DE336500C - Verfahren zur Herstellung besonders haltbarer kolloidaler Systeme - Google Patents

Verfahren zur Herstellung besonders haltbarer kolloidaler Systeme

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DE336500C
DE336500C DE1917336500D DE336500DD DE336500C DE 336500 C DE336500 C DE 336500C DE 1917336500 D DE1917336500 D DE 1917336500D DE 336500D D DE336500D D DE 336500DD DE 336500 C DE336500 C DE 336500C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J13/00Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
    • B01J13/0004Preparation of sols
    • B01J13/0043Preparation of sols containing elemental metal
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    • B01J13/0034Additives, e.g. in view of promoting stabilisation or peptisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung besonders haltbarer kolloidaler Systeme.
  • Es ist bekannt daß man mechanisch hinreichend zerkleinerte feste Stoffe durch Behandeln mit Lösungen gewisser Verbindungen in kolloidale Lösungen überführen kann. So ist es z. B. bekannt, daß Kaolin mittels geringer Mengen Alkalilösungen weitgehend in ein Hydrosol verwandelt wird. Andererseits ist auch bekannt, daß durch Zusatz bestimmter Elektrolyte oder organischer Nichtelektrolyte die Haltbarkeit bereits vorhandener Sole bedeutend erhöht werden kann. Von solchen Stoffen letzter Art, die gewöhnlich als Schutzkolloide bezeichnet werden, seien u. a. erwähnt: Eiweiß, Gelatine, Gummiarabikum, Agar, Hausenblase usw.
  • Es wurde nun gefunden, daß wäßrige Lösungen von Kirschgummi die beiden eben erwähnten Wirkungen, nämlich mechanisch fein zerkleinerte feste Stoffe zu kolloidalisieren und bereits vorhandene Sole zu stabilisieren, in ganz besonders hervorragendem Maße besitzen. Die erhaltenen kolloidalen Lösungen zeigen nicht nur, was die Absetzgeschwindigkeit ihrer Teilchen, sondern auch was ihre Widerstandsfähigkeit gegen blockende Prinzipien betrifft, eine ganz hervor. ragende Haltbarkeit.
  • Als chemische Stoffe, die nach vorliegendem Verfahren kolloidalisiert werden können, seien beispielsweise erwähnt: alle festen Elemente, z. B. Schwefel, Selen, Tellur, Kohlenstoff in verschiedenen Modifikationen (insbesondere als Ruß, Graphit, Blutkohle, Tierkohle), Silizium, Titan, Nickel, Molybdän, Chrom usw.
  • Ferner kommen chemische Verbindungen, wie Bariumsulfat, Bleisulfat Bleiweiß, Eisenoxyde, Chromoxyde, Metallsulfidse u. dgl., in Frage.
  • Die Stoffe werden zweckmäßig in äußerst fein gemahlenem oder amorphem oder kleinkristalhuischem Zustande venvendet.
  • In manchen Fällen führt das vorliegende Verfahren zunächst nicht zu vollständig kolloidaien Systemen. Vielmehr enthalten die hergestellten Sole außer den erwünschten ultramikroskopischen Teilchen auch gröbere, bereits unter dem Mikroskop oder schon mit bloßem Auge sichtbare Teilchen. Diese unvollständige Kolloidalisierung tritt z. B. bei Stoffen ein, welche vor der Behandlung mit Kirschgummi nicht genügend weitgehend mechanisch zerkleinert worden sind.
  • In solchen Fällen genügt es, diese noch gröbere Teilchen enthaltendie Sole einige Zeit ruhig stehen zu lassen, wdbei sich jene gröberen Teilchen zu Boden setzten. Die überstehende Flüssigkeit wird sodann z. B. durch Dekantieren vom Bodensatz getrennt. Bei genügend langer Absetzzeit enthält dann die gewonnene Flüssigkeit ausschließlich ultramikroskopische Teilchen. Die Trennung der Ultramikronen von den gröberen Teilchen kann naturgemäß auch mittels Zentrifugierens oder Filtrierens vorgenommen werden.
  • In dieser Ausführungsform kann das vorliegende Verfahren auch dazu dienen, die Komponenten eines Stoffgemisches weitgehend oder vollständig voneinander zu trennen. Da sich verschiedene Stoffe verschieden leicht kolloidalisieren lassen, so erreicht man durchWahLl geeigneter Mengen des Kirschgmmnis und durchWahl geeigneterMischzeiten, daß der eine Stoff bereits in den kolloidalen Zustand übergeführt ist, während z. B. eine zweite Komponente des ursprünglichen Stoffgemisch, es noch nicht kolloidalisiert ist. Der anschließende Sedimentationsprozeß oder das anschließende-Zentrifugieren oder Filtrieren führt dann gleichzeitig mit der Trennung der kolloidalen Teilchen von den nichtkologidalen auch zu einer Trennung der Komponenten des ursprünglichen Gemisches.
  • Beispiel I.
  • Eisenoxyd, welches als Farbstoff Verwendung finden soll, wird mit etwa 3-Prozent Kirschgummi versetzt, den man vorher in wäßrige Lösung gebracht hat, und beides mit der nötigen Menge Wasser innig verrührt.
  • Hört man mit dem Rühren auf, so werden sich im Laufe einiger Zeit die etwa in der Masse noch vorhandenen gröberen Teichen zu Boden setzen und können von der darüberstehenden Suspension abgetrennt werden. Man kann diesen Rückstand unter Umständen noch einmal vermahlen und wiederum mit Kirschgummilösung behandeln. Die erhaltene Kolloidlösung ist alsdann beispielsweise als Anstreichfarbe zu verwenden.
  • Beispiel 2.
  • Die Hydrosole von elementarem Platin, welche durch elektrische Zerstäubung, z. B. nach dem Verfahren von B r-e d i g, hergestellt worden sind, besitzen eine verhältnismäßig geringe Haltbarkeit. Vermischt man ein solches Sol, welches 0,02 Prozent Platin enthält, mit so viel Kirschgummilösung, daß dann das Sol 0,05 bis 0,5 Prozent Kirschgummi enthält, oder bringt in diesem Sol die entsprechende Menge Kirschgummi zur Auflösung, so erhält man Sole von bedeutend überlegen er Haltbarkeit. Naturgemäß kann die elektrische Zerstäubung von vornherein statt in reinem Wasser in verdünnter Kirschgummilösung vorgenommen werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung besonders haltbarer kolloidaler Systeme, gekennzeichnet durch die Anw, endung wäßriger Lösungen von Kirschgummi.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu kolloidalisierenden Stoffe zunächst mechanisch weitgehend zerkleinert und hierauf mit wäßrigen Lösungen von Kirschgummi innig vermischt.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu kolloidalisierenden Stoffe zunächst in bekannter Weise als Hydrosole gewinnt und hierauf Kirschgummi oder Kirschgummilösungen zufügt.
DE1917336500D 1917-03-04 1917-03-04 Verfahren zur Herstellung besonders haltbarer kolloidaler Systeme Expired DE336500C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2496901A (en) * 1943-07-06 1950-02-07 Hartford Nat Bank & Trust Co Method and composition for coating cathode-ray tubes

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