DE3315744C2 - Flexible Umhüllung für Eisberge - Google Patents
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Abstract
Es handelt sich um eine flexible Umhüllung für Eisberge aus einer wasserdichten Hüllfolie. Die Hüllfolie ist als tauchfähige Folienbahn mit einer zum trogartigen Untergreifen des jeweiligen Eisberges ausreichenden Bahnlänge und -breite ausgebildet. An ihren Längs- und Breitseiten weist sie aufblasbare Schwimmschläuche auf. Zumindest einer der Schwimmschläuche ist in getrennt voneinander aufblasbare Luftkammern unterteilt. An einem Schwimmschlauch ist eine über den jeweiligen Eisberg ziehbare Deckelfolie befestigt, welche an die anderen Schwimmschläuche bzw. Folienseiten wasserdicht anschließbar ist.
Description
schläuche bis auf einen Schwimmschlauch, vorzugsweise an der Längsseite der Folienbahn, zu entlüften und
folglich die Folienbahn absinken zu lassen. Unter Ausnutzung der Unterwasserströmung und ggf. mit Hilfe
von Fangleinen wird dann die gleichsam wie ein Vorhang in das Wasser eingetauchte und herabgelassene
Folienbahn unterhalb des Eisberges bis auf seine andere Seite abgetrieben bzw. geschleppt Dann kann zunächst
der Schwimmschlauch auf der abgetriebenen Längsseite wieder aufgeblasen werden und taucht schließlich auf,
so daß der Eisberg U-förmig unterfangen ist. Anschließend werden die sich an den Breitseiten der Folienbahn
befindlichen Schwimmschläuche aufgeblasen und tauchen ebenfalls auf, so daß der Eisberg sich in einer trogartigen
Folienholle mit umlaufenden Schwimmschläuchen befindet. Dann läßt sich die an dem einen
Schwimmschlauch befestigte Deckelfolie über den Eisberg ziehen und an die übrigen Schwimmschläuche wasserdicht anschließen, so daß der Eisberg endlich von
einer vollständigen flexiblen wasserdichte./ Umhüllung umgeben ist Diese flexible Umhüllung kann als Transportmittel
und gleichsam Lagertank Verwendung finden, jedenfalls ist das teilweise oder vollständige Abschmelzen
des umhüllten Eisberges nicht länger problematisch, weil sich gleichsam ein Wassersack bildet, der
aufgrund der geringeren spezifischen Dichte von Süßwasser im Vergleich zu Salzwasser oben schwimmt und
unter Ausnutzung der Polardrift, der Winddrift und der Meeresströmungen soweit wie möglich in Richtung
Äquator treiben kann, um dann bei Erreichen eines bestimmten Breitengrades in Schlepp genommen und zu
seinem Zielland transportiert zu werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nach dem teilweisen oder
vollständigen Abschmelzen unmittelbar aus dem gebildeten Wassersack Süßwasser in Schiffe abzupumpen
oder in spezielle Transportsäcke auf See umzupumpen. Jedenfalls bildet die erfindungsgemäße Umhüllung nach
dem teilweisen oder vollständigen Abschmelzen des Eisberges ein echtes Süßwasserreservoir.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben und im folgenden
erläutert. So sind vorzugsweise die Hüllfolie, die Deckelfolie und die Schwimmschläuche aus einer Gewebeeinlage
und/oder korrosionsbeständigen Stahlketteneinlagen mit beidseitiger Beschichtung aus verrottungsfester
KunststoFfolie aufgebaut, so daß eine verhältnismäßig
stabile und verschleißfeste Umhüllung entsteht, die selbstverständlich auch Osmose ausschließt.
Die Hüllfolie, die Deckelfolie und die Schwimmschläuche können eine schwarze Innenseite und eine weiße
Außenseite aufweisen. Dadurch wird ein Abstrahleffekt erreicht, der Algenbildung weitgehend unterbindet. Ferner
ist vorgesehen, daß die Längsseiten der Hüllfolie parallel ausgebildet sind und die Hüllfolie zwischen den
Schwimmschläuchen in ziehharmonikaartiger Faltung zusammenlegbar oder auf die Schwimmschläuche aufwickelbar
ist, so daß die gesamte Hüllfolie gleichsam als Katamaran zu dem zu umhüllenden Eisberg geschleppt
werden kann. Die Deckelfolie weist zweckmäßigerweise an ihrer freien Längsseite einen Ballonschlauch auf,
der mit einem Auftrieb erzeugenden Gas aufblasbar ist. Mit Ballonschlauch ist gemeint, daß dieser Schlauch
zum Zwecke der Gewichtsreduzierung mit einem Treibgas gefüllt werden kann, damit die Deckelfolie gleichsam
mit Auftrieb, jedenfalls verhältnismäßig leicht über den Eisberg gezogen werden kann. Auch die Deckelfolie
kann auf den Ballonschlauch aufwickelbar oder in ziehharmonikaartiger Faltung zwischen dem benach-
harten Schwimmschlauch und dem Ballonschlauch zusammenlegbar sein. Dadurch wird im ganzen eine kompakte
Transporteinheit für den Weg zu dem jeweiligen Eisberg verwirklicht Außerdem können an der Ballonschlauchseite
der Deckelfolie eine oder mehrere Schießleinen befestigt sein, die also über den Eisberg geschossen
und auf der anderen Seite von einem Schlepper aufgenommen werden, der dann die Deckelfolie über
den Eisberg zieht. Um eine einwandfreie wasserdichte Befestigung der Deckelfolie an den übrigen Schwimmschläuchen
zu erreichen, weisen die Schwimmschläuche und der Ballonschlauch durchlaufende Schweißbandfahnen
auf, so daß die Deckelfolie mit Überlappung verschweißt werden kann. — Vorzugsweise weisen die
Schwimmschläuche Entlüftungs- bzw. Überdruckventile mit zum Innenraum der Umhüllung gerichteten Entlüftungsöffnungen
auf. Dadurch läßt sich der Tiefgang der Umhüllung bzw. des entstehenden Wassersackes
wählen und über dem Schmelzwasser gleichsam ein Luftkissen aufbauen, welches zum Abfedern des Wellenganges
dient und eine Verwindung des Schlauchsakkes ausschließt. Je geringer der Tiefgang gewählt ist,
desto stärker reduziert sich die Schleppkraft infolge der Querschnittsabflachung des entstehenden Wassersakkes.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß eine flexible Umhüllung
für Eisberge verwirklicht wird, die in einfacher Weise ein vollständiges und wasserdichtes Umhüllen
des jeweiligen Eisberges ermöglicht so daß jeder Süßwasserverlust durch das Abschmelzen des umhüllten
Eisberges unterbunden wird. Darüber hinaus funktioniert die erfindungsgemäße Umhüllung zugleich als
Transportmittel, weil sich im Zuge des Abschmelzens des Eisberges ein transportabler Wassersack mit verhältnismäßig
geringem Tiefgang bildet. Ferner kann dieser Wassersack zugleich als Süßwasserreservoir bzw.
Lagertank Verwendung finden.
Ein besonderer durch die Erfindung erreichter Vorteil ist darin zu sehen, daß sich durch die Auswahl der Größe
der Hüllfolie bzw. Folienbahn der Tiefgang des entstehenden Wassersackes vorausbestimmen läßt, je größer
nämlich die Hüllfolie gewählt wird, desto größer ist schließlich die flächenmäßige Ausdehnung des entstehenden
Wassersackes und je geringer ist folglich der Tiefgang des entstehenden Wassersackes. Der Tiefgang
ist ein entscheidender Gesichtspunkt für den Transport des abgeschmolzenen Süßwassers, insbes. in den Küstenbereichen
der zu versorgenden Zielländer. So ist beispielsweise der Persische Golf im Durchschnitt nur
30 m tief, während die Hafentiefe bei lediglich 10 m liegt Durch die Vergrößerung des Wassersackes bzw.
seiner Hüllfolie hauptsächlich in der Länge — was auch den Schleppkräften zugute kommt — kann der Tiefgang
für jedes Zielland gleichsam im voraus bestimmt werden. Dadurch läßt sich mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Umhüllung tatsächlich aus Eisbergen gewonnenes Süßwasser praktisch zu jedem gewünschten Ziclland transportieren.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
näher erläutert; es zeigt
F i g. 1 schematisch einen zu umhüllenden Eisberg mit einer antransportierten Hüllfolie,
F- i g. 2 das Unterschwimmen des Eisberges von der Folienbahn,
F i g. 3 das Überziehen des Eisberges mit der Deckelfolie,
F i g. 4 die fertiggestellte Umhüllung mit Rundumverschweißung und
F i g. 5 ein durch Abschmelzen des umhüllten Eisberges entstandener Wassersack im Schlepp.
In den Figuren ist eine flexible Umhüllung für Eisberge
1 aus einer wasserdichten Hüllfolie 2 mit aufblasbaren SchwimmschläuchenS dargestellt. Die Hüllfolie 2 ist
als tauchfähige Folienbahn mit einem höheren spezifischen Gewicht als Meer- bzw. Salzwasser und einer
zum trogartigen Untergreifen des jeweiligen Eisberges
1 ausreichenden Bahnlänge und -breite ausgebildet. An ihren Längs- und Breitseiten weist die Hüllfolie 2 bzw.
Folienbahn die aufblasbaren Schwimmschläuche 3 auf. Zumindest einer der Schwimmschläuche 3a ist in getrennt
voneinander aufblasbare Luftkainmern 4 unterteilt, nämlich jener Schwimmschlauch 3a, der zum unterschwimmen
des Eisberges 1 und Wiederaufschwimmen auf der anderen Eisbergseite bestimmt ist. An einem
Schwimmschlauch 30 ist eine über den jeweiligen Eisberg 1 ziehbare Deckelfolie 5 wasserdicht befestigt,
die an die anderen Schwimmschläuche 3 wasserdicht anschließbar bzw. damit verschweißbar ist. Die Hüllfolie
2, Deckelfolie 5 und Schwimmschläuche 3 sind aus einer Gewebeeinlage und/oder korrosionsbeständigen Stahlketteneinlage
mit beidseitiger Beschichtung aus verrottungsfester Kunststoffolie, beispielsweise Polyäthylenfolie,
aufgebaut. Die Hüllfolie 2, Deckelfolie 5 und Schwimmschläuche 3 weisen eine schwarze Innenseite
und eine weiße Außenseite auf. Die Schwimmschläuche 3a, 36 an den Längsseiten der Hüllfolie 2 sind als parallele
Rohrschläuche ausgebildet, so daß sich die Hüllfolie
2 zwischen den Rohrschläuchen in ziehharmonikaartiger
Faltung zusammenlegen läßt Die Deckelfolie 5 ist an einem der beiden Schwimmschläuche 3b wasserdicht
befestigt und weist an ihrer anderen Längsseite einen mit Treibgas aufblasbaren Ballonschlauch 6 auf. Auch
die Deckelfolie 5 ist in ziehharmonikaartiger Faltung zwischen dem benachbarten Schwimmschlauch 3b und
dem Ballonschlauch 6 zusammenlegbar. An der Ballonschlauchseite sind eine oder mehrere Schießleinen 7 an
der Deckelfolie 5 befestigt, während an jener Schwimmschlauchseite,
welche für das Untertauchen des jeweiligen Eisberges 1 vorgesehen ist, Fangleinen 8 anschließbar
sind. Die Schwimmschläuche 3 und der Ballonschlauch 6 weisen durchlaufende Schweißbandfahnen 9
auf, damit die Deckelfolie 5 in wasserdichter Oberlappschweißung mit der eigentlichen Folienbahn bzw. dem
Folientrog verbunden werden kann. Außerdem sind die Schwimmschläuche 3 mit Entlüftungsventilen ausgerüstet,
die sich in den Innenraum der Umhüllung entlüften lassen, was im einzelnen nicht dargestellt ist Der dem
Schwimmschlauch 3b mit der daran befestigten Deckelfolie 5 gegenüberliegende Schwimmschlauch — im Ausführungsbeispiel
sind beide Rohrschläuche — ist in drei getrennt voneinander aufblasbare Luftkammern 4 unterteilt
von denen zum Wiederauftauchen der Folienbahn lediglich die mittlere Luftkammer 4a aufgeblasen
wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Flexible Umhüllung für Eisberge, bestehend aus einer wasserdichten Hüllfolie, deren den Eisberg
umschließender oberer Rand mit aufblasbaren Schwimmschläuchen versehen ist, sowie einer an
den Schwimmschläuchen befestigten Deckelfolie, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllfolie
(2) als tauchfähige Folienbahn mit einem höheren spezifischen Gewicht als Salzwasser und einer zum
trogartigen Untergreifen des jeweiligen Eisberges (1) ausreichenden Bahnlänge und -breite ausgebildet
ist, die an ihren Längs- und Breitseiten die aufblasbaren Schwimmschläuche (3) aufweist, daß zumindest
derjenige der Schwimmschläuche (3a), der zum Unterschwimmen des Eisberges (1) und Wisderaufschwirnmen
auf der anderen Eisbergseite bestimmt ist, in getrennt voneinander aufblasbare Luftkammern
(4) unterteilt ist, und daß an einem der Schwimmschläuche (3£>^die über den jeweiligen Eisberg
(1) ziehbare Deckelfolie (5) befestigt und an die anderen Schwimmschläuche (3) bzw. Folienseiten
wasserdicht anschließbar ist.
2. Flexible Umhüllung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllfolie (2), die Deckelfolie
(5) und die Schwimmschläuche (3) aus einer Gewebeeinlage und/oder korrosionsbeständigen Stahlketteneinlage
mit beidseitiger Beschichtung aus verrottungsfester Kunststoffolie aufgebaut sind.
3. Flexible Umhüllung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllfolie (2), Dekkelfolie
(5) und Schwimmschläuche (3) eine schwarze Innenseite und eine weiße Außenseite aufweisen.
4. Flexible Umhüllung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten
der Hüllfolie (2) parallel ausgebildet sind und die Hüllfolie (2) zwischen den Schwimmschläuchen (3a,
3b) in ziehharmonikaartiger Faltung zusammenlegbar oder auf die Schwimmschläuche aufwickelbar
ist.
5. Flexible Umhüllung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelfolie
(5) an ihrer freien Längsseite einen Ballonschlauch
(6) aufweist, der mit einem Auftrieb erzeugenden Gas aufblasbar ist.
6. Flexible Umhüllung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelfolie (5) auf den Ballonschlauch
aufwickelbar oder in ziehharmonikaartiger Faltung zwischen dem benachbarten Schwimmschlauch (3b) und dem Ballonschlauch (6)
zusammenlegbar ist.
7. Flexible Umhüllung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Ballonschlauchseite
der Deckelfolie (5) eine oder mehrere Schießleinen (7) befestigt sind.
8. Flexible Umhüllung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmschläuche
(3) und der Bailonschlauch (6) durchlaufende Schießbandfahnen (9) aufweisen.
9. Flexible Umhüllung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmschläuche
(3) Entlüftungsventile mit zum Innenraum der Umhüllung gerichteten Entlüftungsöffnungen
aufweisen.
Die Erfindung betrifft eine flexible Umhüllung für Eisberge, bestehend aus einer wasserdichten Hüllfoüe,
deren den Eisberg umschließender oberer Rand mit aufblasbaren Schwimmschiäuchen versehen ist, sowie einer
an den Schwimmschläuchen befestigten Deckelfolie.
Bevorzugt in solchen Ländern der Erde, in denen Wassermangel herrscht, sind Überlegungen darüber angestellt
worden, Eisberge aus der Arktis bzw. Antarktis für die Trink- und Brauchwasserversorgung zu verwerten.
Jedoch ist der Transport der Eisberge nicht nur wegen deren Größe problematisch, sondern insbes. wegen
ihres Abschmelzens in wärmer werdenden Klimazonen. In diesem Zusammenhang ist eine flexible Umhüllung
für Eisberge der eingangs beschriebenen Art bekanntgeworden, bei der es sich um einen unten geöffneten
Foliensack mit einem oben liegenden Schwimmring und vertikalen StabiUraerungsrippen handelt die
aufblähbar sind. Ein derartiger Foliensack kann nur mit Hilfe von Hubschraubern über den betreffenden Eisberg
gestülpt werden und muß anschließend bodenseitig unter Wasser zusammengebunden werden. Der
Transport eines solchen Foliensackes ist zumindest auf dem Wasserwege und vor dem Abpacken eines Eisberges
als selbständiges Transportmittel äußerst problematisch. Desgleichen dürfte das Schließen des unter dem
Wasserspiegel befindlichen Foliensackes schwierig sein, um eine wasserdichte Umhüllung herzustellen (vgl.
US-PS32 89 4i5).
Ferner ist das trogartige Untergreifen eines bereits zu seinem Bestimmungsort transportierten Eisberges mittels
zwei getrennter Folienbahnen zur Bildung eines Wassertroges bekannt, um nämlich das abschmelzende
Süßwasser auffangen und abpumpen zu können. Im einzelnen sind zwei getrennte Folienbahnen zum hälftigen
Untergreifen des jeweiligen Eisberges vorgesehen, und zwar unter Berücksichtigung einer entsprechenden
Überschneidung unterhalb des Eisberges (vgl. US-PS 43 34 873). Durch diese bekannten Maßnahmen sind die
Probleme um die wasserdichte Abpackung und den Transport von Eisbergen nicht maßgebend beeinflußt
worden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flexible Umhüllung für Eisberge der eingangs beschriebenen
Art so auszubilden, daß sie eine wasserdichte Abpakkung von Eisbergen in einfacher Weise ermöglicht und
sowohl vorher als auch nachher als Transportmittel besonders geeignet ist.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Umhüllung dadurch, daß die Hüllfolie als
tauchfähige Folienbahn mit einem höheren spezifischen Gewicht als Salzwasser und einer zum trogartigen Untergreifen
des jeweiligen Eisberges ausreichenden Bahnlänge und -breite ausgebildet ist, die an ihren
Längs- und Breitseiten die aufblasbaren Schwimmschläuche aufweist, daß zumindest derjenige der
Schwimmschläuche, der zum Unterschwimmen des Eisberges und Wiederaufschwimmen auf der anderen Eisbergseite
bestimmt ist, in getrennt voneinander aufblasbare Luftkammern unterteilt ist, und daß an einem der
Schwimmschläuche die über den jeweiligen Eisberg ziehbare Deckelfolie befestigt und an die anderen
Schwimmschläuche bzw. Folienseiten wasserdicht anschließbar ist. — Diese Maßnahmen der Erfindung haben
zunächst einmal zur Folge, daß die Hüllfolie mit Hilfe der aufgeblasenen Schwimmschläuche als gleichsam
Transportmittel für die Hüllfolie unschwer zu dem jeweils zu verpackenden Eisberg geschleppt werden
kann. Dort besteht dann die Möglichkeit, die Schwimm-
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