DE3336792C2 - - Google Patents

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DE3336792C2
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Guenter 4543 Lienen De Rogge
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    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
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    • B41F13/0008Driving devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B41F5/24Rotary letterpress machines for flexographic printing

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Soll eine bereits einmal bedruckte Bahn oder anders markierte Bahn, z. B. Rillung oder Lochung, auf der Vorder- und/oder Rück­ seite mit einem weiteren Druckbild bedruckt werden, ist es erforderlich, daß die auf die Bahn aufgedruckten Paßmarken passerhaltig, also phasenrichtig, zu den Formzylindern der die zweiten Drucke ausführenden Druckwerke stehen. Neben diesem phasenrichtigen Einlauf der vorbedruckten Bahn in die Druckma­ schine muß selbstverständlich auch eine Drucklängenregelung vor­ genommen werden, damit die Formatlängen auf die auf der Bahn bereits vorhandenen Druckbilder eingestellt werden können.
Bei einem aus der DE-PS 27 11 744 bekannten Verfahren dieser Art wird der passerhaltige Druck durch ein kurzfristiges und ruckartiges Erhöhen oder Herabsetzen der Bahnzugkraft herge­ stellt. Durch diese kurzfristige und ruckartige Vergrößerung oder Verkleinerung der Bahnzugkraft stellt sich ein Schlupf zwischen dem Formzylinder und der vorbedruckten Bahn ein, durch die der Phasenfehler beseitigt wird. Das Verziehen der Bahn aufgrund des erzeugten Schlupfes erfolgt dabei nur über eine so kurze Zeit, daß Phasenfehler beseitigt werden, ohne daß sich das Format verändert und Registerfehler erzeugt werden. Bei dem bekannten Verfahren erfolgt zur Erzielung des format­ längengerechten Drucks eine schrittweise Erhöhung und Herab­ setzung der Bahnzugkraft, so daß die Formatlänge der schon bedruckten Bilder durch Längung oder Verkürzung der Bahn dem Register angepaßt wird.
Das bekannte Verfahren setzt also voraus, daß die noch einmal zu bedruckende, bereits vorbedruckte Bahn aus einem stark dehn­ baren Material besteht, das auch im entspannten Zustand einen geringen Rapportschrumpf aufweisen muß, damit eine Registerrege­ lung auch durch eine Bahnspannungsverringerung erfolgen kann.
Das bekannte Regelungsverfahren versagt also, wenn Bahnen von nur geringer Dehnungsfähigkeit, beispielsweise also Bahnen aus Papier und HD-PE oder ähnliche Materialien bedruckt werden sollen.
Aus der FR-PS 1 22 97 289 ist eine Druck­ maschine bekannt, bei der dem Formzylinder über ein Differentialgetriebe das von einem Servomotor über einen Regler ansteuerbar ist, eine Zusatzdreh­ zahl erteilt werden kann, wobei der Regler unterschiedliche Regelcharakteristiken besitzen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so auszubilden, daß mit Paßmarken versehene vorbedruckte Bahnen oder anders markier­ te Bahnen in Flexodruckmaschinen passer- und registerhaltig bedruckt werden können, wobei sich auch Bahnen, die nur eine geringe Dehnfähigkeit besitzen, abermals bedrucken lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst.
Nachdem vor Aufnahme des Druckbetriebs zunächst eine Grobein­ stellung stattgefunden hat, erfolgt mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Herstellung des passerhaltigen Drucks durch eine entsprechende Relativbewegung zwischen der zu bedruckenden Bahn und den Formzylindern, die durch entsprechende Änderung der Relativgeschwindigkeit zwischen den Formzylindern und dem bzw. den Gegendruckzylindern vorgenommen werden kann, wobei davon ausgegangen werden kann, daß die Bahn bei der Änderung der Rela­ tivgeschwindigkeit relativ zu dem oder den Gegendruckzylindern keinen Schlupf erfährt. Bei dieser kurzzeitigen Änderung der Relativgeschwindigkeit zur Herstellung der richtigen Phasenlage zwischen den vorgedruckten Bildern der zu bedruckenden Bahn und den Formzylindern kann also ein Schlupf auftreten, der zu einem Verschmieren der Druckbilder führen kann. Dieser kann aber wegen der geringen Abweichungen in Kauf genommen werden.
Zur Erzielung des drucklängenhaltigen Drucks wird, falls überhaupt erforderlich, eine entsprechende dauernde Änderung der Relativgeschwindigkeit zwischen den Formzylindern und dem oder den Gegendruckzylindern herbeigeführt. Diese Relativgeschwindigkeit ist aber so gering, daß diese nur einen so kleinen Schlupf zur Folge hat, der die Druckqualität nicht merklich beeinträchtigt.
Mit erfindungsgemäßen Vorrichtung wird also zur Registerregelung auf eine Spannungsänderung in der Bahn verzichtet, so daß auch Bahnen registergerecht bedruckt werden können, die aus einem Material von sehr geringer Dehnungsfähigkeit bestehen.
Durch die Ritzel des Differentialgetrie­ bes lassen sich die Formzylinder und der Gegendruckzylinder mit der gewünschten Relativgeschwindigkeit zueinander antreiben. Die Geschwindigkeitsdifferenzen des Ausgangsritzels des Differen­ tialgetriebes lassen sich dadurch herstellen, daß in dieses in bekannter Weise über einen Servomotor ein zusätzlicher Antrieb eingespeist wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Einzylinder- Flexodruckmaschine in der Seitenansicht,
Fig. 2 das Antriebsschema der in Fig. 1 dargestellten Flexodruckmaschine und
Fig. 3 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie III-III der Fig. 2.
Mit 1 ist ein Druckwerksgestell gezeichnet, welches über eine Brücke 2 mit einem Hintergestell 3 verbunden ist. Diesem Hinterge­ stell 3 ist eine herkömmliche Abwickeleinrichtung 4 zugeordnet, die in bekannter Weise mit einer Bahnzugmeß- und Regeleinrich­ tung ausgestattet ist. Von dieser Abwickeleinrichtung 4 aus wird die Bahn 5 zunächst um eine im Hintergestell 3 gelagerte Umlenkwalze 6 umgelenkt und einer Ziehvorrichtung 7 zugeführt, die aus einer angetrie­ benen Vorzugswalze 8 und einer ebenfalls angetriebenen, mit Gummiringen besetzten Anpreßwalze 9 besteht. Über weitere nicht näher bezeichnete Umlenkwalzen wird dann die Bahn 5 über eine zweite Ziehvorrichtung 10 um einen Gegendruckzylinder 11 herumgeführt und dabei von den sechs Druckwerken 12, 13, 14, 15, 16 und 17 be­ druckt. Jedes Druckwerk 12, 13, 14, 15, 16, 17 besteht dabei in bekannter Weise aus einem Formzylinder 18, einer Rasterwalze 19 und einer Tauch­ walze 20.
Nach dem Bedrucken wird die Bahn 5 durch eine oberhalb der Brücke 2 angeordnete Trockeneinrichtung 21 geführt und gelangt dann zu einem Kühlzylinder 22 und von dort über eine Zugeinrichtung 23 und weitere nicht mehr bezeichnete Umlenkrollen beispielsweise wieder zu einem Aufwickler.
Wie die Fig. 1 zeigt, ist an der Brücke 2 eine Abtastenein­ richtung 24 vorgesehen, welche die auf die Bahn 5 aufgebrachten Markierungen abtastet und entsprechende Signale an einen Ver­ gleicher 25 abgibt. Dieser Vergleicher empfängt ebenfalls Signale, die von einer Kontaktweiche 26 ausgesandt werden, welche mit einem der Formzylinder 18 verbunden ist. Kommen die von der Abtasteinrichtung 24 und von der Kontaktweiche 26 ausgesandten Signale gleichzeitig im Vergleicher 25 an, erfolgt keine Rege­ lung. Stellt der Vergleicher 25 jedoch zeitliche Unterschiede fest, wird über eine Steuerleitung 26′ ein Differentialgetriebe 27 über einen nicht dargestellten Servomotor angesteuert. Je nachdem, ob entweder die von der Abtasteinrichtung 24 ausgesandten Signale oder die von der Kontaktweiche 26 ausge­ sandten den Vergleicher 25 eher erreichen, wird die Geschwindigkeit aller Formzylinder 18 durch das Differentialge­ triebe 27 erhöht oder verringert.
Da es sich bei dem Regelgetriebe um ein Differentialgetriebe 27 han­ delt, wird neben der Erhöhung bzw. Verringerung der Drehzahl der Formzylinder 18, gleichzeitig eine kurzzeitige Phasenverschiebung vorgenommen. Dabei findet die Phasenverschiebung bei Drehzahl­ erhöhung in Drehrichtung und bei Drehzahlverringerung entgegen der Drehrichtung statt. Dabei fällt die während eines Regelvor­ gangs auftretende Relativbewegung zwischen dem Gegendruckzylin­ der 11 und den Formzylindern 18 nicht qualitätsmindernd ins Gewicht, weil die auftretenden Relativbewegungen äußerst gering sind. Das Antriebsschema ist aus den Fig. 2 und 3 zu erkennen, wobei Fig. 2 nur ein Druckwerk darstellt, und zwar das mit der Kontaktweiche 26 versehene.
Wie die Fig. 2 zeigt, wird die erste Ziehvorrichtung 7 sowie der Kühlzylinder 22 und die Zugeinrichtung 23 über einen Hauptantriebsmotor 24′, einen Keilriementrieb 25′, ein Kegelradgetriebe 43, mehrere Zahnrie­ menräder mit entsprechenden Zahnriemen sowie Regulatoren 44 und 28 mit der gewünschten Drehzahl angetrieben. Vom Kegel­ radgetriebe 43 führt eine Gelenkwelle 29 zu einem weiteren Kegelradgetriebe 30. Von diesem Kegelradgetriebe 30 aus erhält ein erstes Zentralrad 31 über ein Zwischenrad 32 und ein Antriebsrad 33 seinen Antrieb. Das Zentralrad 31 ist über eine Welle 34 fest mit dem Gegendruckzylinder 11 verbunden, dessen äußerer Durch­ messer dem Teilkreisdurchmesser des Zentralrades 31 entspricht. Neben dem Zentralrad 31 ist auf eine Welle 34 ein weiteres Zen­ tralrad 35 aufgesetzt, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Zentralrades 31 entspricht.
Aus der Fig. 3 wird deutlich, daß mit dem ersten Zentralrad 31 ein zweites Zahnrad 36 kämmt. Dieses Zahnrad 36 ist auf einer Welle 37 fest aufgekeilt, die ihrerseits im Gehäuse des Differentialgetriebes 27 drehbar gelagert ist. Zwischen dem Zahnrad 36 und dem Differentialgetriebe 27 ist ein weiteres Zahnrad 38 lose drehbar auf der Welle 37 aufgesetzt, das seinen Antrieb vom Differentialgetriebe 27 erhält. Die Zähne des Zahnrades 38 greifen in die Zähne des zweiten Zen­ tralrades 35 ein, wodurch dieses angetrieben ist.
Wenn nun der in Fig. 1 dargestellte Vergleicher 25 feststellt, daß die von der Abtasteinrichtung 24 ausgehenden Signale zeitlich nicht gleich mit den von der Kontaktweiche 26 ausge­ sandten Signalen eintreffen, wird durch das Differentialgetriebe 27 die Drehzahl zwischen dem ersten Zentralrad 31 und dem zweiten Zentral­ rad 35 geändert und gleichzeitig werden beide Zentralräder 31, 35 gegeneinander phasenverschoben. Die drehzahl des zweiten Zentral­ rades 35 wird nun über Zahnräder 39 und 40 zum einen auf den Formzylinder 18 und zum anderen auf die Rasterwalze 19 über­ tragen. An der dem Zahnrad 40 gegenüberliegenden Stirnseite der Rasterwalze 19 trägt diese ein weiteres Zahnrad 41, das mit dem Zahnrad 42 kämmt, welches mit der Tauchwalze 20 verbunden ist.
Wenn in der Fig. 2 auch nur ein Druckwerk 15 dargestellt ist, so ist doch deutlich, daß alle übrigen fünf Druckwerke 12, 13, 14, 16, 17 in der glei­ chen Weise ihren Antrieb vom zweiten Zentralrad 35 erhalten, da alle Druckwerke 12-17 gleichmäßig um den Gegendruckzylinder 11 ver­ teilt angeordnet sind.
Es ist selbstverständlich, daß vor Inbetriebnahme der erfindungs­ gemäßen Einrichtung eine Grobeinstellung vorgenommen werden muß, das heißt, daß die auf der Bahn 5 vorhandenen Markierungen mit dem zu druckenden Bild, mit der Kontaktweiche 26 und der Abtast­ einrichtung 24 in Übereinstimmung gebracht werden müssen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Vorrichtung bei einer Einzylinder-Flexodruckmaschine beschrieben worden. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, die erfindungsge­ mäße Regeleinrichtung auch bei Mehrzylinder-Flexodruckmaschinen zu verwenden, bei denen jedem Formzylinder ein eigener Gegen­ druckzylinder zugeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung setzt voraus, daß zwischen dem Formzylinder und der zu bedruckenden Bahn ein Schlupf möglich ist.
Die beschriebene Einrichtung wird im wesentlichen eingesetzt, um bereits vorbedruckte Bahnen oder anders markierte Bahnen, wie z. B. durch Rillung oder Lochung, in einem zweiten Arbeits­ prozeß nochmals paßgerecht zu überdrucken, d. h., die in der Abtasteinrichtung 4 vorhandene Bahnrolle wurde bereits in einem voraus­ gehenden Arbeitsvorgang vorbedruckt oder anders vormarkiert. Diese Markierung wird von der Abtasteinrichtung 24 abge­ tastet, so daß nach Regelung durch das Differentialgetriebe 27 die Druckwerke 12 - 17 die schon vorbedruckte Bahn 5 paßgerecht überdrucken bzw. die Rückseite der schon vorbedruckten Bahn 5 registergerecht mit einem weiteren Aufdruck versehen.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zur Erzielung eines passer- und registerhaltigen Druckes an Druckmaschinen mit an einen gemeinsamen Gegendruckzylinder angestellten Formzylinder mit zugehörigen Farbwerken und mit einem den Gegendruckzylinder antreibenden Zentralrad, dessen Teilkreis dem Gegendruckzylinderdurchmesser angepaßt ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (34) des ersten Zen­ tralrades (31) ein zweites Zentralrad (35), das mit den die Formzylinder (18) antreibenden Zahnrädern (39) kämmt, frei drehbar gelagert ist, und daß beide Zentralräder (31, 35) mit den beiden Ausgangsritzeln (36, 38) eines Differentialgetrie­ bes (27) kämmen, das beide Ritzel mit gleicher Geschwindigkeit oder einstellbarer Relativgeschwindigkeit antreibt, wobei das Differentialgetriebe (27) durch einen Servomotor angetrieben wird.
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