Befestigungsart, die es
ermöglicht, die Führungsringe, die nach der Erfindung als' stabförmige Körper hergestellt
werden, auf den Geschoßkörper aufzubringen und auf demselben festzuhalten. Dementsprechend
bestehen die kennzeichnenden Merkmale der Dichtungs- und Führungsringe vorliegenden
Zusatzpatentes aus der Bauart und stofflichen Zusammensetzung des Ringes,
wonach der Ring als zusammengesetzter Stab ausgebildet ist, der einen Kern aus Aluminium
oder Legierungen von verschiedenen Weichmetallen und eine als Feuerschutz dienende
Hülle aus Weicheisen aufweist, in Verbindung mit der Befestigungsart, wonach dieser Stab
ringförmig in eine Nut am Umfang des Geschoßmantels gelegt ist und darin dadurch
festgehalten wird, daß das Material des Geschoßmantels längs der Ränder des Ringes
nach einwärts über diese von der Querschnittsmitte nach außen abfallenden Ränder
getrieben ist.
Einige Ausführungsbeispiele zweckmäßiger Bauarten des Führungs- und Dichtungsringes
sind! auf der Zeichnung dargestellt, welche gleichzeitig· veranschaulicht, wie der Ring am
Geschoßmantel befestigt ist. In dieser Zeichnung zeigen:
Fig. ι bis 3 Dichtungs- und Führungsringe,
bei denen die Schutzhülle aus Blechstreifen hergestellt ist.
Fig. 4 zeigt einen Dichtungs- und Führungsring, bei dem die Schutzhülle als Rohr
ausgebildet ist.
Fig. 5 und 6 zeigen die Art und! Weise, wie die Befestigung der Ringe in den Nuten des
Geschoßmantels erfolgt.
ίο Der im Querschnitt flach gewölbte, als zusammengesetzter
Stab ausgebildete Dichtungs- und Führungsring weist einen Kern 4 aus Weichmetall auf. Als Weichmetall kann
technisch reines Aluminium und Zink benutzt · werden, oder es kann eine Aluminium- oder
Zinklegierung, oder eine Blei-, Zink-, Natrium- oder Kalziumlegierung zur Verwendung
kommen. Dieser Kern 4 ist von einer als Feuerschutz dienenden Hülle 1 aus Weichao
eisen umgeben, welche bei den in Fig. r bis 3 gezeigten Ausführungsformen als rohrförmig
zusammengebogener Blechstreifen, bei dem in Fig. 4 gezeigten Ring als Rohr ausgebildet
ist, das einen flach gewölbten Querschnitt besitzt und wie der zusammengebogene Blechstreifen
der in Fig. 1 bis 3 gezeigten Ringe auf seiner Innenseite oben Längs- und unten
Längs- und Querrippen besitzt. Zur Verstärkung des Ringes kann in der in Fig. 1 gezeigten
Weise zwischen dem Kern 4 aus Weichmetall und den um die untere Seite des letzteren
umgebogenen Kanten des Blechstreifens 1 eine bandförmige Verstärkung 2 vorgesehen
sein, deren obere Seite stark gerauht ist. Die Bauart des Ringes kann auch, wie Fig. 3 zeigt,
so getroffen werden, daß zwischen den nach unten zusammengebogenen, sich nicht .berührenden
Enden 3 d'es Blechstreifens ein stark aufgerauhtes Stück des Geschoßmantels
sich befindet, dessen Höhe ungefähr der . Stärke der Schutzhülle 1 entspricht.
Falls die Enden des umgebogenen Blech- i Streifens 1 in der in Fig. 1 und 2 gezeigten
Weise zum Berühren gebracht werden, so können diese Enden an ihren B er uhr ungs stellen
gewünschtenfalls durch Schweißen, Löten o. dgl. zu einem festen Ganzen verbunden i
werden.
Die an dem Ringe vorgesehenen Längs- und Querrippen dienen zur Übertragung der ;
während des Schusses auftretenden Schub- und Drehmomente von der Schutzhülle 1 aus :
Weicheisen auf den Kern 4 aus Weichmetall und von diesem aus auf den Geschoßmantel 5.
Wie bereits angedeutet, wird der Dichtungs- und' Führungsring als zusammengesetzter
Stab hergestellt und dann in dem Geschoßumfang entsprechende Stücke zerschnitten,
worauf die so hergestellten Stabstücke ringförmig in eine Nut. des Geschoßmantels
gelegt werden. Um das zu ermöglichen, werden die unterschnittenen Ränder 7 der Nut 6
des Geschoßmantels z. B. durch seitlichen Druck einer Walze aus der in Fig. 5 gezeigten
Lage in die in Fig. 6 gezeigte Lage aufgebogen, um nach dem Einlegen der Stabstücke
durch Walzen, Stanzen, Pressen und Stemmen wieder nach einwärts über die Ränder des in die Nut 6 eingelegten Ringes getrieben
zu werden, so daß eine sichere Befestigung dieses Ringes in der Nut 6 gewährleistet
wird. Der Boden 8 der Nut 6 kann mittels einer Kotierwalze ganz schwach gerauht werden,
um den Ring gegen Drehung zu schützen.
Damit mit dem beschriebenen Dichtungsj und Führungsring gute Ergebnisse erzielt
: werden, ist dafür zu sorgen, daß die Masse des Kernes solche Eigenschaften aufweist,
' daß durch das Einpressen der Züge in dieselbe ein statischer Druck erzeugt wird, sie
aber trotzdem noch so viel Zähigkeit beibehält, daß von den auftretenden großen Schub-
und Drehmomenten, welche die sehr dünn zu , haltende Schutzhülle I des Ringes zu übertragen
hat, möglichst viel von dem Kern ; selbst und nicht von den Rändern des ; Ringes übernommen wird. Die obengenannten
Massen, die zur Herstellung des Kernes 4 benutzt werden können, sind trotz hoher Zug-
und Druckfestigkeit weich genug, um infolge ; Eindrückens der Felder des Geschützrohres,
! ohne zu großen Widerstand zu leisten, in die j Hohlräume zwischen den Zügen gedrängt zu
werden, so daß in dem Raum zwischen der j sie umgebenden eisernen Schutzhülle und dem
■ Geschoßmantel immer noch ein statischer Druck entsteht und dadurch der Ring genau
die jeweilige, beim Progressivdrall wechselnde Form des Geschützrohres annimmt. Finden
die obengenannten Metallegierungen Ver-Wendung, so können sie durch größere oder
kleinere Zugabe ihrer Komponenten mit Bezug auf ihre Härte und Festigkeit sehr verschiedenartig hergestellt werden, wodurch
auch der Widerstand, den das Geschoß im Geschutzrohr erfährt, größer oder kleiner wird.
Infolge der verhältnismäßig· hohen Festigkeit der Masse des Ringkernes 4 ist es nicht
unbedingt erforderlich, daß sich an den Eindruckstellen
der Felder die mit Rippen versehenen oder gerauhten, einander zugekehrten
Oberflächen der eisernen Schutzhülle und des Geschoßmantels berühren, vielmehr ist der
Kern aus Weichmetall auch fest genug, um das Schub- und Drehmoment ohne diese Berührung
selbst bei sehr dünn gehaltenen Schutzhüllen 1 übertragen zu können.·
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Dichtungs- und Führungsring an Artilleriegeschossen nach Patent 324770, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring alszusammengesetzter Stab, bestehend aus einem Kern aus Aluminium oder einer Legierung von verschiedenen Weichmetallen und einer Hülle aus Weicheisen, die als Feuerschutz dient, ringförmig in eine Nut am Umfange des Geschoßmantels gelegt ist und darin dadurch gehalten wird, daß das Material des Geschoßmantels längs der Ränder des Ringes nach einwärts über diese von der Querschnittsmitte nach außen zu abfallenden Ränder getrieben ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications Before (1)
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2313984A1 (de) * | 1973-03-21 | 1974-09-26 | Wegmann & Co | Fuehrungsring fuer selbstgetriebene geschosse |
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1919
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2313984A1 (de) * | 1973-03-21 | 1974-09-26 | Wegmann & Co | Fuehrungsring fuer selbstgetriebene geschosse |
Also Published As
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