DE331849C - Mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonika - Google Patents

Mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonika

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    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F5/00Details or accessories
    • G10F5/04Tune barrels, sheets, rollers, spools, or the like
    • G10F5/06Driving or setting of tune barrels, discs, or the like; Winding, rewinding, or guiding of tune sheets or the like

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Description

  • Mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonika. Gegenstand der Erfindung ist eine mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonika. Das Neue besteht darin, daß Gewichtskörper und Gestänge mit Notenbandhalter angeordnet sind, die das Notenband festhalten, spannen und bewegen und insbesondere die unmittelbare, ununterbrochene Bewegung des Notenbandes mit der Hand ermöglichen.
  • Die Gewichtskörper können am Notenbande starr oder verschiebbar oder insbesondere beim Spielen im Notenbande beweglich angeordnet sein. Sie können auch an Aufwickelwalzen sitzen. Das Gestänge kann mit dem Instrumentenkörper verstell- und verkürzbar verbunden sein, wobei die bekannten I`lotenbänder benutzt werden können.
  • Ferner ist eine seitliche Notenbandführung vorgesehen. Sie kennzeichnet sich dadurch, daß an die übliche Schutzdecke seitliche Wulste oder Ränder als Anschläge angebracht sind.
  • Um die Reibungsflächen zu verkleinern, sind in dem üblichen Instrumentenkörper und Notenbandträger Vertiefungen und Erhöhungen angebracht.
  • Es sind bereits eine Reihe von mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonikas bekannt, bei denen das Notenband nur mittels Kurbeln, Tastenkörpern, Walzen o. dgl. ununterbrochen bewegt werden kann und bei denen die nötige Spannung des Notenbandes beim Hinwegführen über die Kanzellenöffnungen durch komplizierte Vorrichtungen erfolgt. Auch ist bekannt, daß das Notenband durch eine Feder gespannt und nach deren Freigabe selbsttätig zurückgerollt werden kann.
  • Mittels der neuen Vorrichtung kann der Spieler das Notenband unmittelbar mit der Hand bewegen und die Spannung und den Ablauf beim selbsttätigen Bewegen nach Belieben regeln; dabei sind die Herstellungskosten sehr gering und die Handhabung, sowohl beim Spielen mit Notenband, als auch beim vorgesehenen Spielen ohne Notenband, eine äußerst bequeme.
  • Die ununterbrochene Bewegung des Notenbandes erfolgt durch Hin- und Herbewegen der Hand, wobei je ein Notenbandstreifen abwechselnd zwischen die Finger genommen und betätigt wird.
  • In einer Röhre a mit Kanzellenöffnungen b ist die Harmonika c fest oder auswechselbar eingesetzt. d ist ein Mundstück, e ein' Handgriff, welcher zum Spielen mit Notenband z. B. geschlossen, zum Spielen ohne Notenband offen und als bekannter Schalltrichter ausgebildet sein kann.
  • Zum Spannen und Bewegen des Notenbandes f sind (Fig. i bis 8) Gewichtskörper g, g1, g2, g3 angeordnet, welche bei kurzen Notenbändern an den Enden des Notenbandes (Fig. 2'6, 8) als Stäbe, z. B. in Schlaufen q, liegen, welche festgeleimt oder durch Klammern i veränderlich sein können. Bei langen Notenbändern kann das Gewicht g3, z. B. durch Bügel k, k1 (Fig.4), verschiebbar angeordnet sein. Auch können solche Notenbänder an einem Halter 1a aufgehängt oder auch zwischen einem Halter und dem Instrument durchgezogen sein. Dabei rollt oder gleitet der Gewichtskörper g (Fig. 3, 4, 7) beim Spielen im Notenbande und sind zur Führung im Notenbande seitliche Scheiben oder Ringe angeordnet. Vorteilhaft können mit diesem rollenden Gewichtskörper endlose Notenbänder Verwendung finden (Fig.3), wodurch das abfallende Notenband wesentlich verkürzt wird.
  • Beim Festhalten, Spannen und Bewegen des Notenbandes mit Hilfe der Gewichtskörper kommen gemäß Fig. r bis 4. die sonst üblichen Hilfsmittel wie Walzen, Kurbeln usw. in Wegfall. Bei endlosen Notenbändern gemäß Fig. 3 und 22 und bei gleichen Gewichten, .beispielsweise gemäß Fig. 4, erfolgt die Bewegung des Notenbandes nach dem Bewegungsverfahren. Die Regelung der Bewegung kann beim vorgesehenen Ablaufenlassen auch noch durch den die Mundharmonika betätigenden Atem erfolgen, wobei Druckluft rascheren, Saugluft langsameren Gang verursacht. Kurze Notenbänder können auch noch mit Hilfe der Hand angelegt und über die Kanzellenöftnungen hinweggezogen werden, wobei der Körper g' (Fig. 2) wegfällt.
  • Diese Gewichtskörper können in Zusammenhang mit Aufwickelwalzen ia (Fig. 6, 7), Friktionsrollen n', fai' (Fig. 8), Schließstegen mit Windkammern, Handkurbeln p (Fig. 5), Tastenkörpern o. dgl. gebracht werden. Hierdurch werden die seitherigen Instrumente dieser Art ebenfalls wesentlich verbessert, weil dadurch das Notenband nach Belieben sowohl zum selbsttätigen Zurückbewegen nach dem Spielen, als auch zum selbsttätigen Vorwärtsbewegen und Spielen nach vorhergehendem Aufwickeln angewandt werden kann. Das Notenband braucht nur gewendet zu werden und wird mit der entgegengesetzten Seite mit der Aufwickelwalze, dem Reibungskörper o. dgl. verbunden. Dabei kann das Ablaufen durch leichtes Schleifen eines Fingers vom Handgriff aus geregelt werden. Fig. 5 bis 7 sind für letzteren Zweck Ausführungsformen.
  • Fig. B. stellt eine Ausführungsform dar, bei welcher der Gewichtskörper nur als Spannmittel gedacht ist, und es wird dabei das Notenband nach dem Abspielen mit der Hand zurückgezogen.
  • Eine'weitere Neuerung bildet die Anordnung von Gewichtskörpern in Verbindung mit bekannten Aufwickelwalzen n3 und n (Fig. 9 und >:o), Friktionsrollen und auf diese auf- und abzuwickelnden Gewichtsschnüren s, Saiten, Ketten o. dgl., beispielsweise in Form von Kugeln g5 (Fig. to), Ringen v (Fig. 9), Knöpfen o. dgl., mit deren Hilfe das Notenband nach dessen Schnuraufwicklung in einfacher Weise bewegt werden kann. Die Schnur kann dabei leicht einhängbar und mit einem Schnurlaufröllchen L versehen sein, wobei die abfallende Schnur verkürzt werden kann. Bei Fig.9 sind die Gewichtskörper beispielsweise zum Bewegen und Spannen vorgesehen.
  • Diese Vorrichtungen können auch miteinander verbunden sein. So kann an Stelle der Handkurbel P (Fig. 5) ein Gewichtskörper g5 (Fig. 9) angeordnet sein, durch den gi im Notenband im Gleichgewicht .gehalten wird, wodurch das Notenband nach seiner Schnuraufwicklung ebenfalls bewegt werden kann. Dabei wird abwechselnd Gewichtschnur und Notenband betätigt. g5 kann dabei schwerer sein, wodurch der Ablauf unmittelbar durch den Atem geregelt wird: Mit Hilfe des Schnurlaufröllchens können auch beide Aufwickelwalzen so verbunden sein, daß mit einem Gewichtskörper zugleich beide Walzen gespannt und bewegt werden können. Die Gewichtskörper beider Gattungen, sowohl am Notenband als auch an den Aufwickelwalzen, können massiv und von beliebigem Material sein; sie sind auch hohl vorgesehen, so daß sie mit Metall, Sand, Mlasser usw. gefüllt «-erden können. Dabei können hohle und gemäß Fig. 3 im Notenbande rollende Gewichtskörper an Umfang zunehmen, so daß sie als Etui für die Harmonika benutzt werden können.
  • Mit dem Instrumentenkörper ist ein Gestänge verbunden, das mit einem in beliebige Entfernung verstellbaren Notenbandhalter versehen ist. Das Gestänge kann aus einem Drahtbügel bestehen. Es kann auch in sich durch Zwischenstücke versteift sein oder auch nur aus Federn gebildet sein. Bei besonders langen Notenbändern kann das Gestänge nebeneinander vervielfacht angeordnet sein. Schließlich kann das Gestänge auch in Verbindung mit einem im Notenbande beweglichen Gewichtskörper angeordnet sein und durch den Gewichtskörper das I`Totenband angespannt werden. Zum bequemen Mitnehmen in der Tasche und zum beliebigen Verlängern ist das Gestänge aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Fig. 22 bis 27 stellen einige Ausführungsformen dar. Fig. 22 und 23 zeigen die Anordnung des Gestänges r am Instrument. Hier sind Führungen 2 innerhalb der Windkammer in den Kanzellenholzkörper ei gebohrt, in welche das Gestänge gesteckt werden kann. Es kann auch scharnierartig festgehalten werden. In dem Gestänge kann eine Stellvorrichtung, z. B. Feder 3, freiliegend oder in Hülsen 4. eingeschlossen angeordnet sein, so daß das Notenband damit angespannt wird. Der Notenbandhalter 5 kann dabei starr oder auch rollend sein. Als Notenbandhalter kann auch eine zweite Harmonika oder ein. Etui angeordnet sein.' Selbstverständlich 'läßt sich an rollende Notenbandhalter und an im Notenbande rollende Gewichtskörper auch eine Kurbel o. dgl. anbringen. Gemäß Fig. 24 sind die einzelnen Teile zum 'Zusammenstecken, gemäß Fig.25 zum Zusammenschrauben und gemäß Fig. 26 zum Zusammenlegen angeordnet. Fig.27 zeigt ein Gestänge, dessen Teile ineinandergeschoben werden können. Eine weitere Neuerung bildet die Anordnung von gedrückten oder gepreßten Wulsten, Rändern o. dgl. zum seitlichen Führen des Notenbandes.
  • Die bisher gebräuchlichen Schutzdecken für mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonikas haben den Nachteil, daß. sich zwischen die aufgesetzten Ränder, Seitenplatten. o. dgl. zur seitlichen Notenbandführung und der Schutzdecke das Notenband einzwängen kann und dadurch oft zerreißt oder wenigstens das Spielen hemmt. Auch lösen sich diese Ränder häufig ab.
  • Die neue Schutzdecke besteht darin, daß an ihr Wulste oder Ränder angebracht sind, die mit der Schutzdecke aus einem Stück bestehen und deshalb keine Naht oder Fuge haben. Fig. ii stellt eine Schutzdecke mit umgedrücktem Rand dar, x sind die Stellen, an denen das Notenband bei den bisherigen mechanischen Mundharmonikas oft festklemmte. An der Schutzdecke kann eine Wulst x (Fig. 13) zweckmäßig in Verbindung mit einem Gewinde w (Fig. 15) oder einem Bajonettverschluß o (Fig. 16) angeordnet sein. Der Rand kann auch, wie in Fig. 14 dargestellt, gleichzeitig als Mundstück oder Handgriff ausgebildet sein. Die Schutzdecke kann auch, wie in Fig. 17, einen Knopf r haben, Der Querschnitt D -E kann von beliebiger Form sein, in Fig. 12 rund, in Fig. 2o und 21 oval oder auch eingedrückt, wie in Fig. 18.
  • Ferner soll durch Vertiefungen und Erhöhungen im Instrumentenkörper und Notenbandträger die Reibungsfläche verkleinert und damit die Bewegung des Notenbandes, besonders beim unmittelbaren Bewegen des Notenbandes mit der Hand und beim Ablaufenlassen erleichtert werden. Fig. 18 und ig zeigen für diesen Zweck Ausführungsformen; t (Fig. 18) und Z4 (Fig. ig) zeigen Stellen, an denen das Notenband nicht aufliegt und deshalb nicht reiben kann.
  • Sämtliche hier beschriebene Neuerungen sind auch für größere Mundharmonikas, wie z. B. Blasakkordeons o. dgl., vorgesehen.
  • Die Zeichnungen stellen beispielsweise Ausführungsformen dar.
  • Fig. i ist eine Draufsicht der Harmonika mit, Notenband, ig. ?,.ein Schnitt A-B, Fig. 3 ein Schnitt A-B, jedoch mit endlosem Notenband, Fig. 4 ein Schnitt A-B, jedoch mit der Anordnung eines besonders langen Notenbandes, Fig. 5 eine Draufsicht der Harmonika mit Notenband und einer Aufwickelwalze, Fig. 6 ein Schnitt A-B, Fig, 7 ein Schnitt A-B, Fig. 8 ein Schnitt A-B, jedoch mit Friktionsrollen, Fig. g ein Schnitt A-B, jedoch mit zwei Notenbandaufwickelwalzen in Verbindung mit auf diese auf- und abzuwickelnden Schnüren und daranr ängendem Gewicht und Ring zur Walzenbedienung, Fig., io ein Schnitt A-B, jedoch mit zwei Aufwickelwalzen und der Anwendung eines Schnurlaufröllchens und daranhängendem Gewicht.
  • Fig.- ii stellt eine beispielsweise Randschutzdecke mit punktierter Mundharmonika und Notenband dar.
  • Fig. 12 ist ein Querschnitt A-B.
  • Fig. 13 bis 16 stellen Schutzdecken im Längsschnitt, Fig. 17 eine Schutzdecke in der Ansicht dar. Fig. 18 und i9 sind Querschnitte und Ausführungsformen verkleinerter Reibungsflächen.
  • Fig. 2o und 2i sind Querschnitte D-E.
  • Fig. 22 stellt eine Anordnung des Gestänges mit Anspannung des Notenbandes dar.
  • Fig. 23 ist ein Schnitt A-B mit Gestänge und Notenband.
  • Fig. 24 bis 27 stellen Ausführungsformen des Gestänges dar.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: z. Mittels durchlochten Notenbandes zu spielende Mundharmonika,- gekennzeichnet durch Gewichtskörper und durch Gestänge mit Notenbandhalter, die das Notenband festhalten, spannen und bewegen und insbesondere die unmittelbare, ununterbrochene Bewegung des Notenbandes mit der Hand ermöglichen.
  2. 2. Instrument nach Anspruch i mit seitlichen Anschlagrändern, zwischen denen sich das Notenband führt.
  3. 3. Instrument nach Anspruch i und 2 mit Vertiefungen im Instrumentenkörper und- Erhöhungen im Notenbandträger. Instrument nach Anspruch i mit einem verkürzbaen Gestänge zum Tragen des Notenbandhalters. 5. Instrument nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Notenbandhalter in der Entfernung vom Instrumente verstellbar ist. 6. Instrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper am und im Notenbande angeordnet sind. 7. Instrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper an bekannten Notenbandaufwickelwalzen, Reibungsrollen mittels auf- und abzuwickelnder Organe, z. B. Schnüre, angeordnet sind. B. Instrument nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper (ä) mit seitlichen Führungen, beim Spielen im Notenbande beweglich angeordnet sind. cg. Instrument nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper (g3) an beliebiger Stelle verschiebbar angeordnet sind. io. Instrument nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper in Schlaufen angeordnet sind, welche durch Klammern gebildet sind. ii. Instrument nach Anspruch i und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper in Verbindung- von Schnurlaufröllchen angeordnet sind. 12. Instrument nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtskörper hohl sind. i3. Instrument nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit den Anschlagrändern Gewinde oder Bajonettverschlüsse angeordnet sind.
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