DE330837C - Kolbenschiebersteuerung fuer Dampfmaschinen - Google Patents

Kolbenschiebersteuerung fuer Dampfmaschinen

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DE330837C
DE330837C DE1918330837D DE330837DD DE330837C DE 330837 C DE330837 C DE 330837C DE 1918330837 D DE1918330837 D DE 1918330837D DE 330837D D DE330837D D DE 330837DD DE 330837 C DE330837 C DE 330837C
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outlet
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/08Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped valves; Such main valves combined with auxiliary valves

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Description

  • Kolbenschiebersteuerunh für Dampfmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Kolbenschiebersteuerung, bei der für jede Zylinderseite mehrere voneinander unabhängige, hintereinandergelegene und durch dieselbe Schieberstange angetriebene Schieberteile von gleichem Durchmesser benutzt werden: Die vorliegende Neuerung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Kante eines nicht verschiebbaren Schieberteiles Voreinströmung und Füllung unveränderlich steuert, und daß durch selbsttätige oder von Hand während des Betriebes erfolgende achsiale Verztellung nur eines Schieberteiles die Steuerkanten derart verstellt werden, daß die Zeitpunkte der Eröffnung und des Schlusses des Auslaßkanals gemeinsam geändert werden. Die Steuerung kann auch so eingerichtet werden, daß die beiden Kanten des während des Betriebes von außen verstellbaren Schieberteiles nicht nur den Auslaß und somit Kompressionsbeginn und -ende, sondern auch einen Hilfseinlaß veränderlich steuern.
  • Zweck der Steuerung ist, die Maschine so einzurichten, daß dieselbe abwechselnd mit Kondensation und mit Auspuff, also mit veränderlichem Gegendruck, betrieben werden und den jeweiligen Betriebsverhältnissen unter Vermeidung besonderer Auspuff- und Kondensationsschieber oder zusätzlicher schädlicher Räume angepaßt werden kann.
  • Unter Umständen ist es erwünscht, an einem Tage mehrmels zwischen Auspuff- und Kondensationsbetrieb zuwechseln. Der Wechsel kann aber natürlich auch mit großen Zwischenräumen geschehen. So kann z. -B. eine Einzylindermaschine im Sommer mit Kondensation und im Winter mit Auspuff arbeiten.
  • Die Fig. r bis 4 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
  • In Fig. i ist die Ausführung, wie sie bei einer Einzylindermaschine zur Verwendung kommen kann, gezeigt, während die Fig. 2, 3 und 4 die Ausführung veranschaulichen, wie sie für den Niederdruckzylinder von Verbund= masch-nen geeignet ist.
  • In Fig. i und 2 sind S' und SZ Kolbenschieber für dieselbe Zylinderseite, die auf einer gemeinsamen Schieberstange sitzen. Der Schieber S2 ist fest auf der durch ein Exzenter angetriebenen Schieberstange befestigt. Der Schieber S1 kann durch Drehen an einem Handrad o. dgl. dem Schieber SZ genähert oder von ihm entfernt werden.
  • Ausführungsformen für die Verstellung des Schiebers S' sind in Fig. 3 und 4 veranschaulicht. In Fig. 3 ist mit der Schieberstange Stl, die vom Exzenter angetrieben wi_d, eine Schieberstange St 2 durch ein Querhaupt T verbunden. Auf der Stange St2 werden durch Rechts- und Linksgewinde die beiden Schieber S' für die beiden Zylinderseiten festgehalten. Bei einer Drehung des Handrades H und der Stange St2 wird die Entfernung der beiden Schieber S1 und ihr Abstand von den Schiebern S2 verändert.
  • In Fig. 4 greift die Spindel St2 achsial und die Schieberstange Stl darunterliegend an. Der Einfiuß der Verstellung der Schieber S' auf die Dampfverteilung ist aus Fig. i, z und 3 ersichtlich. In den Fig. i und 2 bedeutet den Einlaßeröffnungsspalt, e2 den Auslaßeröffnungsspalt in der Schieberbuchse. In Fig. 2 stellt e2 den Eröffnungsspalt sowohl für den Auslaß als auch für einen zweiten Einlaß dar. In Fig, i steuert somit Kante i den Einlaß, Kante 4 den Auslaß, während die Kanten 2 und 3 nicht öffnen. In Fig. 2 steuern Kante i und 3 den Einlaß, Kante 4 den Auslaß. Die Auslaßüberdeckung ist gleich Null angenommen. Unter Zugrundelegung des Steuerungsdiagrammes Fig. 5 ergeben sich 21 Prozent Kompression. Durch Verschiebung des Schiebers S1 zu S2 um den Betrag a (Fig. 5) kann die Kompression von 21 Prozent bis auf 5 Prozent verringert werden.
  • Hierdurch kann bei Auspuffbetrieb, also bei höherem Gegendruck, nicht nur die Kompression verkleinert, sondern auch der Eröffnungsspalt e2 für den Auslaß wesentlich vergrößert werden. Durch die Verkleinerung der Kompression wird späterer Kompressionsbeginn erzielt, durch die Vergrößerung des Eröffnungsspaltes e2 größerer Auslaßquerschnitt und damit ein niedriger Verlauf der Dampfausschublinie ohne Druckanstieg. Durch beide Maßnahmen wird somit eine niedrige Kompressionsendspannung erzielt. Die Verstellung des Schiebers S1 zu S2 kann nach beiden Seiten in -weiten Grenzen erfolgen, so daß die bei jedem Gegendruck günstigste Dampfverteilung in einfacher Weise erzielt werden kann.
  • In Fig. 2 wird bei einer Verstellung der steuernden Kanten 4 nach links die Einlaßeröffnung durch die steuernde Kante 3 zu einem späteren Zeitpunkte beginnen als die Eröffnung durch die Kante i. Für Voreinströmung und Füllung ist die steuernde Kante i maßgebend, während die tröffnung durch die steuernde Kante 3 in diesem Falle als eine Hilfseröffnung zur Verminderung des Druckverlustes zwischen Hoch- und Niederdruckzylinder anzusehen ist.
  • Fig. 3 zeigt im besonderen die Ausbildung des Schiebers S2 als Muschelschieber, K1 bedeutet den Dampfaustrittskanal aus dem Hochdruckzylinder, K2 den Eintrittskanal zum Niederdruckzylinder. Der der doppelten Eröffnung entsprechende zweifache Dampfweg ist gestrichelt eingezeichnet.

Claims (2)

  1. PATFENT-ANSPRÜcnE: i. Kolbenschiebersteuerung, bei der für jede Zylinderseite mehrere voneinander unabhängige, hintereinandergelegene und durch dieselbe Schieberstange (Stl) angetriebene Schieberteile (S1, S2) von gleichem Durchmesser benutzt werden; dadurch gekennzeichnet, daß eine Kante (i) eines nicht verschiebbaren Schieberteiles (SZ) Voreinströmung und Füllung unveränderlich steuert, und daß durch selbsttätige oder von Hand während des Betriebes erfolgende achsale Verstellung nur eines Schieberteiles (S1) die Steuerkanten (3 und 4) derart verstellt werden, daß die Zeitpunkte der Eröffnung und des Schlusses des Auslaßkanals gemeinsam geändert werden.
  2. 2, Kolbenschiebersteuerung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kanten (3 und 4) des während des Betriebes von außen verstellbaren Schiebesteiles (S') nicht nur den Auslaß und damit Kompressionsbeginn- und -ende, sondern auch einen Hilfseinlaß veränderlich steuern.
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