DE33192C - - Google Patents

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DE33192C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F3/00Chemical features in the manufacture of matches

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 25. December 1884 ab.
Zündhölzer, welche mit einer aus Rhodanblei in Combination mit gefälltem Schwefelantimon hergestellten Zündmasse versehen sind, hatten den Nachtheil, Feuchtigkeit anzuziehen. Um diesen Uebelstand zu vermeiden, wird das Antimonpentasulfid ganz oder zum Theil durch Schwefelblei, welches als natürlicher reiner Bleiglänz angewendet wird, ersetzt. Derselbe ist sehr billig zu beschaffen, zieht keine Feuchtigkeit an, ist, in gleicher Menge wie das Antimonpentasulfid angewendet, viel weniger voluminös und läfst sich leicht fein vertheilen. Die Masse wird dadurch dichter, kann in kleinen Köpfchen aufgetragen werden, erfordert daher auch weniger Bindemittel. Sie liefert endlich bei der Umwandlung des Schwefelbleis in Bleisulfat keine freie Säure, wie dies bei vollkommener Oxydation des Antimonpenta-SLÜfids der Fall ist:
Pb-S+ O41 = Pb S O4 Sb2 Sb + 20 O = Sb2 O5 + 5 S O3. Dadurch, wird Geruch vermieden.
Endlich ist die Wärmeentwickelung gröfser, da die durch die Vereinigung von Pb O mit S O3 gebildete Wärme hinzutritt.
Als Bindemittel dient mit Essigsäure behandelter sogenannter flüssiger Leim.
Im Folgenden ist eine bestimmte Mischung angegeben.
I. II.
Rhodanblei 3 Th. 3 Th.
Schwefelblei 2 - 3 -
Antimonpentasulfid 1 - — -
I. II.
Kaliumchlorat . . . 9 Th. 9 Th.
Glas oder Sand 6- 6 -
Leim 1 - 1 -
Essigsäure (5OpCt1) 2 - 2 -
Wasser 8— 1 ο - 8— ι ο
Rhodanblei, Bleiglanz event. Antimonpentasulfid, Glas oder Sand werden zunächst für sich fein gepulvert und gesiebt. Nach dem Mengen wird eine sehr innige Mischung in einer rotirenden Kugeltrommel vorgenommen. Man bereitet dann die Leimlösung mit genügendem Essigsäure- und Wasserzusatz. Mit der Hälfte derselben wird das vorher ebenfalls für sich fein geriebene Kaliumchlorat, mit der anderen Hälfte werden die übrigen Substanzen gemischt. Jede dieser Mischungen wird dann für sich mit irgend einer Reibvorrichtung, Farbenmühle oder Chokoladenmühle fein gerieben und erst dann durch inniges Zusammenrühren die definitive Mischung vorgenommen. So ist jede Entzündungsgefahr ausgeschlossen. Hiermit ist die Masse zum Tunken fertig und wird wie gewöhnlich auf mit Paraffin, Harz oder Schwefel präparirten Hölzern, auf Wachskerzen u. s. w. aufgetragen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei dem Verfahren zur Herstellung phosphorfreier Zündhölzer mittelst Rhodanverbindungen die Anwendung von Schwefelblei an Stelle von oder in Verbindung mit verhältnifsmäfsig geringen Mengen Schwefelantimon.
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